Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 16.01.1922
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- 1922-01-16
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- 16.01.1922
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Redaktioneller Teil. — Sprechsaal. 13, 16. Januar 1922. Kurt Wolsf Be, lag A.-G. in München. — Bilanz per 30. Juni 1921. Aklioa. .k L> Gelder . 48 167 42 3 443 ^53 43 250 000 26'000 40 000 - Pnpier u >6 Leder 9^8 377 33 Fertige w>d 6aO fertige Bücher. . . „ 3 616 3 4 72 Klischees, Malern, Gravuren . . . „ 20 218.96 4 584 901 01 8 627 02, 86 Pa'siva. Ä Aktienkapital 4 500 000 Kredtmen 3 >97 lio 44 Dellrede>esonds 125 000 804 911 42 8 627 021 86 Gewinn und Veil.'streckmiing per 30. Lrwi I92l. Zilen . . . ! . l? 76 2 401 791 133 635 8l>4 9, I B.ultocrtrag . 3 310 338 35 3 340 338 3o (Deutscher Neichsanzeiger Nr. 304 vom 29 Dezember 1921.) Autorenhonorare in Sowjetrußland. — Das Volkskommissariat für Bildungswesen macht bekannt, das; von sämtlichen Aufführungen von Bühnen- und Musikwerken, selbst wenn sie unentgeltlich oder vom Staate veranstaltet werden, ein Autorenhonorar zu entrichten ist. Zu widerhandelnde haben Schadenersatz zu leisten und werden strafrechtlich verfolgt. Das Honorar soll 1°/» vom Nominalkassenprcisc sämtlicher vorhandenen Plätze für jeden Akt und )4°/o für jede Konzertabteilung betragen. Für Opern ist das Honorar doppelt. Fiir unentgeltliche Veranstaltungen gelten besondere Sätze. Die Frage der Honorierung ausländischer Autoren wird in der Bekanntmachung nicht berührt. Deutsche Nadiumthcrapic an der Universität Granada. — Eine neue Etappe auf dem Wega zur Wiederherstellung der internationalen wissenschaftlichen Beziehungen bedeutet der deutsche Nöntgcnkurs, der vor kurzem au der Universität in Granada stattgefunden hat und über den in der »Münchener Medizinischen Wochenschrift« berichtet wird. Bei der Eröffnungsfeier wurden die deutschen Professoren, die die Vorlesungen hielten, von Vertretern der Universitäten von Madrid und Granada herzlich begrüßt. Dis Beteiligung an dem Kurs war sehr groß. Viele bekannte Arzte aus ganz Spanien hatten sich einge- funöen, um die neuesten deutschen Forschungen auf dem Gebiete der Nadiumtherapie kennen zu lernen. Der Verlauf des Kursus war außerordentlich befriedigend, und dieser allgemeine Eindruck wurde bei dem Schlußbankctt im Alhambra-Palast von allen Seiten hcrvor- gehoben. Wilsons Erinnerungen. — Die »Ncwyork Times« kündigte in einer großen Anzeige ab 1. Januar die Veröffentlichung der Memoiren Woodrow Wilsons an. Diese Ankündigung hat in politischen Kreisen großes Aufsehen hervorgerufen. Eine Anzahl Kongreßmitglieder be absichtigte, einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch den die Veröffent lichung dieser Artikel verboten werden sollte. Verbot von Druckschriften im besetzten rheinischen Gebiete. — Die Interalliierte N h e i n la nd k o m m i s s i o n hat den Ver trieb der nachfolgenden Bücher und Druckschriften im besetzten Gebiet verboten: 1. »H e r m a n n s la n d« , Noman von Otto Ernst, erschienen im Verlag L. Staackmann, Leipzig: 2. die Flugschrift »Offener Brief an einen Fran zosen«, von Otto Ernst, herausgegcben vom Verlag Augnst Scherl, Berlin: 3. das Buch »U n b e s i e g t« , von X . . . , ehemaligem belgischen Offizier, erschienen im Sternbücher-Verlag, Leipzig. Der Nachlaß Adclina Pattis. — Die Stockholmer Musi kalische Akademie wird den gesamten künstlerischen Nachlaß Adelina Pattis erben. Die vor zwei Jahren gestorbene Sängerin war bekanntlich die Gattin des schwedischen Freiherrn Rolf Cederström. Die kostbare musikalische Bücherei wird jetzt von London, dem letzten Wohnsitz der Verstorbenen, nach Stockholm übergcsiihrt. Auch das Spinnrad, das die Künstlerin als »Margarete« verwendete, und ihre Trachten als »Lucia« und »Carmen« folgen mit; sie werden dem Stockholmer Musikgeschichtlichcn Museum cinvcrlcibt. Unter der Unmenge von Klavierauszügen stehen natürlich in erster Reihe die Opern, in denen die Patti selbst auftrat. Sie erhalten insofern einen besonderen mnsikgeschichtlichen Wert, als die Sängerin ziemlich eigenwillige, aber stets sehr geschickte Änderungen oder Streichungen vornahm. Diese Änderungen waren sogar den Vertonern der Werke willkommen, weil das Theaterblnt der Patti meist das richtige Gefühl bewies. PersonullillAWen. Karl Borinski f. — Am 12. Januar ist in München der her vorragende Literarhistoriker Professor Vr. Karl Borinski ge storben. Er lehrte seit 1894 an der Münchener Hochschule und er freute sich unter seinen Schülern großer Beliebtheit. Von seinen Schriften nennen wir: Poetik der Renaissance in Deutschland (1886), Grundzügc des Systems der artikulierten Phonetik (1891), Gracian »nid die Hofliteratur in Deutschland (1894), Geschichte der deutschen j Literatur seit dem Ausgange des Mittelalters (1894 in Kürschners Sammlung Deutsche National-Literatur), Deutsche Poetik (1895, 4. Aufl. 1916), Uber poetische Vision und Imagination (1897), Das Theater, sein Wesen, seine Geschichte, seine Meister (1899), Lessing (1909 in »Geisteshelden«), Die beiden Geschlechcr in der Dichtung jMann und Weib) (1907), Die Rätsel des Michel Angclo (1908), Der Ursprung der Sprache (1911), Die Antike in Poetik und Kunstthcorie vom Ausgäng des klassischen Altertums bis Goethe und Humboldt (I: 1914), Braun als Trauerfarbe (1918), Die Weltwiedcrgeburtsidee i» den neueren Zeiten I (1919), Nochmals die Farbe Braun (1920), Das Theater (1921), Geschichte der deutschen Literatur von den An fängen bis zur Gegenwart. 2 Bde. (1921). Dieses erst im Oktober v. I. erschienene Lebenswerk des Verfassers ist glücklicherweise noch von seiner Hand vollendet worden. Die Unternehmungen der eingetragenen Genossenschaften mit be schränkter Haftpflicht können nicht als gemeinnützig im Sinne des Umsatzstcuergesetzes anerkannt werden. — Gemeinnützig im Sinne von H 3 Nr. 3 des Umsatzsteuergesetzcs ist ein Unternehmen nur dann, wenn cs dem Interesse der Allgemeinheit und nicht nur dem Interesse bestimmter Personen oder eines engeren Kreises von solchen zn dienen bestimmt ist. Dies trifft bei dem Unternehmen einer eingetragenen Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht nicht zn. Zum Wesen einer solchen gehört es, daß sic die Förderung des Erwerbes oder der Wirt schaft ihrer Mitglieder durch gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb be zweckt. Die Genossenschaft dient daher jedenfalls zunächst und unmit telbar den Interessen der Genossen, mithin den Interessen eines engeren Kreises von Personen, und nicht den Interessen der Allge meinheit. Verfolgt die Genossenschaft auch allgemein volkswirtschaft liche und soziale Zwecke, so kann und mag sie diese nur mittelbar er streben. Ausschließlich gemeinnützige« Zwecken dient ein Unternehmen aber nur dann, wenn nicht nur seine mittelbaren Zwecke, sondern auch seine unmittelbaren Zwecke gemeinnützig sind. (Beschluß des Ncichs- sinanzhofes vom 5. Juli 1921, I 6 179/21.) Otto Olshansen f. — Der Anthropologe Professor vr. Otto Olshansen ist in seiner Berliner Wohnung gestorben. Der 1840 in Kiel geborene Gelehrte war ein älterer Bruder des Senats- präsidcnten a. D. beim Reichsgericht Exzellenz Justus Olshansen und ein Sohn des berühmten Orientalisten Justus Olshansen (1800—1882). Olshansen hatte vielfach mit Virchow gemeinsam auf anthropologischem Gebiete gearbeitet. SpreWlll. Achtung! Es ist nicht ausgeschlossen, daß der Büchcr-Neiscnde Fritz Walther, letzter Wohnort Coblenz, irgendwo auftaucht und um Beschäftigung nachsycht. Walther dürfte aus besonderen Gründen mehr die kleinen Plätze aussuchen. Bei seinem Auftauchcn bitte ich um telegraphische Bekanntgabe seiner Adresse gegen Erstattung der Kosten. Lobenstein (Neuß). Ehr. Teich's Buchhandlung (Fd. Götze). 68
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