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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 06.08.1936
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1936-08-06
- Erscheinungsdatum
- 06.08.1936
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- Deutsch
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sodaß der Betrieb bis spät in die Nacht aufrechterhalten werden konnte. Täglich wurden von auserwählten Kapellen Konzerte gegeben. Ein besonderer Bücherkatalog ist aus Anlaß der Büchermesse heraus gegeben worden, in dem Werke aller an der Veranstaltung beteiligter Verlagsunternehmen verzeichnet sind. Der Katalog enthält Angaben über etwa fünftausend in z-wanzig Gruppen eingeteilte und alpha betisch geordnete Bücher. Ein Verzeichnis der an der Messe beteiligten Buchhandlungen, Verlagshäuser uud öffentlichen Unternehmen, wie Büchereien usw., weist 37 Namen auf. Besondere Förderung erhielt der Besuch von Schulkindern und Studenten; so haben nach dem ausführlichen Bericht der »Vibliossrakia« die Schüler und Schülerinnen von mehr als hundert Schulen und Untcrrichtshäusern in Begleitung ihrer Lehrer die Ausstellung besucht. Der 28. Mai war der Festtag für das Kind schlechthin, an dem Antonio Nobles seinen jugendlichen Zuhörern aus seinen Schriften erzählte. Auch weitere, besondere Ver anstaltungen an anderen Tagen brachten hohe Besucherzahlen. Ver schiedene Vereinigungen und Unterrichtshäuser veranstalteten zu gleicher Zeit Festlichkeiten, die sich in den Nahmen der Buchausstelluug fügten und deren Zweck unterstützten. Die Bibliografia gibt die genauen Zahlen des an den einzelnen Tagen der Ausstellung selbst durch den Verkauf von Büchern erzielten Umsatzes, der in den zehn Tagen der Dauer dieser Buchmesse den Betrag von IM 666.05 Peseten erreicht hat. Ebenso wie die Umsatz- zahlcn spricht für die Volkstümlichkeit dieser Veranstaltung die Teil nahme der Tagespresse, in der bis in die »Witzecke« hinein Zeichnungen und Anspielungen aus die Buchausstellung gedrungen sind. Die»kid1io- xrakia« bringt Nachbildungen humoristischer Zeichnungen mit ent sprechendem Text aus sechs verschiedenen Zeitungen. Auf Anregung der Madrider Buchhändler ist von der amtlichen Buch-Kammer (Oämara okioial äel vibro) ein Preis für das beste literarische Erzeugnis des Jahres 1035 ausgeschrieben worden. Um dem Preisausschreiben auch äußerlich den Charakter des Wettbewerbs guter Schriften zu geben, wird dem Preis die Bezeichnung »promio ckel Via clo Eorvantss« verliehen. Ferner besteht die Absicht, einen weiteren Preis auszuschreiben, der der besten Schaufensterwerbung für das mit dem »Preis des Tages von Cervantes« ausgezeichnete Werk zugesprochen r ed. Vereinigte Staaten Auf der Versammlung der amerikanischen Buchhändler im Mai sprach E. Murray von Brentanos vom Zweiggeschäft Washington über Werbung. Dabei führte er aus, daß Zeitungswerbung nicht dafiir geeignet sei, für eine größere Anzahl von Büchern zu werben. Ein Versuch mit einem einzelnen Buch schlug ebenfalls fehl, sodaß er sich entschlossen habe, zur Weihnachtszeit einfach durch Anzeige in den Zeitungen das Publikum zum Besuch des Ladens aufzufordern. Direkte Werbung mittels Karte oder Brief hat, wenn richtig ausge zogen, den besten Erfolg. Natürlich eignet sich nicht jedes Buch für diese kostspielige Werbung. Viele Buchhändler versenden monatliche Listen und oft kommen an einen Kunden von verschiedenen Seiten dieselben Listen. Der größte Erfolg ist dann zu verzeichnen, wenn billige Neudrucke guter bekannter Bücher oder Restposten zu niedrigem Preis angeboren werden. Der Preis spielt jedenfalls eine große Die National Ouilck ok vook Ksvie^vei-Z hat nach vubliskerZ' VVeekly neue Werbcplakale au Buchhändler in über 300 Städten versandt (s. auch Nr. 130). Diese Plakate enthalten drei Buchbesprechun gen von ortsbekannten Persönlichkeiten. Der erste Versuch hat gute Aufnahme gefunden. Zeitungen in allen Teilen des Landes brachten Berichte über den Plan, uud Uber 00°/» der Buchhändler haben der Guild gemeldet, daß der Plan den Bücherverkauf gefördert hat, uud mau hofft, daß nach einigen Monaten noch bessere Erfolge erzielt werden. Im Franklin-Institut in Philadelphia fand einx internationale Ausstellung von alten und neuen Schulbüchern statt. Die Ausstellung erfolgte nach Fachgruppen, und der Teil, der die fremdsprachigen und modernen Schulbücher enthielt, zeigte Bücher aus 33 verschiedenen Ländern. Ein neuer Weg der Zusammenarbeit zwischen Bibliotheken und Buchhandel wurde in Amerika beschritten. Im vubliskers' VVeekIy vom 20. Juni wird über eine Reihe von Zusammenkünften