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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 20.02.1936
- Strukturtyp
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- 1936-02-20
- Erscheinungsdatum
- 20.02.1936
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- Deutsch
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Nummer 43, 20. Februar 1986 Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel Teile des Betriebes besonders berücksichtigte. Die Größe der Telefon- Zentrale ließ Schlüsse zn auf die Unzahl von Meldungen, die aus dem In- und Auslande täglich entgehen. Besondere Beachtung ver diente eine Fernschreibmaschine. Meldungen von der Olympiade, die gerade in Garmisch geschrieben wurden, gab im gleichen Augenblick die Berliner Maschine wieder. Lange Gänge — vorbei an den Zim mern der zahlreichen Redakteure — führten uns zu dem Raum der Hand- und Maschinensetzerei. In der Notationsdruckerei für den »Völkischen Beobachter« waren die neuzeitlichsten Maschinen auf diesem Gebiete zu sehen, da bei Gründung der Berliner Niederlassung dem heutigen Stand der Technik Rechnung getragen wurde. Ein Blick in die Lagerräume im Keller überzeugte die Besucher davon, daß im Cher-Verlag der Gedanke der Schönheit der Arbeitsstätte überall in die Tat umgesetzt worden ist. In der Notationsdruckerei des »An griffs«, die in einem Nebengebäude untergebracht ist, herrschte gerade Hochbetrieb. Fertig gefalzt verließ die Sonntagsausgabe auf Trans portbändern die Maschinen. Im behaglich eingerichteten Kasino gab Herr Baur noch einen Überblick über die Entwicklung des »Völkischen Beobachters« und des Zentralverlags der NSDAP. Am Sonntag früh brachte der Omnibus die Teilnehmer zum Gelände der Ufa in Neubabelsberg. Dort ist vor wenigen Wochen eine Ausstellung aufgeballt worden, die dem Besucher an Hand von reichem, ausgezeichnetem Anschauungsmaterial einen Überblick über die Filmindustrie und ihre Nebeuzweige geben soll. Herr Dr. Traub erklärte zunächst an einem Relief die Aufteilung des Ufa-Geländes und übernahm dann die Führung durch die Halle. Tafeln hoben die große volkswirtschaftliche Bedeutung des Films hervor. Besonders gut gelungen sind die Anschauungstafeln, die die Umwandlung von Ton in Licht — also zum Tonstreifen — und wieder zurück zur Ton wiedergabe darstellten. Die Entstehung eines Filmes vom Manu skript bis znm vorführungsfertigen Film wird jedem Besucher un vergeßlich in der Erinnerung bleiben. Keusche. Tagung der Gesellschaft der Bibliophilen Die diesjährige Tagung der Gesellschaft der Bibliophilen wird vom 9. bis 11. Mai in Che m n i tz stattfinden und wird von nam haften Dichtern besucht werden. Geplant ist die Uraufführung eines Stückes von Paul Ernst sowie eine Buch- und Graphikausstellung. Filmwerbung Mit dem von Diplom-Volkswirt Alfons Brngger und Or. Kurt Sommerfeld, Referent im Werberat der deutschen Wirtschaft, heraus gegebenen »Jahrbuch für deutsche Filmwerbung 1 93 6« (Berlin: Hände L Spener. 174 S. mit Abb. und Tafeln. Lw. NM 7.50) erscheint zum erstenmal ein Handbuch, das sich sowohl mit der Werbung durch den Film wie für ihn beschäftigt. Es gibt Hin weise für die Planung eines Werbefilms, dessen Entstehen geschildert wird, beschäftigt sich sehr allgemein mit den Möglichkeiten der Film reklame und enthält zu beiden Gebieten einige Bildbeispiele. Ein filmstatistischer Überblick führt zu den Organisationsformen im deut schen Filmwesen, an die sich die maßgebenden gesetzlichen Bestim mungen anschließen. Den Abschluß bildet eine Bibliographie der Schriften und Artikel über den Film aus der letzten Zeit. Das Buch, an dem außer den Herausgebern Fachleute des Film- und Werbewesens mitarbeiteten, stellt eine handliche Vereini gung der wesentlichsten für die Arbeit auf diesem Gebiet erforder liche» Unterlagen dar. G. E. Es ist höchste Zeit .... Bei der B e r n f s g e n v s s e n s ch a f t für den Einzel handel (Berlin NW 7) steht noch eine größere Anzahl der von den versicherten Einzelhandelsunternehmen gemäß § 750 der Neichs- versichernngsordnung einzureichenden Lohnnachweise für die im Jahre 1935 in den Betrieben beschäftigt gewesenen Personen aus. Da die gesetzliche Frist zur Einreichung der Lohnnachweise bereits am 11. Fe bruar 1930 abgelaufen war, wird die Berufsgenossenschaft in wenigen Tagen nach 8 752 der Neichsversicherungsordnung für die Säumigen mit der schätzungsweise» Aufstellung der Lohnnachweise beginnen. Betriebsführer, die ihrer Verpflichtung nicht nachgekommen sind, müssen mit empfindlichen Ordnungsstrafen rechnen. Erfahrungsgemäß bedingt die Schätzung, die unanfechtbar ist. häufig wesentlich höhere Beiträge. Wer also den Lohnnach weis der Berufsgenossenschaft für den Einzel handel bisher noch nicht ein ge reicht hat, hole dies z u r V c r m e i d u n g v o n A r g e r u n d u n n ö t i g e r S ch r e i b - arbeit nunmehr in allerletzter Stunde nach. Es ist sein Vorteil! Lassen sich Farben normen? Nicht nur rein