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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 22.09.1934
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1934-09-22
- Erscheinungsdatum
- 22.09.1934
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- Deutsch
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
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X- 222, 22. September 1934. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. b.Dtschn.Buchhandel. 0) Allgemeine Genehmigungen nach III/S—8 Ri. berech tigen ab 20. September 1834 nur noch zur Entgegen nahme von Zahlungen für solche Zahlungsverpflich tungen, die vor dem 24. September 1934 fällig gewor den sind. O) Alle Ausländersonderkonten für Jnlandzahlungen blei ben bestehen. Neue können mit Genehmigung der Reichs stelle für Devisenbewirtschaftung genehmigt werden. Ab 24. September 1934 werden die Über wach u n g s st eilen anstatt der Devisenstellen Or gane der Devisenbewirtschaftung, soweit die Bezahlung der Wareneinsuhr aus dem Aus lande in Frage steht. Den Devisenstellen verbleiben nach dieser Regelung noch wich tige Aufgaben, so insbesondere für den Transithandcl, für die Re gelung der devisenrechtlichen Verhältnisse der Agenten, Kommis sionäre und Spediteure, für die Ausfuhrförderung. Der Wortlaut des Runderlasses der Reichsstelle für Devisen bewirtschaftung kann von der Geschäftsstelle des Börsenvereins durch (Z) angefordert werden. Seminar für Buchhandelsbetriebslehre an der Handels-Hochschule in Leipzig Sommer-Semester 1934 Im vergangenen Sommer-Semester erstreckte sich die Seminar- arbeit auf die Untersuchung verschiedener Einzelsragen aus der Buchwirtschaft. Begonnen wurde mit einem Referat über »Das Deutschtum im Ausland«, in dem ein Überblick über die Entwicklung der Beziehungen des Reiches zum Auslanddeutschtum gegeben wurde. Me Nachkriegszeit hat das Interesse für diese Fragen gestärkt, eine erfreuliche Tatsache, die auch in der wachsenden Menge der einschlägigen Literatur zum Ausdruck kommt. Das deutsche Buch ist ein Bindeglied zwischen Reich und Auslanddcutschtum. Wenn auch bei der Beurteilung der Ausfuhr, die in den letzten Jahren einen starken Rückgang aufweist, verschiedene Momente zu beachten sind, so daß nicht ohne weiteres eindeutige Schlüffe gezogen werden können, so steht doch fest, daß mit dem Rückgang der Ausfuhr auch der deutsche Einfluß auf die Grenzgebiete und das Ausland geringer werden kann. Trotz aller Schwierigkeiten, die den Auslanddcutschcn gemacht werden — beispielsweise den auslanddeutschen Schulen bei der Beschaffung des Lehrmaterials —, suchen sie immer wieder die Verbindung mit dem Mutterland aufrechtzuerhalten. Solche Verbundenheit zu Pflegen und zu fördern ist Aufgabe und Pflicht des deutschen Buchhandels. Unmittelbar an diese Gedankcngänge schloß sich die Darstel lung der »Marktlage desdeutschen Buches in Süd - ost-Europa« an, eine Bearbeitung des Materials einer Um frage, die von der Firma Koehler L Volckmar A.-G. L Co. in den Balkanstaaten durchgeführt worden ist. Der Ausgangspunkt der Betrachtung war der Kulturstand in den einzelnen Ländern, um von hier aus die Absatzmöglichkeiten des deutschen Buches zu untersuchen. Die Marktlage ist in den einzelnen Ländern sehr ver schieden, zum Teil für Deutschland wenig günstig. Da aber damit zu rechnen ist, daß in den Ländern ein Bildungsaufschwung ein letzt, wird die verantwortungsvolle Aufgabe Deutschlands dabei sein, seinen Einfluß zu vertiefen und auszunutzen. Der deutsche Buchhandel muß gegen die Konkurrenz des billigen französischen Buches ankämpfen, er muß den Absatz des gediegenen deutschen Buches unter allen Umständen fördern, nicht nur aus wirtschaft lichen, sondern vor allem aus kulturpolitischen Gründen. Die Stellung des Buchhandels in der neuen Wirtschaftsorga nisation aufzuzeichnen war Aufgabe des Referates »Ständische Gedanken im Buchhandel ein st und jetzt«. Nach dem Versuch einer Klärung des Begriffes Stand brachte der Referent einen geschichtlichen Abriß der Bemühungen der Buchhändler, zu Zusammenschlüssen zu kommen. Schon im 17. Jahrhundert sind Ansätze zu