Lin Volksbuch, rin Luch, das non jrdrm von uns berichtet und für jrdrn non uns geschrieben ist! Reich illustriert mit über 566 Kriegssotos aus dem Reichsarchiv und Kartenbetlagen des Retchsamts für Landesausnahme. Mer missen will, weshalb trotz aller militärischen Siege der Weltkrieg schließlich so niederschmetternd für Deutschland und seine Verbündeten ausging, weshalb die Hochseeflotte nicht voll eingesetzt wurde, weshalb das tragische Ringen um Verdun ergebnislos war, weshalb unsere großen Offensiven an der Westfront scheiterten, weshalb cs nicht eher zum Frieden kam, weshalb unsere große Frühjahrsoffensive 1918 nicht durchdrang, weshalb schließlich ein Waffenstillstand zu Bedingungen abge schloffen wurde, die in keiner Weise unserer Lage im November 1916 entsprachen, wir sus drr stoben Erinnerung on die ungeheure Leistung unseres Volkes und Heeres gegen eine Welt von Feinden die Hoffnung ouf eine bessere Lukunft schöpfen will, ü r r muß diese W e l t k r i r g s g e s ch i ch t e lesen. Der Umfang des Werkes beträgt 19 Lieferungen. Jede Lieferung umfaßt 64 Textseiten und 16 Bildseiten auf Kunstdruckpapier. Außerdem bringen die Lieferungen 9 und 19 Kartenbeilagen und Titelbogen. Lieferung 19 enthält ferner das Sachverzeich nis zu beiden Bänden. Einbanddecken für Band l (Lieferung 1—9) und Band II (Lieferung 10—19) können für je RM. 2,— bezogen werden. Orris jrdrr Lieferung KM. 2,— Vaterländischer Verlag C K Weller-Berlin SM 68 Aus dem Vorwort Mit meiner Weltkriegsgeschichte wende ich mich an weite Kreise des deutschen Volkes, keineswegs nur an den militärischen Fachmann, wenn ich auch bemüht gewesen bin, meine Darstellung aus sorgfältiges kriegswissenschastliches Studium zu begründen. Taktische Einzelheiten sind, wofern sie nicht besondere Bedeutung haben, im allgemeinen ausgcschaltet; der Hauptwerk ist daraus gelegt, die großen Zusammen hänge aufzuzeigen, die wichtigen Führerentschlüsse klarzulegen und festzustellen, wohin sie geführt haben. Von mißgünstiger, nörgelnder Kritik der handelnden Persönlichkeiten hosse ich mich ferngehalten zu haben. Fehler hervorzukehren, nach Schuldigen zu spähen und Anklagen zu erheben, ist nicht mein Be streben. Mancher angebliche Fehlgriff gewinnt ein ganz anderes Aus sehen, wenn man den Gründen nachgeht, von denen sich die führenden Persönlichkeiten haben leiten lassen. Offensichtliche und schwerwiegende Mißgriffe und Mißstände mußten allerdings in ihren Folgen dargelegt werden. Wir wollen wissen, weshalb wir den Krieg verloren haben. In erster Linie ist es aber meine Absicht gewesen, die ungeheure Leistung des deutschen Volkes und des deutschen Heeres im Weltkriege vor Augen zu führen. Der Leser wird erkennen, daß die ganze Darstellung getragen ist von Begeiste rung für die herrliche alte Armee, der ich über vierzig Jahre mit Stolz angehört habe. Dieser alten Armee möchte ich zum Abschluß noch einen Ruhmeskranz widmen und die Begeisterung für ihren Heldenmut und ihre Opferwilligkeit auf die Heranwachsende neue Generation übertragen, die den Krieg noch nicht mit Bewußtsein oder gar nicht erlebt hat. Hoffentlich beweisen diese Nachkommen Wider standskraft gegen die heutigen Bestrebungen, die darauf hinausgehen, die Erinnerung an die große Vergangenheit auszulöschen, um die Errungenschaften der neuen Zeit in so hellerem Lichte erstrahlen zu lasten. „Ein Volk, das keine Vergangenheit haben will, verdient auch keine Zukunst." (Wilhelm v. Humboldt.) Hermann v. Kühl, General d. Inf. a. D. «63