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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 03.01.1927
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1927-01-03
- Erscheinungsdatum
- 03.01.1927
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
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- Saxonica
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1927
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X° 1, 3. Januar 1927. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. Kleine Mitteilungen. Zum Ausscheiden des Herrn Alberti. Unscrm bisherigen verantwortlichen Redakteur Herrn Richard Alberti hat der Vorstand des Börsenvereins anläßlich seines Über tritts in den Ruhestand das nachstehende Schreiben zugchen lassen: Leipzig, den 31. Dezember 1026. Sehr geehrter Herr Alberti, bei Ihrem Scheiden aus dem Amt als Redakteur des Börsenblattes für den Deutschen Buchhandel sprechen wir Ihnen den herzlichsten Dank des Börsenvereins für Ihr treues und hingebungsvolles Wirken auf diesem verantwortungsvollen Posten aus. 39 Jahre, also fast vier Jahrzehnte, haben Sie Ihre Arbeitskraft und Ihre Gcistcsgaben dem Börsenblatt gewidmet und damit dem Börsen verein und dem Gesamtbuchhandel wertvolle Dienste geleistet. Eine Summe von hingebungsvoller Arbeit schließt dieser lange Zeitraum ein, die dem Börsenblatt stets zum Nutzen und zur Förderung ge reicht hat. Wir schätzen Ihre dem Börsenverein als verantwort licher Redakteur des Börsenblattes geleisteten Dienste hoch ein und wir sind uns der Bedeutung des von Ihnen innegehabtcn Amtes voll bewußt; Ihrem verdienstvollen Wirken ist es immer gelungen, das Börsenblatt als Organ des Spitzenverbandes des Buchhandels das sein zu lassen, was es dem Buchhandel sein soll: ein Spiegel bild seiner inneren buchhändlerischen und der sonstigen wirtschaft lichen Vorgänge. Wir bedauern von Herzen, baß Sie sich durch Ihren Gesund heitszustand zum Rücktritt von Ihrem Amt veranlaßt sehen. Wir verbinden bei Ihrem Übertritt in den Ruhestand mit unserem Dank für Ihre dem Börsenverein geleisteten Dienste den herzlichen Wunsch, daß sich Ihre Gesundheit bald wieder bessern und Ihnen gestatten möge, sich noch lange Zeit des wohlverdienten Ruhestandes zu er freuen. Als äußere Anerkennung des Börsenvereins überreichen wir Ihnen hiermit anstelle des bereits Ihnen verliehenen bronzenen Ehrenzeichens des Buchhandels diese Auszeichnung in Silber. Mit vorzüglicher Hochachtung Der Vorstand des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. M. Röder, Erster Vorsteher. Das Ehrenzeichen hat Herrn Alberti Herr Generaldirektor Dr. Hetz am Freitag persönlich überbracht mit nachstehenden Beglcit- worten: Sehr geehrter Herr Alberti, am 1. März 1928 würden sich vierzig Jahre vollendet haben, seit dem Sie zunächst als zweiter, später nach dem Ausscheiden Ihres Amtsvorgängers, des Herrn Thomas, als erster und allein ver antwortlicher Redakteur im Dienste des Börsenvereins der Deut schen Buchhändler gestanden, die Rcdaktionsabteilung geleitet und das Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel betreut haben. Namen, die im deutschen Buchhandel geschichtliche Bedeutung haben, stehen unter Ihrem am 15. Juni 1809 geschlossenen Anstellungs vertrag: Adolf Kröner und Eduard Brockhaus. Fast vierzig Jahre haben Sie, in historisch bedeutsamer Zeit auf Ihren Posten berufen, am ständigen Emporstieg des Organs, an dem Ihre Berufsfrcude hing und für das Sie Ihr Bestes ein setzten, gearbeitet und gewirkt. Wenn Sie heute, am 31. Dezember 1026, aus gesundheitlichen Gründen aus der Ihnen lieb gewordenen Tätigkeit ausscheiden, darf Sie das stolze Bewußtsein erfüllen, daß diese Lebensarbeit un vergessen bleiben und nicht vergehen wird. Wir, Ihre Mitarbeiter, sehen Sie mit Wehmut scheide»; denn die Zusammenarbeit mit Ihnen war uns immer eine Freude. Wir wünschen Ihnen einen sonnigen durch baldige völlige Genesung er hellten Lebensabend. Die Redaktion schließt sich diesen Wünschen und Abschicdsworten ihrerseits in vollem Umfang an. Der Amtszeit des Herrn Alberti wird in der Geschichte des Börsenblatts immer ehrenvoll gedacht werden. Mag sein Wirken sich auch in weitem Umfang ganz tu der Stille und für viele unbemerkt abgespielt haben, das mindert tn keiner Weise, hebt vielmehr eher dessen Bedeutung. Nur der Einge weihte weih, welches Maß von Umsicht und Gewissenhaftigkeit, Treue und Ausdauer dabei stündlich aufgebracht werden mußte. Gerade für die Arbeit des Redakteurs gilt ja, daß das, was die Öffentlich keit als Ergebnis zu sehen bekommt und meist dann als Selbstver ständlichkeit hinnimmt, nur einen Bruchteil der Leistung erkennen läßt, die tatsächlich vorliegt. Das zunehmende Alter und ander- 6 weitige Überlastung haben Herrn Alberti in den letzten Jahren