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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 02.02.1914
- Strukturtyp
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- 1914-02-02
- Erscheinungsdatum
- 02.02.1914
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- Deutsch
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26, 2. Februar 1914. Redaktioneller Teil. BörjcnbüM f. d, Dtschn. Buchhandel. Firma Seelig L Co. ist mit Beginn dieses Jahres in SOjährigem l Besitze von Fredrik Skoglund, der das Geschäft zu einem sehr angesehenen Hause entwickelt hat. Der »Sortimenter« beleuchtet am besten die Entwicklung, indem er eine kurze Statistik über die Paketbeförderung, und zwar wie folgt gibt: 1884 — 230 000 Pakete jährlich, 1887 - 256 000, 1898 ^ 350 000, 1907 - 473 000 und 1911 ^ 507 000. Carl Gehrmau, gelernter Sortimenter, übernahm 1889 einen kleinen Verlag: Bagges Musikhandel und hat das Geschäft, das er schon seit Jahren unter seinem eigene» Namen führt, zu einem der größten »Musikberlage des Nordens« entwickelt. Da die Firma die meisten Vertretungen für deutsche Musikalieu in Schiveden und Finnland hat, so wird der Name Gehrman dem deutsche» Musikverleger gut bekannt sein. Die Gründung eines Verlags, der wegen seiner Eigentüm lichkeit hier genannt sei, erfolgte in Gotenburg, und zwar durch Lehrer. Der Zweck soll sein, Lehr- und Lesebücher zu billigen Preisen, besonders an Volksschulen, liefern zu können. Der Herausgeber der schwedischen Buchhandclszeitung ruft ihnen zu »Schuster, bleib' bei deinem Leisten !«, dem hier zugestimmt werden soll. Eine Buchhandlung, die sich »Aktiebolaget Sortimentarnes Resebokhandel« nennt, wurde iu Stockholm ins Lebe» gerufen. Der Zweck des Vereins soll der Büchervertrieb durch Reisende in ganz Schweden sein. In Norwegen beginnt die iu einer früheren Nummer ge nannte Buchhändlerschule ihre Wirksamkeit in allernächster Zeit. Dank eifrigen Bemühungen des Norwegischen Buchhandlungsge hilfenvereins wurde das Zustandekommen so schnell gesichert. Der Schulplan ist der folgende: Der Unterricht zerfällt in zwei Ab teilungen, eine rein fachliche und eine allgemein kaufmännische. Auswärtigen Schülern wird Vormittagsplatz als Volontär in ver schiedenen Buchhandlungen Chrisiianias verschafft. Nachmittags ist zweistündiger Unterricht iu den Handelsfächern, wo Buchhal tung, Englisch und Deutsch gelehrt werden. Jeden Abend wird ab wechselnd in folgendem Unterricht erteilt: Literaturgeschichte, .Herstellung sBnchbinderei, Druck, Reproduktion usw.) und Buch handelstechnik, worunter die Tätigkeit des Verlegers, Sortimen- lers und Antiquariatsbuchhündlers, Abrechnung, Anwen dung der Kataloge usw. zu verstehen sind. Als Er gänzung hierzu wird eine Reihe Extravorlesungen über Kom missionsgeschäfte, Barsortimente, Bibliothekswesen und Papier kunde gehalten werden, an die sich Besuche von Buchdruckereien, Buchbindereien, Graphischen Anstalten usw. schließen sollen. Der Kursus erstreckt sich über drei Monate und soll vorläufig von nicht mehr als 15 Schülern besucht werden. Für den kaufmännischen Unterricht hat der Schüler 40 Kronen zu entrichten, während die Schule die sachliche Ausbildung sowie 20"i. des Schulgeldes für die Handelsfächer auf ihre Kosten übernimmt. Eiir Komitee für eventuelle Teilnahme an der Bugra hat sich in Christiania gebildet und sich mit dem Ersuchen um Bewilligung voir mindestens 20 000 Kronen an das Kgl. .Handels- und Sozial departement gewandt. Das Gesuch wird von allen norwegischen Fachvereinen unterstützt, und zwar mit der Begründung, daß eine Teilnahme für das Land von besonderem Nutzen wäre. »Speziell möchte das Komitee darauf Hinweisen, daß es ein sehr unglücklicher Umstand sein würde, wenn Norwegen ausbleibt, falls Dänemark teilnimmt. Ein solches Zusammentreffen wird die Auf fassung in Europa und anderen Weltteilen befestigen, daß das norwegische Volk sowohl geistig wie kulturell unter Dänemarks Regie stehe. Dies muß jetzt, wo das l00jährige Jubiläum von Norwegens politischer Scheidung von Dänemark gefeiert wird, vermieden werden.« Auch in Schweden hat sich ein Komitee neu gebildet, das für eine Teilnahme an der Bugra arbeitet. Nach dem entworfene» Plaue soll die schwedische Abteilung als eine große Bibliothek mit den ausgestellten Büchern, Zeitschriften nud graphischen Erzeugnissen iu Fächern sowie Schaukästen geordnet' werden. Als erforderlicher Betrag wird die Summe von 40 000 Kronen aufgestellt, von der einen Teil der Staat bewilligen soll. Spät kommt der Norden — doch wir wollen hoffen, daß er kommt. Stockholm. Alfried T i e tz. Monographien des Buchgewerbes. Heraus- gegeben vom Deutschen Buchgewerbeverein. Leipzig 1913. Kl. - 80. Verlag des Deutschen Buch gewerbevereins. V. Band: Die Buch» r n amentik i m XV. und XVI. Jahr h u u d e r t. Von IN. Hans Wolfs, Leipzig. Deutschland II: Die Baseler und Wittenber ger Buchornamentik. (104 S.) Mit 63 Abbildungen. Geheftet-U 1.50 ord. VIII. Band : Die E n t st e h u n g ein e r S ch r i f t. Von Heinrich Hoffmeister, Frankfurt a. M. (60 S.) Mit 15 Abbildungen. Geheftet.