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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 07.06.1928
- Strukturtyp
- Ausgabe
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- 1928-06-07
- Erscheinungsdatum
- 07.06.1928
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- Deutsch
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X» 130, 7. Juni 1926. Redaktioneller Teil. Vom Büchermarkt in Luxemburg. — Der »Directcur Le l'Ossice conunercial fixui^ais de Luxembourg« übermittelte einem französi schen Fachblatt einen Bericht, dem einige Punkte entnommen seien. Danach soll sich der luxemburgische Buchhändler darüber beklagen, bei denn Verkauf französischer Bücher nich-t genügend zu verdienen. »Wir brauchten uns nicht hierum zu kümmern«, meint das Fachblatt, »wenn die Luxemburger lediglich aus uns angewiesen wären. Aber unglücklicherweise gibt es hier auch noch Las deutsche Buch, und dazu die Tatsache, daß zwei Drittel Ler Bevölkerung eben deutsch sprechen. Die französischen Verleger aber gewähren Lein Buchhändler in Luxemburg nur einen Rabatt von S3 Prozent, während die große Mehrheit ihrer deutschen Kollegen einen solchen von 40 bis 60 (?) gewährt, im Durchschnitt also 60 Prozent. Gewiß ist das deutsche Buch, wie uns der Direktor des kommerziellen französi schen Amtes schreibt, augenblicklich noch teurer ais Las unsrige, aber ein zu zwanzig Franken verkauftes deutsches Buch wirft dem Verkäufer eiuen Gewinn von zehn Franken ad, während zwei zu zwölf Franken verkaufte französische Bücher nur zusammen acht Fran ken ein bringen. Man wird also verstechen, daß der luxemburgische Buchhändler alles Interesse daran hat, den Verkauf deutscher Bücher zu forcieren, -und dies zuungunsten des französischen Buches, dessen Absatz infolge der deutschen Bemühungen fetzt schon nachläßt.« Als Beispiel für den Zeitschristeumarkt wird dann auf die »Hamburger Illustrierte Zeitung« und im Gegensatz hierzu auf das »Petit Journal Jllusträ« ihingowicfen — »die luxemburgischen Buchhändler tun nach ihrem eigenen Eingeständnis mehr für die deutsche Zeitschrift als für die französische«. Aus den Vereinigten Staaten von Amerika. — Am 27. April wurden in Chicago im modernsten Turmhaus Pittsfield Building die neuen Geschäftsräume der Firma Brcntano ' s eröffnet. Sie umfassen etwa 18 000 Quadratfuß Bodenfläche, der Innenausbau er- solgie in verschiedenartiger Eiche, die in angenehmem Gegensatz zu den Hellen Tönen der Decken und Wände steht. Die Schaufenster bieten alle Neuerungen für vorteilhafte Wirkung des Ausgestellten und zeigten zur Einweihung vorwiegend die Noinanliteratur des Tages und schöne Einbände. Tie Überführung des großen Lagers im Werte von 250 000 F von Wabash Avenue nach Washington Street wurde dank dem tatkräftigen Eingreifen der Mitarbeiterschaft glatt bewäl tigt. Die Eröffnungsfeier vereinigte bei Strcichkonzert zahlreiche Gratulanten aus Buchhandel und Presse in den blumengcschmückten Räumen. Unter ihnen befand sich auch Herr A. Kroch, der einen ähnlichen Lokalwechsel im vergangenen Dezember durchfnhrte. Im Kellergeschoß ist neben technischer Literatur die von Herrn Oswald Brod geleitete Abteilung für ausländische und Kunstbücher vorteilhaft untergebracht. Das American Legion Monthly veranstaltet in Gemeinschaft mit den J-irmen Houghton Misflin Company, Boston, und Allen <L Unwiu, London, ein Preisausschreiben zur Erlangung des besten Romans über den Weltkrieg. Den äußeren Anlaß bietet die zehnjährige Wiederkehr des Wasfcnstillstandstages, der in den ehe maligen Gegncrstaaten mit rauschenden Festlichkeiten begangen zu werden pflegt. Als Preis für den bis 1. Mai 1929 offenen Wett bewerb werden 26 000 8 genannt, außerdem erhält der Verfasser von der amerikanischen und englischen Ausgabe 25 bzw. 10 Prozent Hono rar vom Exemplar und alle Einnahmen aus einer evtl. Verfilmung oder Dramatisierung. Die Staatszugchörigkeit der teilnehmenden Autoren ist gleichgültig, allerdings müssen die Manuskripte in eng lischer Sprache abgefaßt sein. Der Umsang ist auf mindestens 70 000 Worte festgesetzt. Dem Preisrichteramt gehören ein Schriftsteller, zwei Prcssemitglicder, ein Verleger und ein ehemaliger Generalmajor der Bnndesarmee als militärischer Sachverständiger an. Dem New Norkcr Verleger Alfred A. Knopf wurde vom Polnischen Gesandten der.Orden Polonia Ncstituta überreicht in An erkennung für die Veranstaltung englischer Ausgaben polnischer Lite ratur in Amerika. Unter den von ihm herausgegebcnen Übersetzungen befindet sich eine 4bändige Ausgabe von Neymont, Die polnischen Bauern. Petropolis-Verlag Aktiengesellschaft in Berlin. — Die Aktionäre der Gesellschaft werden zur ordentlichen Generalversammlung auf den 21. Juni 1928, nachmittags 4 Uhr, in das Bureau des Notars Justizrat Max Jacobsohn in Charlottenburg, Joachimsthalcr Str. 9, zwecks Beratung und Beschlußfassung über folgende Tagesordnung eingeiaden: 1. Vorlegung der Bilanz nebst Gewinn- und Verlust rechnung für das Jahr 1927. 