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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 10.08.1921
- Strukturtyp
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- 1921-08-10
- Erscheinungsdatum
- 10.08.1921
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- Deutsch
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RsdaLlioneüec LeU. V 185, 10. August 1831.. Io- deutscher Bürger, und da die Bezeichnung »deutscher Bürger« im Frtcbensvertragc nur auf deutsche Verhältnisse Anwendung finden könne, so müsse er also auch als Deutscher gelten, und das Recht an der Erbschaft seines Onkels sei ihm abzusprechen. (B. im Leipziger Tageblatt.) Gestorben - in Ebingen (Wttbg.) am 31. Juli an den Folgen einer Bltnd- darmoperation Herr Buchhändler Ulrich Nessle n, ein Pfar rerssohn, der 1883 als Lehrling bei I. F-. Steinkopf, Stuttgart, eintrat, später längere Jahre bei Mänhardt in Gmunden arbeitete, dann eine von Herrn Mar Holland gegründete Filiale in Ebin gen übernahm und solche nach schwierigen Anfangsjahren zu schönem Erfolge zu führen verstand, sodaß die Firma sich jetzt eines guten Ansehens erfreut. Seinen einzigen Sohn verlor Herr Nefflcn im Kriege und hat dann sein Geschäft, unterstützt von seiner Gattin, seither allein besorgt. Ein fleißiger, liebens würdiger Berufsgenosse ist mit ihm dahingeschiedeu, dem seine Freunde ein ehrendes Andenken bewahren werden: ferner: am 2. August nach kurzem, schwerem Leiden im 70. Lebensjahre d Herr Ewald Gallus, langjähriger treuer Mitarbeiter der Firma R. Friedländer L Sohn in Berlin. Einer Offiziersfamilie entstammend, widmete der Verstorbene sich in jungen Jahren dem Studium der Mathematik und ging erst später in den Buchhandel über. Alle, die mit dem Entschlafenen in Berührung gekommen sind, haben ihn als liebenswürdigen und kenntnisreichen Mann schätzen gelernt und werden ihm ein gutes Andenken bewahren. Henry Albert f. Der elsässische Schriftsteller H aug . der unter dem Namen Henry Albert schrieb, ist in Straßburg gestorben. Er war dieser Tage von Paris nach dem Elsaß gereist, um dort seinen Urlaub zu verleben. Albert mar Mitarbeiter des »Journal des De- bats« und des »Mercure de France«. Er ist besonders durch die Über setzung der Werke Nietzsches ins Französische bekannt ge worden. Otto Göritz f. — Beinahe 8S Jahre alt, ist am 2. August in Berlin Professor Otto Göritz gestorben. Der in den wissenschaftlichen Kreisen Berlins sehr geachtete Schöpfer der Göritzschen Bibliothek war aus dem Lehrerstand hervorgcgangen. Die Sammlung seiner Bücher umfaßte die ganze deutsche Literatur, besonders aber die Geschichte Berlins. In den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts schenkte er sie der Stadt Berlin. Sie ist jetzt im Märkischen Museum unter- gebracht. SvrechW. Zum ersten Male im Buchhändler-Erholungsheim zu Alilbeck. (Nachdruck in Fachblättern erwünscht.) Eigene Erholungsbedürftigkcit und die der Familie, sowie die Rück sicht auf den Geldbeutel hatten mich veranlaßt, für drei Wochen in den großen Ferien um Aufnahme in das Heim zu bitten, die mir bereitwillig gewährt wurde. Wenn ich, wie ich ehrlich gestehen will, nicht ohne ein gewisses Bangen meine freie Zeit in den Zwang eines großen Unterkuuftsbetricbes bannen ließ, eine Besorgnis, die ich an standshalber für mich behielt, so will ich die uns überraschenden, guten Erfahrungen, die wir in dem vorzüglich geleiteten Heime, das uns jede mögliche Annehmlichkeit und eine gute, überreichliche Verpflegung bot, schon aus Dankbarkeit nicht für mich behalten. Das Haus in günstigster Lage bietet seinen Besuchern den überwältigenden schönen Ausblick auf die See: die Nähe der Badeanstalten und des Waldes gibt jedem Freiheit und Gelegenheit genug, nach seiner Neigung der Natur, den Vergnügungen, jedenfalls aber der Erholung zu leben. Es ist eine Freude, zu sehen, wie nach kurzem Aufenthalte die Wangen der Kinder sich bräunen und straffen, eine besondere Freude, diese schöne Verwandlung auch bei so manchem blaß und abgespannt eintreffenden Mitarbeiter beiderlei Geschlechts beobachten zu können, zu deren Erholung ja das Heim in erster Linie gegründet wurde. Wenn daun in den von Luft und Wasser gestählten Körpern die Seelen in neuer und wiedergefundener Jugendlust auffchäumen und die Daseinsfreude einen fröhlichen Ausklang sucht, so ist das wohl der schönste Dank für die uneigennützigen und nicht leichten Arbeiten, Verantwort!. Redakteur: Richard Albert i. — Verlag: