88, 13. April 1922. Sonstig erscheinende Bücher. »»y-ndlaU >. d. Dtschn. «ucht-ub-I. 4383 Larl Ludwig Schleich, Besonnte Vergangenheit MMMMMMMNM>MIMMMM»NMIM>MMMIMM>M>MMMMlMMMM>MM>MMMMM»N»MNM»M,MM,MMMMMM„N>MN,I „Deutsche Allgemeine Zeitung" (Hugo Bieber): Das Buch ist ei» wertvoller und interessanter Beitrag zur Geschichte der letzten vier Jahrzehnte, äußerst lebendig in der Darstellung der Umwelt, aus der Schleich stammt, der Menschen, denen er begegnet ist, der temperamentvolle, cindrucksstarkc Lebensbcricht einer naturhaften Persönlichkeit, die allen ihren Äußerungen ihr eigentümliches Gepräge, Frische, Geradheit, urwüchsigen Humor, hingebefreudigc, streitbare Begeisterung mitteilt. Die starke Anziehungskraft, die Schleich auf viele bedeutende Zeitgenossen ausgeübt hat, eignet auch seiner Selbstdarstellung. „Hannoverscher Anzeiger" (Hermann Kienzl): Das beste von Schleichs Büchern sind doch die Lcbenserinnerungen, weil cs am meisten von seinem Eigendasein, das sich niemals wiederholen wird, aufbewahrt. Das Buch spiegelt den geistigen Inhalt einer Epoche. Es macht manche intime Aufschlüsse über den großen Robert Virchow und noch viel Wescnhafteres über August Strindberg, dessen Knappe Schleich in seinen Berliner Tagen gewesen, dessen Freund er, der mit Temperament und Weltgefühl gegensätzlich Eingestellte über den Tod hinaus geblieben ist. Der Mcmoirenschreiber denkt der Anderen und in erlebter Wirklichkeit zaubert er uns die Gestalten des Strindbcrgschen Kreises aus dem Orkus ... In Carl Ludwig Schleich waren Dionysisches und Apollinisches merkwürdig verbunden. Wenn man streiten sollte, ob er, der Entdecker der Anästhesie, als Mediziner oder als Philosoph und Dichter am bedeutendsten war, so möchte ich antworten: als Musiker, denn, ob ihn auch schwerlich seine Kompositionen überleben werden, so hatte er doch, was letzte Weihe gibt, Musik in sich selbst. „Hochland", München: ... Mit sechzig Jahren schaut er rückwärts, beglückt und dank bar auf seine Vergangenheit, auf sein ferngcrücktcs Heimatparadies, auf Kindhcitsglück, Schülcrfreuden, Studentcnstrciche, frohe Lernzeit und gesegnetes Wirken; er sicht sich als verwöhntes Kind, als heiteren Jungen, als Dichter, Sänger, Cellospielcr, Komponist, Maler, Naturforscher und Arzt, als Freund, Gesellschafter, getreuen Liebhaber und Gatten . . . Alle Schatten verblassen auf der Höhe eines reichen Menschenlebens im stillen Glanz unendlicher Dankbarkeit gegen Gott, gegen gute Gesellen und ein gnädiges Glück. „Literarisches Echo", Berlin: Die Vielheit von Schleichs Interessen, die engen Frenndschaftsverbindungen zu vielen, die in Kunst und Literatur einen großen Namen haben, machen das Werk zu einem literarischen Genuß für Feinschmecker. Die plastische Tätigkeit der Menschendarstellung läßt uns die Großen einer jetzt dahingcsunkenen Periode wie Langenbeck, Bergmann, Dubois-Reymond, Virchow, Ehrlich, Strindberg, Begas usw. so unter uns treten, daß wir sic wieder lebend und handelnd vor uns sehen. „Tat", Jena (Lulu von Strauß und Torney): Unglaublich vielseitig und reich dieses Mannes Leben, das sich da lebendig, von Erinnerungen übergoldet, vor uns aufrollt. Die Vorräte der letzte» Auflage sind vergriffen. Wir erledigen alle ei »lau senden Bestellungen an, 2. Mai. öeruZsbeclinzungen: Prozent Rabatt unä Partie , ,/>o Exemplare