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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 25.05.1914
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1914-05-25
- Erscheinungsdatum
- 25.05.1914
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- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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aK 118. 25. Mar 1914. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. wesen seien, so sei doch die Berechtigung der beleidigenden Ausdrücke durch nichts nachgewiesen. Eine gegen lausend Titel von Büchern und Aufsätzen umfassende Bibliographie der Literatur über Dänemark in englischer Sprache hat die öänisch-amerrkanische Gesell schaft mit llntersiützung von Beamten der Kgl. Bibliothek in Kopenhagen serliggeslellt. Es sind teils Übersetzungen dänischer Autoren, teils Artikel über dänische Geschichte. Natur, Land. Bolk und Kultur. Übersetzt smd z. B. der alte Histo riker Saxo Grammaticus sin kritischen Ausgaben), Holberg, Ewald, Jngemann, Martensen. Dagegen sind Gründling und Sören Kierkegaard den Engländern fast noch unbekannt. Mit der Geschichte Dänemarks, z. B. den Ereignissen von 1801, 1807, der Struensee-Pecivde, 1846, 1804, haben sich die englischsprechenden Nationen gut bekannt machen tonnen. Zn den letzten fünfzig Jahren hat sich bet ihnen das Interesse mehr Dänemarks sozialen und wirtschaftlichen Ver hältnissen, namentlich seiner Landwirtschaft und dem Schul wesen zugewandt. Dänische Kunst, neuere Architektur und dänisches Kunstgewerbe sind in der englischen Literatur weniger bekannt geworden als dänische Belletristik. Nur über Lhorwaldseu liegt sin sehr großer Stofs vor, so daß sich hier die Bibliographie — wie auch bei H. E. Andersen — auf eine Auswahl der wichtigeren Übersetzungen beschränkt. Eine für weitere Kreise bestimmte Auswahl von nor dischen Schriften über die Geschichte des Bücher wesens hat Vilh. Gruudtbig an der Staatsbibliothek in Aarhus zusammengestellt (erweiterter Sonderdruck aus »Log- LLmlluAsblLckot« Vom März l9l4, Aarhus, Staalsbtbltothekel, 1 Kr.). — Eine Sammelstätte für die Geschichte des Buches im Nordeil will die neue Bierleijahrsschrisl »dloräislr Diäslrrikk kör Loll- oell Lrbliok6ll8vä86ir« (Upsala, Almqbist und Wiksell) werden, für die auch in Dänemark eine Redaktion besieht. In einem Aussatz der ersten Nummer »Bibliotheken und Bibliophilie« weist der dänische Obecbibliothekar Lauge auf die Gefahren hin, die den großen LandeSbibtiolheleu drohen, wenn sie jedermann Zutritt gewähren. Aus der idyllischen Zeit, in der die dänische Nattonalbibliothek im Winter als »Wärmstube« benutzt wurde, finden sich Spuren in manchem Romauband. Um dem oorzubeugen, sollte der Staat, meint Lange, Biblio theken, die hauptsächlich dem Unterhaltungsbeüürsuis dienen, unterstützen, also in erster Linie die kommunalen Volks- bibliotheken. Der Hauptschriflleiter, I. Evllijn, bespricht zwei Blatt aus dem »Lrevrariarrr Mcli08i6N86«, einem 1704 gedruckten und berlorengegangenen Werk des ältesten Buch druckers aus Island, des Schweden Jön Matthiasson. Das erste in Dänemark in russischer Sprach «gedruckte Buch ist dieser Tage in Kopenhagen erschienen (Komm.-Verlag von I. Frimodt; 152 S. u. 1 Faksimile, 3 Kr.). Der russische Gesandtschastspfarrer I. Stchetkuuofs veröfjenllicht darin aus Grund von Studien in dänischen Archiven sechzehn Briese der Kaiserin Katharina 11. an die dänische Königiuwitwe Zuliane Marie. Sie handeln Von den nach langer Gefangenschaft teilweise freigelassenen fürstlichen Verwandten des abgesetzten Zaren Ivan VI., die auf Katharinas Veranlassung 178b unter Aufsicht nach Dänemark geschasst wurden, wo sie in Horsens den Rest ihres Lebens Verbrachten. Das mit Bildern, einer französischen Übersetzung und dänischen Erklärungen versehene, vorzüglich ausgestatlete Buch ist geeignet, in Ruß lands Hos- und Adelskreisen Aufmerksamkeit zu erregen. Das erfolgreichste dänische Kochbuch der Gegenwart, das sich bald mit dem Ruf der alten A. M. Mangor messen kann, »Lröllen 96U86U8 LvAöboA« (Gyldendal. 3 Kr., geb. 4.50 Kr.), hat mit der neuen 20. Auflage binnen 13 Jahren die Ziffer von 10b 000 Exemplaren erreicht. Es enthält in der neuen Auflage, ohne daß der Preis erhöht worden wäre, das vorher gesondert erschienene Einmachebuch »Lröllon 38U86U8 LzütsboA« (jetzt in 15 Auflagen von zusammen 72 000 Exemplaren Verbreitet. 