Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 05.03.1936
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1936-03-05
- Erscheinungsdatum
- 05.03.1936
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19360305
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-193603058
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19360305
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1936
- Monat1936-03
- Tag1936-03-05
- Monat1936-03
- Jahr1936
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
Nummer 55, 5. März 1S86 Jahrgängen ein Beiblatt »Einheimisches«, später »Mitteilungen aus dem Gebiete der Flora und Pomona«, und endlich »Didaskalien« sowie dann und wann »Chalkographische Beilagen« heraus. Zu den ge legentlichen Mitarbeitern der »Abendzeitung« gehörten damals Goethes Freund Joh. Gottlob Quandt, Ernst Moritz Arndt, der »Freischütz«-Komponist Karl Maria von Weber, der Berliner Mode schriftsteller Karl Heun (H. Clauren), mit dem 1825 der junge Wil helm Hauff in seinem Roman »Der Mann im Mond« fürchterlich abrechnete, und die später bekannte Dichterin Agnes Franz. Im Jahre 1807, gerade als die Dresdner »Abendzeitung« eine Unterbrechung erfuhr, trat Cotta in Stuttgart mit seinem »Mor gen b l a t t« auf den Plan, das u. a. Wilhelm Hauff eine Zeitlang leitete, und zu dem 1820 das von vr. Schorn besorgte »Kunstblatt« und die von Müllner herausgegebenen »Literarischen Beilagen« kamen. Seit 1816 kamen in Berlin der »Gesellschafter« von Gubitz, »der Dichter unter den Holzschneidern und der Holzschneider unter den Dichtern«, und Kotzebues »Literarisches Wochen blatt« heraus, das anfänglich 2600 Abnehmer zählte und 1820 in den Brockhausschen Verlag überging, der es als »Literarisches Con- versationsblatt« weiterführte. Was alles der Journallesezirkel vor hundert Jahren sonst noch enthielt? Seit 1819 erschienen die Kölner »Agr i pp in a« und der Stuttgarter »Hesperus«, seit 1821 das Wiener »Conver- s a t i o n s b l a t t«, seit 1823 die Danziger »A e h r e n l e s e«, der Dresdner »Merkur«, die Hamburger »O r i g i n a l i e n«, die Karlsruher »Charis«, die Leipziger »AIlg. Modezeitung«, die Münchener »Eos«, das Weimarer »Journal für Lite ratur, Kunst, Luxus und Mode« und die »Rheinisch e« und die »Dresdner Morgenzeitun g«, seit 1824 die Braun schweiger »M i t t e r n a ch t s z e i t u n g« und Weichselbaumers »Orpheus«, seit 1830 in Altenburg der »Eremit« und die »H e b e«, das Berliner »C o n v e r s a t i o us - u n d K u n st b l a t t«, die Hamburger »T e u f e l s z e i t u n g«, die Leipziger »Schnell post«, die Münchener »Musik-« und »T h e a t e r z e i t u n g« und der »W a n d s b e ck e r Bote«, und daneben noch, mehr oder weniger weit verbreitet, das »A t h e n ä u m« und eine »Europ a«, »Harfe«, »Roswitha« und »Thalia«. Das mar viel auf einmal! Viel zu viel für einen Journallese zirkel, aber der Lesehunger war derzeit groß, das Unterhaltungs bedürfnis allgemein, und das Dampfroß lieh den Gedanken Flügel. Als Ergänzung hierzu bringen wir eine in Nr. 9 von »Der Vertrieb« erschienene Mitteilung, die dieser Zeitschrift von einem Leser zugegangen ist: »Als ich im Jahre 1884 die Leitung des Morgenstern'schen Lese zirkels in Breslau übernahm, konnte ich aus den Katalogen und Ver lagsberichten feststellen, daß die Firma Mittler L Sohn in Berlin schon im Jahre 1806 in Breslau vier Zirkel errichtet hatte. Diese gingen an die Firma Schulze L Co. über, später an die Morgen- stern'sche Buchhandlung. Die Zirkel erhielten auch sehr wertvolle englische, französische und wissenschaftliche Zeitschriften, auch über Medizin, die nach Auszirkulation von der Universitätsbibliothek an gekauft wurden. ,Göttingische gelehrte Anzeigen' wurden sogar von Verlegern zurückgekauft.