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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 07.10.1919
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1919-10-07
- Erscheinungsdatum
- 07.10.1919
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19191007
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- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-191910079
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1919
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^ 219. 7. Oktober 1919. vermischte Anzeigen. Börsenblatt f, d. Dtschn. Buchhandel. 9766 Vcrlagsreste, Druckplatten usw. kauft bar E. Bartels. B.-Weitzensee. Gesucht werde» in allen Bezirken Deutsch lands und Oesterreichs in Buch- und Papierhandel ein- gesührte Vertreter für zugkräftige und sehr preis werte bchligeMcher. Angebote unter Nr 2906 an die Geschäftsstelle d. Börsenvereins. Urheberrecht Verlagsrecht Sachverständiger: Friedrich Huth, Herausgeber der Z-iischrist „Geistiges Eigentum", — Chailottenburg 4. — Oruckarbeiien „SerAri f.Sewerb«, Hansel n. Beh-rse« tn jeder Ausführung uns Umfang, inSbe- sonder« Maffenauf. lagen für sNotations. druckt, verschieden«« formalen fertigt gut und preiswert an Badenia Karlsruhe Bochdruckeret «Aalvanopl. Anstatt Hnchhtnderai osw. ZtilMiilknvkNkgkr. welche mit einem gewissen Herrn Franz Nees, Bielefeld, Hotel Vereinehous, in Verbindung getreten sind, wollen mir gefälligst hiervon Mitteilung machen. Dolk und Vuck». 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Tel. 1619. übornskmon Lvroitgsmässon < ösdingungsll Zur Erweiterung meiner Leih bibliothek juche zu kaufen: Gebundene oder broschierte Rkmtttendevexemvlare guter RomanenodWerke, deren erstm Ericheinungstermin nicht später wie ISIO zurückliegt. Angebote nebst Preisen erbitte durch direkte Zu sendung. Buchhandlung P. Trittler» Aildbad im Schwarzwald. Anterm I I. September übersandte ich nachstehende Zeilen zur Veröffentlichung dem Börsenblatt; da dieses den Abdruck im „Sprechsaal" auS bestimmten Gründen adlehnt, übergebe ich hiermit meine Zeilen den Lesern deS Börsenblattes als „Offenen Brief". Konstanz, 11. September 1419. Verehrt. Aniversal-Verlag München, Herzogs pitalstr. I Ich habe soeben Ihre und Herrn Lehmanns (Bonn) Aus lastungen im Börsenblatt Nr. >68 gelegen und kann nicht umhin, (gelinde getagt) mein Erstaunen darüber auszudrücken, wie Sie die berechtigten Ausiührungen des Herrn Leh mann mit Ihren „sachlichen Ei tgegn ngen" io scharf wider legen wollen Zum Vornherein und zur Bearündung niemes Standpunktes verwette ich auf meine Artikel im Börsen blatt 1918 Nr. 285. I9l9 Nr. 10 und Nr. 58. Ferner weste ick» vorauf hin, daß ich Idr Buchhändlerrundschreiben sofort nach Empfang zuiücklegie, um auf dasselbe im nach stehenden Sinne zu antwoiten. Inwieweit das Buch „Nächte der Venus" eine Kunftleistung ist, darüber will ich nicht streiten, denn ick bade das Buck nickt gelesen und werde es nicht lesen Die Kritik der Börsen- und Handels- zeitung sagt mir genug. Inwieweit erotische Bücher und be sonders das „erotischeste Buck" jetzt ihre Berechtigung haben, darüber will iw mick nicht auslassen; bemerken will ich dazu, daß ich nicht zu de» prüden Naturen gehöre und den ethisch-», sittlichen und kuliur.llen Wert eines Buckes zu würdigen weiß. L er Hände t es sich aber um einen ganz besonderen Fall. Sie dringen dos Buch m s den Markt in einer Zeit, in der unser tiefgesunkenes Volk tn jeder We se der sittlichen Förderung bedarf, und daß Ihr vie"gerüt>mles Buck IN keiner Weite duz» beitragen kann und wird, sondern das G oen» >l. ist gewiß. Das Buch ist von Ihne» zum Adtatz v e große Maste gedacht, denn Sie sck, eiben an hervoitretender Stelle in Ihrem Rund schreiben: „Dem Sortiment biete ick mit dieser Neuerschei nung ein Buch, welches sich leicht tn Partien verkaufen läßt". Daß sich in einem Sortiment so viele Käufer finde», die auf dem in Frage stehenden Gebiet die« Buch als Kunst werk betrachten und es vom literar scheu und künstlertichen Standpunkte aus beurteilen, daß sich leicht davon Partien absetzen tosten, das, verehrter Aniversal-Berlag, glauben Sie selbst nicht. Sagen wir offen: das Buch in für gewisse menschlricke InNinkke berechnet, jetzt, zu einer Zeit da unser Volk schwer krank danieder liegt, und es ist keine vaterländische Tat, die Sie in t der Herausgabe und An preisung Ihres Verlagswkites vollbracht haben; im Segen teil. Der Börienzeitungskritik r sagt ja selbst: „Ja, ein erotisch gewaqles Buck". Das Wort ..gewagt" trägt doch schon den Stempel des Zweifelhaften, Zweideutigen an sitz. Ob es ein besonderer Ruhm für Sie ist, das „erotischeste" Buck auf den Markt gebracht z» habe», wollen Sie mit sich selbst ausmachen. Daß von Herrn Eichacker künstlerische Werke zurzeit in ca. II20n(1 Exemplaren verkauft sind, ist ein trauriges Zeichen der Z. it. wenn sie sich in den- selben Bahnen bewegen, nne die „Nackte der Venus". Das spricht eine deutliche Sprache und bestätigt erst recht, wenn ich in meinen Bö>senblatlart>keln darauf dinwies, daß der deutsche Buchda- del in vieler Hinsicht mit Schuld trägt am Niedergang des deutschen Volkes. DaS ist des Pudels Kern, und sicher von diesem Stantpunkt au« bekämpft eben Herr Lehmann Ihr Verlagswerk wie auch ich. Lochachtungsvollst gez. Ernst Ackermann.
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