Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 15.08.1899
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1899-08-15
- Erscheinungsdatum
- 15.08.1899
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-18990815
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-189908154
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-18990815
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1899
- Monat1899-08
- Tag1899-08-15
- Monat1899-08
- Jahr1899
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
188, 15. August 1899. Nichtamtlicher Teil. — Sprechsaal. 5803 Sekretariat des Münchener Journalisten- und Schriftsteller-Vereins, Max Josephstraße 1/0, mündlich oder schriftlich anzumelden; ebenda wird auch jede weitere Auskunft erteilt. München- Z WiNenschasl. ^ H >> > Die Münchener Schriftsteller-Vereinigung -Orion». — - Neue Bücher, Kataloge rc. für Buchhändler. Deutsclis luriLtsn-AoituvA IV. labr^an^ br8§. von l-adand, 8tsnA- Ikin u. Ltaub. Or. 8". Uorlin 1899. Otto Ui ob mann, Uerlin. No. 12. 8. 241—260 Ivbalt: Leäin^ts 8trakLU886t7.^ m deäin^te 8. 8t«I>8^ä^ ^rivLt- klr. 14. 8. 281—300. kslsrssn, LnsIs^K. 6. keedts- 6rax 1899. Iw 86ld8tv6rla§6 äs8 Vor6in68 juniorer Uuobbänälm- Nockieinas novita,t68. XIII. lalir^. Nr. 8. (Katalog 280.) ^lecki- oinEÜer ^nrei^sr, Iir8A. von ? rLvr kistLoker in l'üdinFSn. 8». 8. 219—248. 898 Nrn. Schonwan dt, D., Die Abschätzung von Sortiments-Gcschästen. Praktische Winke. 2. verbesserte Auflage. 8". 36 S. Berlin IV. 9, .D. Schon wandt. ^ 1.50 ord., ^ 1.— bar. 111. WotiIl6bon'8 (Uonäon IV.0.) montbl^ AULotto ok >wAli8Ü litoruturo, eontainin^ a otri-^iiieä Ii8t ok i)udlieation8 is6U6cl clurinA tllo wontb ok ^ul/ 1899. 8". (16 8.) Vermächtnisse an Kunstwerken. — Die vor kurzem in Paris verstorbene Baronin Charlotte, Witwe des Barons Nathaniel von Rothschild, hat in ihrem Testament die französischen Museen überaus reichlich bedacht. So vermachte sie dem Louvre- Museum das hervorragendste Gemälde ihrer Galerie: -Ua, I^itiors. von Greuze, dessen Wert auf 600000 Francs geschätzt wird und das ein würdiges Pendant zur berühmten -Oruoke 03,8666- von demselben Maler im National - Museum bilden wird. Außerdem erhalten die Sammlungen des Louvre aus dem Nachlasse der Baronin eine prächtige Auswahl von zwölf alten italienischen Malern und eine gleichfalls sehr wertvolle Kollektion von zwanzig Aquarellen von Jaquemart. Das Museum Carnavalet tritt in den Besitz mehrerer wertvollen historischen Portraits, darunter derjenigen der Madame Geoffrin moulins', von Boilly. Dem Cluny-Museum sind aus dem Nach lasse der Baronin zahlreiche alte Leder- und Saffiantaschen, sowie alle Kunstgegenstände aus dem fünfzehnten und sechzehnten Jahr hundert, die die Abtei von Vaux schmückten, zugedacht, während das Nv866 ä68 ^.rt8 äöooratikll eine reiche Sammlung alter Schmuck gegenstände aus dem sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert er halten hat. Das Haus, das alle diese Kunstschätze barg, wird Eigentum des Barons und der Baronin Henri de Rothschild. Verschiedenartige Unterstützungen von Schrift stellern. — Der Halbmonatsschrift -Literarisches Echo- (Berlin, F. Fontane L Co.) entnehmen wir folgendes: -Man hat wiederholt neuerdings öffentliche Geldsammlungen für notleidende Dichter und Schriftsteller eingeleitet. Eine dieser Subskriptionen galt dem mit den reichsten dichterischen Gaben, nicht aber auch mit irdischem Gut gesegneten Detlev von Liliencron: sie ergab den klondykehaften Betrag von rund zweitausend Mark. Eine andere Hilfsaktion galt dem Norweger Knut Hamsun und brachte fünfzehnhundert Mark auf, viel im Vergleich zu der anderen Sammlung und viel angesichts der Thatsache, daß der