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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 10.04.1922
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- 1922-04-10
- Erscheinungsdatum
- 10.04.1922
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- Deutsch
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Redaktioneller Teil. X- 85, 10. April 1922. —2). Dagegen sind 6 in Zunahme: Handel <->-46), Erdkunde (->-27), Erziehung (->-14), Theologie <->-6>, Philosophie (->-5), Naturwissenschaften (->-4). Die Gesamtabnahme stellt sich dem nach auf 173 Einheiten, d. i. 35 mehr als im vorigen Jahre gegenüber 1918. Die nachstehende Tabelle zeigt die Sprachen an, in denen die Veröffentlichungen erschienen sind: In der Schweiz erschienene Veröffentlichungen: ISIS In Deutsch 11VS In Französisch 440 In Italienisch 17 In Romanisch 11 In anderen Sprachen 18 In mehreren Sprachen Sb Insgesamt: tvSti I»SV »82 S70 SS 1» 18 41 14S3 Man wird die Zunahme der Anzahl der Veröffentlichungen in italienischer Sprache bemerken, die im Hinblick auf die Ab nahme der deutschen und französischen Veröffentlichungen beson- ders auffallend ist. Die Landesbibliothek hat sich vermehrt um: 4040 Bände <1917: 3048, 1918: 3162, 1919: 3808), 4489 Broschüren <2804, 3775, 4518), 988 einzelne Blätter <197, 422, 488), 4379 amtliche Veröffentlichungen <3101,4266, 3320), 718 Kunstblätter und Pho tographien <961, 634, 594), 156 Landkarten <231, 264, 242) oder im ganzen um 14 770 Einheiten <10 342, 12 524, 12 971) und >0 611 Nummern <8523, 10 274, III82). Von dieser Zahl waren 4861 Nummern vor 1920 erschienen, 5750 im Laufe des Jahres l920. Man kann daher annehmen, daß die Bibliothek nach Abzug der Zweitstiicke etwa 407 600 Jnventarnummern umfaßte, die etwa 548 000 Einheiten darstellen. Im Jahre 1920 wurden i» der Schweiz 79 neue Zeitschriften gegründet <77 im Jahre 1919), abgesehen von den täglich erschei nenden Zeitungen. Die Zahl derjenigen, die eingingen, konnte nicht sestgestellt werden. Die Leitung der Landesbibltothek glaubt jedoch, daß sie hinter derjenigen der neugegründeten Organe nicht viel zurückbleiben wird. öffentlich! die folgenden Zahlen über die Einfuhr gedruckter Bücher in die Schweiz aus den verschiedenen Ländern nach Doppelzentnern: 1913 1919 1920 Gesamtmenge in Doppelzentnern: 43 759 35 658 34 798 Belgien 146 — — Deutschland 26 395 28 135 24 462 Frankreich 14136 7 992 6 757 Großbritannien 431 152 182 Italien 1 899 1 239 977 93 91 Österreich 477 578 1833 Polen — 58 Rußland 45 — — Tschecho-Slowakei — 29 Vereinigte Staaten 100 43 207 Es wäre hübsch, wenn man der Einfuhr di« Zahlen der Aus fuhr in den entsprechenden Jahren gegenüberstellen könnte. Aber die Zeitschrift, der die vorstehenden Angaben entnommen sind, ist vollkommen stumm in bezug auf diesen Punkt. «Schluß folgt.) Max Wucherer und Fritz Ehlotzky: Der Originalholzschnitt. Zweite vermehrte und um- gearbeitete Auflage. München 1922, Ernst Reinhardt. 104 S. mit 3 färb. Tafeln und vielen Abbildungen. 8°. Ladenpreis 25.—. Die erste Auflage des Buchercr-Ehlotzkyschen Werkes über den Original Holzschnitt erschien 1914; längere Zeit, schon während des Krieges, war es vergriffen; man hat ihm also von Anfang an seinen Rang zncrtcilt. und die Herausgabe einer zweiten Auflage ist um so mehr zu begrüben, als die Stellung des Werkes neben den be kannten Holzschnittkompcndien von Fricdländcr, Kristeller, Glaser, Westheim, Zoege von Manteuffel n. a. eine ganz einzigartige ist. Sein Charakter liegt darin, daß es von Holzschnittkünstlern herrührt, von 482 schaffenden Vertretern des Holzschneidens, die sich in ihrer künstle- riihrt es zugleich, daß in ihrer Arbeit die praktische Wertung übcr- wiegt, ja daß von ihrem künstlerischen Standpunkte aus die Epochen des Holzschnitts ihre ausschlaggebende Beurteilung erhalten. Das Buch gibt im Zusammenhang sowohl eine technisch-ästhetische Belehrung über den Holzschnitt, wie es auch unterrichtet über den alten und den mo dernen Holzschnitt. Anmutig, genau und knapp gibt cs Bescheid über dir technischen Verfahren, wobei auch der Farbenholzschnitt mit in den Bereich gezogen wird. Tie Neubewertung der Holzschnittleistungcn deS 19. Jahrhunderts, die in den Mitarbeitern von Menzel, Richter u. a. schon die Vorstufen der Xylographie empfindet, eine Neubewertung, auf die sich