X- 237, 11. Oktober 1S35. Fertige und Künftig erscheinende Bücher. Börl-nbloU s. d. D>Ich» BuchSa»d-I. 4SSS Lengen Gottes Eine Folge von Heiligenleben Mit Bildern von August Braun Großoktav. XX und 402 Seiten. Geh. 4.20 Mark (6yo §); in Leint». 5.40 Mark (700 x) Es ist das Verdienst von Alfons Erb, das menschgeschichtliche Bild der Heiligen so plastisch aus den soziologischen Verhältnissen ihrer Zeit herauszuheben, daß uns ihr Individuelles, ihr „Gesicht" deutlich vor Augen tritt. So sind diese Zeugen Gottes keine in ihren Tugenden erstarrten Säulenheiligen, sondern Gestalten, die das Dunkel ihrer Umwelt mit tapferer Tat oder heiligmäßigem Wirken lichten und als wirkliche Vorbilder körperhaft zu uns sprechen. Darüber aber — und dies ist mit das Wert vollste dieses Buches — ist der Goldgrund des wahren Legendentons nicht vergessen, im Gegenteil: in dem Maße, wie Erb mit starken und feinen Farben diese lebensgesättigte Chronik Zug um Zug malt, erscheint der Glaubensgrund vertieft und neu im Glanz des Irrationalen. „Schon wieder Heiligenlegenden!" hört man heute sagen. Es ist etwas daran, wenn die klischeehafte Abziehbildlegende von früher gemeint ist. Die ist von Erbs „Zeugen Gottes" für alle Zeiten über wunden, denn diese Legenden kehren wieder zum Ursprung menschlicher Bindung und Bedingung zurück; sie stehen nach Auswahl und Stil, aber mehr noch in ihrer konkreten Form, von der Überlieferung ab und führen den Leser über alle betrachtende Erbauung hinweg zum fordernden Bewußtsein des heilig mäßigen Tuns. Keine vrringere als Sigrid ündsel mieilt ln einem größeren Auiiaß über „zeugen Seiles": „Alfons Erb hat sich liebevoll in den Lcgendenstoff vertieft und erzählt reizvoll, mit feinem Gefühl für die wesentlichen religiösen Wahrheiten, welche die Legenden künstlerisch zum Ausdruck bringen. — Es ist natürlich, daß Alfons Erb Platz gefunden hat vor allem für viele Helden und Heldinnen der Kirche, die deutschen Stammes sind. Und es ist wohl der Mühe wert, die Bekanntschaft aller zu machen, zu mal Erb sie in so reizvoller Weise vermittelt. St. Norbert und sein Schüler, der Ritter Gottfried von Kappenberg, der schlichte Laienbruder Konrad von Parzham und der gelehrte Benediktiner Konrad von Konstanz. Bischof und Organisator in der jungen Missionskirche Deutschlands, das gebieterische und machtvolle Genie der hl. Hildegard und der volksliedartige Reiz der Tiroler Magd St. Notburg, das glühende Herz der hl. Elisabeth, der Tiefsinn und die weitumfassende Intelligenz des hl. Albertus Mag nus — alle und alles geben Zeugnis dessen, was Heiligkeit ist. Das Buch ist von August Braun illustriert. Die Bilder, ganz frei von konventioneller Süßigkeit, werden wohl eben darum verschieden beurteilt werden. Ich habe sie sehr gern. Ganz reizend ist zum Beispiel die Zeichnung der hl. Notburg." Zur Werbung steht ein vierseitiger Prospekt zur Verfügung! Lco. / fkr ? > 6 uk 6 IN 6 k ? Is 6 ^ u