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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 02.02.1921
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- 1921-02-02
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- 02.02.1921
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27, 2. Februar 1921. Redaktioneller Teil. 1. Preis: Herr Karl Traute für Schaufenster Maximilian Avenarius. Eine Ehrenurkunde; die Kunstmappe »Das maleri sche Breslau« und das von H e r m aun Stehr mit eigenhändi ger Widmung versehene zweibändige Werk »Heiligenhof«. Die Widmung lautet: »Durch Liebe allein soll man zur Erkenntnis des Menschen kommen, denn man kann es aus keine andere Weise. Mandelhans im Januar 1921. H. St.-< 2. Preis: Herr B r u n o N o w a ck für Schaufenster VicrorZinnner. Eine Ehrenurkunde; Kapp u. Goldfricdrich, Geschichte des deut schen Buchhandels, 4 Bde., und das von Paul Keller mit eigenhändiger Widmung und Bild versehene Werk Waldwinter«. Die Widmung lautet: »Der Buchhändler kann dem Deutschen ins kalte fin stere Herz Licht und Wärme schicken. Darum Heil seinem schönen Berns! Herrn Bruno Nowak in Anerkennung seiner tüchtigen Leistung beim Schaufensterwettbewerb in Breslau. Dezember 1920. P. K.< 2. Preis: Herr Richard MiLtma n n für Schaufenster Tre- wendt Q Gravier. Eine Ehrenurkunde; Bunte Bilder ans dem Schlesicrlande, 2 Bde., und das von Paul Barsch mit eigen händiger Widmung versehene Werk »Bon Einem, der auszog . Die Widmung lautet: »Dem Meister. Bei edlem Schaffen bringst Du's weit Durch hohes Wollen, feste Kraft. Im Licht der Schönheit erst gedeiht Dein Tun zu voller Meisterschaft. Weihnacht 1920. P. B.« Ferner wurden drei vierte Preise, und zwar je eine Ehrenurkunde «nd je ein Stück Dora Duncker, Das Haus Duucker, verteilt, au die Herren: Helmuth Hartmauu, Schaufenster Preuß L Jünger, Walter Czesch, Schaufenster Goerlich L Coch, Carl Kaernbach, Schaufenster Hirtsche Sort.-Buchhandlung. Alle Preise wurden den Herren von dem 1. Vorsitzenden Herrn Carl Müller mit einer Ansprache überreicht. Die Ehrenurkunde war von Herrn Professor Krause von der Breslauer Kunstgewerbeschulc ent worfen und gezeichnet worden. Der gcschäftsführende Vorstand glaubt mit dieser Veranstaltung wieder einen Schritt weiter in seinen idealen Bestrebungen gekommen zu sein. Leider sind noch sehr viele außerhalb Breslaus wohnende Prinzipale der Meinung, das; die Vorteile, die sich aus diesen Veran staltungen ergeben, rein örtlicher Natur seien. Es ist dies ein großer Irrtum, denn die wenigsten der in Breslau ausgebildetcn Lehrlinge bleiben später am Orte. Was sie gelernt haben und wozu ihnen die Bestrebungen der Gesellschaft in ihrer Ausbildung behilflich waren, ver werten sie auch in anderen Städten des Deutschen Reiches. Nach der Preisverteiluug hielt Herr Scmm einen anregenden Vor trag und tat einen kritischen Rückblick aus den Schaufenster-Wettbe werb. Bei Beurteilung der einzelnen Fenster flocht als zweiter Bericht erstatter Herr Carl Müller einige Urteile der Preisrichter ein, sodaß sich nus der Gegenüberstellung der verschiedenartigen Beurteilungen sehr interessante Resultate ergaben. Einige der Preisrichter sprachen sich über das Zustandekommen des Wettbewerbs sehr lobend aus und be dauerten nur, daß nicht alle Buchhandlungen daran teilgcnommeu haben, hoffen aber auf baldige Wiederholung in größerem Umfange. Am Schluß der Veranstaltung zirkulierten die photographischen Aufnahmen der 13 Schaufenster. Interessenten für diese Bilder wollen sich au Herrn Sem m i. H. E. Morgcnstern's Sort.-Buchhandlung, Breslau I. Ohlauerstraße 15, wenden. C. M. Gründung einer Druckerei der Münchener Universität. — Wie die ^ Zeitschrift sitr Deutschlands Buchdrucker« schreibt, ist die pachtweise! Übernahme der außer Betrieb gesetzten Druckerei des früheren bayeri schen Kriegsministcriums mit Übernahme der Beamten und Werkführcr geplant. Die Unternehmung soll durch eine mit Mitteln der Industrie »nd des Handels zu gründende Gesellschaft betrieben werden. Gedacht Ist, daß die Studenten, die das Druckgewerbe erlernen und aus üben sollen, sich täglich vier Stunden diesem Erwerbszweig widmen. Man rechnet, daß mit der Werkstättc etwa 120 Studenten die Möglich keit geboten werden kann, das wenigstens zu ihrem Unterhalt und Fortkommen nötigste Existenzminimum durch ihre Handarbeit selbst zu verdienen. Von seiten der Professoren wurde nachgewiesen, daß heute in wissenschaftlichen Kreisen Stöße von Abhandlungen und Arbeiten im Manuskript vorhanden sind, die infolge der nicht mehr zu zahlenden Herstellungskosten seit Monaten liegen und liegen bleiben müssen. Der Allgemeinheit zum Nutzen dienende Untersuchungen, Forschungen und Dissertationen würden lediglich zu einem Teil in wenigen Eremplaren mit der Schreibmaschine vervielfältigt, soweit diese überhaupt wisseu- schaftlicheu Niederschreibungen dienlich gemacht werden