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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 23.02.1937
- Strukturtyp
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- 1937-02-23
- Erscheinungsdatum
- 23.02.1937
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- Deutsch
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drohende Unkraut siegen zu lassen. Nur auf solcher Grundlage Ist ein Aufbau des Standes und ein Wachsen des Schrifttums überhaupt möglich. Gewiß, man könnte nun den geschilderten Vorgang einfach als eine Zufallserschcinung gültig für Weihnachten 1936 be trachten. Eine solche Betrachtung übersähe jedoch sehr bestimmte, entscheidende Vorbedingungen. Einmal: der Vorgang spielte sich im Zusammenhang mit einer U m s atz a us w e i tun g ab, die um so wesentlicher ist, als ja die vorhergegangenen Jahre seit 1934 eben falls schon Absatzsteigerungen brachten. Weiter: er spielte sich auf einem Weihnachtsbüchermarkt ab, der besonders reich mit beachtlichen neuen Werken beschickt war. Eine vor allem hinsichtlich ihres inneren Wertes außerordentlich große Fülle von Neuerscheinungen lag vor. Es ist also nicht so, daß eine allgemeine Kaufverengung sich aus ältere Werke zurückgezogen hätte, nein, es wurden bedeutend mehr Bücher gekauft als seit einer Reihe vor hergehender Jahre. Und es ist weiter nicht so, daß eben nichts anderes dagewesen wäre als ältere Werke. Es gab neue Käufer, neuen Um satz, neue Werke und trotzdem eine Bevorzugung »älterer«, aber nicht alter Bücher. Schließlich und das ist das Ent scheidende: Diesem Vorgang geht die Arbeit der Schrifttums kammer voraus. Diese Arbeit ist aber nicht abgeschlossen. Sie geht weiter, festigt weiter... auch wenn eine gelegentliche Rückschwankung in der Marktentwicklung einmal vorübergehend wieder eintreten und das Verhältnis der letzten Jahre Herstellen sollte und — da wir gerade als Nationalsozialisten vom Leben und nicht von Vorstel lungen ausgehen — eintreten und Herstellen kann. Man braucht als Beispiel für die Entzündung der neubeobach teten Entwicklung nur auf die im Rahmen der »Buchwoche« alljähr lich stattfindende »Jahresschau des deutschen Schrift tums« hinzuweisen. In diese Jahresschau werden lediglich Er scheinungen ausgenommen, die Ende August schon vorliegen. Was spater herauskommt und würdig ist, kommt in die nächste Jahres schau und bleibt dadurch über den Tag seines Erscheinens lebendig. Das ist zur Beurteilung einer anderen Beobachtung aus dem Weihnachtsbuchmarkt 1938 von Belang. Diese Beobachtung schließt an die eingangs erwähnten Aufforderungen zum buchhändlerischcn Auftrag unmittelbar an. Werke neuer und auch neue Werke be kannter Autoren haben einen auffallend geringen Anteil an dem Gesamtumsatz. Es sind Zahlen genannt worden, nach denen von solchen Werken noch nicht 500 Stück verkauft wurden neben Bei spielen, die höher, zwischen 1500 und 3000 liegen. Diese Zahlen gab es auch früher. Sie fallen nur jetzt in der allgemeinen starken Be lebung mehr auf. Zum Unterschied von früher ist jedoch nunmehr die Aussicht da, daß sich diese Werke ihrem Wert entsprechend durch setzen; daß sie überhaupt Zeit haben, den verdienten Platz sich zu erobern, während sie doch bisher nach zwei oder drei Monaten ein fach tot waren. Freilich beginnt hier ganz richtig eine Luchhändle rische Aufgabe. Wenn das Lager des Buchhändlers wieder in Be wegung gekommen ist und er wieder ruhiger und sicherer und auf längeren Zeitraum hinaus planen kann, dann muß er die Forde rung erfüllen, daß er sich nunmehr diesen neuen Kräften im