2. Bericht des Vorstands über das Ergebnis des Geschäftsjahrs 1927. 3. Beschlußfassung über die Ge nehmigung der Jahresbilanz, die Gewinnverteilung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats. (Deutscher Reichsanzeiger Nr. 124 vom 30. Mai 1928.) Der Meißner Uunstverein feiert am 10. Juni sein lOjährigcS Bestehen Lurch einen in der Fürstenschule St. Afra stattfindenden Festaktus. Daran anschließend findet die Eröffnung der Fest-Aus stellung »Chinesische K u n st« im Burglehcn durch Frau Prof, vr. Olga Julia Wegener statt, aus deren Besitz die Ausstellungs gegenstände stammen. Auch das Deutsche Buchmuseum in Leipzig ist mit Leihgaben vertreten. Tie Ausstellung chinesischer Knust umfaßt in ihren Hauptbcständen Gemälde, Webereien, Cho-ssu, Schnallen in Nephrit und Halbedelsteinen fowic Kleinbronzcn, die von Frau Prof, vr. Wegener auf wiederholten Reifen in China während Ler Jahre 1906—1912 gesammelt wurden. ?ersc>nalnaclrrickten. Ehrenpromotionen. — Die Technische Hochschule zu Dresden ver lieh anläßlich der Feier ihres hundertjährigen Bestehens Herrn Ver lagsbuchhändler T h e o d o r S t c i n k o p f f zu Dresden in Aner kennung seiner Verdienste um die Förderung wissenschaftlicher, ins besondere kolloidchemischer Literatur Titel und Würde eines Doktor Ingenieurs ehrenhalber. Herr Verlagsbuchhändler Dr.-Jng. c. h. Julius Springer zu Berlin wurde aus dem gleichen Anlaß zum Ehrensenator er nannt. Eintritt in den Ruhestand. — Am 1. Mai ist Herr Verlags- dircktor Jos. Roth, der 14 Jahre hindurch den Bergstadtverlag in Breslau mit großem Erfolg geleitet hat, in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Damit hat er, 78jährig, von einem Werk Ab schied genommen, das sein Ansehen und seine Bedeutung im wesent lichen feiner nimmermüden Arbeit und seiner umfassenden Sach kenntnis verdankt. Unter seiner Leitung ist der Bergstadtverlag in der verhältnismäßig kurzen Zeit von 14 Jahren zu einer in ganz Deutschland und weit darüber hinaus bekannten und geschätzten VcrlagSanstalt emporgewachsen. Weit über 2 Millionen Bücher sind in dieser Zeit aus dem Bergstadtvcrlag in alle Welt hinausgegangen, gewiß ein erstaunlicher Beweis erfolgreicher Arbeit. Herr Roth wird dem Verlag auch weiterhin mit seinem tiefen Wissen und seiner reichen Erfahrung ratend und helfend zur Seite stehen. Möge ihm noch ein langer, schöner Lebensabend beschieden sein, an dem er die Früchte seiner Arbeit in Gesundheit und Freude genießen kann. 70. Geburtstag. — Der I. Prokurist der Musikalien- und In strumentenhandlung P. I. Tongcr in Köln, Herr Wilhelm Schreiner, begeht am 6. Juni die Feier seines 70. Geburtstages. Er kam 1872 als Lehrling in die obengenannte Firma, der der Jubilar nunmehr ununterbrochen 56 Jahre angehört. Ununterbrochen, im wahrsten >Nnne des Wortes, denn Herr Schreiner chatte das seltene Glück, — mit Ausnahme vom Jahre 1926, in dem er sich einer Operation unterziehen mußte — niemals durch Krankheit hclimge- sucht worden zu fein. Heute noch ist der Jubilar infolge seiner be neidenswerten Rüstigkeit tagaus tagcin morgens der Erste und abends Ler Letzte im Betriebe. Beseelt von Ler Liebe zu seinem Be rufe und ausgezeichnet durch eine seltene Pflichttreue wurde er meh reren Gener-ationen der Gehilfenschaft ein leuchtendes Beispiel der Arbeitsfreudigkeit und des Pflichtbewusstseins. Als Herr Schreiner im Jahre 1922 die seltene Bcrufsscier einer 50jährigen Zugehörig keit zur angestammten Firma begehen konnte, wurde ihm vom Börsen verein in Anerkennung seiner Verdienste das silberne Ehrenzeichen des Buchhandels verliehen. Möge es dem Siebzigjährigen vergönnt sein, noch viele Jahre in heutiger Frische sich des Lebens zu er freuen! u. Gestorben: am 3. Juni im Alter von 65 Jahren Herr Gerhard Kaufs- mann d. A., Inhaber der Evangel. Buchhandlung Gerhard Kausfmann in Breslau. Vor weniger als zwei Jahren, aus Anlaß der 25jährigcn Selb ständigkeit des so plötzlich Verstorbenen, wurde an dieser Stelle sein Lebensbild gezeichnet. Sein sehnlichster Wunsch, das Gotteswort zu lehren, ging nicht in Erfüllung, dafür ist er ein Wegbereiter des e-van- lischen Buches geworden und hat auf diesem Posten mit seltener Aus dauer gewirkt. In Fürstenwaide erlernte er nach Besuch des Gym nasiums den Buchhandel und wurde schon nach kurzer Gchilfenzeit 1885 zur Leitung der Buchhandlung des Evangelischen Schristenver- eins nach Karlsruhe berufen. Ein ähnlicher Ruf erging 1890 an ihn von der Berliner Evangelischen Missionsgefeklschafk zur Errich tung einer Buchhandlung in Berlin, die er 11 Jahre lang mit großem Erfolge^ geführt hat. 1901 erfolgte der Schritt zur Selbständigkeit, indem er die Buchhandlung des Evangelischen Schristenvercstis in 623
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