von New Aorker Bibliothekaren und Verkegern berichtet. Der Gedanke dieser zwanglosen Aussprachen ging von einer Gruppe der vibraries Hs-soeiaUon aus, und man erhofft ein für beide-Teile, den Her steller und den Verbraucher, vorteilhaftes Ergebnis. Bei der ersten Zusammenkunft sprach der Werbeleiter eines großen Verlages über die Auswahl von Manuskripten. Auch die zweite Versammlung bei Harper L Brothers beschäftigte sich mit dem Problem der Auswahl der besten Autoren. Im März folgten die Bibliothekare einer Ein ladung der kloOi-a^v-vill voolr Eompan^, wo besonders die techni schen Bücher dieser Firma besprochen wurden. Im April wurden die Firma Farrer L Ninehart und die vuiteä vniversity vresses besucht. Reichsjustizminister fördert Verbreitung nationalsozialistischen Schrifttums Der Neichsjustizminister hat Anordnungen über die Ausstattung der Justizbüchereien mit nationalsozialistischem Schrifttum erlassen. Der Verpflichtung zur Hingabe an das große Werk des Führers und Reichskanzlers könnten die Angehörigen der Justizverwaltung um so besser gerecht werden, je tiefer sie in das Gedankengut der den Staat tragenden Bewegung eindringen. Den Erfolg verbürge nur die uner müdliche Arbeit des einzelnen an sich selbst. Aber die Justizverwaltung könne diese Arbeit fördern, indem sie ihren Angehörigen den Zugang zu dem reichen nationalsozialistischen Schrifttum noch wirksamer als bisher erschließe. Nach den Anordnungen des Ministers sollen durch einmalige Zuteilung eines größeren Betrages den Justizbehörden der Oberlandesgerichtsbczirke größere Anschaffungen ermöglicht werden. Darüber hinaus soll geklärt werden, wie auch den Angebörigen der kleinen Behörden diese Werke zugänglich gemacht werden können. Der Minister empfiehlt, eine oder mehrere Büchereien in jedem Land gerichtsbezirk zu bestimmen, denen der größte Teil der Sondermittcl zugewicsen wird und deren Aufgabe es ist, auch den anderen Behörden ihres Bezirks im Wege des Leihverkehrs die Benutzung der Bestände zu ermöglichen. Personalnachrichten Herr Ministerialrat vr. H. Schmidt-Leonhardt, juristischer Gejchäflsführer der Reichskulturkammcr, feiert am 6. August seinen fünfzigsten Geburtstag. Nach dem Besuch der Thomasschule in Leipzig (bis 1005) studierte er in Leipzig und Tübingen Rechtswissenschaft. Darauf war Herr vr. Schmidt-Leonhardt als Referendar in Leipzig tätig, wurde 1016 Negierungsassessor, kam 1010 als Regierungs amtmann in das sächsische Wirtschaftsministerium, wurde 1020 Negie rungsrat, trat als solcher 1024 in das sächsische Ministerium des Innern und 1025 zur sächsischen Gesandtschaft in Berlin über. 1026 kam er als Oberregierungsrat in das Preußische Ministerium des Innern und mar dort bis 1033 tätig. Am 31. März 1033 wurde Herr vr. Schmidt-Leonhardt in das neugegrüudete Ncichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda zur Leitung der Abteilung I E Recht berufen und Ende Juli 1633 Ministerialrat in diesem Neichs- ministerium. Als solcher hat er vor allein die gesamte Kulturgesetz gebung des nationalsozialistischen Staates entworfen, also das Neichs- kulturkammergesetz und die Durchführungsverordnungen, das Schrift- leitcrgesetz und so fort. Nach Gründung der Neichskulturkammer wurde er deren juristischer Geschäftsführer, behielt jedoch gleichzeitig als Ministerialrat die Leitung der Abteilung I E des Ministeriums bei. Am 15. November 1935 wurde er unter Ernennung zum Neichs- kulturwalter in den Neichskultursenat berufen. Neben seiner äußerst umfangreichen Tätigkeit als Leiter der Rechtabteilungen des Neichs- ministeriums für Volksaufkläruug und Propaganda und der Neichs kulturkammer hält Herr vr. Schmidt-Leonhardt an der Universität Berlin Vorlesungen über das neue Kulturrecht und das Presserecht, denen er die juristische Form maßgebend gegeben hat. Am 5. August konnte Herr W i l h e l m H o f m a n n, der Gründer der Buchhandlung gleichen Namens in Ludwigshafeu a. Nh. in voller geistiger und körperlicher Frische seinen achtzigsten Ge burtstag feiern. In seiner Geburtsstadl Auerbach i. V. hatte er den Buchhandel erlernt und war daun als Gehilfe auf seinen Wander- jabrcn über Breslau, Kttstrin, Halberstadt bis nach Kiew und Moskau gekommen. 1880 machte er sich in Ludwigshafeu selbständig. Seinen Sohn, der seil 1920 bei ihm tätig ist, nahm er 1027 als Teilhaber auf. Noch heute nimmt Herr Hofmann täglich regen Anteil an den Vorgängen in seinem Geschäft und auf dem Büchermarkt. fach Druck. Ernst HeLrich Nachs., Leipzig ^'gH^Pttal^ 8^gült1g'0^H' ""t dlngctwrcnc und Ocsuchlc Bücher. 692
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