Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 09.11.1868
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1868-11-09
- Erscheinungsdatum
- 09.11.1868
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-18681109
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-186811091
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-18681109
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1868
- Monat1868-11
- Tag1868-11-09
- Monat1868-11
- Jahr1868
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
würde sich da wohl Herausstellen, wo der Ducchschnittsbeitiag um ca. 8 Thlr. zu niedrig ist? Man wird demnach immer auf Kosten derZukunst leben und der Katastrophe eulgegengehen, die wir bereits oben besprochen haben. Hr. Burdach meint nun freilich, daß man später, wenn sich die Unhaltbarkeit ferner Einrichtungen herausstelle, immer noch auf un seren Vorschlag zurückkommeu und die Beiträge erhöhen könne. Las ist jedoch eure falsche Voraussetzung; denn nicht genug, daß die Mit glieder wegen der inzwischen erreichten höheren Altersstufe schon an und für sich mehr zahlen müßten, sie hätten dann auch noch die Fehl beträge der Vergangenheit zu decken, um das Gleichgewicht wieder hcrzustellen. Und wenn schon die von uns ausgestellten Beiträge an geblich nicht gezahlt werden können, wie sollen denn die noch viel höheren aufgebracht werden? Die Folge einer solchen Forderung Wäre der Zusammenbruch des Ganzen! Nach alledem kann wohl, wie wir es auch heute noch gern thun, die Anregung zur Sache gut genannt werden, nicht aber der Bur- dach'sche Plan zur Ausführung, und so ist das Sprichwort: „Das Bessere ist der Feind des Guten" hier gar nicht anwendbar! — Wir nehmen an der Errichtung der Pensionscasse großen Aniheil, aber gerade weil wir dies thun, darum halten wir es für unsere heilige Pflicht, dieselbe in die richtige Lahn bringen zu Helsen und vor Einrichtungen, die von der Wissenschaft wie von der Erfahrung längst als irrationell verurlheilt worden sind, zu warnen, damit nicht dermaleinst das Unternehmen, statt Thränen zu trocknen, solche Hervorrufe! 6. 6. Miscellen. Leipzig, 9. Nov. Auf Freitag den 20. November fällt hier die Feier eines Bußtages, daher in der nächsten Woche wegen der dadurch veränderte» Haupterpedition der hiesigen Herren Com- missionäre die Verschreibungen um einen oder einige Tage früher als gewöhnlich hier einzutreffen haben. Curiosum! — Es ist kaum zu glauben, was im lieben Buch handel alles möglich ist! Hr. C. Jancke in Colberg hat sich zum Retter des preußischen Buchhandels berufen gefühlt und stürmt in den prächtigiten achtundvierziger Phrasen gegen die „Fesseln" und die „Bedrückung", unter welcher unser armer Stand so schwer zu leiden hat, und das alles meist um das unglückliche Zeitungsstem pelgesetz vom 2. Juni 1852! Wie schade, daß Hr. Jancke mit seinen Klagen nicht vor acht Jahren aufgetreten ist, da wären seine Lamen tationen besser am Platze gewesen; so aber: „cs kommt zu spät, was du mir lächelst, was du mir seufzest, kommt zu spät!" denn jenes unalückselige Gesetz scheint nur noch in Colberg herumzu spuken, im übrigen Preußen wird der Zeilungsstempel nur nach dem um vieles nulberen Gesetze vom 29. Juni 1861 erhoben. Wir gra tuliren Hrn. Jancke und seinen unerschrockenen Milunterzeichnern zu diesem Schnitzer aufiichtig, möchten aber doch bei dieser Gelegen heit die Herren College» darauf aufmerksam machen, daß sie bei ähn lichen Anlässen doch lieber vorsichtiger mit ihrer Unterschrift zu Werke gehen möchten. Zn solchen Dingen gehört doch etwas mehr Ernst und Ueberlegung, als sie dem hohlen Phrasenthume von Anno 48 zu Gebote stehen! — lH r. AusdemBreslauerGchilfcnkreise. — Nachdem früher schon öfter der Versuch gemacht worden, eine Annäherung unter den Breslauer Buchhandlungsgebilfen