Suche löschen...
Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 28.04.1934
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1934-04-28
- Erscheinungsdatum
- 28.04.1934
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id39946221X-19340428
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id39946221X-193404282
- OAI-Identifier
- oai:de:slub-dresden:db:id-39946221X-19340428
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- Lizenz-/Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
Inhaltsverzeichnis
- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1934
- Monat1934-04
- Tag1934-04-28
- Monat1934-04
- Jahr1934
- Links
-
Downloads
- PDF herunterladen
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
4 88, 28. April 1934. Redaktioneller Teil. Börsenblatt f. d. Dtschn Buchhandel. ?^en am Kantate-Sonntag 1934 zur Hauptversammlung des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler in Leipzig versammelten Vertretern des deutschen Buchhandels gilt der Grus; der Stadt Leipzig. Leipzig ist stolz darauf, in der Geschichte seines graphischen Gewerbes, seines Verlagswesens und seines Vuch- und Musikalienhandels eine Jahrhunderte alte Tradition sehen zu können. Die Stadt ist sich stets dessen bewutzt, dasz der deutsche Buchhandel das deutsche Geistesgut in alle Lande getragen hat. Möge eine baldige Belebung unseres Auszenhandels es dem deutschen Buchhandel ermöglichen, diese seine kulturelle Aufgabe in der Welt wieder voll zu erfüllen. Leipzig, am 25. April 1934. Der Buchhandel im Dritten Reich vr. H. L. Ä)ie Klassengegensätze waren so tief in das Leben un seres Volkes eingesrefsen, daß ihre Uberbrückung und Beseitigung vielen Deutschen ein für allemal als unmöglich erscheinen mochte. Der Klassen-Haß trieb Angehörige eines Volkes auseinander und gegeneinander, selbst wenn sie nach Stand und Beruf aus Gedeih und Verderb zusammcngchört hätten. Denn die »Klasse« entsprach nie, vom Augenblick der Prägung dieses unglückseligen Be griffes an, einem wirklich im Ganzen (und um das Ganze ver mag auch die verlockendste Ideologie sich nicht hcrumzurcdcn — denn das Ganze ist das Leben, im Leben des einzelnen wie der Gesamtheit!) vorhandenen und das Ganze durch sein Mit-Wirkcn ermöglichen den Ordnungs -Teil; der Begriff der »Klasse« war von An fang an ein raffinierter, substanzloser Intellektualismus, von Entwurzelten ausgcdacht und dem zur Masse geschwätzten Volk in die Herzen und Hirne gebohrt, mit dem entsetzlichen Zweck, ein in zahllosen heiligen Bindungen von Volkstum, Heimat, Ge schichte, Sprache ruhendes, kluges, kulturell hochstehendes Volk zu entwurzeln, aus diesen Bindungen herauszureißen und es im Brei einer hirngespinstigen Internationale für den Untergang reif zu machen. — So galt der Kampf Adolf Hitlers von allein Anfang an gerade dieser fressenden Krankheit, die mit den Begriffen »Klasse«, »Klassenhaß«, »Klassenkampf« ufw. um schrieben war. Wie lange, ja, beschämend lange hat ein großer Teil des deutschen Bürgertums diesen Teil des nationalsozia listischen Kampfes nicht begriffen; vielleicht oft weniger aus Poli tischer Verbohrtheit oder klar bewußter Gegnerschaft heraus, als aus Grund eines in der Sattheit der Vorkriegszeit gewach senen Unverständnisses für eine organische Volksordnung, für das, was wir als »Stand« bezeichnen, — wobei dieses Unver ständnis nicht weniger zur historischen Schuld wurde, als es offene Gegnerschaft geworden wäre. Man schüttelte sich in hef tigem Unbehagen, wenn man das Wort »Klasse« hörte oder las; — aber was tat man, um den Arbeiter vom Sinn seiner Arbeit zu erfüllen? Denn nur und ganz allein dadurch konnte er aus dem Klassenwahn hcrausgerissen werden, wie das Beispiel Adolf Hitlers am deutschen Volk bewies!! Was tat man? Man zuckte die Achsel, wenn er tobte oder demonstrierte, dieser entwürdigte Arbeiter. Dieses Wort: Arbeiter, das im national sozialistischen Deutschland wieder zu einem von schlichter, aber hoher Ehre erfüllten Wort geworden ist, war im liberalen Reiche zu einem Kinderschreck erniedrigt; — Arbeiter? — man rümpfte die Nase, und wurde darüber nicht gewahr, daß die eigene bürgerliche Welt sich langsam in sich selbst entwertete. So geschah es, daß der Begriff »Stand«, einst von höchstem Inhalt erfüllt, ebenfalls Stufe um Stufe sank und schließlich nur noch angewandt wurde in entwertenden Zusammensetzungen wie »Standesdünkel«, »Standcsvorurteil« u. ä. — auch der Be griff der Standesehre war in dieser cntdeutfchten, liberalen Atmosphäre des Volkes des zweiten Reiches zu einer hohlen Phrase geworden. — Man muß sich das alles in seiner unendlichen Tragweite klarmachcn, um dann die einmalige Gültigkeit der weltgeschicht lichen Tatsache (das deutsche Volk darf es sich ruhig und ohne sich dem Vorwurf übertriebenen Anspruches auszusetzen erlauben, das, was an ihm heute geschieht, in weltgeschichtliche Zusammen hänge zu rücken!) ermessen zu können, die bedeutet, daß der Nationalsozialismus ganz allein, sagen wir ruhig — aus dem Gefühl einer tiefen Dankbarkeit heraus — Adolf Hitler — denn Männer und nur von Männern geführte Völker machen die Geschichte! — das deutsche Volk, das deutsche Reich vor dem drohenden Untergang gerettet hat. Das ist der Totali tätsanspruch der nationalsozialistischen Bewegung, und nur so darf und muß er verstanden werden, denn er wurde nicht von Intellektualisten »erdacht« und »proklamiert«, sondern von Soldaten erkämpft und zur Grundlage des neuen deutschen Lebens gemacht. Darum, wer es, bisher vielleicht vom Schwung der Bewegung noch nicht ergriffen, nicht fertiggebracht hat, der möge das dauernde, großmütige Werben unseres Füh rers um den letzten gutwilligen Deutschen endlich mit dem einzig möglichen aufrichtigen »Ja« beantworten, aus das Adolf Hitler vor der Geschichte unseres Volkes ein heiliges Recht hat. Was haben alle Sonderwünsche und vermeintlichen Sonderrechte, was haben persönliche Privatansichten, was haben notwendige Einzclhärtcn, was hat all das, was heute n u r aus einzelnem aus- und in einzelnes einstrahlt, zu bedeuten gegen den weltgeschicht lichen Umbruch unserer Zeit — und daß es sich darum handelt, das heute noch zu bezweifeln bedeutete rettungslose Verblendung. Da vieles von dem, was wir hier in aller Kürze vorge- tragcn, angedeutet haben, von einzelnen Kreisen unseres Volkes noch nicht verstanden wird, wollen wir deutschen Buchhändler in der Gesamtheit unseres viel gegliederten Standes mit diesem Verständnis um so endgültigeren Ernst machen. Denn wir
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)
- Doppelseitenansicht
- Vorschaubilder