// —.60 ord. IX. Band: Die P a p i e r f a b r i k a t i o n. Von IN-. B r u n o P o s s a n n e r v o n E h r e n t h a l, Vor stand der Papiertechnischen Abteilung des städt. Fried- rich-Polhtechnikums iu Cöthen. (96 S.) Mit 51 Ab bildungen und 7 Beilagen. Geheftet-4k 1.50 ord. Wiederum ist das verdienstvolle Unternehmen, das in schön aus gestatteten und handlichen Banden namentlich den Jüngeren im Buch gewerbe und Buchhandel wertvolle Fachkcuntnisse vermittelt, um drei Bände vermehrt worden. Die Besitzer des IV. Bandes, der de» ersten Teil der deutschen Bnchornamentik speziell der Straßburger, Augsburger und lllincr Offizinen behandelt, werden es mit Freuden begrüßen, daß sie mit Band V, der die BaSler und Wittenberger Bnch ornamentik umfaßt, ein überaus interessantes und lehrreiches Wert in abgeschlossener Form in ihre Fachbücher«.» einstellen können, das ihnen eine Quelle wichtiger Ausschlüsse über die deutsche Buchkunst überhaupt bleiben und ihnen manche Anregung für ihre eigene Arbeit geben wird. 'Band V behandelt zunächst die Basler Bnch ornamentik. Die Gründung der Universität im Jahre 1480, die Wirksamkeit bedeutender Gelehrter, wie Geiler von Kaisersberg, Jo hannes Renchlin und Sebastian Braut, »«achten Basel zu einem Hanpt- sitz der Wissenschaft vom Ende des 15. bis Mitte des 18. Jahrhunderts. Bon da an datiert auch der gewaltige Aufschwung der dortige» Offi zinen. Alan geht wohl nicht fehl, wenn man annimmt, daß i» da maliger Zeit der Antor ans die künstlerische Ausstattung eines Schrift werkes neben dem Drucker einen viel größeren Einfluß ansübte als heute. Wenigstens ««ins; man das annehnien, wenn man sich die Tat sache vergegenwärtigt, daß z. B. Sebastian Braut das größte Geivicht anf die Herstellung der Illustrationen legte, die dem Schriftunkuudigen einen gewisse» Ersatz biete«« sollten. Es kann ja auch gar nicht anders sei««. Dem« nur durch das innige Zusammenwirken von Autor, Künst ler und Drucker konnte jene künstlerische Einheit der Druckwerke alter Zeit erreicht werden, die «vir als vorbildlich für daS neue schöne Buch betrachten müsse». I» Basel können dentlich mehrere Periode» der Entwicklung in der Bnchornamentik des- 15. und 18. Jahrhunderts nnterschieden werden. Als erster Buchkünstler von Bedeutung hat der »Meister der Bergmannschcn Offizin« zu gelten. Später begegne» wir ««eben den Offizinen des Bergmann von Olpe noch denen des Johann Amerbach und Michael Furier, sowie den Meistern 71. 8. und Urs Graf, »m das Jahr 1515 erlebte Basel als Drnckort eine«« «ingeheuren Anfschwnng und «vnrde znm Beherrscher des Büchermarktes. Unter den Drnlkerfirme» rage«« Johann Frobc», Andreas Cratender, Valen tin Cnrio, Ada««« Petri und Thomas Wolfs hervor. Sie alle legten de«« größte«« Wert anf die typographische AnSstattnng ihrer Bücher. Diese Periode, zugleich die Blütezeit der Basler Bnchornamentik, steht unter den« Zeichen Hans H o l b e i n s. Beeinträchtigt «»erden die Leistungen dieser Zeit durch den ans Frankreich übernommenen Mctall- schnitt, der gegenüber dem Holzschnitt nnd dem Kupferstich wesentliche Aachteile anfwies. Neben Hans Holbei» wirke» noch dessen weniger bedenkender Bruder Ambrosius Holbei» »nd als wichtiger Interpret Hans Holbcins der tüchtige Holzschneider Hans Lützelbnrgcr. Die letzte Periode wird durch die Drnckcr Johann Oporin, Peter Perna und Thomas Gnarii« »nd durch die Künstler Johann von Calcar nnd Tobias Stimmer bestimmt. Der zweite, de««« Wittenberger B «« ch o r n a in e >« t gcivid- mele Teil des Buches zeigt dentlich de«« Einfluß Luthers, den dieser anf die Entwicklnng der dortige«« Offizinen anSgeübt hat. Während vor Gründung der Universität nnd vor der Anwesenheit deS Nefor- '«„ators das Dr«,ckwesen in Wittenberg nnr ein kümmerliches Dasein führte, tritt mit einem Schlage durch die Wirksamkeit von Luthers Persönlichkeit nnd die künstlerische Tätigkeit Lneas CranachS eine be deutsame Wendung ein. Das große publizistische Bedürfnis des Re- soimators vcranlaßte Ende 1519 Melchior Lotther d. I., ans der Leip ziger Offizin seines Vaters nach Wittenberg iiberznsicdcln. Bis 1524 druckte er alle Hauptwerke Luthers, darunter die vorzüglichen ersten 159
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