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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 14.02.1912
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1912-02-14
- Erscheinungsdatum
- 14.02.1912
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- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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1864 Slpmllall I. d. DtschL. vuchyandcl. Mchtamüicher Tekl^ — Sprechsaal. ^ 37. 14 Februar IS12. fortwährender Kreditinanspruchnahme auf solcher Grundlage laufe aber den Anschauungen des redlichen Kaufmanns zuwider und verstoße gegen die guten Sitten. Aktenzeichen 4 v 86/11. Frequenz amerikanischer Universitäten. — Die Zahl der amerikanischen Universitäten, die über eine Besuchsziffer von 4000 bis 5000 Studenten verfügen, ist sehr bedeutend, wie aus einer von dem auch in Deutschland bekannten Professor Tombo jüngst ver öffentlichten Statistik hervorgeht. Die größte amerikanische Uni- versität ist unbestritten Columbia mit 7968 Studenten. Co- lumbia und die an zweiter Stelle folgende California-Uni- versität (6724) haben auch gegenüber dem Vorjahre I9t0 die größte Zunahme zu verzeichnen mit 527 bzw. 966 Studierenden. Von den übrigen Universitäten hat Cornell 6609, Michigan 6452, Har- vard (inkl. Radcliffe) 5426, Chicago 5390, Pennsylvania 6220, Wis consin 6015, Illinois 4929, Minnesota 4548, New Aork 4055. Uber 3000 Studenten haben die Universitäten in Ohio State, North- Western Syracuse und Vale. Bekanntlich gibt es in den Ver- einigten Staaten 27 Universitäten. Die weitaus unbedeutendste und kleinste Universität ist die zu Virginia mit 804 Studenten. Neue Bücher, Natstoge »sw. für Buchhändler. I'bt'rt-sia, ^osok II., Napoleon I., Ollkullibmus, üsnealoxie, ^ntqu.-Xatalob N. k'. Nr. 49 von 6ar1 (-roll in ^Vien I, WollEls 23. 8°. 95 8. 2628 Nrn. vftzlober LeLiskunS ßLstL-näen. go 34 F. No. 4612—5169. b) UuFsrikLbe ^uto^ra^üen: Lorreoborbaus, kkälriseüs No.0 6WO-6948. Personalnachrichten. Joseph Liste» s-, — Einer der berühmtesten Arzte, der Be- gründer der modernen Wundbehandlung, Lord Lister, ist im hohen Alter von fast 86 Jahren aus dem Leben geschieden. Der Name Joseph Listers bleibt mit einer der durchgreifendsten Reformen der chirurgischen Wissenschaft unzertrennlich verbunden, unzählige Tausende verdanken seinem Wirken und seiner Forschung Leben und Gesundheit. Die große wissenschaftliche Entdeckung, die seinen dauernden Ruhm verbürgt, stützte sich auf die Untersuchungen Pasteurs bezüglich der Atmosphäre und der Organismenkeime, die letztere in sich aufnimmt. Hierauf fußend, baute Lister sein System der Wundbehandlung auf, das er, nachdem er es lange erprobt hatte, im Jahre 1867 im »I^neot.« veröffentlichte: »Eine neue Methode der Behandlung komplizierter Knochenbrüche, Eiterungen usw. mit Beobachtungen über das Zustandekommen der Eiterbildung«. Bis zum Jahre 1892 hat Lister sein Lehramt am Kings-Kolleg zu London, wohin er 1877 berufen wurde, ver sehen. Seitdem lebte er im Ruhestand, überhäuft mit Ehren, die sein Vaterland zu vergeben hat, geachtet und verehrt von der ganzen Menschheit. 1883 wurde Lister zum Baronet, 1897 zum Baron ernannt. 1896 wurde er Präsident der tto^al 8oois1§. Viele Universitäten ernannten ihn zum Ehrendoktor und zahl- reiche gelehrte Gesellschaften zum Ehrenmitglied. SprechsaaL. Fakturcnformat. (Vgl. Nr. 2S, 8S u. 34.> Soviel mir bekannt, ist die von der Franckh'schen Verlags buchhandlung im Börsenblatt Nr. 29 gegebene Anregung früher schon wiederholt gemacht worden, aber immer ohne irgendwelchen Erfolg. Soviel Verleger — soviel Formate in den Fakturen! Man vergleiche nur einmal unsere Fakturenpakete mit der Art, wie der Kaufmann feine eingehenden Rechnungen aufbewahrt. Unsere Verlegerfakturen in Briefordner zu bringen, ist rein ein Ding der Unmöglichkeit. Und welche Papierverschwendung oft mals! Da finden sich häufig ganze Verlagsverzeichnisse darauf, die meiner Meinung nach an diesem Orte doch sehr entbehrlich sind, denn unser literarisches Handwerkszeug gehört nicht auf die Rechnungen, sondern in den Katalogschrank! Sicher werden die meisten Sortimenter höchst erfreut sein, wenn die Fakturen in einem einheitlichen Format hergestellt werden; auch dann kann jeder Verleger nach Belieben alle Titel darauf setzen, die ihm erwünscht scheinen. Die im Kaufmanns stande gebräuchlichen Formate sind: 29 ew hoch, 22 om breit (4 aus einem Bogen Planopost) 19'/, om „ 22 om „ (6 „ „ „ „ ) 14'/, ein „ 22 em „ (8 „ „ „ „ ) Diese kann man nach Belieben in Ordnern wie auch in Paketen unterbringen, ohne einen solchen Wulst zu haben, wie es heute leider der Fall ist. Wenn ich mir schließlich noch die jetzt zur Benutzung berei gelegten Remittendenfakturen ansehe, so überläuft mich ein Schauer des Schreckens, wenn ich daran denke, daß auch diese doch untergebracht werden müssen — von etwa 260 Fakturen haben aber auch nicht zwei gleiches Format! Auch hier wäre Einheitlichkeit sehr zu wünschen! —lr. In ähnlichem Sinne sprechen sich auch Zuschriften der Firmen Walter Lambeck in Thorn und Karl Winogrodzki in Nürn berg aus. Die letztere, die feit Jahren ihre Fakturen in Ordnern unterbringt, empfiehlt als geeignetes Format 21x28 em resp. 23x28 om (2 om für den Rand zum Lochen). Red. Zeitmigsbuchhandel. Die nachstehende Korrespondenz zwischen der Firma August Scherl in Berlin und mir dürfte allgemeinerem Interesse be gegnen. Dessau. Wilhelm Presting. Berlin 8^V. 68, den 15. Dezember 1911 Herrn W. Presting, Dessau. Im Besitz Ihrer w. Bestellung vom 13. Dezember teilen wir Ihnen Höst, mit, daß die von uns angebotenen »Weihnachts bücher« lediglich für unsere Abonnenten bestimmt und durch den Buchhandel nicht zu beziehen find. Wir können Ihnen daher die Bücher nur zum vollen Preise von 3.—, ohne jeden Rabatt, liefern. Der Versand erfolgt nur direkt per Post gegen vorherige Einsendung des Betrages oder Nachnahme; Porto zu Lasten des Empfängers, Nachnahme verteuert das selbe um 20 bzw. 30 Hochachtungsvoll August Scherl G. m. b. H. Vertriebsabteilung. Dessau, den 16. XII. 1911. Herrn August Scherl, Verlag, Berlin. In Beantwortung Ihrer Karte vom 15. XII., mit welcher Sie meine Bestellung auf 1 Knabenbuch, da nicht für den Buch handel bestimmt, ablehnen, muß ich es sehr bedauern, daß von Ihrer Seite das vom Börsenverein bekämpfte Zeitungs angebot nur für Abonnenten noch immer fortgesetzt wird. Ein Verlag, der den Sortimenter sonst gern zum Vertrieb seiner Verlagsartikel benutzt, müßte derartige den Buchhandel schädigende Manipulationen doch unterlassen. Hochachtungsvoll Wilhelm Presting. Dem oben abgedruckten Schreiben haben wir nur hinzuzu fügen, daß das fragliche Buch nicht in unserm Verlag erschienen ist, und wir daher auch nicht in der Lage sind, dasselbe mit Rabatt zu liefern. Berlin, den 12. Februar 1912. August Scherl G m. b. H. Vertriebsabteilung.
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