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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 28.11.1935
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1935-11-28
- Erscheinungsdatum
- 28.11.1935
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- Deutsch
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
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276, 28. November 1935. Redaktioneller Teil. Börsenblatt s. d. Ttschn Buchhandel. Preisen (!) geordlietem Lager usw. sind einfach nicht in der Lage, Vollbuchhändler zn erziehen. In Zukunft wird nichts anderes übrig bleiben, als die Kandidaten ohne Rücksicht ans ihre Lehrfirma und deren Unvollkommenheit zu prüfen und diejenigen immer wieder dnrchfallen zn lassen, die — ans welchem Grund anch immer — eine bestimmte Norm in ihrem Können nicht erreichen. Das ist die ein zige Möglichkeit, unseren Nachwuchs zu säubern, seine Leistungs fähigkeit zu steigern. Dann ist aber auch nötig, um die jungen Leute uicyt ohne Schuld zu schädigen, all den in Betracht kommenden Firmen das Annehmeu buchhändlerischer Lehrlinge zu untersagen. Ich darf hier die Schlußworte unseres Prüfuugsleiters, des Verlegers Hermann Niemcyer, anführen: »Wenn immer Sie einem jungen Menschen zu raten haben, der in den Buchhandel möchte, so sagen Sie ihm: Der erste Schritt in Deinen Beruf ist der ent scheidende! Selten versagt, wer eine ordentliche Lehre gehabt hat: dem aber, der in einer schlechten Firma mit unzulänglichen Einrich tungen lernte, sind fast immer alle Wege vorwärtszukommen ver sperrt.« Es ergibt sich daraus, ich möchte sagen, die Notwendigkeit, ebenso wie die Lehrlingsentlassung die Lehrlingseiustellung zu über wachen, wie das mancherorts im Handwerk längst geschieht; und dabei die Berechtigung der Firmen, die Lehrlinge einstellen wollen, ebensosehr wie den Bildnngsstand oder die Eignung der jungen Menschen zum Buchhändler, die in die Lehre treten wollen. Dann kan» auch nicht Vorkommen, daß ein Lehrling bei der Gehilfen prüfung sich nicht einmal über die Betriebsorgauisation seiner Lehr firma im klaren ist. Das ist ein Mangel an Intelligenz, Umsichtig keit und Aufnahmefähigkeit, dem wir nur die Forderung nach dem Einfühlungsvermögen in jede gegebene Situation entgegenstellen können. In dem Auf- und Ausbau der ständischen Organisation des deutschen Volkes, die noch längst nicht abgeschlossen ist, wird manchem von uns der Zweifel gekommen sein oder die Frage der Unsicherheit, was zuerst zu tun sei und was danach und zu welchem Ziele alles strebe. Eines aber steht fest: Das Prinzip der Leistungssteigerung im Berufsleben bedarf in keinem Falle einer Diskussion. Das wird jeder anerkennen müssen, der selbst leistungsfähig und leistuugs- willig ist. Die anderen aber haben in der Beratung über Bildnngs- fragen kein Recht ans Sitz und Stimme. Herbert Grundmann, Halle, Gaufachschaftsberater. Kameradschaftsabend f. d. gesamten Berliner Buchhandel Als Abschluß der diesjährigen Buchwoche findet am Sonnabend, dem 30. November 1935, ab 20 Uhr, in den Kroll-Festsälen ein Kameradschaftsabend für den Berliner Gesamtbuchhandel statt. Die Kapelle Kermbach spielt zum Tanz. Willi Schaeffers und eine Reihe Berliner Künstler veranstalten ein Kabarett. Die Eintrittskarten sind zum Preise von NM —.50 durch die Vestellanstalt für den Berliner Buchhandel, Berlin W 8, Wilhelm straße 47, oder in der Gaugeschäftsstelle, Berlin W 35, Potsdamer Privat-Straße 121V, abzuholen. Alle Berliner Buchhändler, Betriebsführer und Gefolgschafts mitglieder sind eingeladen und werden erwartet. Der Berliner Buchhandel trifft sich am 30. November 1935 bei Kroll! Devisennachrichten Einfuhr aus Polen und Danzig Auf Grund einer Bekanntmachung der Neichsstelle für Devisen bewirtschaftung vom 13. November 1935, veröffentlicht im Deutschen Neichsanzeiger und Preußischen Staatsanzeiger vom 16. November 1935 Nr. 269, ist außer bei der Einfuhr von Waren aus der Tschecho slowakei, Frankreich und Italien jetzt auch bei der Einfuhr von Waren aus Polen und Danzig dem Zollamt eine Devisen bescheinigung oder eine Unbedenklichkeitsbescheinigung bei der Ab fertigung vorzulegen. Die Bekanntmachung ist am 20. November 1935 in Kraft getreten. Die Anträge auf Erteilung von Devisenbescheinigungen oder Un bedenklichkeitsbescheinigungen sind also in Zukunft auch bei der Ein fuhr aus Danzig und Polen so rechtzeitig einzureichen, daß die Bescheinigungen bei der Zollabfertigung