herbeizufübren, gelang es im Vorigen Jahre nach wiederholter Anregung Einzelner dem ernsten Streben fast aller hiesigen College» einen'Verein zu gründen, welcher " besonders den Zweck im Auge hat, durch regelmäßigen geselligen Verkehr die persönliche Bekanntschaft unter den College» zu sördern. Im Herbste trat derselbe unter zahlreicher Beiheiligung ins Leben, und hielt während des Winkers allwöchentlich einmal eine Zusammen kunft im Vereinslocale ab. M>t dem heranbrechenden Frühling gaben wir das bisher innegehabte Asyl auf, um uns für die kommenden schönen Abende die Benutzung eines Gartens zu sichern. Der ewig blaue Himmel des letztvergangenen Sommers lockte auch unsern Verein hinaus inGoltes schöne Welt, und ein gemeinsamer Ausflug in die Vorberge unserer herrlichen Sudeten, in den kühlen Grund von Fürstenstein, und hinauf auf die Wilhelmshöhe bei Salzbrunn entschädigte uns für manche Stunde ernster Berufslhätigkeit, und noch heute verweilt unsere Erinnerung so gern auf den freundlichen Bildern jenes schönen Tages. Der herrliche Sommer ging nur allzu rasch vorüber, und mit dem Herbste rückte mehr und mehr die Zeit heran, wo es jährig wurde, daß wir uns zu treuem Bunde zusammen scharten. So feierten wir denn am 7. October unser erstes Stiftungs fest durch ein gemeinsames Abendmahl. Die Theilnahme seitens der Vereinsmitglieder war eine fast ausnahmslose, und außer anderen werthen Gästen sahen wir auch eine recht erfreuliche Anzahl unserer hiesigen Herren Prinzipale unter uns, so daß die Feststimmung, ge tragen von Frohsinn und Einigkeit, wohl nach allen Seiten hin eine recht heitere und bewegte war, und uns im Wechsel von Tischliebern und Trinksprüchen, von Sang und Klang beim voll n Becher die schönen Stunden nur allzu schnell entflohen. So trug auch das Er scheinen der für diesen Abend besonders herausgegebenen Festnummer unseres illustrirten humoristischenVereinsorganesder„Kneip;eitung" nicht wenig dazu bei, die trüben Geister zu bannen. — Wenn wir berechtigt sind, aus den Ergebnissen des ersten Jahres unseres Ver einslebens, dem glücklichen, allseitig befriedigenden Ausgange unseres ersten Stiftungsfestes, aus dem wohlwollenden Interesse, dessen sich unser junger Verein seitens unserer hiesigen Herren Prinzipale zu erfreuen hat, sowie aus dem Umstande, daß derselbe gar manche tüchtige und lebensfähige Elemente in seinem Schoße birgt, einen Schluß zu ziehen, so glauben wir unserem Vereine das Prognostiken einer gedeihlichen Weiterentwickelung, einer reichen Zukunft wohl stellen zu dürfen. Möge es sich bewahrheilen! Denn wohl zu keiner Zeit war es mehr geboten, daß die gleichgestimmten Berufsgenossen ui bewährter Treue zus immenhalten, um einen festen Damm zu bilden gegen die Ueberfluihung von fremden, unfertigen Elementen, welche von allen Seiten hereinzubrechen droht. R. Fried r. Kaiser's Bucbhandlnng in Bremen erläßt in Nr. 241 der Bremer Nachrichten folgende Anzeige: Bazar Erpcdilion: Friedr. Kaiser's Bncbbandlung, Calyarinenstrage t a. Sollte Hr. v. Scbacfer-Vüil in Berlin, der nach dem Buchhändler- Adreßbuch von >868 alleiniger Inhaber der Finna: Bazar- Erpedltion ist, Friedr. Kaiser's Buchhandlung dazu wohl aulonsirt haben? Wir haben keinen nach dem Handelsgesetzbuch uökhigen amtlichen Erlaß darüber gelesen. Wer ist nun Inhaber der Firma: Bazar-Expedition, Hr. L. v. Scharfer-Voil oder Friedr. Kaiser's Buchhandlung?! Um gef. Aufichlug wird gebeten. ID 17. Personnlnachrichtcn. Die Lehrmittelanstalt zu Bensheim erhielt bei der am 24. bis 29 Sepl l. I abgehallenen großen landwirihschaftlichen Ausstellung für die „außerordentlich reichvaltige Ausstellung von zweckenliprechenden Unterrichtsmitteln" den ersten Preis ln dieser Branche, eine silberne Medaille.
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder