215, 14. September 1922. Fertige und Künftig erscheinende Bücher. «ürjenblatt I- d. Dts-Hn. »uchyonde, 1 OOtitt Eduard Reinacher wurde von der Kritik als »wirklich originaler Dichter von echtem Wuchs und Adel« begrüßt. Sein Dichtertum ist so rein und reich, daß es wie die strahlende Verheißung einer neuen Jugend unserer Sprache anmutet. Dev Vauevnzovn Alexia - Christine - Granne - Adrastos Dramatische Dichtungen * Gebunden M240. —, für die Schweiz Fr. 7.— Aus Geschichte, altdeutscher Legende, aus Mythos und innerer Schaukraft entnimmt Reinacher die Stoffe seines neuen Buches. Das schopfcrmästige Walten einer Idee erhebt diese Dichtungen in die reine Luft der hohen Kunst. An ursprünglicher Kraft, an Zartheit und Wildheit, an Wcsensfülle des Ausdrucks ist dem Dichter Reinacher kaum einer der wenigen, die als Mitschaffcnde in Frage kommen, überlegen. Reinachcrs Sprache ist deutsches Sprachgut, alt und neu zugleich; als ein Wurzelschoß aus dem Lutherdeutsch, aus demVolkSadel dcs Wunderhorn ist dieses frischblühcndc Reis entsprungen. Seine Kunst ist durchaus gcniushafr; sie stammt aus Begeisterung und Allgefühl. Früher crsckicn: Me Oochzeil des Todes Erzählungen und Verse Gebunden M 215. — , für die Schweiz Fr. 5.60 Aus den Besprechungen: »Unsere junge Dichtung ist zur Zeit nicht eben reich, sehr selten treffe ich beim Lesen neuer Dichtungen auf jene seelische Grundcinstellung, auf jene innere Disposition und Bereitschaft, die mir Voraus setzung jeder reinen Dichtung scheint. Dieser junge Dichter, Eduard Reinacher, geht seinen Weg mit jener Unbekümmertheit, mit jenem stillen Vorsichhinsingen, das den heutigen Jungen sonst so sehr zu fehlen scheint. Er bläst wie ein Glasbläser seine zarten, traumhaften Gebilde aus sich heraus, aus einer zum Wunder bereiten gläubigen Seele. Zuweilen findet er Bilder, hat er Einfälle, die den Wert von Symbolen haben. Wir bitten um nachhaltige Verwendung für diesen wahrhaft deutschen Dichter, den Wilhelm Schäfer in den »Rheinlanden« mit den Worten einführte: »Hier macht nicht einer die expressionistische Mode mit, hier folgt einer dem Instinkt zur großen Form im tollkühnen Vertrauen. Da ist in der Tat Luther am Werk, da arbeitet seine Sprachkraft in einem jungen Munde, der Großes sagen möchte.« Wir liefern bar mit - Partie »/>o - Einbände der Freiexemplare netto Probc-Eremplare beider Bücher, falls bis zo. September bestellt, gegen bar mit 4.0"/, Preise für die Schweiz von der Außenhandelsnebenstelle gemäß § 7 der Auslandsverkaufsordnung genehmigt Deutsche Verlags-Anstalt * Stuttgart Berlin Leipzig