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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 06.10.1923
- Strukturtyp
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- 1923-10-06
- Erscheinungsdatum
- 06.10.1923
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- Deutsch
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Redaktioneller Teil. V- 234, 6. Oktober 1923. ' schiedentlich den schweizerischen Buchhandel durch zweckdienlich«, zum Teil durch den Vorstand inspirierte Veröffentlichungen unter stützt. Ebenfalls hat sich der Schweizerwoche-Verbcknd in höchst dankenswerter Weise zu verschiedenen Malen in der Öffentlichkeit zum Fürsprecher unserer Berufsinteressen gemacht. In unbedeuten deren politischen oder Fachblättern kamen uns einige Angriffe zu Gesicht. Sie wurden in geeigneter Form widerlegt und riefen zu keiner weitern Polemik. Der Vorstand hat seitens des Schweizerischen Buchhändler vereins den Beitritt zum Verband zur Unterstützung der Feuilleton reform erklärt. Der -Anzeiger für den schweizerischen Buchhandel«, dessen Er scheinen wir uns durch eine in der letzten Generalversammlung be willigte Subvention an den Verlag, Art. Institut Orell Füßli, als ossizielles Publikationsorgan gesichert haben, leistet immerfort gute Dienste. Er ermöglicht eine regelmäßige Orientierung der Mitglie der, was namentlich bei den vielfach notwendigen Abänderungen der Umrechnungsvorschristen usw. von größter Bedeutung ist. Die Meinungsäußerungen über unfern Beruf betreffende wichtige Tages sragen aus dem Schoße unseres Mitgliedcrkreises lassen immer noch zu wünschen übrig. Wir möchten nicht unterlassen, neuerdings auf dieses geeignete Mittel des Meinungsaustausches zu verweisen und namentlich auch alle diejenigen, welche die Faust im Sack zu mache» pflegen, ersuchen, sich recht häufig dieses Mittels zur Aussprache zu bedienen. Sekretariat. Die Arbeit, die im vergangenen Geschäftsjahre dem Vorstände obgelegen hat, war keine geringe. Die Verhältnisse erfordern ein immer häufigeres und vermehrtes Verkehren mit den buchhändlerischen Organisationen des Auslandes, Verlagssirmen usw. Das Sekretariat erledigte zirka 1900 laufende Korresponden zen, abgesehen von einer Großzahl von Gesuchen, Eingaben und Berichten an Behörden und Verbände. Wir freuen uns, auch dies Jahr unserm Herrn Sekretär unfern herzlichen Dank für seine wertvolle Mitarbeit und stet« Dienstbereit schaft auszusprechen. Die neuen Satzungen haben sich anstandslos eingelebt. Die in Paragraph 4 vorgesehenen Stammrollen sind erstellt und im »An zeiger« publiziert worden. Die Stammrolle der Sortimenter zählt 139 Mitglieder, die jenige der Verleger 56. Unser« Verkaufsbestinunungen wutden durch die Generalver sammlung vom 12. Juni 1922 in revidierter Fassung angenommen. Sie stammen also aus neuester Zeit und sind klar und bündig. Trotzdem gibt es Kollegen, die über ihre Gültigkeit im Zweifel zu sein scheinen. Wir weisen besonders auf die Paragraphen 2, 3 und 7 hin, die übrigens seit Jahren zu Recht bestehen. Angebliche Unkenntnis dieser Bestimmungen kann Zuwiderhandelnde nicht vor empfindlicher Strafe schützen. Es kommt immer wieder vor, daß das Publikum sich Bezugs- Vorteile zu verschaffen sucht, indem es angibt, es bekomme da und da Rabatt. Es ist selbstverständlich nicht zulässig, auf solche Ver suche einzugehen. Der einzige noch gestattete Rabatt ist in Para graph 3 genannt. In diesem Punkte muß absolute Solidarität walten und allen Anfängen gewehrt werden. Was die Preisunterbietungen anbelangt, so. wurde in allen dem Vorstande bekannt gewordenen Fällen durch dessen unverzüg liches Einschreiten versucht, unser« Verkaufsbestimmungen durchzu- setzcn. In vielen Fällen genügt« eine Aufklärung oder Mahnung unsererseits; wo aber böser Wille oder Absicht vorlag, auf Kosten der andern sich finanziell« Vorteile zu verschaffen, mußte mit aller Schärfe eingeschritten werden. In sechs Fällen mußte zum Mittel der Sperre gegriffen werden — in drei Fällen leider auch gegen eigene Mitglieder mit gleichzeitigem Ausschluß; wir gedenken bei diesem Anlasse gerne der Unterstützung seitens des Vereins schwei zerischer Verlagsbuchhändler. Verschiedentlich mutzten deutsche Verleger !m Laufe des Jahres auf Ziffer 2 und 3 des Paragraphen 3 der Verkaufsordnung für den Verkehr des deutschen Buchhandels mit dem Publikum aufmerk sam gemacht werden, indem mehrfach versucht wurde, an Schulen, Vereine usw. nach