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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 23.12.1933
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1933-12-23
- Erscheinungsdatum
- 23.12.1933
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- Deutsch
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^ 298, 23. Dezember 1933. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. d. Dtschn Buchhandel. gemeinsames Ziel ist, das deutsche Buch zu pflegen und zu fördern. Der Gemeinschaftssinn, der schon die Kundgebung im Herrenhaus und die Buchmesse beherrschte, muß auch hier endlich zum Durch bruch kommen. Das war Ziel und Aufgabe des ersten Abends, dem noch viele weitere folgen werden. Trotzdem es gewiß manchem Kollegen schwer wurde, sich von dem einsetzenden Weihnachtsgeschäft freizumachen, waren etwa 160 Buch händler der Aufforderung gefolgt und so konnte an diesem Abend ein reger Austausch der Gedanken stattfinden: Mittelpunkt der Ver anstaltung war ein Vortrag des Pg. Hans Hagemeyer, Leiters der Neichsstelle, »Die andere Seite des Nationalsozialismus« (Die Weltanschauung der Bewegung). — vr. H. L a n g e n b u ch e r sprach über »Volkhafte Dichtung« und »Weihnachtsverkauf des Sortiments«. Das lebhafte Mitschreiben der anwesenden Buchhändler zeigte, wie notwendig gerade derartige praktische Vorträge sind, und man hörte übereinstimmend den Wunsch nach Wiederholungen. — Einleitend sprach vr. Langenbucher besondere Worte zur Aufklärung, die, wie er sich äußerte, gesprochen werden mußten, um Schutt und Schlacken fortzuräumen als Voraussetzung für ein enges Zusammenarbeiten mit dem Berliner Buchhandel. WernerSchlegel, Referent in der Reichsschrifttumskammer, und von der Neichsstelle mit der Durchführung der Schulungsabende beauftragt, gab anschließend kurz bas Programm der kommenden Vorträge bekannt. — Für den nächsten Abend wurde eine Vorlesung vr. Hans Friedrich Bluncks, Präsident der Reichsschrifttumskammer, und ein Vortrag Präsidialrats vr. Haupt über die Eingliederung des Buchhandels in die Reichsschrifttumskammer bekanntgegeben. Mit einer wohltuenden Frische und Lebendigkeit sprach zum Schluß vr. Rudolf N a m l o w, Presseamtleiter im Kampfbund für deutsche Kultur, und überbrachte die Grüße des Kampfbundfiihrers Hans Hinkel. Wenn jetzt im Buchhandel, so betonte vr. Ramlow, auch der Weg für junge aktive Kräfte freigemacht werden konnte, so bedeute das keineswegs eine Absage an die älteren Buchhändler. Jungsein wird nicht nach dem Taufschein bemessen, sondern nach der Mitarbeit an den neuen Aufgaben. Nur da, wo gleichgeschaltete ältere Menschen den Sinn der Zeit nicht erfaßt haben, erfolgt eine Absage und ein Trennungsstrich. Als Zeichen des Zusammenschlusses aller Teile des Buchhandels wurde ein Ausschuß bestellt, dem die Herren Weber, Maas, Höynck, Sohnrey und Schmidt angehören. Dieser Ausschuß vertritt in Zu kunft den Berliner Gesamtbuchhandel in allen Standesfragen. Er sorgt fiir die politische Eingliederung und führt in Zusammenarbeit mit Herrn Schlegel die Schulungsabende durch. Was ist als Kunsthandel zu betrachten? — Der Präsident der Reichskammer der bildenden Mnste gibt folgendes bekannt: »Auf Grund von § 4 der Ersten Verordnung zur Durchführung des Neichs- kulturkammergesetzes vom 1. November 1933 (NGBl. I Seite 707) muß Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste sein, wer bet der Verbreitung, der Erhaltung, dem Absatz oder der Vermittlung des Absatzes von Kulturgut mitwirkt. Ich bestimme daher für den Kunsthandel folgendes: Als Kunsthandel ist zu betrachten 1. der Handel mit Antiquitäten, d. h. mit alten Gemälden, Plastiken, Kunstgewerbe, Möbeln, Teppichen usw.: 2. der Handel mit moderner Kunst, d. h. mit Gemälden, Plastiken, Graphik und Kunstgewerbe (soweit es nicht fabrikmäßig her gestellt ist und es sich um kunstgewerblichen Betrieb handelt) aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts: 3. der Handel mit alten Münzen und Medaillen (Numismatik): und der Gegenwart; 4. der Handel mit alten Büchern, Drucken, Hand schriften, Kupferstichen, Zeichnungen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Zu den Kunsthändlern im Sinne des Gesetzes gehören auch lei tende Angestellte, die fachliche Vorbildung besitzen und in Vertretung des Unternehmers selbständig Geschäfte tätigen. Sofern die Anmeldung nicht bereits bis zum 16. Dezember bei der Reichskammer der bildenden Künste erfolgt ist, muß sie nunmehr sofort bei dem von der Neichskammer der bildenden Künste aner kannten Fachverband, dem Bund der Deutschen Kunst- und Anti quitätenhändler, München, Max-Joseph-Straße 7, erfolgen.