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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 07.05.1879
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1879-05-07
- Erscheinungsdatum
- 07.05.1879
- Sprache
- Deutsch
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verein constituirte sich nun sofort, während dies für das Groß sortiment der ersten Generalversammlung der Genossenschafter Vorbehalten werden mußte. In den Vorstand des Vereins wurden gewählt die Herren: Morgenstern-Breslau (Vorsitzender), Knorrn- Waldenburg (Stellvertreter), Reisler - Breslau (Schrift führer), Koebner-Breslau (Stellvertreter), Berendt-Breslau (Schatzmeister), Dülfer-Breslau, Kaiser-Schweidnitz, Thiele- Ratibor und H. Trewendt-Breslau (Beisitzer). Die erste Generalversammlung der Mitglieder des „Schle sischen Vereins-Sortiments" fand bald darauf am 18. April statt; in derselben wurden Statut und Geschäftsinstruction sn 1>Ioa angenommen, woraus man zur Wahl des Geschäftsführers, der beiden Beisitzer im Vorstande und des Aussichtsraths schritt. In den Aussichtsrath wurden gewählt die Herren: Morgenstern (Vorsitzender), Berendt, Dülfer, Reisler (Schriftführer), sämmtlich zu Breslau und Herr Knorrn in Waldenburg; als Beisitzer die Herren Fiedler und Wohwod in Breslau; über die Wahl des Geschäftsführers schweben noch Verhandlungen. Der Provinzialverein zählt bereits 67 Mitglieder und zwar gehören demselben an: *R. Baumann (I. U. Kern's Sort.), *O. Baumgart (A. Gosohorsky's Buchh.), *W. Berendt (Maruschke L Berendt), *C. Dülfer, *A. Fiedler, *E. Franck (Schletter'sche Buchh.), F. Görlich, *J. Hainauer, *B. Hirsch (Trewendt L Gramer), W. Jacobsohn, *A. Kiepert, *W. Koebner, L. Köhler (Hirt'sche Sort.-Buchh.), H. Korn (W. G. Korn), E. Kortüm, *H. Lester (Schletter'sche Buchh.), *O. Maruschke (Maruschke L Berendt), *E. Morgenstern, M. Müller (I. U. Kern's Verlag), *L. Prie- batsch, *11. Putze (Görlich L Coch), *J. Reisler (G. P. Ader holz' Buchh.), *H. Scholtz, *M. Tietzen (Max L Co.), Hans u. Ernst Trewendt (Ed. Trewendt), *M. Wohwod (Trewendt L Granier) in Breslau, ferner A. Äppun in Bunzlau, *M. Cohn in Liegnitz, R. Dzialas (Kaulsuß'sche Buchhandlung) in Liegnitz, *J. Franke in Habelschwerdt, *A. Gemeinhardt in Strehlen, *A. Grüneberger in Oels, *H. Grüttner (W. Clar's Buchh.), in Oppeln, *O. Güntzel (L. Heege) in Schweidnitz, I. Hankel in Freiburg, R. Hinze in Neiße, *R. Hoefer (Kuh'sche Buchh.) in Reichenbach, P. Hoeltsch (Köhler's Buchh.) in Löwenberg, M. Jacob in Wüstegiersdors, *A. Kaiser in Schweidnitz, *G. Knorrn (Meltzer's Buchh.) in Waldenburg, *C. Köppel (Leuckart) in Wohlan, C. Kothe in Leobschütz, R. Kosterlitz in Görlitz, C. Krause in Münsterberg, A. Krummer in Pleß, H. Kuh in Hirschberg, F. Lindner in Ratibor, *A. Matthäi (Zippel's Buchh.) in Lieg nitz, G. Meyer in Gr. Glogau, E. Neugebauer in Grottkau, G. Neumann (Graveur's Buchh.) in Neiße, I. Oppler in Zabrze *H. Pietsch in Ziegenhals, C. Platz in Glatz, O. Praetorius in Creuzburg, I. Priebatsch in Ostrowo, *H. Reidt in Walden burg, E. Reiner in Görlitz, E. Rotter in Ob. Glogau, F. Thiele in Ratibor, PH. Tschörner in Striegau, *J. Wartenberg in Medzibor, F. Weigmann in Schweidnitz, *E. Ziehlke (Sowade) in Pleß, *H. Ziehlke in Guhrau. Die mit * bezcichneten sind bis jetzt dem Vereins- Sortimente beigetretcn, weitere Beitrittserklärungen stehen in sicherer Aussicht. So ist denn in Schlesien, Dank dem allseitigen Entgegen kommen, das schwierige Werk einer engeren Verbindung zwischen den College» gelungen; mögen beide Vereinigungen, welche von einem selten freundschaftlichen Verhältnisse der schlesischen Buch händler unter einander laut Zeugniß ablegen, recht segensreichen Erfolg für den Buchhandel unserer Provinz haben I Breslau, Ende April 1879. Rekapitulationen vor der Jubilate-Messe. iSchluß auS Nr. 102.) Ziehen wir aus dem Gesagten das Facit, so ergibt sich: 1. Der Verleger ist genöthigt, eine große Auflage zu machen, um dem Kleinsortimenter das Material zu seiner Thitig- keit zu liefern: 1. Preiserhöhung. 