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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 12.10.1933
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1933-10-12
- Erscheinungsdatum
- 12.10.1933
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- Deutsch
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X- 238, 12. Oktober 1933. Redaktioneller Teil Börsenblatt f. d. DtschnBuchhandcl. Danach hat von jedem Druckwerk, das innerhalb des Freistaates Oldenburg erscheint, der Verleger, von jedem Druckwerk, das inner halb des Freistaates Oldenburg gedruckt wird, aber außerhalb des olbenburgischen Staates erscheint oder keinen Verleger hat, der Drucker ein Stück an die Landesbibliothek ln Oldenburg unentgelt lich und portofrei abzuliefern. Die Verpflichtung erstreckt sich auch auf Neuauflagen und Neudrucke, sofern ein Kreistück der früheren Auslage oder des früheren Druckes noch nicht abgeliesert oder die Neuauilage oder der Neudruck gegenüber der früheren Auflage oder d'm früheren Druck geändert worden ist. Als innerhalb des Frei staats Oldenburg erschienen oder gedruckt gelten auch solche Druck werke, die bei einem Verleger erscheinen oder bet einem Drucker ge- druck! sind, der innerhalb des Freistaates Oldenburg nur eine Zweig niederlassung hat. Von der Ablieferungspflicht befreit sind: Druckwerke, die nur dem Verkehr, dem häuslichen oder gesel ligen Leben oder gewerblichen Zwecken dienen usw. Wegen näherer Bestimmungen sei auf den Wortlaut des Gesetzes selbst verwiesen. Ausländische Beiträge In deutschen ivissenschastlicheu Zeitschrif ten. — Wie bekannt, ist nach dem Kriege von den Alliierten eine An zahl Organisationen mit dem ausgesprochenen Zweck gegründet wor den, das deutsche wissenschaftliche Schrifttum zu boykottieren. So sollten die weltbekannten deutschen Referatenorgane durch neue Zeitschriften verdrängt, deutsche wissenschaftliche Arbeiten von der Berichterstattung ausgeschlossen und in deutschen Zeitschriften sollte nichts mehr veröffentlicht werden. Über die Wirkung dieser Be strebungen berichten Statistiken, die In »Forschungen und Fort schritte« vom 20. September 1933 veröffentlicht werden und deren Beweiswert sich dadurch erhöht, daß sie überwiegend ausländischen Ur sprungs sind. Danach haben die Originalarbeiten ausländischer Autoren, die in deutschen Zeitschriften veröffentlicht sind, in den Jahren 1920—32 stetig zugenommen, schon 193V war bas Verhältnis der deutschen zu den ausländischen Beiträgen in deutschen Organen fast das gleiche wie vor dem Krieg. In zehn deutschen Zeitschriften der Zoologie, Physiologie und Biologie des Jahres 1932 stammten 48°/» der Beiträge vom Ausland. Das deutsche Reseratenwesen ist an Bedeutung sogar gestiegen. Im Geologischen Zentralblatt wuchs die Zahl der Referate 1927/29 von 3359 aus 5028, während sie in der Revue <Is OSolvWS von 1338 auf 99V siel. Von den in der Jnternatio- nalenBibliographte der Geschichtswissenschaften verzeichneten wichtigen Arbeiten entfielen 1928/27 80°/» auf deutsche Zeitfchristen. Von den wertvollen meteorologischen Veröffentlichungen erschienen nach einer englischen Statistik 41°/» in deutscher Sprache. Die amerikanische Chemische Gesellschaft berechnete für die Zeit von 1871—1925 den Anteil der wichtigen Referate in deutschen Zeitschriften auf 52,5°/». Eine Untersuchung der für die amerikanischen Mathematiker haupt sächlich In