« Ergebnis des Schaufenster-Wettbewerbs anläßlich der »Zehn Tage Deutsche Buchmesse« in Berlin. — An dem von der »Korporation der Berliner Buchhändler« und der »Vereinigung der Berliner Mit glieder des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler« veranstalteten Schaufenster-Wettbewerb beteiligten sich 42 Buchhandlungen Groß- Berlins mit 63 Schaufenstern. Das Preisrichterkollegium, das sich bei diesem Wettbewerb nicht nur aus Berliner Buchhändlern und Dekorationsfachleuten, sondern auch aus Vertretern des Reichsmini steriums für Volksaufklärung und Propaganda, der Fichte-Gesell schaft, der Neichsschrifttumskammer und der Neichsstelle zur För derung des deutschen Schrifttums zusammensetzte, konnte bei der Be sichtigung der zum Wettbewerb angemeldeten Fenster mit Genug tuung feststellen, daß in der Ausstattung der meisten Schaufenster in künstlerischer Beziehung ein erheblicher Fortschritt zu verzeichnen war. Die früheren Methoden, das Buch durch übermäßiges Beiwerk herauszustellen und dadurch häufig zu unterdrücken, sind fast gänzlich entschwunden. Es herrschte das Bestreben, eine gute Idee in sach licher und vornehmer Form zu veranschaulichen. Bei dem diesjährigen Wettbewerb waren keine Geldpreise, son dern nur Ehren-Diplome ausgesetzt, die von dem »Neichs- ministerium für Volksaufklärung und Propaganda«, von der »Fichte-Gesellschaft« und der »Neichsschrifttumskammer« ausgestellt sind. In diesem Ehren-Diplom kommt zum Ausdruck, daß der Ge hilfe bzw. die Gehilfin, die das preisgekrönte Schaufenster herge richtet haben, eine besondere Leistung vollbrachten und ein Lob ver dienen, weil sie für das Buch und die Idee des neuen Deutschlands zu werben verstanden. Ein Ehren-Diplom dieser Art erhielten die Inhaber bzw. Ange stellten folgender Buchhandlungen: Herr Walter Weigand (Poly technische Buchhandlg. A. Seydel), Herr Bruno Gützlaff (Struppe L Winckler), Herr F. W. Willert (Amelang'sche Buchh.), Herr Kurt Schild (Mitinhaber der Wohlthat'schen Buchhandlung), Herr Heinz Querfurth (Hermann Bahr), Herr Fritz Günther (A. Asher L Co.), Herr Rudolf Geipel (A. Asher L Eo.), Fräu lein Käte Wormann (A. Asher L Eo.), Fräulein Ellen Michel (Paul Nitschmann). Neue Hochschulen für Lehrerbildung. — Der Amtliche Preußische Pressedienst teilt mit: Im Frühjahr 1934 werden die Hochschulen für Lehrerbildung in Frankfurt a. O., Hannover und Kottbus wie der eröffnet. Gleichzeitig werden die Hochschulen für Lehrerbildung in Frankfurt a. M. und Halle a. S. geschlossen. Dafür wird in Weil- bürg (Oberlahnkreis) und in Hirschberg i. Schles. im Zuge der neuen Lehrerbildungspolitik je eine neue Hochschule eröffnet. Fast alle Hochschulen für Lehrerbildung nehmen im Frühjahr 1934 eine größere Zahl von Studierenden auf. In Hannover werden nur Stu dentinnen zugelassen. Ein Weltkriegskatalog der Neichsstelle zur Förderung des deut schen Schrifttums. — In den letzten Jahren ist ein außerordentlich umfangreiches Schrifttum zum Weltkrieg entstanden. Wertvollstes, Gleichgültiges und Wertloses stehen nebeneinander. Die nationale Selbstachtung gebietet aber, daß gerade hier dem deutschen Volk das Schrifttum zugänglich gemacht wird, das der Größe des Gegen standes angemessen ist. Dieses Schrifttum herauszustellen, zu ordnen und knapp zu erläutern ist die Aufgabe, die sich die Neichsstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums und das Institut für Leser und Schrifttumskunde zu Leipzig in dem von ihnen gemeinsam her ausgegebenen Bücherverzeichnis »Der Weltkrieg. Bericht, Schau, Erlebnis« gestellt haben. Es ist dies die erste gemeinsame Ver öffentlichung auf Grund des Arbeitsabkommens, das Institut und Neichsstelle Ende Oktober abschlossen. Es erscheint als Heft 26 in der Reihe »Der Berater« (früher Deutsche Volksbibliographie), die im Aufträge der Neichsstelle zur Förderung des deutschen Schrift tums vom Institut herausgegeben wird. Das Verzeichnis umfaßt, entsprechend seinem Untertitel, die Bücher, in denen Frontsoldaten selbst vom Krieg und ihren Erlebnissen im Krieg berichten. Es ist übersichtlich gegliedert und bringt kurze Erläuterungen in Form von Untertiteln zu den einzelnen Büchern. So ist es ein schlechthin un entbehrliches Hilfsmittel für Buchhändler, für Büchereien, für Schulen aller Art und für alle Schulungsstellen, die sich mit dem Weltkrieg beschäftigen. Der Preis des 32 Seiten starken Heftes beträgt im Buchhandel 60 Pfg. Bei Auflagenbezug — unter Umständen mit eigenem Aufdruck der betreffenden Stelle — tritt eine wesentliche Preisermäßigung ein. Bemerkenswert ist noch, daß dem Verzeichnis außer einem Verfasser-Register auch ein Schlüssel beigegeben ist, der Erscheinungszeit, Verlag und Preis der aufgeführten Werke enthält. Vor-Fest-Freude an der Deutschen Buchhändler-Lehranstalt. — »Saure Wochen — frohe Feste!« war das Motto, unter dem sich die Mitglieder der Einjährigen Höheren Fachkurse mit ihren Dozenten zu einem gemütlichen Abernd am 16. Dezember 1933 in den »Gast stätten Vaterland« vereinigten. Ein neckischer Vorspruch, von drei »Leipzigern vom Lande« zündend vorgetragen, schuf sogleich die rich- 1001
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