2. Er ist genöthigt, dem Kleinsortimenter einen bedeutenden Rabatt zu machen, damit er am Ende für alle seine Mühe und seine Kosten einen Lohn findet: 2. Preiserhöhung. 3. Der Artikel wird auf diese Weise ganz bedeutend über den Normalpreis hinaufgeschraubt. 4. Der Kleinsortimenter wird sich bald genöthigt sehen, seine Arbeit einzustellen, da das Großsortiment die Früchte der selben einheimst. 5. Der Verleger wird sich gestehen müssen, daß es schnöder Undank ist, den Kleinsortimenter arbeiten und den Großsorti menter ernten zu lasten. 6. Das Bekanntwerden der Novitäten nimmt ab, weil das Publicum nicht mehr Einsicht erhält; der Verkauf derselben nimmt ab, weil es auf bloße Kataloge hin weniger kauft, indem der Reiz der Anschauung fehlt. 7. Der Verleger wird cinsehen müssen, daß die Conseguenz des jetzigen Verfahrens unabweislich zu einer Centralisation des Buchhandels in Leipzig und einigen großen Städten führt und den Ruin unserer Kleinsortimenter unvermeidlich macht. Wir kommen zu französischen, englischen, italienischen Zuständen, welche kaufmännisch betrachtet vernünftiger als die unsrigen sind, denen indessen nicht zur Hälfte die cultursördernde Kraft inne wohnt, die unser deutscher Buchhandel bewiesen hat. Man ver gleiche die Zahlen der Lesenden und Nichtlesenden in den drei Ländern mit denjenigen Deutschlands und der Schweiz! Ein ganz ansehnlicher Theil dieses Resultats darf der treibenden Kraft unseres Buchhandels zugeschrieben werden. 8. Der Verleger wird sich gestehen müssen, daß unter allen Betriebsarten die Thätigkeit des Kleinsortimcnters die wirkungs vollste ist, weil sie dem Käufer die Möglichkeit an die Hand gibt, die Waare, die er kauft, vorher zu prüfen. Anzeigen, Recen- sionen, Prospecte enthalten heutzutage selten genügende Auskunft, um den Käufer gegen Mißgriffe sicher zu stellen, und kosten sehr viel. So lange der Autor eines Werkes nicht eine Autorität geworden ist, die nur genannt zu sein braucht, um Vertrauen zu erwecken, bedarf es einer sehr lebhaften Ankündigung, um ein neues Werk bekannt zu machen. 9. Der Kleinsortimenter bleibt eine Nothwendigkeit für alle Fälle, wo eine Auswahl der Bücher selbst geschehen soll. Kataloge leisten diesen Dienst nur für anerkannte Werke, nicht für Neuigkeiten und für Bücher, wo der Käufer nach eigenem Urtheil wählen will. 10. Der Verleger wird zugestehen müssen, daß, wenn dem Kleinsortimenter der Großsortimcnter nicht gcgenüberstcht, die Lebensfähigkeit seiner Artikel nicht wesentlich leiden wird; daß er in den meisten Fällen fast keinen Ausfall am Absatz ver spüren wird. 11. Er wird folglich einsehen müssen, daß es in seinem Interesse ist, den Kleinsortimenter zu erhalten. 12. Die Existenzberechtigung des Großsortimenters liegt nur in den bestehenden Verhältnissen. Kein Gcsetzesparagraph ver biete! ihm deren Ausbeutung. Eine innere Nothwendigkeit für seine Existenz liegt indessen nicht vor. Warum sollen 50 ernten, was 3000 gesäet haben? Wenn Großsortimentcr aushören müssen, ihr Raubsystem weiter zu treiben, so sind sie damit nicht tiefer I herabgedrllckt, als auf den Boden, auf welchem jeder andere
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