Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 18.06.1936
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1936-06-18
- Erscheinungsdatum
- 18.06.1936
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19360618
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-193606183
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19360618
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1936
- Monat1936-06
- Tag1936-06-18
- Monat1936-06
- Jahr1936
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel Katalog von Büchern, das Buchwesen betreffend, herausgegeben. Den Grundstock der Sammlung bildet die Bibliothek von A. D. Power, die von ihm innerhalb dreißig Jahren gesammelt wurde, und die er 1634 der Lonäon 8ctioo1 ok Lconomics schenkte. Diese schöne Samm lung wurde seinerzeit zu einer Ausstellung benutzt und eine Bitte an Verleger- und Sortimenterkreise brachte manche wertvolle Er gänzung. Die Sammlung, die zuerst vierhundert Nummern zählte, ist inzwischen auf über 2500 Nummern gestiegen und enthält Bücher, Broschüren und Abhandlungen und auch handschriftliches Material, das sich auf die Geschichte, Biographie, Herstellung und Vertrieb des Buches bezieht. Der schön gedruckte Katalog wird für jeden auf diesem Gebiet Arbeitenden ein nützliches Nachschlagewerk sein. Er kann von der obengenannten Stelle (London W. C. 2., Houghton Street, Aldwych) zum Preise von 3/6 bezogen werden. Unter dem Titel »Looks kor Voutü« ist soeben eine Neuausgabe des 1931 unter dem Titel »Looks to rosck« erschienenen Jugend schriftenverzeichnisses herausgekommen. Ein besonderer Ausschuß, der ^ssoeiation ok Lo^s Olrrbs und der dlaUonsl Association ok Oirls Clubs eingesetzt wurde, hat dieses Verzeichnis bearbeitet. Als Haupl- schriftleiter zeichnet W. C. Verwirk Sayevs. Es enthält etwa 5000 Titel von Büchern, die für die Heranwachsende Jugend geeignet sind, und ist besonders für die Hand des Klubleiters, des Lehrers, des Jugend führers und auch die Volksbücherei bestimmt. Man war bestrebt, nur Bücher aufzunehmen, die zur Zeit lieferbar sind. Verschiedene Re gister erleichtern den Gebrauch. Der Katalog erscheint jetzt als offi zielle Veröffentlichung der Library ^ssociotlov. Am 1. Juni ist in London Sir Freöerick Macmillan, Seniorchef des altangesehenen Verlagshauses Macmillan L Company, im 84. Lebensjahr verschieden. Der Verstorbene war zweimal Präsi dent der Lublisbors' Association und Vorstandsmitglied verschiedener buchhändlerischer Wohlfahrtseinrichtungen. Am Zustandekommen des Not Look ^Aroemcnt hat er seinerzeit hervorragenden Anteil gehabt. Im Daily Telegraph widmet ihm Sir John Squire einen Nachruf, den wir auszugsweise wiedergeben: »Es gibt verschiedene alte Ver lagsfirmen in London — wie die Longmans, die Murrays, die Mac- millans, alle in den Händen von Dynastien ... Einige von ihnen sind älter als die Macmillans, aber sicher hat keine von ihnen von Generation zu Generation eine so ununterbrochene Reihe von ge borenen Verlegern, Gelehrten und Freunden der Autoren hervor gebracht wie die Firma Macmillan. In diesem Jahre ist sie schwer betroffen worden: Sir Frederick ist der dritte der Seniormitglieder der Firma, die innerhalb kurzer Frist dahingegangen sind. (George A. Macmillan und Maurice Macmillan sind beide im März dieses Jahres verstorben.) Er war von universellem Wissensdurst und dabei frei von allem Dünkel. Er war schlicht mit schlichten Menschen und konnte mit Dichtern ein Dichter sein. Ein sehr geschäftstüchtiger Ver leger, freute er sich, wenn er bei seinen geschäftlichen Erfolgen in anderer Richtung gelegentlich große, unproduktive Werke heraus bringen konnte. Wollte man ihn jemand, der ihn nicht kannte, kurz beschreiben, so würde man sagen: Er war ein heiterer, gütiger Mensch, der Inbegriff von Ehrenhaftigkeit, der seinen Homer, Shake speare, Pall Mall und eine gute Zigarre liebte.« Frankreich Die Wochenschrift für Buch und Presse »l'oute I'Lckitlon« vom 30. Mai widmet der Jubiläumsfeier des Deutschen Verleger vereins einen längeren Artikel, in dem auch auf die anläßlich dieser Feier veröffentlichte Festschrift eingegangen wird. Es heißt da u. a.: »Dies Werk, dessen Ausstattung bemerkenswert ist und vr. Anne marie Meiner alle Ehre macht, stellt nicht nur ein Dokument der Erinnerung dar... Wir sind der Meinung, daß dies Buch wegen seines dokumentarischen Wertes in jeder Bibliothek der französischen Verleger und Buchhändler seinen Platz finden sollte. Sie könnten aus ihm in der Tat interessante Anregungen schöpfen über die Arbeitsmethoden und die Organisation ihrer Kollegen von jenseits des Rheines.