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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 09.05.1834
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1834-05-09
- Erscheinungsdatum
- 09.05.1834
- Sprache
- Deutsch
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halten. Das zweite Geschoß wird einen Abrechnungs saal zu 105 Tischen, vier Zimmer, jedes zu 10 Tischen, und zwei Galericen, jede zu 20 Tischen enthalten, und kön nen mithin zusammen 185 Tische aufgestellt werden. Endlich das dritte Geschoß würde einen kleinern Saal zu den Abrechnungen von 30 leipziger Commissionnairs, und fünf Zimmer zum Vermiethen fassen, und dieses Ge bäude nach den dem Comitä vorgelegten Anschlägen, ein schließlich eines Reservefonds von 4000 Thalern, einen Aufwand von höchstens 35000 Thalern erfordern." ,,Die Bestimmungen über die Details der Ausfüh rung würden der Prüfung und den Beschlüssen des zu wählenden Verwaltungsausschusses vorzubehalten seyn." ,,Durch diese Ergebnisse ist das, bereits im Be richt vom März vorgelegte, Budget verändert worden und hat sich zum Vortheil der Lasse, folgendermaßen, besser dargestellt: Es betragen nämlich die Einnahmen Thlr. 750 an jährlichem Beitrag der königl. sächsi schen Regierung. - 150 an Beitrag des leipziger Vereins. - 100 an Beitrag von dom muthmaßlichen Ertrag des Börsenblattes. - 500 an wahrscheinlichem Miethcrtrag der fünf Gewölbe im Erdgeschosse. - 150 an Miethertrag für die außergewöhnliche Benutzung der Abrechnungssäle. - 100 an Miethertrag der fünf Zimmer in der dritten Etage. - 400 an dem beantragten Beitrag aus der Bör- sencasse. Thlr. 2150 Summa. Hingegen die Ausgaben an Zinsen des (äußersten Falles aufzuwenden den) Baucapitals von 35000 Thl. zu 3- Thlr. 1050. an Grundrente an die Universität - 210. an Abgaben, Hausmannsgehalt, Assecuran; und Reparaturen « 300. an Betrag des Tilgungsfonds von der erhöh ten Acliensumme - 350. Summa Thlr. 1910. und es stellt sich somit für unvorhergesehene Fälle ein Reservefonds von Thlr. 240 für das Jahr heraus." ,,Das Vorhaben eines Börsenbaus für den deut schen Buchhandel in Leipzig gewann die Gunst des er lauchten Fürstenhauses, welches jederzeit Stütze deutscher Wissenschaft und Kunst gewesen ist; das Vorhaben er weckte das Interesse der hohen sächsischen Ministerien, und namentlich der hohen Ministerien des Innern und des Cultus, wo man in klarer, freier Umsicht die Wich tigkeit des deutschen Buchhandels vollkommen erkennt, wie die Rede des Herrn Ministers von Carlowitz in der Ständcversammlung beweist." „Wahrscheinlich aber würde solche Gunst und Hülfe nicht zu erreichen gewesen seyn ohne die Vermittelung des königl. Negierungscommissarius Herrn Hof- und Justizraths von Langen», der, in lebendiger Auffassung der geistigen und materiellen Verhältnisse des deutschen Buchhandels, als Organ der Ministerien mit rastloser Anstrengung für das Unternehmen gewirkt und dem Comitä stets mit erfolgreichem Ralhe zur Seite gestan den hat." „Nicht minder hat der wohllöbliche Magistrat von Leipzig sich ein Verdienst durch die unentgeltliche Ueber- lassung eines Stückes Straße erworben, welche, wie mit Sicherheit zu erwarten sieht, auch die Genehmigung der Stadtverordneten finden wird." „Zu erwähnen ist, daß die Mitglieder des Co mitä anfänglich sehr verschiedener Ansicht waren, jetzt aber sich fast sämmtlich von der Ersprießlichkeit des Baus überzeugt halten, und die Bedeutsamkeit eines Börsen gebäudes zur Bewahrung unsers Vereins klar erkennen; — sämmtliche Mitglieder des Comitä sehen aber kein bedeutendes Hinderniß mehr, das der Ausführung unsres Vorhabens im Wege stände." „Ueber das Ehrenhafte unsres Unternehmens ließe sich tief Eindringendes vortragen, die Zeit aber gestattet es nicht." „Unsere Vorfahren älterer Zeit würden gesagt ha ben: „Mit diesem Werke ist Gottes Segen!" Wir dürfen sagen: „es verdient solchen Segen." „Und so denn, hochgeehrte Herren und Freunde — fassen Sie den Beschluß — entscheiden Sie, ob ein Börsengebäude für den deutschen Buchhandel in Leipzig errichtet werden soll." Am Schlüsse des Berichts erschallten Beifallsrufe von allen Sitzen der Versammlung, und als der Vor sitzende zu wiederholten Malen diejenigen, welche etwas gegen die Sache zu erinnern hätten, zum Reden auffor derte, folgte tiefes Schweigen. Die von ihm nun vor gelegten Fragen aber: 1) „erthcilt der Vörsenverein seine definitive Zu stimmung zum Bau der beantragten deutschen Buchhändlerbörse in Leipzig auf Actien?" und: 2) „bewilligt der Vörsenverein einen jährlichen Bei trag von 400 Thalern zum Zins- undAmorr tisationsfonds der Börsenbaucasse? wurden einstimmig bejaht. Hieraus trug Herr Barth vor, daß es nothwen- dig fty, zu Abschließung der Conlracte wegen Erwer bung des baierschen Hauses nebst zubchörigen Areal und Uebernahme der Lehen ein oder einige Mitglieder des Vereins zu ermächtigen, und schlug Namens des Vor stands dazu die Herren Fr. Fleischer und A. Rost vor, die in Förderung der Börsenbauangelegenheit sich so ungemein thätig und einsichtsvoll bezeigt hätten und durch ihre Stellung als Leipziger zunächst dazu berufen erschienen; worauf Herr Duncker unter aufrichtiger Anerkennung der Verdienste dieser Herren die Frage stellte, ob der Verein nicht vielmehr Herrn Perthes, dem Vorsitzenden des Vorbereitungsausschusses, der sich um die Sache nicht mindre Verdienste ertporbey habe, dies Ehrenamt übertragen und ihm überlassen wolle, eins der leipziger Mitglieder für sich zur Lehnsnahme zu sub- 19*
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