1 Kr.). Der Rabatt beträgt freilich nur 25 Prozent und 7/6. Ein rechtes Frühlingsbuch hat der dänische Radiererverein seinen Mitgliedern zugesandtt Steen Steensen Blichers ewig frisches »Naturkonzert«, die Dichtung »Dralltu^lone« (tue Zugvögel) mit Holzschnitten des Vogetmalecs Johannes Larsen in altertümlicher Ausstattung, von Kristian Kongstad gedruckt. Eine siebenbändige Standard-Ausgabe der Schriften Johannes Ewalds, des Begründers und Meisters der däni schen Lyrik (f 1781), herausgegeben von der dänischen Sprachgesellschaft, mit Unterstützung des Carlsbergsonds, durch llr. H. Brix uno Or. V. Kuhr, beginnt in 000 numerierten Exeinplaren zu erscheinen (ca. 40b S. pro Band, Bü. I 6 Kr.; Gesamlpreis 40 Kr. Gyldendal). Im 4. und 5. Bande sollen sämtliche Entwürfe, Kladden und Fragmente nach Ewalds Manuskripten genau wiedergegeben werden, uu 0. und 7. Bande Textkritik, literarhistorischer Kommentar, Bibliographie, Be schreibung der Handschriften mit Faksimiles, Briefsammlung, Ikonographie mit Reproduktionen der Ewald-Bildnisse, Ewald- Wörterbuch, Personen- und Sachregister enthalten sein. Die Werke (Bö. 1 — 3) werden mit Eyoüowieckis und Abildgaards rmpserstichen geschmückt, erstere von den Original-ötupsec- piatten gedruckt, letztere, deren Platten verloren sind, in Licht druck. Dem Verlrrev dient eine Mappe (Nachbildung des alten Einbands und Vorsatzpapiers) mit Plan, Text-, Bilder und Handschristprobe. Der Rabatt beträgt 25^, aus den Einband (Juchten mit Handvergolöung nach Zeich nung von Hans Tegner, pro Bd. 12 Kr. orb.) 15"/o. In neuer Belletristik verspricht sich der Buchhandel guten Absatz von einem Werk des beliebten, nun siebzigjährigen Zacharias Nielsen, »Den ovi^s üiAou« (Das ewige Trachten. 276 S. 4 Kr. Verlag Gyldendal, wie die folgenden, wo nichts anderes bemerkt). Auch nach van Zanten, »Leu Aläck6lö8s Lulle« (Die freudenlose Witwe. 258 S. 3.75 Kr.) werden viele mit Freuden greisen; ist es doch eine Fortsetzung der allein in iDeutschland in 35 000 bzw. 22 000 Exemplaren verbreiteten !zwei Bücher, worin Laurrds Bruun unter seinem bekannten Pseudonym seine Erlebnisse auf der kleinen Südsee-Jnsel Pelli erzählt. Knud Hjvrlö gibt in dem neuen 1912 in Dresden begonnenen Roman »Lru llsrka« (4.50 Kr.) die Geschichte eurer parken, klugen Frau und die Eharaklerzeichnung eines glücklichen Menschen, Niels Peter Jensen, worin er die besten Eigenschaften des dänischen Eharallers, Munterkeit, Sorg losigkeit und Arbeitslust, darzustellen gesucht hat. Der junge Ingenieur Pool Drachmann, dessen Erstlingsroman »Krast« in der Großindustrie Berlins spielte, verlegt in dem neuen »tteuuombrack« (3.50 Kr.) die Handlung nach Norwegen air einen im Dienste der Industrie verwerteten Wasserfall. Eine Bauernerzühluug aus FSland gibt uns Jonas Gud- laugsson mit »Nourea« (148 S. 2.50 Kr.). Ein anderer, ganz junger Isländer, Gudmunöur Kamdan, erscheint mit einem Drama »Lacklla Lackcka« auf dem Plan, das das Kgl. Theater in Kopenhagen schon vor 2 Jahren zur Aufführung annahm, ebenso wie kürzlich ein zweites, ohne bisher weder das eine noch das andere aus die Bühne zu bringen. Erst spät — die wuchtige Größe des Vaters mochte ihn drücken — hat sich nun Vr. Sigurd Ibsen, der bisher nur als Diplo mat und Beobachter sozialer Zustände bekannt war, als Dichter in dem politisch-sozialen Drama »Robert Frank« (235 S. 5 Kr.) versucht, das die norwegische Nationatbühne aufsühren will. — In einem Band »Kritik« (4.50 Kr.) hat Prof. Vilh. Andersen eine Reihe Kritiken und Betrach tungen über dänisch-norwegische Bllhnenllassiker und über Schauspielkunst gesammelt. Zwei kulturhistorische, vom Verein für jütländische Ge schichte herausgegebene Werke erschienen in Kommission bei G. E. C. Gad: 1)r. I. Lindbäl beschreibt die dänischen Franziskanerklösler (316 S. 5 Kr.) und Oberst Madsen »Jüt land im 16. Jahrhundert« (266 S. 4 Kr.). Die neue, gediegen ausgestattete 5. Ausgabe des däni schen Zeitgeuossenlextkons (»Lrall8 Llaa Löss: Dro Dumullt- ualovencke ckaii8llo Narret vA L.viuck6r8 LvvrrsckRöb iucktil 1914.« Kopenhagen, Kraks Forlag. Geb. 8 Kr.) bringt auf 629 Seilen 847
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