Betracht kommenden Zeitschriften des Jahres 1928 setzt die deutschen Referate mit 889 an die zweite Stelle gegenüber 779 englischen. Die Gesamtheit der Statistiken beweist also eindeutig die unerschlltterte Weltgeltung des deutschen Ivlssenschaftlichen Schrift tums und der deutschen Forschung. Aus dem Geschästsbericht der Deutschen Reichspost über das Rech nungsjahr 1932. — Die Deutsche Reichspost hat in diesen Tagen ihren Geschäftsbericht über das Rechnungsjahr 1932 <1. April 1932 bis AI. März 1933) herausgegeben. Bet der engen Verflechtung der Deutschen Reichspost mit der allgemeinen Wirtschaft stand auch die Deutsche Reichspost im Berichtsjahr unter den Einwirkungen und Auswirkungen der stärksten Wirtschaftskrise. Die Maßnahmen in Verwaltung und Betrieb mußten sich infolgedessen in erster Linie auf die Erhaltung der Betriebs- und Berwaltungseinrichtungeu und der finanziellen Leistungsfähigkeit der Deutschen Reichspost beschrän ken. Daß dabei auf die Bedürfnisse der allgemeinen Wirtschaft Rück sicht zu nehmen versucht wurde, zeigt die große Zahl der technischen und verwaltungsmäßigen Verbesserungen und Erleichterungen, die zur Durchführung kamen. Die aus weitere Gebllhrensenkungen ge richteten Wünsche konnten bei der anhaltend ungünstigen Wirtschafts lage nur vereinzelt erfüllt werden, zumal die im Januar 1932 in Kraft getretenen Gebührensenkungen für Briese und Postkarten im Fernverkehr und für Pakete einen Einnahmeausfall von schätzungs weise 13V Millionen RM jährlich verursachen. Das Bestreben, die Posteigenwirtschaft gesund zu erhalten und die Ausgaben den Ein nahmen anzupassen, nötigte zur vorsichtigen Zurückhaltung bei der Vergebung von Lieferungen und Leistungen. Die Verkehrsentwicklung weist im Berichtsjahr ein wenig be friedigendes Bild auf. Die Jahresverkehrszahlen lagen in fast allen Betriebszweigen unter denen des Vorjahrs. Beim Nachrichtenver kehr ist der Telegrammverkehr am meisten zurückgegangen <— 15,6 vH.). Im Kernsprechwesen sank die Zahl der Gespräche um 9,v vH., die Zahl der Hauptanschlüsse um 8,8 vH. und die der Nebenanschlüsse um 8,2 vH. Der Briefverkehr hat um 5,5 vH. abgcnommen, da gegen hat sich der Paket- und Wertverkehr mit einem Rückgang von nur v,9 vH. fast auf der Höhe des Vorjahrs gehalten. Im Postbar- zahlungs- und Postscheckverkehr sind die wertmäßigen Umsätze stärker als die mengenmäßigen zurllckgegangen. Die Stückzahl der Post anweisungen verminderte sich um 7,3 vH., während die wertmäßigen Umsätze um 2V,5 vH. zurllckgingen. Die Stückzahl der Postausträge war um 27,5 vH,, die der Nachnahmesendungen um 11,9 vH. nied riger als im Vorjahr. Im Postscheckverkehr wurden im Kalender jahr 1932 rund 103,4 Milliarden RM umgesktzt, was einem Rück, gang um 16 vH. gleichkommt. 81,1 vH. des Gesamtumsatzes wurde bargeldlos erledigt. Die Zahl der Buchungen verminderte sich um 4,1 vH. Die Zahl der Postscheckkonten stieg um 0,9 vH. aus 1021819 sEnde Dezember 1932). Es wurden 18 600 Postreisescheckhefte Uber 9,3 Millionen NM ausgestellt. Der Umfang des oberirdischen Tclegraphennetzes ist im Lause des Berichtsjahres wieder stark verringert worden. Der Spring- schreiberbetrteb wurde weiter ausgedehnt und verbessert. Der Bild telegraphendienst wurde neu eröffnet im Verkehr mit den Nieder landen und Niederländisch Indien, mit Frankreich, der Vatikan stadt, den Vereinigten Staaten und Siam. Ebenso wurde für den Durchgang durch Deutschland süber Berlin) eine Reihe von öffent lichen Bildtelegraphenverbindungen eingerichtet. Die Zahl der Fern sprechleitungen von Ort zu Ort zur Beschleunigung des Fernverkehrs wurde vermehrt. Der Selbstanschlußbetrieb in den Ortsnetzen ist weiter ausgebaut worden. 288 selbsttätige Vermittlungsstellen mit 180 880 Anruszeichen sind hinzugekommen. Am Ende des Berichts jahrs waren in Betrieb 12 212 km Fernkabellinien gegenüber 11300 km des Vorjahrs. Die Zahl der Rundfunkteilnehmer nahm um 8,7 vH. zu. Am Ende des Berichtsjahrs waren 4 532 882 vorhanden; davon waren 555 125 von der Zahlung der Gebühren befreit. Drei Großsender sBreslau, Leipzig, München) und ein Runbsunkzwischensender sTrier) wurden im Laufe des Berichtsjahrs in Betrieb genommen. Im Rechnungsjahr 1932 sind an Betriebseinnahmen 1884,2 Mil lionen RM aufgekommen. Der Überschuß der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben beträgt 185,8 Millionen RM. Zur Er füllung des Ablieferungssolls an das Reich von 229,8 Millionen RM ist eine Entnahme von 44,2 Millionen NM aus dem Vermögen er forderlich gewesen. Kapitalflucht. — Auf Grund von Beobachtungen in der letzten Zeit weist das Reichswirtschastsministerium darauf hin, daß die Bezahlung deutscher Ausfuhrwaren aus inländischen Guthaben von Kapitalslllchtlingen, hauptsächlich Auswanderern, nicht gestattet ist. Die Aussuhrsirmen müssen deshalb bei Zahlungseingängen für Rech nung ausländischer Warenempfänger aus dem Jnlande der zuständi gen Devisenbewirtschaftungsstelle Mitteilung von dem Absender und dem Betrage machen. Diese Meldung muß durchgeführt werden, um neue gesetzliche Maßnahmen zu vermeiden, die nicht nur — wie bis her — die Zahlung, sondern auch die Entgegennahme von Beträgen zu Gunsten von Ausländern genehmigungspflichtig machen würden. Verbotene Druckschriften. — Die Verbreitung der ausländischen Zeitungen und Zeitschriften »Schweizerische Republikanische Blätter« lNapperSwil); »Das Evangelium« sPrag); »Zvsinger Volksblatt« (Zosingen) ist im Inland dis auf weiteres verboten. Die Broschüre »Die argentinischen Psasfen und der österreichische Maler Hitler sind wilde Antisemiten», Herausgeber: F. Lopatin, ist gemäß K 7 der Verordnung vom 4. Februar 1SS3 für Len Bereich des Landes Preußen beschlagnahmt und eingezogen. sDeutsches Kriminalpolizeiblatt Nr. 1873 und 1874 vom 9. und 10. Oktober 1933.) ?e rso nalnackrickterr. Gestorben: Am 7. Oktober nach kurzer Krankheit im 60. Lebensjahre Herr vr, b, e. August Velhagen, Mitinhaber der Firma Velhagen L Klasing und der angeschlossenen Firmen in Bielefeld, Leipzig und Hannover. Ein Verleger von seltenen Gaben und einer ganz außergewöhn lichen Energie und Tatkraft ist mit vr. August Velhagen dahin gegangen. Seine ganze Liebe galt dem Schulbuchverlag, den er mit feinem Verständnis sür die Bediirsnisse sowohl der Volksschule als auch der höheren Schulen in echt vaterländischem Sinne immer weiter ausbaute. In Würdigung seiner Verdienste um das Schul wesen ernannte die philosophische Fakultät der Universität Inns bruck Herrn August Velhagen vor längeren Jahren zum Ehren doktor. Trotz starker beruflicher Beschäftigung nahm der Verstorbene vor mehreren Jahren eine Wahl in die Stadtverordneten-Versamm- lung in Bielefeld an, der er dann als Mitglied der Deutschnationalen Volkspartei angehörte. 785
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