Der Börsen Druck: Ramni 6- Seemann Sämtlich tn Leipzig - Adresse der 11^2 die der Vorstand, und an seiner Spitze Herr VerlagSbuchhandler Heise, zum Wohle des Buchhändler-Erholungsheims leisten. Möchten diese Zeilen, die ich leicht zu einem längeren Lobliede aus spinnen könnte, den edlen Bestrebungen des Vorstandes neue tat kräftige Freunde gewinnen. Wenn man die vielen Kaufmanns Heime kennt, so möchte man wünschen: noch eilt Sceheim und zwei Gebirgsheime an verschiedenen Orten unseres schönen Vaterlandes für die Buchhändler, damit möglichst vielen Berufsfreunden. Angestellten wie Selbständigen, ohne zu hohe Reisekosten die meist dringend nötige Erholung ermöglicht wird! Z. Zt. Ahlbeck, den 5. August 1921. G. W. Knorru An die Herren Verleger! Ein erheblicher Teil der Verleger hat durch besondere Verein barungen mit den Sortimentern die Erhebung von Teuerungszuschlägen ausgeschaltet. Es ist für diejenigen Sortimenter, die sich an diese Ab kommen wirklich halten wollen, beim besten Willen nicht möglich, die betreffenden Verlegerfirmen im Kopfe zu haben oder jedesmal beim Eintreffen der Sendungen die Listen durchzusehen. Eine Kleinigkeit für den Verleger, aber eine wesentliche Erleichterung für den Sorti menter wäre es, wenn — solange die zwiespältigen Handhabungen bestehen —, die Gegner des Teuerungsznschlags dies durch einen Stempelaufdruck, wie »Kein T e u e r u n g s z u s ch l a g - erkenntlich machen würden. M. Jur Klärunq! Bemerkungen zu dem in Nr. St der österreichischen »Buchhändler- Eorrespondenz« sBbl. Nr. 179) veröffentlichten Entwurf einer öster reichischen »Rotstandsordnung« von Hugo Heller. Zu1. Wenn schon »B e s o r g u n g s g e b ü h r< — warum nicht allgemein 10°/», wie dies die reichsdeutsche Notstandsordnung gestattet und schützt? Warum für österreichischen Verlag 5°/o Besorgungs- gebühr? Hat der Sortimenter in Linz oder Innsbruck usw. nicht auch wesentliche Postspesen, wenn er aus Wien bezieht, wo doch der über wiegende Teil der Wiener Verlage domiziliert? Und kostet den Wiener Sortimenter das Einholen der Ware am Platze durch die steigenden Löhne nicht ganz erhebliches Geld? Abgesehen davon, daß alle übrigen mit der »Besorgung« verbundenen Spesen (Buchun gen, Kontrollen, Arbeitsaufwand für Auszcichncn, Fakturieren usw.) gleichmäßig für österreichischen wie für reichsdcutschen Verlag gelten. Die Differenzierung ist unleidlich und wird beim reichsdeutschen Vcrlagsbuchhandel böses Blut machen. Zu 2. a) In welcher Form hat die Bezeichnung der zu schlagfreicn Werke als »streng wissenschaftliche Fachlitc ratur« zu erfolgen? Im Fachblatt? Auf der Faktur? Die bereits im Lager befindliche Ware — wer klassifiziert sie? Wer wird von Fall zu Fall entscheiden, ob »streng wissenschaftliches Fachbuch« oder nicht? Soll man immer erst beim Verleger anfragen? Wird der reichs deutsche Verlag sich auf eine solche Klassifizierung einlassen, die seinen Tendenzen durchaus widerspricht? d) Nach der Fassung des Absatzes ist weitere Voraussetzung der Znschlagsfreiheit ein M i n d e st r a b a t t. Aber wenn zwar ich den Mindcstrabatt erhalte, ein Nachbar aber nicht, muß ich trotzdem den Zuschlag einheben oder muß mein Nachbar trotzdem auf den Zu schlag verzichten? Der in der Versenkung verschwundene Kom Missionsentwurf hat diese Frage zugunsten des »Kleinen« zu lösen ver sucht. Diese sogenannte »Notstandsordnung« schafft formell ein Chaos. Praktisch aber führt dieser Paragraph dazu, daß a l l e S o r t i m e n t e r alle wissenschaftlichen Bücher (mit weitest gesteckten Grenzen für diesen Begriff) ohne Teuerungs zuschlag, höchstens mit 1 0-°/,, b z w. 5°/, »Besorgungs- gebtthr« verkaufen werden müssen, gedrängt vom Publi kum, vom Kriegswucheramt und unter der Sorge, der Nachbar ver kaufe ebenso (vom Verleger, dem im Gegensatz zum Kommissions- cntwurf keinerlei Bindung auferlegt wird, gar nicht zu reden) Flachdruckapparate. Es wird neuerdings ein Schreibmaschinentypendrucker »Röderial als sehr praktisch empfohlen. Ist einem der Herren Kollegen bekannt, wo dieser Apparat hergcstellt wird? Es handelt sich nm die Adresse der Fabrik, nicht um etwaige Vertreter derselben. Für gef, Ausknns«. direkt ober an dieser Stelle, wäre ich sehr dankbar, La» da» (Pfalz). H. Lang. verein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig, Deutsches Bucliliändlerhaul. Redaktion und Expedition: Leipzig, Gerichtsweg 2» sBuchhändlerhauSi
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