Redaktioneller Teil» Bezug des Börsenblattes. Die jetzigen Bezieher erhalten dasselbe auch für 2 1922 in der bisherigen Zustellungsart weiter, wenn keine Abbestellung bis Ende November erfolgt. Neubestellungen dagegen erbitten wir baldigst, damit die Veisandvorarbeiten für den Postüberweisungs-, Kreuzband, oder Kommissionär-Bezug bis 15. Dezember erledigt werden können. Nur dann wird es möglich sein, datz jeder Buchhändler öas unentbehrliche Zachblatt zu folgenden öezugspreifen täglich schnell und pünktlich zur Verfügung hat. Mitglieder erhalten ein Exemplar kostenlos, weitere zum Preise von je Alk. 100.— Nichtmitglieder ein Exemplar für Mk. 200— Zerner find zu entrichten: Von jedem Kreuzbandbezieher die Versandspesen Mk. 15-— und die Portospesen etwa .... Mk. 200.—*) Wir bitten, unter Benutzung der beiliegenden Zettel, Ihrem Kommissionär zur Einlösung der Bezugsgelder Anweisung zu geben, oder uns die Beträge auf Bank-Konto: Allgemeine Deutsche Credtt-Anstalt, oder Postscheck-Konto: Leipzig 13463, zu überweisen. Bis 10. Dezember nicht bezahlte oder angewiesene Bezugsgelder sowie Versand- und Portokosten haben Einstellung der Lieferung zur Folge. für das Halbjahr Leipzig, Ansang November 1921. Geschäftsstelle des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. Abtlg. Expedition. *) Über die tatsächlichen Porto.,uslagen wird nach Schluß des Halbjahres Abrechnung gegeben. Allgemeiner Deutscher Buchhandlungsgehilfen- Verband zu Leipzig. Im vergangenen Monat Oktober wurden ansgezahlt: 1 541,75 Krankengelder, -4t 600," Begräbnisgeldcr, -kk I 813,08 Witwen, und Waisengelder, einschl. Zuschläge, -kk 252,22 Jnvalidengelder, einschl. Zuschläge, ./k 200," Notstandsunterstlltzungen. Leipzig, I. November 1921. Der Vorstand. Budapester Brief. Den deutschen Büchern drohte in Ungarn eine neue Gefahr. Nach Ablauf des bisherigen Zollvertrags zwischen Deutschland und Ungarn wurden nämlich die gebundenen Bücher zollpflichtig. Dies hätte, außer den kaum übertragbaren Mehrkosten, eine der artige Erschwerung der Einfuhr deutscher Bücher nach sich ge zogen, das mit der Einfuhr verbundene Verfahren hätte sich derart lästig gestaltet, datz die Absatzfähigkeit des deutschen Buches ! im höchsten Grade gefährdet gewesen wäre. Der Verband der ungarischen Buchhändler trat im Interesse der Sanierung dieser unhaltbaren Lage sofort auf und trachtete, maßgebenden Ortes nicht so sehr die wirtschaftliche als die kulturelle Bedeutung der Frage klarzulegen, weil ja die Verzollung von Büchern der Ge samtkultur zum Schaden gereicht. Das Übel wurde auch rasch beseitigt. Die zollfreie Einfuhr von Büchern ist nunmehr durch eine Ministerialverordnung gesichert, die gleichzeitig über die Rückvergütung der seit dem I. Juli 1921 bezahlten Zollbeträge verfügt. Diese neue, die Verbreitung deutscher Bücher in Ungarn be drohende Schwierigkeit wurde also beseitigt. Leider sind aber noch andere unüberwindliche Hemmnisse vorhanden. Da sind zunächst die Valutaschwankungen, die die Erfolge der rechtschaffe nen Arbeit des in den solidesten kaufmännischen Traditionen er zogenen Buchhändlers dem Einflüsse eines außerhalb seiner Tä tigkeit liegenden Konjunkturfaktors aussetzt. Der ungarische Buchhändler, der sich mit deutschen Büchern nachdrücklicher be- ! schäftigt, ist zu einem wahrhaftigen Börsenspiel gezwungen. Es ist Wohl nicht nötig, hier ausführlich zu erörtern, welchen Scha lks t