geschmackliche sondern auch praktische Erwägungen sind bei der Entscheidung über die Farbgebung eines Gegenstandes beteiligt. Sehr oft wird es gleichgültig sein, ob ein bestimmter Farb- ion ganz genau iunegehalten wird. In anderen Fällen wird aber gerade darauf ein sehr großer Wert gelegt werden müssen: man denke zum Beispiel an die Einfärbung von Textilien nach Mustern, an Jn- standsetzungsarbeiten, Ergänzungen usw. Bisher war es höchstens mit annähernder Sicherheit möglich, zu entscheiden, wie weit Farb töne übereinstimmten. Streitfragen waren deshalb sehr häufig. Die Unsicherheit in der Bewertung und Messung von Farben rührte da her, daß es bisher keine geeigneten objektiven Verfahren für diese Zwecke gab. Abgesehen davon muß, soll eine Farbbestimmung all gemein gültig sein, die entsprechende Untersuchung an allen Orten nach dem gleichen Verfahren vorgenommen werden, mit anderen Worten: es sind Prüfnormen für diese besondere Aufgabe notwendig. Der Deutsche Normenausschuß, als Zentralstelle aller Verein heitlichungsarbeiten in Deutschland, hat deshalb in Zusammenarbeit mit der Deutschen Lichttechnischen Gesellschaft nunmehr ein Normblatt 1)M 5033 »Bewertung und Messung von Farben« (Beuth-Verlag, Berlin. NM —.75 ausschließlich Versandkosten) herausgegeben, mit welchem zum erstenmal der Versuch unternommen worden ist, solche Prüfnormen für den in Rede stehenden Zweck festzulegen. Unter Zu grundelegung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse sind hier die Voraussetzungen für einheitliche Farbprüfungen gegeben und mögliche Fehlerquellen, die das Ergebnis beeinträchtigen könnten, ausgeschaltet. Allerdings wird nun nicht jedes einzelne Unternehmen in der Lage sein, diese Messungen in der geschilderten Weise vor zunehmen, da dazu Spezialapparaturen und eingehende lichttechnische Kenntnisse notwendig sind. Immerhin ist es jedem lichttechnischen Laboratorium möglich, diese Untersuchungen anzustellen, und damit ist die Vorbedingung dafür geschaffen, daß künftig Hersteller und Ver braucher, Lieferer und Besteller durch Einigung auf die in obigem Normblatt besprochene Regelung den Vorteil einheitlich zur An wendung gelangender Untersuchnngsverfahren sich zunutze machen. Personalnachrichten Am 16. Februar 1886 trat Herr Verlagsdirektor IeanSchmitz in den Kölner Verlag I. P. Bachem ein, dessen ältester Mitarbeiter er ist. Mehrere Jahrzehnte hindurch leitete er den Buchverlag, den er auf Grund seiner ausgezeichneten Fachkenntnisse, seines Ideen reichtums und seiner Tatkraft durch alle Fährnisse des Krieges und der Inflationszeit hindurchsteuerte. Dem altbekannten Bachemschen Jugendschriften- und Roman-Verlag der Vorkriegszeit gehörte seine ganze Liebe. Er ist Mitgründer der Westdeutschen Lehrer-Zeitung und betreute auch die übrigen Zeitschriften des Verlages. Mit einer großen Anzahl rheinischer Schulmänner der älteren Generation eng befreundet, war es selbstverständlich, daß auch die Pflege des Schul buchverlages ihm besondere Freude machte. Bei seinen Mitarbeitern und bei den Inhabern der Firma selbst erfreute er sich wegen seiner gemüt- und humorvollen rheinischen Art, wegen seiner großen Ge wissenhaftigkeit und seines Gerechtigkeitsgefühls großer Wertschätzung und Beliebtheit. Wenn er heute auch von der Tagesarbeit weitgehend entlastet ist und nur noch einen bestimmten Aufgabenkreis betreut, so nimmt er doch am gesamten Verlagsgeschehen unvermindert lebendi gen Anteil. Durch Ratsherrn Reinhard, Direktor des Städt. Kulturamtes, wurde vor kurzem Bibliotheksrat Pg. vr. Hermann Sauter in sein Amt als Leiter der Städtischen Bücherei Münchens einge- ftthrt. vr. Sauter hat seine Ausbildung an der Bayerischen Staats bibliothek erfahren. Dann war er fast anderthalb Jahre in einem großen Münchener Buchverlag tätig. An die Staatsbibliothek zurück- berufen, wurde er im März 1935 mit der Leitung der Staat!. Be ratungsstelle für Volksbüchereien an dieser Bibliothek beauftragt. Am 8. Februar verschied in Leipzig nach langem Krankenlager an einem im Felde zugezogenen Leiden der Buchhändler Paul Neinhold M u tz e, der dem Verlag Oswald Mutze 42 Jahre seine treuen Dienste widmete, im Alter von 58 Jahren. Er war eine echte Buchhändlernatur, ein bescheidener, vielbelesener, lebenserfahrencr Gelehrter und als Kamerad wohlgelitten. Im Weltkriege, an dem er dreieinhalb Jahre teilgenommen hat, war er nach mehreren Mo naten Frontdienst Leiter einer großen Feldbnchhandlung (Monthois, Champagne), die 1918 von den Franzosen in Trümmer geschossen wurde. Verlag Der B ö rse n vc re i n der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. — Anschrist der Cchrinlcitung u. Expedition: Leipzig 0 1. Gerichtsweg 26, Pvstschließ- sach 274/76. — Druck: Ernst Heürich Nachs., Leipzig 6 1. Hospitalstrake iln—13. — DA 8181/1. Davon 6742 d. mit Angebotene und Gesuchte Bücher. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 7 gültig! 164
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