kann, was ja für orientalische Sprachen, mathematischen Satz usw. sowieso ausgeschal tet ist. Unser ganzes Erwerbsleben, selbst Industrie, Handel und unser Ansehen im Auslände, die ganze Wissenschaft, ja Kultur erleiden unter ^ diesen mißlichen Verhältnissen die schwersten Schädigungen, wenn aus die > Dauer die deutsche Wissenschaft nicht mehr in die Lage gesetzt würde, ! ihre Forschungen und wissenschaftlichen Untersuchungen und Arbeiten der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Hierin lägen Kulturschädi- guugen von unabsehbaren Folgen für das deutsche Volk, i Ob dieses Unternehmen eine fühlbare Konkurrenz für den deutschen wissenschaftlichen Verlag werden wird, ist wohl kaum zu befürchten, da auch jetzt noch immer wertvolle wissenschaftliche For schungsergebnisse wiulge und opferbereite Verleger im deut schen Buchhandel gefunden haben. Dissertationen, kleine Abhandlungen und Spezialuntersuchungen, die nur für wenige Interessenten bestimmt sind, die bei dem früheren geringen Kostenaufwand aber trotzdem vom Verlagsbuchhandel unter Verzicht auf Verdienst zum Druck befördert wurden, werden jetzt freilich nur bei Übernahme der so bedeutend ge stiegenen Herstellungskosten auf einen Verleger rechnen können, wenn sie überhaupt nicht bester in unserer Fachzeitschriftenliteratur Aufnahme finden. Wenn man bedenkt, daß man früher lebhaft über eine Über produktion in der wissenschaftlichen Literatur geklagt hat — wie viele Doktordissertationeu wurden nach Erfüllung ihres Zweckes als erstes wissenschaftliches Opus in erweiterter Form von dem neuen Doktor auf den Büchermarkt gebracht! - , so ist diese durch die Notstände ver ursachte Einschränkung der Bücherproduktion wohl nicht allzusehr zu beklagen. Lehrgang zur Bekämpfung der Schundliteratur iu Berlin. — Der . Lehrgang zur Bekämpfung der Schundliteratur, den der Verband Deut- ! scher Volksbildungsvereinigungen in Verbindung mit dem Ausschuß der Deutschen Jugendverbände, der Zentralstelle zur Bekämpfung der Schundliteratur und dem Groß-Berliner Ausschuß zur Bekämpfung der > Schundliteratur veranstaltet, beginnt am 3. Februar, nachmittags 3 Uhr, im Sitzungssaal 339 des Berliner Stadthauses (Klosterstraße). Ter Lehrgang ivill zeigen, wo wir im Kampf gegen die Schundliteratur stehen und wie er weiterzuftthren ist. Er ist für Volksbilducr, Lehrer. > Jugendsührer und Vertreter von Gemeinden von besonderem Interesse. ^Teilnehmergebühr 25 .//. Anmeldungen an den Verband Deutscher Volksbilduugsvereinigungen, Berlin W. 50, Augsburger Straße 61. Ausstellung »Das gute Buch« in Zittau. - Die »Zittauer Nach richten« berichten über eine dort in der Höheren Webschule stattfindende Bücher-Ausstellung, die in großer Fülle lehrreiche und schöne Bücher aus fast allen Gebieten des Wissens und der Literatur zur Anschauung bringt. Die Zittauer Buchhandlungen haben sich gemeinsam um das Zustandekommen der Ausstellung verdient gemacht. Die ausgelegten Bücherreihen beginnen mit dem Krongut deutscher Volkspoesie, den deutschen Götter- und Heldensagen, einem Gebiet, in das leider noch sehr wenige Deutsche eingedrungen sind. Sie gehen dann in Märcheu- erzählungeu über; daran schließen sich Sammlungen schöngeistiger und halbwissenschaftlicher Werke. Den größten Teil nehmen Jugendlitera tur und Erzählungskunst ein. Hieran schließen sich Werke über bil dende Kunst, Gedichte, Wanderliederausgaben, Einführungen in wissen schaftliche Gebiete usw. Alles in allem also meist Bücher, die jeder mann etwas zu sagen haben dürften. Einen Anspruch auf Vollständig keit kann die Ausstellung natürlich nicht erheben, auch hat man davon abgesehen, eine scharf begrenzte Zusammenstellung nach bestimmten Ge bieten vorzuuehmen. Der Zweck dieser Ausstellung dürfte vorwiegend in der Anregung zum Kaufen guter Bücher liegen, die durch ihre schöne äußere Form wie ihren wertvollen Inhalt geeignet sind, Vertraute und Freunde auf dem Lebensweg zu werden. Verlängerung des Urheberrechtsschutzcs. Ende Dezember haben im Neichsjusttzministerium Verhandlungen über die Frage einer etwaigen Verlängerung des Urheberrechtsschutzes um 5 Jahre stattgcfunden. Es nahmen teil das Neichsjustizministerium, das Neichswirtschaftsministe- rium, das Neichsministerium des Innern, das Auswärtige Amt und das Kultusministerium. Der Börscnvcrein der Deutschen Buchhändler war durch Herrn Geh.-Nat Siegismund vertreten, der Musikalienverlag durch die Herren Lienau und vr. Bock, die Autorenschaft durch die Herren Pro fessor Roesch und Nentwich und die bildenden Künstler durch Herrn Mar cus. Die Meinungen in der Frage, die in Frankreich bereits Gegen stand eines neuen Gesetzes geworden ist, waren geteilt. Die Verhand lungen wurden infolgedessen wieder vertagt, damit die zuständigen Re gierungsstellen die vorgebrachten Bedenken zunächst einer nochmaligen Prüfung unterziehen könnten. 2!
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