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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 15.02.1936
- Strukturtyp
- Ausgabe
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- 1936-02-15
- Erscheinungsdatum
- 15.02.1936
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- Deutsch
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Nummer 39, 18. Februar 1936 kaufsobjekie von höherem Wert, da andere für diese Art des Ver triebs nicht lohnend sind. Der Vcrkans wird durch ziemlich umfang reiche Kreditgewährung (Ratenzahlungen) erleichtert. Auch die vielfach übliche heftweise Lieferung von Sammelwerken fördert den Absatz, Der Preis der einzelnen Hefte ist nur gering (etwa —,5V bis 1.50 NM). Die Beträge werden bei Übergabe der Hefte an den Be steller jeweils durch Boten eingezogen. Die Werbung der Bnchvcrsandgeschäftc richtet sich — der Spezia lisierung der Betriebe entsprechend — an bestimmte Jnteressenten- gruppcn (z, B, an die Angehörigen einzelner Berufe), die verhält nismässig leicht durch die persönlichen wie die nichtpersönlichen Ange bote erfaßt werden können, Be! der schriftliche» Werbung der Buchvcrsandgeschäfte werden die bekannten Mittel hcrangezogen: Inserate und Beilagen in geeig neten Zeitungen, Zeitschriften, Kalendern, Postwurfsendungen, Werbc- schreiben mit Katalogen und Preislisten, die an einen bestimmten Kreis von Personen gesandt werden. Die Vertreter erhalten für ihre Tätigkeit — wohl ausschließlich— Provisionen, deren Höhe sich zwischen 15 und 20 v. H. der von ihnen vermittelten Aufträge bewegt- in Cinzelsällen werden Provisionen bis zu 25 v, tz, gewährt. Dazu kommen noch bei sehr hohen Umsätzen Sondervergütungen durch die Verleger, Diese wollen dadurch er reichen, daß sich die Vertreter der Bnchvcrsandgcschäfte für den Ver kauf ihrer Erzeugnisse in ganz besonderem Maß cinsetzen. Die An sichten scheinen allerdings geteilt zu sein, ob diese zusätzlichen Ver gütungen durch die Verleger im Hinblick auf gesunde Wettbewerbs verhältnisse !m Buchhandel aufrechterhaltcn werden sollen*), 2. Z e i t s ch r i s te n v e r s a n d g c s ch ä f t e: Diese Betriebe unterscheiden sich von den Bnchvcrsandgeschäften durch das Verkaufs- objekt, Provisionsvertreter suchen Bestellungen auf Zeitschristen- abonnemcnts aus. Die einzelnen Hefte werden den Abonnenten durch Boten zngcstcllt und bei Übergabe bezahlt. Viele Betriebe befassen sich sowohl mit. öeni Buch- als auch mit dem Zcitschriftenversand. Die Arbeit stützt sich bei der Behandlung der allgemeinen Verhältnisse in. Buch- und Zeitschriftenversandgeschäft weit gehend ans die einschlägigen Veröffentlichungen van vr. Nie- wöhner, die seinerzeit i,n Börsenblatt ausführlich besprochen worden sind, Für die Umsatzgestaltung werden folgende Angaben gemacht: Umsatz gegen das Vorjahr Zahl der Sendungen gegen das Vorjahr Umsatz je Sendung Umsatz je beschäftigte Person 1932 1933 1934 — LS,5«/« 4-20,5°/° 4 10,5°/° — 12,5«/» 4 08,5°/° 4 4«/° W.10RM LS,-RM 24.00 RM — 220VV RM 214VV RM Im Jahre 1631 betrug der Umsatz je Sendung noch 40,70 RM, Dieser Durchschnittswert ist dann bis 1933 gefallen auf fast die Hälfte, seit 1934 aber wieder langsam im Ansteigen, Immerhin liegt auch 1934 der Durchschnittsumsatz je beschäftigte Person noch niedriger als 1933, Hierin kommt die allgemeine *) S, dazu den Buchvertrctcr-Normalvertrag. Börsenblatt Nr. 222/1035, wirtschaftliche Entwicklung, aber auch der Preisabbau im Buch handel deutlich zum Ausdruck, Daraus erklärt sich auch, das; die wertmäßige Umsatzbesscrung 1033 hinter der mengenmäßigen zu rückgeblieben ist. Seit 1934 scheint sich aber auch in dieser Hin sicht die Lage geändert zu haben. Für 1935 liegen Zahlen noch nicht vor. Die Umsätze sind für die Jahre 1924—27 auf durch schnittlich 140 Will, RM jährlich geschätzt worden, für 1930 auf 110 Mill., für 1932 auf weniger als 100 Mill. Nach den obigen Angaben wären 85,25 Mill. anzunehmen, die sich 1933 Wieder aus 102,73 Mill, und 1934 auf 113,52 Mill, gehoben haben. Die rund 200 in Frage kommenden Betriebe sollen im Jnncnbetrieb 2400 Personen beschäftigen, im Außendienst 3000—5000, Die durchschnittlichen Unkosten werden für 1934 mit 43 Prozent vom Umsatz angegeben, und zwar entfielen auf Gehälter und Löhne 10,1 Prozent, Provisionen 20 Prozent, Porto 3,1 Prozent, In serate 1,3 Prozent, Kataloge 1,3 Prozent, Steuern 2,3 Prozent, Sonstiges 2,9 Prozent, Mit diesem Unkostensatz steht der Buch- und Zeitschriftenversand an zweithöchster Stelle, Nur Damen