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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 28.11.1933
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1933-11-28
- Erscheinungsdatum
- 28.11.1933
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- Deutsch
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X- 276, 28. November 1833. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. d. Dtschn Buchhandel. ziger Sortimentsbuchhandlung fuhren, während die dritte Veranstal tung eine Vorstellung von der Bedeutung und den Ausmaßen der größten Kulturstätte Leipzigs, der Deutschen Bücherei geben soll. Fachgruppe Buchhandel im DHV-, Ortsgruppe Berlin. — In der zweiten Veranstaltung des Winterhalbjahres am IS. November ergriff nach Eröffnung des Abends durch Pg. Ucker Herr Hans Hagemeyer das Wort zu dem angekttndigten Vortrag »Das Buch als Kulturwafse«. Er gab zunächst einen kurzen Über blick über die letzten Jahre und wies dann auf die durch die Macht ergreifung des Nationalsozialismus für den Buchhandel geschaffene Lage hin. Er charakterisierte die Ausgaben, die dem Buchhandel in seiner Gesamtheit heute zusallen. Der Buchhändler muß in Zukunft in der vordersten Front kämpfen und das gute deutsche Buch als feine Waffe benutzen. Durch kämpferischen Einsatz feiner ganzen Persön lichkeit muß er helfen, den deutschen Geist und das nationalsozialisti sche Denken in weitestgehendem Maße im Volke zu verbreiten. Hage meyer ging nun auf die Tätigkeit der Reichsstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums ein und umriß ihre Bedeutung für den Buch handel. Sein Bericht über die bisherige Arbeit der jungen Ncichs- stelle ließ erkennen, daß ihre Zukunst zu den größten Hoffnungen berechtigt. Mit ihrer Htlse wird es dem Buchhändler möglich sein, an der Festigung der inneren Wehrhaftigkeit des deutschen Volkes mit zuarbeiten. Einer Wehrhaftigkeit, die mit Waffen und Krieg nichts gemein hat, denn das deutsche Volk will den Frieden und braucht den Frieden für den ungehinderten Ausbau des neuen Staates. Was die Reichsstelle mit ihrer Arbeit erstrebt, ist die W e h rh a s ti g k e i t, die innere Standhaftigkeit des deutschen Men schen I Nach einer kurzen Pause sprach sodann der Reichsfachgruppcn- leiter KarlThulkezu dem Thema »Der Buchhändler muh Führer sein«. Auch Pg. Thulke umritz noch einmal die Forderungen, die der nationalsozialistische Staat an den Buchhändler stellt. Er schloß seine Ausführungen mit dem Aufruf an die Buchhändler, dafür zu sorgen, daß ihre Arbeit der nationalsozialistischen Revolution würdig ist. Dienst am Buchhandel kann nur unter dem Leitwort Lagardes ge leistet werden: Frei ist nicht, wer tun kann, was er will, sondern wer werden kann, was er soll! Beide Vorträge wurden von der Ver sammlung mit größter Aufmerksamkeit ausgenommen. Reicher Bei fall dankte den Rednern für ihre gründlichen Ausführungen. Fachgruppe Buchhandel im DHV., Ortsgruppe Groft-Essen. — Im DHV.