« Italien Das »Oiornale ckella Libreria« vom 30. Mai enthält eine Meldung über den Bericht des italienischen Ministers für Presse- und Propa gandawesen. Dieser Bericht ist ein Rückblick auf die Tätigkeit im ersten Jahr des Bestehens dieses Ministeriums. Es wird darin betont, daß die Arbeiten in diesem Zeitabschnitt noch nicht zu Ende geführt werden konnten, und daß die Überprüfung des Schrifttums auf unerwünschte und bisweilen politisch zersetzende Literatur hin fort gesetzt wird. Als nächste Aufgabe, die dem Ministerium gestellt ist, 550 gilt es, die Stützung und Hebung der Verlegertätigkeit und des Ver lagswesens im allgemeinen zum Besten des italienischen Sprach- und Kulturguts im In- und Ausland durchzusetzen. Endlich macht der Minister in seinem Jahresbericht noch Erwähnung von den seit kurzer Zeit bei den italienischen ausländischen Vertretungen ein gerichteten Propagandaämtern, deren wichtigste Aufgabe ebenfalls die Wahrung der italienischen Belange in bezug auf Presse und Literatur sowie die Überwachung der Verbreitungsmöglichkeiten italienischen Schrifttums im Ausland ist. In diesem Jahr veranstaltet die Bäderverwaltung von Lucca mit Genehmigung der faschistischen Partei zum drittenmal ein Preis ausschreiben für »Dichter des Mussolinischen Zeitalters«. Im August wird die Verteilung eines Preises von 5000 Lire unter Vorsitz des italienischen Presse- und Propagandaministers vorgenommen. In Mailand ist die Lociotä ^.uoulma k'ratslli Locca Lckitori mit einem Kapital von 10 000 Lire gegründet worden. Diese Gesellschaft übernimmt das Vermögen bzw. Guthaben und die Verpflichtungen der Casa Lciitriee Lratelli Locca, Turin, via Carlo Alberto 3, deren alleiniger Inhaber bis zu ihrem Abschluß am 15. Februar 1930 der Commendatore Giuseppe Bocca war. Ende April ist im Palazzo delle Esposizioni in Rom die erste Kolonial-Buchausstellung eröffnet worden. Wir werden in Kürze darüber einen eigenen Bericht veröffentlichen. Das diesjährige, zehnte Buchfest in Nom wurde vom 10. bis 14. Juni auf den »Mercati Traiani« abgehalten. Schweiz Bis 29. Juni findet inBasel in den Räumlichkeiten der Muster meßhäuser eine Graphische Fachausstellung statt, die alle verwandten Gebiete umfaßt und in insgesamt acht Gruppen gegliedert ist. In der Hauptsache kommt das schweizerische Gewerbe zur Geltung, doch trägt die Ausstellung auch internationalen Charakter. Aus den Mitteln der schweizerischen »Schiller-Stiftung« wurden im Jahre 1935 wiederum Preise im Gesamtwert von 22 250 Schweizer Franken verteilt. Von italienischer Seite wird hervorgehoben, daß hierbei insgesamt 1500 Franken an Schriftsteller von Werken in italienischer Sprache verteilt wurden, im besonderen 1000 Franken an den Tessiner Piero Bianconi, Rektor der Universität in Bern für sein Werk über Pascoli, erschienen bei Morcelliana in Brescia. Spanien In Madrid wurde am 25. Mai unter Teilnahme des Minister präsidenten, des Innen- und Unterrichlsministers sowie des Bürger meisters von Madrid die vierte Büchermesse eröffnet. In etwa hundert Bücherständen, die in einer Parkstraße Madrids alle im gleichen Stil und der gleichen Farbe aufgcbaut waren, wurden Werke aus allen Wissensgebieten gezeigt. Die spanischen Autoren und Ver leger, die diese Messe organisiert haben, wollen durch diese Veran staltung der in den letzten Jahren immer schärfer heroortretenden Krise des spanischen Buches begegnen. Jeder Besucher erhielt beim Kauf eines Buches einen Preisnachlaß von zehn v. H. Die »^socmeibn Lspaüola äo LibLotocLs« errichtet in den öffent lichen Parks und Anlagen der größeren Städte Spaniens Lesebüche reien »unter freiem Himmel«. In besonderen Abteilungen dieser Ein richtungen soll der allgemein sich äußernden, starken Nachfrage lese- begieriger Jugendlicher nach geschichtlichen Romanen und technischen Werken, hauptsächlich für Kraftfahrmechanik, Elektro- und Radio- Technik, Rechnung getragen werden. Ungarn Der Landessenat für Literatur und Kunst, der Wirtschaftsvcrein der Schriftsteller und der Landesverein Ungarischer Verleger und Buchhändler veranstalten auch dieses Jahr »Büchertage«. In Budapest und in den größeren Provinzstädten werden etwa tausend Bücherzclte errichtet. In den Theatern und in den großen Lichtspielhäusern werden hervorragende Schriftsteller über die Bedeutung der Büchertage Vor träge halten. In der Provinz werden Buchausstellungen und Festlich keiten die Buchwerbung beleben. Vereinigte Staaten In »Lublisbors' ^Vecklx« wird über den Stand des ameri kanischen Urheberrechtsg-setzcs berichtet. Der Gesetzentwurf kam vor den Ausschuß für Patente, und da Meinungsverschiedenheiten über die Annahme der »vulk^ 8111« auftraten, hat der Vorsitzende Sirovich
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder