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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 17.01.1931
- Strukturtyp
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- 1931-01-17
- Erscheinungsdatum
- 17.01.1931
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- Deutsch
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X: 14, 17. Januar 1S31. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. d. Dtschn Buchhandel. als in den Zeitungen über die Dollarblicher geschrieben wurde, hatte ein Buchhändler iiber die seinen geschrieben: »Was sind alle An regungen gegen die in einem Dollarbuch, siehe her, hier stehen sie«. Die zehnte Buchwoche des Warenhauses Wanamaker ging mit dem 8. November zu Ende. Mit den beteiligten 24 Verlegern zu sammen wurde die Vortragsfolge festgelegt. Jeder Tag brachte im /eignen Vortragssaal einen bekannten Schriftsteller an das Redner pult, der irgendeine Abteilung des Buchhandels behandelte, so z. B. sprach einer über: Spiele und ihr Schrifttum. — Die vornehme Buch handlung von Kroch in Chicago (Kroch ist geborener Niederländer) hatte einen neuen Rekord zu verzeichnen. Innerhalb einer Viertel stunde erhielt die Buchhandlung den Besuch von sechs bekannten Schriftstellerinnen; dieser Rekord wurde bezeichnet mit: ^ reeorck kor visitinA autkors. Der Geschäftsführer der American Looksollers ^ssoeiatlon gibt einen Bericht über die letzten sechs Monate seit der Versammlung in New Aork. Zunächst teilt er mit, daß die nächste Hauptversamm lung im Mai in Philadelphia stattfinden wird, während die Buch händler des Westens in San Francisco tagen werden. Die Frage der Nestbestände in den Buchhandlungen wurde behandelt, und man bemüht sich, sie nicht in Hände gelangen zu lassen, die dem Buch handel nicht angehören. Eine Antiquar-Abteilung der Vereinigung, die bisher fehlte, ist in der Bildung begriffen. Das gemeinsame Lager einiger Verleger (Oonsolickateck Waredouse) ging in den ersten drei Monaten schlechter als voriges Jahr, dann hob sich der Umsatz und es konnte ein Gewinn von 600 Dollar gebucht werden. Wie die Kettengeschäfte der llniteck OLZar Stores durch ihre 200 Geschäfte jüngst Detektivgeschichten vertrieben, so hat jetzt die Liggett-Gesellschaft, die 1000 Drogengeschäfte besitzt, angefangen, monatlich ein billiges Buch herauszubringen, und zwar hat sie eine ungeschützte Erzählung mit »Sherlock Holmes«-Jnhalt übernommen, die in den ersten drei Tagen einer Woche zu 75 Cents in den 1000 Läden zum Verkauf kam, während sie am vierten Tage zu 49 Cents angeboten wurde. Die Mitte-November-Nummer von kublisksrs' Weekly wird »Karo Look Number« genannt. Unter der Überschrift: »Die ernste Frage von heute« läßt sich ein Aufsatzschreibcr über Fragen des Antiquariats und verwandte Gebiete aus. Das Jahrzehnt nach dem Kriege von 1918 ab wird als »Goldene Zeit der Büchersammler« bezeichnet. Man schwelgte in Seltenheiten aus europäischem öffent lichem oder bisher verborgen gehaltenem Besitz. Eine Handlung hat in diesem Jahrzehnt für 15 bis 20 Millionen Dollar Bücher in die Staaten eingefllhrt. Aber diese schöne Zeit ist vorbei. Die Um lagerung der wertvollen Buchschätze ist eine vollendete, aber auch fertige Tatsache, sie sind dem Handel entzogen und der Handel mußte sich nach anderen Gegenständen für seine sammellustigen Kun den umsehen. Diese fand man in den Erstausgaben. Aber Erst auflagen von Klassikern sind nicht so zahlreich vorhanden und da wurden sie einfach, großzügig wie man ist, neu gemacht. Man er fand die beschränkten Auflagen. Diese wurden so knapp gedruckt, daß sofort jedes Stück des ersten Druckes ein Sammelgegenstand war, von dem die Erwerber sich für später goldene Berge versprachen. Sicher werden sie meistens enttäuscht sein. Doch auch diese Mode der lümiteä Rckitions wird nicht mehr lange