aller dings weniger zu eigenen schriftstellerischen Arbeiten kommen lasse». Den älteren Lesern des Börsenblattes wird aber noch mancher wert volle Beitrag aus seiner Feder im Gedächtnis sein. Wir erinnern nur an seine wertvollen Bibliographien, seine Zusammenstellungen über die postalischen Bestimmungen, über die verbotene Literatur, vor allem auch an seine Aufsätze über die Geschichte der ersten 76 Jahre des Börsenblattes u. a. m. Hoffentlich findet er jetzt in der Muße Zeit und Gelegenheit, dem Börsenblatt noch manchen Beitrag aus dem Schatz seiner reichen Erfahrung zur Verfügung zu stellen. Auch die Redaktion wünscht Herrn Alberti einen noch recht langen, sonnigen Lebensabend und wird ihm stets ein treues Andenken bewahren. Zeitschriftjubiläm». — Anläßlich des 50jährigen Bestehens der »Chemiker-Zeitung« in Cöthen (s. auch Bbl. Nr. 303 v. 30. Dez. 1026) ist die Nr. 118, besonders reich ausgestattet, als Festnummer erschie nen. Die bekanntesten Chemiker des In- und Auslandes haben in kurzen Geleitworten oder längeren Aufsätzen über die Aufgabe der Chemie in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und über die Ver dienste und Erfolge der »Chemiker-Zeitung« berichtet. All diese Bei träge legen Zeugnis ab von der Bedeutung und Größe, die diese Zeitung im Laufe eines halben Jahrhunderts in dauernder Fort entwicklung im In- und Ausland in der chemischen Praxis er worben hat. Grabbeausstcllung i» der Stadtbibliothck Dortmund. — Anläßlich des 125. Geburtstages des westfälischen Dichters veranstaltet die Stadtbibliothek in Dortmund eine Ausstellung, in der sie zahlreiche Handschriften, Erstausgaben der Werke, Bildnisse und Literatur über Grabbe zeigt. Jahrcsschau Deutscher Arbeit Dresden 1927 »Das Papier«. — Der Börsenverein der Deutschen Buchhändler, der Deutsche Verleger verein und der Deutsche Zcitschriften-Verlegerverein, an die die Auf forderung zur Beteiligung an dieser Ausstellung ergangen ist, haben jeder für sich durch Vorstandsbeschluß bestimmt, sich daran nicht kol lektiv oder sonstwie zu beteiligen. Aus diesem Grunde haben auch deren Vorstandsmitglieder den Eintritt in den Ehrenansschnß abgc- lehnt. Gleiche Beschlüsse sind übrigens auch von dem Reichsverband der Fachpresse und dem Gesamtausschutz der papierverarbcitenden In dustrien gefaßt worden. Auch die von der Ausstellungsleitung in zwischen bekanntgegebene Befreiung von Platzmiete für »nicht be vorzugte« Plätze bietet den drei erstgenannten Vereinen keinen An laß zur Änderung ihrer Stellungnahme. Sie müssen vielmehr den einzelnen Vereinsmitgliedern die Beteiligung überlassen, ohne sie empfehlen zu können. Das geschieht auch deshalb, weil im Gegensatz dazu eine Beteiligung an der Pressa — Internationale Presse-Aus stellung Köln 1928 — im gemeinsamen Zusammenarbeiten beschlossen wurde und deshalb eine unerwünschte Zersplitterung befürchtet werden muß. über die Pressa werden die genannten Vereine — in einigen Tagen beginnend — fortlaufend im Börsenblatt berichten. Vom italienischen Buchhandel. — Me maßgebende Vertretung des italienischen Gesamtbuchhandels, die »tloeoaiamons scliwrials libraria italians« hat unter Zustimmung der »Oonksäsramoni generali« der Industrie und des Handels, des faszistischen nationalen Kulturinstituts und der »l'sckersmons nationale civil' inciustria sciitoriale« dem Präsi denten des Ministerrats ein umfangreiches »M e m o r i a l e« über reicht. Sie beleuchtet darin die Maßnahmen, welche Verlag und Sorti ment gemäß den Beschlüssen ihres römischen Kongresses vom 8. bis 10. November 1026 zur Förderung der Verbreitung des Buches der Ne gierung dringendst zur Durchführung empfehlen. Der erste und wich tigste Te il der Denkschrift behandelt den »H o ch st a n ö« d e r V e r s a n d- tarife, das Haupthcmmnis der B u ch v e r b r e i tu n g. Die Bahn sieht das Buch als einen Luxusartikel an, während es doch tatsächlich schon längst fauch in Italien) ein Gegenstand des täglichen notwendigsten Bedarfs für die Schulen wie für alle Schichten und Kreise des Volks geworden ist. Bei Aufgabe als Frachtgut stellt die Eisenbahn das Buch tariflich mit Luxuswaren, wie beispiels weise kostbaren Pelzen (in Italien natürlich etwas n o ch »Luxuriöseres« als bei uns im kalten Norden!), auf gleiche Stüse, in der Behand lung rangiert cs noch hinter Schreibheften nnd Büroformularen! Keinerlei Ermäßigung für Sendungen von größerem Gewicht ist vor gesehen. Buchfracht Mailand—Nom kostet I-. —.45 das Kilo, fast genau so viel wie Seide. Mailand—Palermo l-. —.85. Im Eil- guttarif existiert das Buch überhaupt nicht als solches: es gehört zu den »nicht namentlich genannten Waren« und kostet als »paooo ! k s rr ov i s r i o« (»Bahnpaket«): Mailand—Rom d. 1.05—1.20 je
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