-Haus Essen fanden sich die Prinzipale und Angestellten des Buchhandels ein, um der Eröffnung der Fachgruppe Buchhandel im DHV., Ortsgruppe Groß-Essen, beizuwohnen. Kollege Maschke vom DHV. eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Anwesenden, wobei er besonders des Direktors der Stadtbibliothek Richard Euringer gedachte. Es sei ihm eine besondere Freude, nun auch dem Buchhandel ein Heim für seine Arbeitsgemeinschaft zu geben. Er hofse, daß unter der Leitung des Kollegen Rocholl (C. Schassnit Nächst, Essens die neue Fachgruppe sich hier wohlfühle und recht ost zu fruchtbringender Arbeit zusammenkomme. Welcher Arbeitswille die Fachgruppe beseelen solle, zeigte Rocholl. Wohl haben schon früher Arbeitsgemeinschaften, Lesezirkel usw. bestanden, deren Wert und Nutzen durchaus anerkannt würde und deren Leitern wir dankbar seien, aber niemals sei ein einheit licher Plan für das ganze Reich bindend gewesen, um so die jungen Buchhändler zu einer geschlossenen geistigen deutschen Front zusam menzuschweißen. Nunmehr sei aber die Möglichkeit einer einheitlichen Ausbildung gegeben. Da der Vortrag von vr. Schuhmacher infolge Krankheit aus- fallen mußte, wurde sofort mit der praktischen Arbeit begonnen. In einer Aussprache wurden einige brennende Fragen behandelt, wobei Richard Euringer seine Stellung zum Ortsbuchhanbel darlegte. Der nächste Abend findet am 28. November statt, mit dem Thema: »Weih- nachtsbüchcr, die wir kennen müssen.« Gottfried Rocholl. Fachgruppe Buchhandel im DHV., Ortsgruppe Leipzig. — In Anbetracht der mit dem Weihnachtsverkehr verbundenen Mehrarbeit sind für Dezember nur folgende Veranstaltungen der Fachgruppe und deren Untergliederungen vorgesehen: Dienstag, s. Dezember, L<> Uhr, im großen Saal des Buchhändlerhauses zu Leipzig, auf Veranlassung der Reichsstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums und in Gemeinschaft mit dem Verein der Buchhändler zu Leipzig große öffentliche Kund gebung des gesamten Leipziger Buchhandels. Der Leiter der Reichsstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums, Herr Hans Hagemeycr, spricht über die »R e i chs s ch r i s t t ums- k a m m e r« und die »Ausgaben, Arbeiten und Ziele der Reichs stelle zur Förderung des deutschen Schrift tums«. Da das Thema jeden Angehörigen des Leipziger Buchhan dels unbedingt interessieren muß und sich nicht so bald wieder die Gelegenheit bieten wird, den Leiter der Reichsstelle persönlich kenncn- zulerncn, gilt diese Veranstaltung als Pfltchtveranstaltung für alle Buchhandlungsgehilsen, die in der Fachgruppe Buch handel im DHV., Ortsgruppe Leipzig, zusammengeschlossen sind. Es wird kein Eintrittsgeld erhoben! Die Besuchsaus weise werben gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte ausgehändtgt. Jeder halte sich diesen Tag unbedingt frei! Mittwoch, 8. Dezember, 20 Uhr, Arbeitsgemein schaft der Untergliederung Verlag mit dem Thema: Satz und Druck. Dienstag, 12. Dezember, 28 Uhr, Arbeitsgemein schaft der Untergliederung Antiquariat mit dem Thema: Einkauf. Die Arbeitsgemeinschaften tagen im DHV.-Haus. Erstes Wochencndtrcffen des Württembergischen Buchhandels. — Aus das von der Fachgruppe Buchhandel im DHV., Landeskreis Schwaben in Gemeinschaft mit dem Württembergischen Buchhändler verein und der Fachgruppe Buchhandel des Verbandes weiblicher Angestellten veranstaltete Wochenendtrcffen am 2. und 8. De zember tn Stuttgart, dessen vollständiges Programm sich im Börsenblatt Nr. 271, S. 893 veröffentlicht findet, sei nochmals hin gewiesen. Vom Bahnhossbuchhandel. — Im Institut für Völkerpädagogik in Mainz sind kürzlich mehrere Säle eingerichtet worden, die das Ver kehrswesen veranschaulichen. Dabei kommt auch die Bedeutung