anhalten, und um die Sammler in Atem zu halten, empfiehlt man ihnen jetzt, wo Europa nicht mehr viel zu vergeben hat, national zu sammeln, alles was mit der ersten Geschichte Amerikas zu tun hat, sowie Handschriften bekannter Männer. Der Sammeltrieb muß in neue Wege geleitet werden, sagt der Verfasser zum Schluß, man muß nur anbieten, die Sammler sind bereit zu kaufen. Eine Erweiterung des Dollarbuches nennen Rublisksrs' ^Vookl^ das Vorgehen der Verleger Farrar L Ninehart. Sie geben ab Januar eine Bücherreihe heraus, die je 2 Dollar kostet. Sechs Monate danach kommt das gleiche Buch etwas einfacher ausgcstattet zu 1 Dollar heraus, und weitere sechs Monate darauf noch ein facher zu 75 Cents. Die Leute kennen ihre Kundschaft, sie wissen, daß alle drei Arten gute Käufer finden werden, je nach ihrem Geldbeutel, denn der Mann oder die Frau, die es sich leisten kann, will das Buch zuerst lesen und gibt dafür auch 2 Dollar aus. — Nach Umfrage bei 521 Buchhandlungen war der Umsatz im Oktober 8 v. H. geringer als im gleichen Monat des Jahres 1929. Die ersten 10 Monate des Jahres 1930 waren im ganzen 7 v. H. schlechter als die des vorhergehenden Jahres. — Der Jüdische Buch-Club in Chicago, dessen Gründung einem Bedürfnis entgegenkam, begann seine Tätigkeit im Oktober unter Leitung von bekannten jüdischen Männern, darunter Professoren und Rabbinern. Das erste Buch war »Die Mutter« von Schalom Asch, das zweite Buch war von Russell und hieß: »lla^m Solomon anck tdo Revolution«. Der Vorsitzende der internationalen Apfel-Verschisfungsgesell- schaft machte sich volkstümlich durch seine Apfelwoche, veranstaltet zugunsten der Arbeitslosen. Er machte eine Apfelwoche genau zur Zeit der Buchwoche (da es in den Vereinigten Staaten mehr solche Wochen gibt, als der Kokender sie verzeichnet, fallen manchmal zwei Wochen zusammen), und er ließ 6000 Arbeitslose aus Versandlisten Apfel zu je 6 Cents verkaufen. Die Hälfte der Einnahmen war Verdienst und kam den Arbeitslosen zugute. Der Herausgeber von Rublisders' VVoekly sagte dazu: »Wenn das Bücher gewesen wären, und 6000 Leute hätten an allen Ecken Bücher verkauft und wären es auch nur Detektivgcschichten zu 50 Cents gewesen? Wäre das nicht ein Gedanke für Miß Humble?« (diese ist bekanntlich die Vor steherin des Werbewesens der Verlegervereinigung). Sch. Gebauer-Schwetschke Druckerei und Verlag A.-G. in Halle a. S. — Bilanz am 30. Juni 1930. Aktiva. RM Grundstücke und Gebäude 182 600 Abschreibung 3 200 — 179 300 — Maschinenanlagen, Schriften u. Utensilien . . 282 260,— Zugang 56 667,68 338 927,68 Abgang S 188,20 329 741,48 Abschreibung 59 300,48 270 441 — Kaske, Postscheck 1 101 32 Wertpapiere 820 Hypothekentilgung 8 200 Debitoren 135 008 94 Vorräte 46 110 19 640 981 46 Passiva, Aktienkapital 360 000 Reservefonds 28 500 Delkredere 754 93 Hypotheken 94 600 Akzepte 49 455 28 Kreditoren 75 301 08 Gewinn (einschl. Vortrag aus 1928/29 RM 6978,48) . . 32 470 16 640 981 46 Gewinn- und Verlustrechnung am 30. Juni 1930. Soll, RM Generalunkosten, Versicherungen, Zinsen, Steuern und Abgaben 173 726 27 Abschreibungen 62 500 48 Gewinn 32 470 16 268 696 91 Haben. Vortrag aus 1928/29 6 978 48 Betriebsüberschuß 262 718 43 268 696 91 (Deutscher Reichsanzeiger Nr. 296 vom 19. Dezember 1930.) Transmare Verlag A.-G. in Berlin. — Bilanz per 30. Juni 1930. Aktiva. RM § Kasse, Bank, Postscheck 29 612 53 Debitoren 18 034 16 Autoren 217 22 Inventar 3 000 Verlustsaldo 3 000 53 63 864 43 Passiva. Aktienkapital 50 000 Kreditoren 3 864 43 63 864 43 Soll, RM Handlungsunkosten 23 494 17 Gründungskosten 3 084 11 Abschreibung a. Inventar 1 863 50 Haben. 28 431 78 Kommissionen 24 371 56 Zinsen und Skonto 1059 69 Verlustsaldo 3 000 53 28 431 78 (Deutscher Reichsanzeiger Nr. 303 vom 30. Dezember 1930.) 61
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