Verfasser von -Hunger- und -Pan- unserem Herzen doch unendlich viel ferner steht als der Dichter der -Adjutantenritte.. Glücklicher waren zur selben Zeit die Freunde des wetterwcisen Rudolf Falb, die für ihren gelähmten Schutzbefohlenen in recht kurzer Zeit über 80000 aufbrachten, wodurch die übrigens kaum bestrittene Thatsache auch ihre empirische Bestätigung erhielt, daß sich immer noch wesentlich mehr Leute bei uns für das Wetter als für Litteratur interessieren. Jedenfalls bleibt es beschämend und höchst pein lich, wenn für einen Dichter von der Größe Liliencrons derart der Klingelbeutel umgehen muß; peinlich für den Gegenstand dieses Appells an die ^Wohlt^äti^keit.^ beschämend siir^die Krei^ Uamartino- ins Leben, um dem Dichte/, der von dem ihm ver haßten zweiten Kaiserreich keine Unterstützung annehmen wollte, aus der Sorge zu helfen. Für ein Kapital von 450000 Francs erwarb die Gesellschaft das alleinige Verwertungsrccht von Lamartines Werken, wobei jedoch der Dichter selbst und seine Erben noch Anspruch auf Tantiemen behielten. Diese Gesellschaft besteht heute noch. In ihrem Aufsichtsrat sitzt u. a. Francois Coppee. Sie hat in den Jahren 1869 bis 1897, also seit Lamartines Tode, einen Gesamtumsatz von 585893 Bänden zu verzeichnen gehabt; davon entfallen allein 116251 Bände auf die süßliche Erzählung -Graziella-. Solche Erfolge wären ja in unserem Vaterlande der Leihbibliotheken kaum je zu erzielen; aber der Gedanke, einen Dichter zu -gründen- wie ein Fahrradwerk oder ein neues Gasglühlicht, bleibt am Ende immer noch weniger ver letzend als das Ergebnis öffentlicher Pfennigsammeleien.- Händler -Novität- in Graz beging am 5. und 6. August die Feier seines fünfundzwanzigjährrgen Bestehens. Aus diesem Anlässe hat der Ausschuß des Vereins eine Festschrift herausgegeben, die in der k. k. Universitätsbuchdruckerei -Styria- hergestellt und sehr- schön ausgestattet ist. Das mit Grazer Ansichten gezierte Buch enthält einen Rückblick auf die Geschichte des Vereins. Es geht den übrigen Kollegenvereinen erworben hat. Der Verein zählt derzeit einen Ehrenpräsidenten, 4 Ehrenmitglieder, 21 ordentliche und 4 außerordentliche Mitglieder. Pers onalnachrichten. Gestorben: am 10. August, achtundfünfzig Jahre alt, in Burg a/Wuppcr der Buchhändler und Buchdruckereibesitzer Herr Gustav Krüger, seit 1886 Inhaber der Firma Christn. Leonh. Krüger in Dortmund, Verleger der Dortmunder Zeitung, eines vielgelesenen Tageblattes, das zur Zeit im zweiund siebzigsten Jahrgange steht. f Karl von Weizsäcker. — Aus Tübingen kommt die Nachricht von dem am 13. August erfolgten Tode des Kanzlers der dortigen Universität, Professors der protestantischen Theologie, Staatsrats Karl von Weizsäcker, geboren 1822. Er schrieb u. a.: Zur Kritik des Barnabasbriefes (Tübingen 1863) Unter suchungen über die evangelische Geschichte (Gotha 1864) — Das apostolische Zeitalter der christlichen Kirche (Freiburg 1886, 1893) — F. Chr. Baur (Rede) (Freiberg 1892). — Auch brachte er eine Uebersetzung des Neuen Testaments (7. Aufl., Freiburg 1894). Von 1856—1878 war er Mitherausgeber der -Jahrbücher für deutsche Theologie-. (Sprechsaal.) Zum Fall Heymes. (Vgl. Börsenblatt Nr. 157, 173.) Der Reisende P. Heymes ist auf meine Veranlassung fest genommen worden und befindet sich zur Zeit in Untersuchungshaft. Es hat sich herausgestellt, daß er sich in mehreren Fällen durch falsche Vorspiegelungen Unterschriften verschafft hat. Ich bitte die Herren Kollegen, die gleichfalls durch Heymes geschädigt sind, um Mitteilung, ob Sie sich meiner Klage anschließen wollen, und um Einsendung von Belastungsmaterial. Bremen. Conrad Kiehne. 772*
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder