7960 Löritnblolt f t Drschn. Duchhondcl. Fettige Bücher 187, 12, August 1021, Adolf Bonz K Comp., Verlagsbuchhandlung, Stuttgart Zwei aus deutschem Geist und deutschem Wesen qeborene Bücher! Otto Hauser Erzählungen aus dem 18. Jahrhundert / Geb. M. -s.- Ladenpreis Aus den ersten Besprechungen: Das Buch ist gewissermaßen eine Ergänzung zu dem Ende vorigen Jahres im gleichen Verlage erschienenen Roman „Die Fürstin Mutter", der auch im 18, Jahrhundert spielt. I» acht Erzählungen wird dis Psyche der Deutschen von allen Seiten liebevoll und wahrheitsgetreu beleuchtet. Tief ergriffen tut der Leser einen Blick in das deutsche Herz mit seiner Größe und seinen Schwächen, mit dem Adel seiner Gesinnung, aber auch mit den Tiefen seiner Abgründe, Neckar-Zeitung, Heilbronn. . . , Eine schöngeschlossene Reihe von Helden des Alltags, wie sie schlichter und größer wohl selten vereinigt worden ist, sieht man vorüberziehen. Für den Kenner wird der Genuß erhöht durch die Form der Darstellung. Die Novelle die bei uns viel zu wenig gepflegt und gewürdigt wird, ermöglicht in ihrer Gedrängtheit eine psychologische Vertiefung und eine Steigerung des künstlerische» Eindrucks wie keine andere Art der Dichtung. Zum Vorlesen im Familienkreise ist das Buch besonders gut geeignet. Aeußerlich stellt es sich in einem entzückenden Einband von Prof. Cissarz geschmackvoll dar. Freiburger Tagblatt, Freiburg, Franz Herwig Das im Ein altfränkischer Roman / Geb. M. iS. - Ladenpreis Aus den ersten Besprechungen: Fran, Herwig, auf dessen wertvollen Roman ln der „Süddeutschen Presse" vor einigen Monaten hingewieseu wurde, hat bei Adolf Bonz L Comp,, Stuttgart, einen altfränkischen Roman „Das Sextett im Himmelreich" erscheinen lassen, in ,em er seine ganze Kunst der Milieuschilderung spielen läßt. Was da um das Jahr I?;7 in dem fränkische» Provinzstädtchen vor sich geht, wirkt wie eine Reihe alter Bilder von Sturm feinsinnigen Maler mit sorgsamem und sp tzem Pinsel ausgezeichnet. So viel Lieblichkeit, so viel Heimlichkeit alter Gäßche» und stilvoller Menschen! Solche Bücher tun unserer wehe» Je» wohl, auf daß sich die arme deutsche Seele der Seeligkeit bcwuß, werde, deren sie fähig i t, wenn sie nur wieder fühlt, wo des Lebens Wert- liegen. Wenn ich Geld hätte, ich würde looo Exemplare dieses Buches kaufen und sie den verhetzten, überhasteten, ewig hungrigen Menschen von heute geben und ihnen sagen: „Habt ihr keine Sehnsucht nach eurer deutschen Seele? Wollt ihr etwas von ihr lesen?" Süddeutsche Presse, München. . , . Das Buch von Franz Herwig — seinen Titel hat e- vom Sextett des Kantors Güldeuklang und seiner Gefährten — ist eine entzückende Kleinmalerci, Mit seinem ganzen Duste und seiner leisen Musik, mit den verschlafenen Straßen, den bunten Blumen, den sonnig-schalkhaften Menschen steht ein würzburgisches Städtchen von 17;/ wieder vor uns auf. Sehr geschiut läßt Herwig den Gegensatz von Nord (Friedrich der Große) und Süd hereinklingsn. Ein feines, süßes, liebes Glockenspiel das Ganze, Bar-Nabatt und 11/10, nicht gemischt ^ Einband der Freiexemplare netto Auf alle Preise ist ein Teuerungszuschlag von ho°1>, der voll rabattiert wird, aufzuschlagen Vossische Zeitung, Berlin,