den für Wiederverkäufe! bestehenden Bestimmun gen zu liefern. Im »Anzeiger« ist wiederholt ausgesprochen worden, daß wir nach einer Verbesserung des Verlegerrabatts trachten sollten. Am 8. Dezember haben wir an etwa 279 Verleger ein Schreiben gerich tet, in dem wir auf die Notwendigkeit eines auskömmlichen Ra battes hinwiesen. Wir bezeichnten 357» für wissenschaftlich« und 40A! für belletristische Werke als Minimalrabatte, wozu wir noch die uns durch Abkommen vom 28. April 1921 zugestandenen I5?6 Extrarabatt vom Nettopreise beanspruchen. Wie die im Januar im' »Anzeiger« veröffentlichten Listen zeigen, war unser Appell von Erfolg begleitet. Unser Bestreben muß weiter darauf gerichtet blei ben, bei Verlegern, mit denen wir ansehnliche Umsätze erzielen, günstige Bezugsbedingungen zu erhalten und umgekehrt diejenigen Verleger, die uns entgegenkommen, beim Vertrieb besonders zu berücksichtigen. Gesamtarbeitsvertrag. Noch vor Schluß des Jahres 1922 konnte der Vorstand einer zwischen den Delegierten des S. B.-V. und des Schweizerischen Buchhandlungsgehilsen- und Angestellten-Ver- eins getroffenen Vereinbarung die Genehmigung erteilen. Ein allgemeinerLohnabbau war nicht vorgesehen, es handelte sich lediglich darum, bei Stellenwechsel, bzw. Übertritt in eine neue Gehaltsklasse den Gehalt jeweils auf die Ansätze von 1919 zurück zuführen. Eine Kündigung auf den 31. März 1923 ist unserseits wieder rechtzeitig erfolgt, und di« Generalversammlung wird darüber zu entscheiden haben, ob sie den Vertrag erneuern oder neuerdings in Verhandlungen mit der Gehilfenschaft eintreten will. Wir glauben, daß die Verhältnisse es erfordern, daß vorläufig von Jahr zu Jahr eine denselben entsprechende Regelung vorgenommen wird, weshalb hierseits von der vereinbarten Kündigungsfrist Gebrauch gemacht worden ist. Unser Vereinssortiment kann auf ein günstiges Geschäftsjahr zurückblicken. Wir sprechen auch hier seinem arbeitsfreudigen Leiter und seinem Personal den besten Dank aus. Der Oltener Weihnachtskatalog hat wieder gute Dienste geleistet. Der Katalogkommission sei herzlich gedankt für die aufgewendete Arbeit. Zolltarif. Die Vorarbeiten für den neuen Zolltarif sind nunmehr behördlicherseits bald soweit gediehen, daß die Besprechungen mit den Jnteressentengruppcn in nächster Zeit erwartet werden dürfen. In letzter Zeit ist der Vorstand bei der Eidg. Oberzolldirektion wegen der Verzollung der Kunstwort-Mappen vorstellig geworden. Diese volkstümlichen Veröffentlichungen wurden unter Position 326 -Bilder, ungerahmt- mit 190 Fr. per 100 Kg verzollt, während dies der Art und dem Zwecke dieser Publikationen offensichtlich wider spricht. Durch die gegenüber einer Verzollung nach Position 321 -Bücher- resultierende erhebliche Preiserhöhung wird der Absatz dieser Kunstwart-Mappen erschwert. Mit Zuschrift vom 27. Mürz 1923 hat die Oberzolldirektion mitgeteilt, daß die Kunstwart- Mappen wie Bücher zu verzollen seien. Posttarif. Das neue Postverkehrsgesetz ist noch nicht unter Dach, die definitive Redaktion liegt infolgedessen nicht vor. Wenn auch nicht allen unfern geäußerten Wünschen entsprochen werden wird, so gelang es doch, da und dort eine für den Buchhändler günstige Bestimmung -durchzusetzcn, und wir benutzen diesen Anlaß gerne, um unserem Mitglied« Herrn Nationalrat von Matt an dieser Stelle für seine großen Bemühungen, die er sich als Kommissions mitglied für die Wahrung unserer Interessen gegeben hat, »nsern wärmsten Dank auszusprechen. Am Schluss« meines Berichtes angelangt, bekenne ich, daß mir manches im abgelaufenen Jahre schwere Sorge bereitet hat. Auch der Buchhandel hat sein Teil zu tragen an dem allgemeinen geschäft lichen Tiefstand, und leider bestehen keine Aussichten auf eine rasche Besserung. Ich bin mir Wohl bewußt, nicht alle Dinge so wenden gekonnt zu haben, wie ich es selbst gewünscht hätte. Aber gemessen an den zu überwindenden Widerständen ist die Tätigkeit des Vor standes sicher nicht ohne Erfolg gewesen. In der Frage, die uns am meisten beschäftigte, hat sich das Chaos gelichtet und wir dürfen hoffen, erträglicheren Zuständen entgegenzugehen. Nach wie vor werden wir fest Zusammenhalten und uns jeder Schivächung der Geschäftsmoral widersetzcn müssen. Unsere Organisation legt uns gewisse Fesseln auf, die wir besonders dann lästig empfinden, wenn wir mit Außenstehenden in scharfer Konkurrenz stehen. Das darf
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