wäschegeschäfte stehen mit 60 Prozent noch höher, an dritter Stelle folgt der Tuchversand mit rund 38 Prozent, Der Unter schied liegt in erster Linie bei den Provisionen, In der Kredit gewährung (Erstreckung der Ratenzahlung) erscheint der Buch handel nach dem Bericht besonders großzügig. Es wird aber auch hervorgchoben, daß die vom Gewerbe selbst dafür geschaffene Ordnung als vorbildlich angesehen werden dürfe. Die vom Statistischen Reichsamt veröffentlichten Zahlen über die Buchaus- und einfuhr zeigen zum ersten Male wieder ein freundlicheres Bild, Mengenmäßig hat sich Aus- und Einfuhr kaum verändert. Zieht man in Rechnung, daß mit der Wieder eingliederung des Saargebiets die frühere »Ausfuhr« dorthin als solche Gott sei Dank erledigt ist, so ist sogar eine kleine Zu nahme (nicht ganz 1 Prozent) festzustellen. Wertmäßig ist aber noch ein Ausfuhrrückgang ausgewiesen, was demnach auf den Preisabbau zurückzuführen ist. Die Einfuhr zeigt wertmäßig bei etwas geringerer Menge eine Zunahme von 13 Prozent, Inter essant ist eine anteilmäßige Verschiebung in der Zusammensetzung der Ausfuhr, Sie geht zu fast 94 Prozent nach dem europäischen Ausland (1933: 92,5 Prozent), Waren daran noch vor zwei Jahren die Staaten im Osten und Südosten mit 40,9 Prozent, die im Norden, Westen und Süden aber mit 51,6 Prozent be teiligt, so ist das Verhältnis 1935 wie 47,3 Prozent zu 45,4 Prozent. Von den überseeischen Gebieten zeigen Ostasien, Vorderasien und Südamerika eine Zunahme, die sogar über den Stand von 1933 hinausflkht, NSA und das Britische Empire aber keine nennenswerte Besserung, Zu beachten ist allerdings, daß das Statistische Reichsamt, wie bekannt, nur die zollamtlich erfaßte Ausfuhr berücksichtigt. Die Feststellungen verlangen also noch eine Ergänzung unter Berücksichtigung des Kreuzband- Verkehrs, Was uns auf der Autoschau interessiert / Die Autobücherschau Heute wird in den Ausstellungshallen am Funkturm in Berlin die »Internationale Automobil- und Motorrad- a u s st e l l u n g Berlin 1936« eröffnet. Diese Schau zeigt alle Gebiete, die mit der Verkehrswirtschaft in irgendeiner Art Zusammen hängen. Von diesem Gesichtspunkt aus ist es fast selbstverständlich, daß sich der Neichsverband der deutschen Automobil- i n d u st r i e zum zweitenmal entschlossen hat, das Autobuch reprä sentativ vor die Augen aller Besucher zu stellen. Die Ehrenhalle zeigt einen Gemeinschaftsstand »A u t o b ii ch e r s ch a u« Bei der Zusammenstellung dieses Standes haben die Neichs- s ch r i f t t u m s st e l l e beim N e i ch s'm i n i st e r i u m für V o l k s a u f k l ä r u n g und Propaganda, die Neichs- a r b e i t s g c m e i n s ch a s t für Deutsche Buch Werbung E. V., der Börsen verein der Deutschen Buchhändler und der Gau Groß-Berlin im Bund Reichsdeutscher Buchhändler E. V. mitgewirkt. Diese Stellen sind dem Neichs- verband der Automobilindustrie zu besonderem Dank verpflichtet, daß er es möglich gemacht hat, die deutsche Autobuchproduktion an wirk samer Stelle in den Vordergrund zu stellen und dadurch gleichzeitig praktische Buchpropaganda zu treiben. Im Nahmen der demnächst stattfindenden Beratung für das deutsche Fachbuch kommt dieser ersten großen Sonderschau ganz be sondere Bedeutung zu, zeigt sie doch in wirklich umfassender Weise das gesamte Schrifttum eines Fachgebiets: rund 400 Bände sind aus dem Bestand ausgewählt und ausgestellt worden. Die Auswahl er folgte mit Hilfe der Neichsschrifttumsstclle an Hand der zur Ver fügung stehenden Quellen, das sind: »A u t o b ii ch e r s ch a n« des Neichsverbandes der Automobilindustrie, »Wege zu Büchern« und »Führer durch die technische Literatur«. Bei der Auswahl wurde besonders die Produktion der letzten fünf Jahre berücksichtigt und Wert darauf gelegt, daß die Bücher Bedeu tung haben für einen größeren Kreis von Interessenten und nicht zu sehr ins Einzelne gehen, deshalb nicht spezielle Einzelkenntnissc voraussetzen. Die Fachliteratur für Konstrukteure wurde wegen Raummangels nur im beschränkten Maße ausgestellt. Der Verkauf auf der Ausstellung liegt in den Händen der Polytechnischen Buch handlung A. Seydel und der Bismarck-Buchhandlung. Die Ausstellungsleitung legt für die Büchcrschau einen von vr. E. W. Böhme, dem Bibliothekar des Reichsverbandes der Auto- mobilinöustrie bearbeiteten A u s st e l l u n g s k a t a l o g vor, der seine Bedeutung für die Bedürfnisse des Buchhandels auch nach der Ausstellung behalten wird. 145
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