bereits im Besitze des Ein führers sind. Schrifttums-Fachberater in der Reichsschrifttumskammer In Ergänzung der Notiz »Fachberater für Lyriker« in Nr. 274 teilen wir mit, daß der Herr Präsident der Neichsschrifttnmskammer, Hanns Johst, als Fachberater für die Nundfunkschriftsteller den Ministerialreferenten Hans Heinz S a d i l a - M a n t a u, für die Erzähler Friedrich Barthel, für die Bühnenschriftstcller Richard Bars, für die Filmschriftsteller Hans Homberg, für die Über setzer vr. Fiedler, für die Textdichter Hans Martin Crämer und für die Lyriker Wolfgang Brockmeier berufen hat. Gleichzeitig wurden die Fachberater in den Verwaltungsbeirat der Kammer berufen. Fachschaft der Angestellten Ortsgruppe Saarbrücken Als letzte diesjährige Veranstaltung hatte die Fachschaft der Angestellten zu einem I o h a n n e s - K i r s ch w e n g - A b e n d ge laden. Es war eine beglückende Stunde, die unser Heimatdichter einer zahlreichen Zuhörergemeinde bescherte. Gaufachschaftsberater Pfeiffer begrüßte den Dichter und seine Freunde. In einleiten den Worten hob er hervor, daß das Erscheinen Kirschwengs den Abend zu einem Abend der Heimatdichtung stemple, jener Dichtung, die, weit entfernt von der Einschränkung eines bloßen Gelegenheits schrifttums, ihre Stärke aus den lebendigen Kräften des landschaft lichen Geistes schöpfe und die allein berufen sei, den Weg über die Grenzen der Landschaft hinaus auzutreten. Er gab einen kurzen Überblick über die Werke des Dichters, der zu den Stillen im Lande gehöre, zu denen, die unbeirrt ihren Weg gehen! Kirschweng las zuerst einen Abschnitt aus einem im Entstehen begriffenen Werke, das wahrscheinlich den Titel »Das Grabmal« tragen wird und das in Freiburg i. Br. spielt. Die überaus stimmungsvolle kleine Novelle »Ter Nußbaum« las der Dichter sym pathisch in Stimme und Ausdruck. Ein paar feinempfundeue Gedichte beschlossen die Lesung. Als Abschluß überreichte Berufskamerad Pfeiffer drei Kame raden und Kameradinnen, die sich mit ihrer Arbeit anläßlich der Schaufenstergestaltung zur »Woche des Deutschen Buches« ausgezeich net hatten, die Kirschwengsche Novelle »Der Nußbaum« als lobende Anerkennung. vr. B. Deutsche Buchhändler-Lehranstalt Erster K a m e r a d s ch a f t s a b e n d der F a ch s ch a f t. Am Freitag, dem 23. November führte die Fachschaft der Deut schen Buchhändler-Lehranstalt ihren ersten Kameradschaftsabend im neuen Semester durch. Die Studierenden bewiesen durch vollzähliges Erscheinen, daß sie gewillt sind, mehr als eine bloße Zusammen fassung der Schülerschaft zu bilden. Bei gemeinsamem Erleben und gemeinsamer Freude bildet sich unsere Kameradschaft. In diesem Sinne war die Veranstaltung am Freitag ein voller Erfolg. In echter Fröhlichkeit wurde gesungen und vorgetragen. Die Stimmung stieg auf den Höhepunkt, als sich der veranstaltende Kursus in vor züglich getroffenen Bildern, gezeichnet von Kameradin Kehr, vor stellte und sich in heiteren Versen besang. K ö l tz o w. Keine Decknamen für jüdische Künstler In Vereinbarung mit der Geheimen Staatspolizei hat die zu ständige Stelle im Neichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda allen jüdischen Künstlern das Führen von sogenannten Künstlernamen (Pseudonymen) untersagt. Dieses Verbot gilt auch für die im Nahmen des Neichsverbandes der jüdischen Kulturbünde tätigen nichtarischen Personen. Fliegerdichter Dr. Peter Supf auf Vortragsfahrt Der Fliegerdichter vr. Peter Supf unternimmt auf An regung und Veranlassung der Fichte-Gesellschaft Berlin eine Vor tragsfahrt durch Deutschland, die ihn zunächst nach folgenden Orten führen wird: 2. Dez. Großschönau, 3. Dez. Eibau, 4. Dez. Nengers- dorf, 5. Dez. Seifhennersdorf, 6. Dez. Zittau, 10. Dez. Berlin, 11. Dez. Lemgo, 12. Dez. Detmold, 13.-14. Dez. Osnabrück, 16. Dez. Erfurt. — Weitere Auskünfte erteilt die Fichte-Gesellschaft Berlin durch ihren Programmierter vr. Otto Henning, Berlin NW 21, Alt Moabit 86 6. Schrifttumsarbeit — Das November-Heft des „Deutschen Buchhandlungsgehilfen" Das Novemberheft des »Deutschen Buchhandlungsgehilfen« gilt in besonderem Maße der literarischen Weiterbildung des Jung buchhändlers. Karl Thulke eröffnet es mit seiner Ansprache bei der Morgenfeier des Jungbuchhandels in Weimar, über die wir ausführ lich auch im Börsenblatt berichteten. Unter der Überschrift »Kame raden des Spatens« setzt Erich Langenbucher seine zusammenfassende 1019
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