des Bahnhossbuchhandels zur Darstellung. In Statistiken wird gezeigt, daß der Bahnhofsbuchhandel tn Deutschland von etwa 288 Firmen ausgellbt wird, die insgesamt über 888 Bahnhofsbuchhandlungen be treiben. Die Bahnhofsbuchhändler sind vereinigt Im »Verein Deut scher Bahnhossbuchhändler zu Leipzig«. Die Vereinszeitschrift ist »Der Bahnhossbuchhandcl«. Die wirtschaftliche Bedeutung des Bahnhofs buchhandels ergibt sich aus den Pachten, die die Bahnhofsbuchhand lungen an die Eisenbahnbehörden zahlen. So hatte die preußisch-hessi sche Eisenbahnverwaltung vor dem Kriege solgende Einnahmen aus dem Bahnhossbuchhanbel: 1981: 118 868 M., 1985: 193 688 M., 1967: 278 888 M., 1913: 838 888 M., 1914: 883 888 M. Im Jahre 1919 be trugen sllr das Reichsgebiet die Einnahmen 1147 658 M., im Jahre 1922 121 884 978 M. Nach Beendigung der Inflation betrugen die Einnahmen der Reichsbahn: 1925: rund 1,5 Mill. M., 1926: rund 1,7 Mill. M., 1927: rund 1,8 Mill. M., 1928: rund 2,1 Mill. M., 1929: rund 2,3 Mill. M., 1938: rund 2,4 Mill. M., 1931: rund 2,2 Mill. M. und 1932: rund 1,7 Mill. M. — Uber den Umsatz, den die Bahn hossbuchhandlungen erzielten, gibt eine von der Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft gemachte Aufstellung einen in teressanten Aufschluß. Danach betrug der Gesamtumsatz des Bahn hofsbuchhandels: im Jahre 1931: 22 995 998 M., im Jahre 1932: 18 523 863 M. Während in früheren Jahren ein ständiger Aufstieg zu beobachten war, wirkte sich nach vorstehenden Zahlen der allge meine wirtschaftliche Rückgang, sowie die Abwanderung von der Bahn zum Krastwagenverkehr auch im Bahnhossbuchhandel stark aus. Die Bahnhofsbuchhandlungen sind in den meisten Fällen in den Händen von Buchhändlern, die auch auf anderen Gebieten des Buch handels sVerlag und Sortiment) eine führende Rolle spielen, die aber den Bahnhossbuchhandcl als Spezialfach weitgehend ausgebildet haben. Eine der ältesten deutschen Bahnhofsbuchhandlungen ist die Keysersche Buchhandlung in Erfurt, die im Jahre 1777 gegründet ist. Sie betreibt seit dem 1. Juli 1887 auf dem Ersurter Hauptbahnhos den Bahnhossbuchhandcl und hat seitdem auch noch aus andere» Bahn höfen den Bahnhossbuchhandcl übernommen. Eine andere angesehene Bahnhofsbuchhandlung ist die Firma Schräg in Nürnberg, die 1818 von einem Neffen des aus Befehl Napoleons in Braunau, dem Ge burtsort unseres Führers Hitler, erschossenen Buchhändlers Palm gegründet wurde. Sie betreibt den Bahnhossbuchhandcl bereits seit über siebzig Jahren und zahlte an die Bahn ursprünglich eine jähr liche Pacht von 25 Guldenl Der Literaturprcis der Stadt München für 1933 ist in Höhe von 2888 Mark dem Münchner Architekten und Schriftsteller Stadtrat Hans Zöberlein für sein Kriegserinnerungsbuch »Der Glaube an Deutschland« (Franz Eher Nächst, München) verliehen worden. Prüfung von Katalogen der Volksbüchereien. — Der Preußische Minister sllr Wissenschaft, Kunst und Volksbildung Rust hat ange ordnet, daß bis auf Widerruf die Kataloge für die Volksbüchereien einer besonderen Genehmigung bedürfen. Die Genehmigung wird durch einen Sonderausschuß erteilt, der vor allem bei der aktuellen politischen und weltanschaulichen Literatur zu prüfen hat, ob die ein zelnen Bücher es sachlich wert sind, für den nationalsozialistischen 917
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