X- 111, 14. Mai 1932. Künftig erscheinende Bücher. B0rI-nrl°U I. d.Dtschn.Birchh«nt>-l. 23S1 An S^ll/rc/Ze^enc/eL U^e^/c ü/»e^ c/s; U^e^e/r IZo/^/nmL/ Georg Schmidt-Rohr Die Sprache als Bildnerin der Völker Eine Lebens- und Wesenskunde der Volkstümer 418 Seiten. Geheftet etwa 9.80, Leinen 12.80 In einer Zeit, in der eine tiefe Besinnung auf die eigenen Kräfte des Volkes mehr denn je zur nationalen Pflicht wird, darf dieses Buch, dem es um neue Erkenntnis vom Wesen des Volkstums geht, ganz besondere Beachtung beanspruchen. Der Verfasser bringt zur Lösung seiner Aufgabe nicht nur eine umfassende Kenntnis zahlreicher wissenschaftlicher Fachgebiete mit, sondern zugleich ein lebendiges Verhältnis zu den politischen Fragen, die uns heute alle beschäftigen. Lier wird die Bedeutung der Sprache für die Bildung der Völker in ganz neuer Weise auf gewiesen. Der Verfasser zeigt, daß die Sprache nicht willkürliches Werkzeug eines freien Denkens in zufällig gewordener Form ist, sondern in sich alle jenen Kräfte volklicher Gemein schaft birgt, die das Fühlen und Denken des Einzelnen schicksalhaft vorbestimmt. Sprache schafft Volk und Volk schafft Sprache. Damit erhält das Recht der Völker auf ihr un geschmälertes Eigendasein eine tiefe geistige Begründung. Äier werden Sprachfragen in ihrer unmittelbaren Bedeutung für das politische Geschehen der Gegenwart erkannt. Der Selbst behauptungskampf der deutschen Minderheiten gegen die Abergriffe fremder Staatsnationalismen erhält damit ganz neue Waffen! Wenn sich der Verfasser bemüht, die Sprache als das eigentliche Lebenszentrum der Völker im Vergleich mit anderen Mächten wie Rasse, Staat, Raum und Religion herauszuarbeiten, so geht es ihm dabei nicht um nüchterne Feststellung sondern um ein hohes Ziel: die Er neuerung unseres Volkes aus dem Geiste seiner Sprache. Dies wird seinem Buche nicht nur bei Wissenschaftlern und Lehrern, sondern bei allen an der lebendigen Arbeit für das Deutsch tum interessierten Kreisen Anklang finden. Das Buch erscheint Ende Mai als Band 12 der Veröffentlichungen der Deutschen Akademie in München, /orka/rnnyz/k/en nactiLe/ien/ /orckern L/e ö/tte an. T cueen oikvkkic»r / Zcm T 31S»