Schrift tum annimmt und sie entschlossen zum Durchbruch bringt. Er kann das unter solcher Entwicklung und er muß das schon aus der nüch ternen Überlegung, daß er ja diese Werke braucht, um seine zu künftigen Geschäfte machen zu können. Es ist nun — um nicht mißverstanden zu werden, sei es er wähnt — nicht etwa so, daß gar keine Neuerscheinungen verkauft worden wären. Die Auslagen einer ganzen Anzahl neuer Bücher sprechen eine sehr deutliche Sprache. Auf der anderen Seite wird aber nun auch der Schriftsteller sich mit größerem Mute wieder an die sorgfältige Arbeit machen. Er wird sich nicht mehr nur aus den Zufall des Weihnachtstresfers und damit die Spekulation, sondern auf das Vertrauen zum Wert seiner DAF-Jugendwalter, Leiter der Lehrwerkstätten, Berufs- und Fachschulen, Arbeitsschulen der DAF., Schulungskurse. In den ersten Fachbuchauswahllisten ist ein Bestellschein enthalten. Der Betriebsführer, Betriebszellenobmann oder Leiter einer Lehr werkstatt fordert mit diesem Bestellschein die für den Betrieb notwendige Stückzahl Fachbuchauswahllisten an. Einsendung der Bestellabschnitte erfolgt an den zuständigen Landesleiter der Reichsschrifttumskammer. Die bestellten Listen werden dann den Bestellern kostenlos durch den Buchhandel direkt zugestellt. Soweit in Betrieben, Schulen usw. Fachbuchausstellungen stattfinden, wie auch aus den Betriebsversammlungen und Ver anstaltungen sollen die Gefolgschaften immer wieder auf die Bedeutung des Fachbuches hingewiesen werden. gcz. Roddewig, Abteilungsleiter. Oie Unterstützung des veutlcben Oemeindetages Aus einer Bekanntmachung des Deutschen Gemcindetagcs im „Nachrichtendienst": Die Werbung für das deutsche Fachbuch stellt sich in den Dienst der Leistungssteigerung, der Derufserziehung und fach lichen Fortbildung. Sic will damit zugleich dem Arbeitseinsatz und den Zielen des Vierjahresplanes der deutschen Wirtschaft dienen. Der Präsident der Reichsschrifttumskammer bittet die Gemeinden und Gcmeindeverbände, die Werbemaßnahmen auch ihrerseits zu unterstützen, insbesondere auch durch Aushang des vom örtlichen Buchhandel zu liefernden offiziellen Plakates in den Diensträumen, in den Berufs- und Fachschulen, Lehrwerk stätten usw. Sollte die Plakatlieserung nicht ohne weiteres er folgen, so können Plakate bei den Obmännern des deutschen Buchhandels angefordert werden. Auf Grund einer Sichtung der Fachliteratur werden Fachbuchlisten für alle Berufsgruppen als Auswahlverzeichnifse in großer Auflage hergestellt, um den einzelnen Volksgenoffen die für ihr Fachgebiet vorhandenen Bücher nahebringen zu können. Der Besuch der örtlichen Ver anstaltung, der Fachbuchausstellung usw., wird den Beamten, Angestellten und Arbeitern der Gemeinden und Gemeindever bände empfohlen. Die Gemeinden und Gemeindeverbände werden schließlich gebeten, Wünsche wegen Überlastung von Räumlichkeiten für die Zwecke der Fachbuchwerbung nach Mög lichkeit entgegenkommend zu behandeln. * Oie Oberste S?l.-fübruns letzt sieb ein In einer im Verordnungsblatt der Obersten SA.-Führung erschienenen Anordnung heißt cs: Die unterstellten Einheiten werden hiermit angewiesen, die gesamten Werbemaßnahmen der Reichsarbeitsgemeinschaft für Deutsche Duchwerbung zu unterstützen und insbesondere den Aushang des vom örtlichen Buchhandel zu liefernden offi ziellen Plakates in den Diensträumen zuzulaffen. Der Besuch der örtlichen Veranstaltungen, der Fachbuchausstellungen usw. wird den SA.-Führern und -Männern empfohlen. 1«iS Nr. 44 Dienstag, den 23. Februar 1937
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