die Gegenwart so viel zu Gute tut, findet sich schon bei Bncherer-Ehlotzky. Tie Hauptmeister, auch die der Gegenwart, sind treffend gewürdigt. Tie neue Auslage ist bereichert durch ein maß volles Kapitel über den expressionistischen Holzschnitt, wie überhaupt die modernen Kapitel eine wohltuende Abgeklärtheit kundgeben. In struktive Zeichnungen erläutern die technischen Teile, vor allem aber ist jede Stilgattung des alten wie des modernen und expressionistijchen Holzschnitts durch ausgezeichnet gewählte und genau erklärte Beispiele belegt. Tie zahlreicheren farbigen Tafeln der ersten Auflage vermißt man nicht allzusehr und fügt sich darin dem Gebot der Stunde. Schone Winke geben die Verfasser über das Sammeln und Aufbewahrcn von Holzschnitten. Besonders gedankt aber muß ihnen dafür werden, daß sie wieder einmal mit Nachdruck auf die einzigartige Bedeutung Hin weisen, die der Holzschnitt für das Buch als Jllustrationskunstwcrk hat. Das schöne illustrierte Buch hat wegen der Forderungen der Type und des Druckes nur in dem mit Holzschnitten gezierten Buchkunstwerk seinen Gipfel. Während die rein wissenschaftlich-historischen Werke über den Holzschnitt im Technisch-ästhetischen zumeist versagen, hat man hier alles in einem, und darum sollten sich nicht bloß graphische Sammler um Bucherer-Ehlotzkys »Originalholzschnitt« bemühen, sondern man- wünschte, es möchte in der breiten Masse populär werden. Prof. Zettl er. Kleine Mitteilungen. Jubiläum. — Am 10. April sind 50 Jahre vergangen, seit die. Buchhandlung Wolfs L Ho Horst Nachfolger lOlto Tro watzky) in H a n n o v e r gegründet wurde. Am genannten Tage 1872 eröffnete Alexander Wolfs aus Pyrmont unter seinem Namen Hildes heimer Str. 244, in unmittelbarer Nähe des belebten Agidicntorplatzes, eine Sortimcntsbuchhandlung, die er neben der Pflege der schönwisscn- schaftlichen Literatur dank seinen Beziehungen zu theologischen Kreisen nach dieser Richtung hin ausbaute. Das Unternehmen gedieh. Am 1. Oktober 1882 trat Karl Hohorst aus Vegesack als Teilhaber in das Geschäft ein, das unter der Neubezeichnung Wolfs L Hohorst in das von beiden Inhabern gekaufte Haus Prinzenstraße 14 (Ecke Agidieu- torplatz) übersicdelte. Ter Umsatz des Geschäfts wuchs erheblich, doch sah sich sein Gründer Alexander Wolfs aus Gesundheitsrücksichten veran- laßt, im Jahre 1886 auszuscheiden, blieb aber bis zum Jahre 1890 zeit weilig noch im Geschäft tätig. Leider brach über den nunmehrigen Allcin- inhaber Hohorst eine schwere unheilbare Krankheit herein, und daS Geschäft ging daher am 1. September 1890 in den Besitz von Albrecht Eggers, bisherigen Inhabers der Hclm'schen Buchhandlung in Halber stadt, über, der den Namen des Hauses in Wolfs L Hohorst Nachf. änderte. Es schien, als ob ein tragisches Geschick über der Firma waltete, denn auch der neue Inhaber erkrankte schwer und starb nach längerem Leiden. Tie Witwe ließ das Geschäft durch einen früheren Angestellten des Hauses, Herm. Steengrafe, fortführen, bis auch dessen Wirken ein allzu früher Tod ein baldiges Ziel setzte. Durch die vielen Wechselfälle war der Umsatz des Geschäfts mehr und mehr zurückge- gangen, sodaß die Inhaberin sich veranlaßt sah, es zu verkaufen. Am 1. Oktober 1897 ging das Geschäft durch Kauf in den Besitz des Herrn Otto Trowatzky aus Anklam über. Der Anfang war für ihn bei dem eingetrctenen Niedergänge des Geschäfts nicht leicht, aber unter seiner tatkräftigen und umsichtigen Führung erlebte es von Jahr zu Jahr einen größeren Aufschwung und wurde in den jetzigen schönen geräumigen Laden verlegt. Im Jahre 1911 wurde dem Geschäft eine moderne Leihbücherei angegliedert, die sich großen Zuspruchs erfreut. Am 20. September 1916 übernahm Herr Trowatzky das Zweiggeschäft der Buchhandlung Adolf Sponholtz Nachf. (Inh. Friedr. Krüger) am Lister Platz und führte es unter seiner Firma als Zweiggeschäft fort: diesem wurde im Herbst 1921 noch ein Musikaliensortiment ungegliedert. Heute steht das Haus Wolfs L Hohorst Nachf. unter den hannover schen Buchhandlungen mit an erster Stelle, und sein Inhaber kann mit Stolz auf das von ihm Geschaffene blicken. Möge seinem schönen Ge schäft ein weiterer Aufstieg beschicken sein und er in voller Schaff, ns- krast das 75jährige Jubiläum seines Hauses erleben! - Wendebourg
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