»ünsng cijchctitendc Bücher. 263, 10. Siovcmbec 1SL1. ov^cxeps nimklloi ^ vv xu ^ inep88lki>inönk 3c Demnach st erscheint^ I Rudolf Kjellen (Upsala) Dreibund und Dreiverband Die diplomatische Vorgeschichte des Weltkrieges 138 Seiten prei«: Mark 18.— Aus dem Inhalt: I Oreikaiserverband 4873—4887: Die europäische Konstellation im Jahre 1871. — Das deutsch-österreichische Bündnis vom 7. Oktober 1879. — Die Drei-Kaiser-Verbände vom 18. Juli 1881 und 27. März 1884. — Die Krisis von 1887 und die Auflösung. II Dreibund 4882 — 1887: Vergleich - .zwischen Dreikaiseroerband und Drei bund. Italiens politisches Problem. — Der Dreibund vom 20. Mai 1882 — Der Ausbau: Serbien 1881. Ru mänien >883. — Das rumänische Problem. — DieMittelmeerabkommen. — Die „Rückversicherung" v. 18. Juni 1887 — Der Briefwechsel zwischen Bismarck und Salisbury im November 1887. — Bismarcks doppeltes Spiel.— Die Konstellation im Jahre 1890. Ul. Zweibund4894—4897: Revancheund Panslawismus. — Die erste deutsch französische Annäherung 1881—1886. — Die Scheidung zwischen Deutsch land und Rußland im Jahre 1890. — Die Erneuerung des Dreibundes am 6.Mai 1891.— Rußlands „Desertion" nach Asien. — Die zweite deutsch- französische Annäherung 1894—1898. IV Oer Gtromwechsel 4898 — 4902 ,,/Xmitie snglo-triplicienne". — Die ersten Wolken. — Englands Angeboie an Deutschland 1898, 1899 und 1901.— Das englisch japanische Bündnis vom Januar 1902. — Deutschlands Irrtum. Versöhnung zwischen Italien und Frankreich. V. Dreiverband 4904—4907: Die englisch- französische Entente April 1901. Zwischenspiele: Kohlenfrage 1904, Marokko und Björkö 1905, Algeciras 1906. Die englisch-russische Entente August 1907. VI Entspannung und neue Spannung 4908 4944: Die Balkankrise 1908— 1909. — Die Marokkokrisis 1911. — Versuche zur Entspannung gegenüber England 1912. — Der Balkanbund 1912. — Die englisch - französische Entente November 1912 und der fünfte Dreibund Dezember 1912. — Verhandlungen Deutschland — Eng land und die englisch-russische Marine konvention 1914. — „Io tbe bitter encl". ^V^ur das weltberühmte Buch von Keynes über die wirtschaftlichen Folgen des Friedensvertrages Kanu sich mit dieser auf den eindringlichsten Studien aller , namentlich der aus ländischen Quellen und Urkunden beruhenden Darstellung der Vorgeschichte des Weltkrieges an Wirksamkeit vergleichen: Keynes, der Engländer, und Kjellen, der Schwede, zwei unverdächtige Schiedsrichter, legen durch ihre objektiven und von reinster Sachkunde getragenen, von einer Vor liebe oder gar Parteinahme für Deutschland völlig freien Urteile, die Axt an den Versailler Friedens oertrag. Noch keinem ist es wie Kjellen, dem berühmten schwedischen Staatsrechtsl- Hrer, gelungen, angesichts der wogenden Menge von Einzelheiten den Blick für den wirklichen historiichcu Gang der Entwicklung von 1870—1914 klar zu halten und eine widerspruchslose Erklärung der Ereignisse zu geben. Kjellen vergleicht selbst seine sorgsam mit allen Quellen und Fundstellen, oft überraschender Art, beglaubigte Darstellung einer Wanderung in einem Urwald mit zahllosen Schlingpflanzen und mit überall versperrten Ausblicken. Kjellen entsiegelt die Rätsel der schwer auf Deutschland liegenden Vergangenheit der leisten fünfzig Jahre, auf die unzählige der besten Deutschen gebannt, tränenblind, mit nagender Reue, unfähig, sich aufzuraffen, wie in ein verlorenes Paradies zurückblicken.