Vereinigungen da, die in der Weiterentwicklung im 19. Jahrhundert zur Gründung des Börsenvereins führten, der durch die Kröncrschc Reform und die Satzungsänderungen der Nachkriegszeit weiter ausgestaltet wurde. In der Aussprache wurden auch die Fragen gestreift, die sich heute bei der Eingliederung des Buchhandels in den Reichskulturstand ergeben haben, weil der Bör- senvercin einen übertcrritorialen Zusammenschluß verkörpert. Ebenfalls in Zusammenhänge der unmittelbaren Gegenwart führte die Arbeit über »Die Entwicklung des Leih- büchereiwcsens«. Eine kurze Schilderung skizzierte die Ent wicklung der Leihbücherei vom Altertum bis zur Jetztzeit. In Deutschland ist besonders in den letzten Jahren die Zahl der Leih bibliotheken ungeheuer angestiegen. Die Untersuchung führte zur 830 Feststellung, daß ein großer Teil der Bibliotheken ohne irgend welche ethische oder pädagogische Grundsätze zusammengestellt wor den ist. Die Klagen über die schädlichen Einflüsse der Leihbüchereien haben nach dem März 1933 zum Eingreifen der Reichsschrifttums kammer geführt. Es ist Ordnung geschaffen worden im Leihbücherei gewerbe, wodurch auch der Grundstein gelegt wurde für die große volkserzieherische Aufgabe der Leihbücherei im Dritten Reich. Die Ausführungen über die »Beschaffungspolitik wissenschaftlicher Bibliotheken« im Handbuch der Bibliothekswissenschaft wurden Grundlage eines weiteren Berichtes. Die Reichhaltigkeit der Buchproduktion läßt Probleme der Maga zinierung der Buchbestände und der Finanzierung der Beschaffung besonders akut werden. Die Not der Kulturetats zwingt die Biblio theken zur Beschränkung und zum Austauschdienst. Bei der Be schaffung neuer Bücher ist die Frage eines Bibliothekenrabatts von je besonders umstritten gewesen. Von unmittelbarem Interesse für den Buchhändler ist die Verteilungsorganisation der Biblio theken. Wenn im Durchschnitt nur 30°/« der Anschaffungen durch Kauf, dagegen 70°/« auf anderem Wege erworben werden, so be leuchtet das die Beziehungen zwischen Bibliotheken und Buchhandel sehr bezeichnend. Von besonderem Interesse ist auch das Verhält nis zwischen finanzieller Belastung der Bibliotheken durch Abonne ments- und Serienbezug auf der einen Seite und der Produk tionspolitik wissenschaftlicher Berlage auf der arideren, deren Pro duktion wesentlich durch diese besondere Vertriebslage bestimmt wird. An frühere Arbeiten über den Antiquariatsbuchhandel schloß eine betriebswirtschaftliche Untersuchung an über »Die Inku nabeln und ihre händlerische Bedeutung«. Es wurde ein Querschnitt gegeben durch alle Fragen der Inkunabel- künde, von der Begriffsbestimmung über die Bibliographien zur Katalogisierungstcchnik, endlich zur Preisbildung und Marktgestal tung im Jnkunabelhandel. Neben den kulturellen Wert des Jnku- nabelhandels tritt seine wirtschaftliche Bedeutung, wenn sich auch in letzter Zeit eine starke Verengung des Handels bemerkbar macht. (Die Arbeit ist inzwischen vom Verfasser in der Zeitschrift »Der deutsche Buchhandlungsgehilfe« veröffentlicht worden.) Ein Referat über »Die Industrie der Buchein ban d st o f f e« stellte zunächst die betriebstechnischen Begriffe her aus, die an Hand von Anschauungsmaterial geklärt wurden. Die Arbeit ist eine Voruntersuchung zu dem größeren Fragenkomplex, der die Beziehungen des Verlagswesens zu seinen Leistungsbetrieben aufhellen soll. Ein Diskussionsabend stellte »Dieamerikanische Ber ka u f s o r d n u n g« in den Mittelpunkt der Betrachtung. Inhalt und Aufbau wurden mit den schon in früheren Semestern bespro chenen deutschen, englischen und französischen Verkaufsordnungcn verglichen. In der Begriffsbestimmung weichen die einzelnen Ord nungen erheblich voneinander ab. Die Betrachtung der amerikani schen Verkaufsbestimmungen zeigte besonders die Notwendigkeit deutlicher Unterscheidung. Außcrdeutsche Verhältnisse im Buchhandel wurden schließlich eingehend beleuchtet durch einen Bericht eines Teilnehmers an der Studicnfahrt, die unter Leitung des Direktors des Seminars, Herrn Professor vr. Menz, in den Pfingsttagen nach Paris führte. Ein
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