« Anmeldung von Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Ausland Im Neichsanzeiger Nr. 52 vom 2. März ist folgende Bekannt machung veröffentlicht worden: Gemäß § 3 der Zweiten Verordnung zur Durchführung der Verordnung des Reichspräsidenten über die Anmeldung von Zah lungsverpflichtungen gegenüber dem Ausland vom 30. März 1932 (Neichsgesetzbl. I S. 172) fordern wir hiermit im Benehmen mit dem Neichsmirtschaftsminister die im § 1 der Verordnung genannten Personen, Firmen und Körperschaften auf, ihre am 29. Februar d. I. bestehenden Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Ausland nach den Vorschriften dieser Verordnung bis zum 16. März d. I. bei uns anzumelden. Anmeldepflichtig ist: 1. ohne Rücksicht auf die Höhe der Verpflichtung jeder Schuldner, der von der Anmeldestelle für Auslandschulden unmittelbar durch Zusendung von Vordrucken zur Anmeldung aufgefor dert wird; 2. im übrigen jeder Schuldner, insbesondere auch jeder im Saar land ansässige Schuldner, dessen Gesamtverpflichtungen gegen über dem Ausland im Nennwert oder Gegenwert 5000 NM (in Worten: Fünftausend Reichsmark) oder mehr betragen. Die zur Anmeldung zu verwendenden Vordrucke sind bei uns, Berlin SW 11, Brüderstraße 5/6, oder bei einer Reichsbankanstalt anzufordern. Diejenigen Verpflichteten, die eine Anmeldung nach dem Stand vom 28. Februar v. I. vorgenommen haben, erhalten die Vordrucke unmittelbar von uns zugesandt. Sollte bis zum 5. März d. I. keine Zusendung erfolgt sein, so sind die Vordrucke von der Anmeldestelle unmittelbar (nicht von einer Reichsbankanstalt) anzufordern. Anmeldestelle für Auslandsschulden. Gau Groß-Berlin im Bund Reichsdeutscher Buchhändler Kachschast der Angestellten Am Freitag, dem 6. März, 20 Uhr, veranstaltet die Fichte-Gesell schaft im Meistersaal, Köthener Straße, einen Dichterabend. Börries Freiherr von Münchhausen spricht über »Buch und Kultur« und liest aus eigenen Werken vor. Am Dienstag, dem 10. März, 20.16 Uhr, findet im Musiksaal der DAF., Oberwasserstraße, die wegen Verhinderung des Redners im Februar ausgefallene Monatsversammlung statt. Der stellvertre tende Vorsitzende der Gesellschaft für deutsche Volkskunde vr. plul. Richard Beitl hält einen Lichtbildervortrag über »Volkskunde im nationalsozialistischen Staate«. Am Dienstag, dem 24. März, 20.15 Uhr (ebenfalls in der Ober wasserstraße) spricht vr. Langer vom V.D.A. zu uns über »25 Jahre Kampfdichtung in Österreich«. Volkskunde wird mehr denn je in unserem neuen Staate gepflegt. Auch die Jungbuchhändler dürfen hierbei nicht zurückstehen. Der Vor tragsabend wird uns die Wege dazu weisen. Der »Österreichische Abend« wird uns wiederum zeigen, wieviel wertvolles Gegenwarts- Schrifttum unseres Bruderlandes selbst uns Buchhändlern nicht ge nügend bekannt ist. Ich hoffe, daß zu diesem Abend besonders die Sortimenter recht zahlreich erscheinen werden. An dem Münchhausen-Abend erhalten unsere Mitglieder gegen Vorweis des Kammer-Ausweises L Eintrittskarten für NM —.60. An den übrigen Abenden ist der Eintritt frei! H. I. M. Dichterlesungen der NS-Kulturgemeinde im März Auf Einladung der Ortsverbände der NS.-Kulturgemeinde lesen folgende Dichter aus ihren Werken: Heinrich A n a ck e r am 17. März in B a d N a u h e i m, am 18. März in Butzbach, am 20. März in Bitburg, am 21. März in B e r n c a st e l, am 22. März in Wittlich, am 23. März in Trier, am 24. März in Emmerich. Paul Alverdes am 6. März in Frei bürg i. Br. Josefa Berens-Totenohl am 8. März in H a m m. Hans Friedrich Blunck am 6. März in Naumburg. Georg Grabenhorst am 11. März in Braunschweig. Hanns Iohst um 13. März in B r e s l a u , am 15. März inGera, am 16. März in Zeitz, am 17. März in Mühlhausen i. Thür., am 18. März in Alten bürg, am 19. März in Arnstadt, am 20. März in Ulm, am 21. März in Stutt gart, am 22. März in Darmstadt, am 23. März in Mainz, am 24. März in Wiesbaden, am 25. März in Gießen, am 26. März in Halle a. S. Rudolf Kinau am 19. März in Hannover. Heinrich Lersch am 6. März in Iserlohn, am 11. März in Krefeld. Johannes Linke am 13. März in Göttingen, am 16. März in Wittenberg, am 17. März in B i t t e r f e l d. Ernst Friedrich Löhndorff am 19. März in Magdeburg. Eberhard Wolfgang Möller am 6. März in Recklinghausen. Grigol Robakidse am 24. März in Hamburg. Jakob Schaffner am 30. März in Itzehoe, am 31. März in Hamburg. Karl Hans Strobl am 6. März in Remscheid. Die Verlage werden gut tun, die Buchhandlungen in den be treffenden Städten mit den Werken der lesenden Dichter zu versehen. Berliner Typographische Gesellschaft Am Dienstag, dem 10. März, 20.15 Uhr, findet im Buchdrucker- Haus, Köthener Straße 33, ein von Fritz Schröder gehaltener Vortrag über »Linotype und Selbstkostenberechnung« statt, in dem die aktuelle Frage der Kostenberechnung in Druckereibetrieben be handelt wird. Zu dieser Veranstaltung sind Berufskameraden sowie Gäste herzlich willkommen. Eintritt frei. 211
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder