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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 13.07.1937
- Strukturtyp
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- Band
- 1937-07-13
- Erscheinungsdatum
- 13.07.1937
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- Deutsch
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man kann sich nicht zum Kinde herablassen. Man soll es auch gar nicht versuchen! Denn darüber verlernt man, mit den Sinnen des Kindes wahrzunehmen. Oder vielmehr, man kommt nicht dazu, es wieder zu lernen. Wir Erwachsenen haben es ja alle verlernt und wir bemühen uns krampfhaft, mit Hilfe von Theorien die Aufgabe zu lösen, Kinderbücher im wahrsten Sinne zu schaffen. Das ist etwas, das man sich nicht vornehmen kann. Es gehört zu den Dingen, die man kann, die aber unlernbar und unlehrbar sind. Wir können es nicht ergründen, weshalb der Struwwelpeter zu den »ewigen« Kinderbüchern gehört und wir können uns auch nicht vornehmen, Max und Moritz nachzuahmen. Wir können es schon, aber es wird nichts Rechtes daraus. Dieser Ausflug in bas Gebiet der Buchwerbung und der Buchgestaltung war notwendig, weil ja ein Tatsachenbericht zu gleich ein Rechenschaftsbericht sein muß, an dessen Schluß die Frage steht: Was nun? Das heißt in diesem Falle, was haben wir zu tun, nachdem wir wissen, daß die Kinder unserer Zeit doch noch Zeit haben, Bücher zu lesen? Ilse Kattentidt. Das wissenschaftliche deutsche Buch auf der „Achema VIII" in Frankfurt Aus Anlaß des fünfzigjährigen Bestehens des »Vereins D e u t s ch e r C h e m i k e r«, der im Jahre 1887 in Frankfurt a. M. gegründet wurde, hielt der Verein seine Jubiläumstagung 1937 in der Goethestadt ab. Die Fachgruppe »Deutsche Gesellschaft für chemischesApparatewcsen« veranstaltete bei dieser Ge legenheit die weltberühmt gewordene »Achema« (Ausstellung chemischer Apparate und Maschinen«). Gleichzeitig hatten acht große wissenschaft liche Verbände und Vereine der chemisch-technischen Wissenschaften ihre Sommer-Tagungen nach Frankfurt und das nahegelegene Wies baden verlegt. Die Besucherzahlen sowohl der Tagungen wie der »Achema VIll« waren gegen früher beträchtlich höher. Auch das große Publikum hatte an der dem Gelingen des »Vierjahresplanes« gewidmeten Ausstellung besonders großes Interesse gezeigt, konnte es doch die Gewinnung des »weißen Goldes Deutschlands«, der Vistra-Faser und die minitiöse Feinheit der neu erfundenen Maschinen und Apparaturen, sowie die Her stellung der daraus entstehenden Stoffe selbst, studieren und be wundern. Aber auch der deutsche wissenschaftliche Verlagsbuchhandel hatte die Notwendigkeit und Nützlichkeit einer Werbung an Ort und Stelle erkannt und wahrgenommen. Die B e d e u t u n g d e s F a ch s ch r i f t - tu ms für die Übermittlung wissenschaftlicher Erforschungen und Er kenntnisse und für die stetige und unerläßliche Fühlungnahme und Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis geht aus der Buch- und Zeitschriften-Ausstellung der Achema VIII ein deutig hervor. Im Gegensatz zur Buchausstellung der »Achema 1930 in Frankfurt«, die umgeben von lärmenden Maschinen und Appara turen die notwendige Sammlung beim Buch ungünstig beeinflußte, hatte man 1937 dem Verlagsbuchhandel eine besondere Halle, an schließend an die besuchteste Abteilung der Ausstellung (»Kunstfasern, Zellwolle u. a. m.«) eingeräumt, und diese Maßnahme hat sich sehr günstig ausgewirkt. Durch kleine Handzettel mit dem Text »Bitte besuchen Sie die Literatur-Ausstellung in Halle III 6, Sie werden dort ganz sicher manches finden, was Sie für Ihren Betrieb nutz bringend verwerten können, auch als Ergänzung Ihrer Werks- Bücherei« wurden die Tagungsteilnehmer nochmals auf die Aus stellung aufmerksam gemacht. Von sechsundfünfzig maßgebenden Verlags-Firmen war mit rund 3000 Büchern und Zeitschriften im Gesamtwerte von etwa 60 000.— NM eine imposante und umfassende »Gemeinschaftsausstellung Deutscher Verleger« veranstaltet worden, deren Durchführung der Sortimentsbuchhandlung Johannes Alt-Frankfurt a. M. und dem Verlag Chemie-Berlin übertragen worden war. Außerdem hatten neun namhafte Verlage nochmals eigene Kojen belegt, doch waren die Verlagswerke dieser Verleger auch in der »Gemeinschaftsausstellung« vertreten. Auf Tischen in der Gesamtlänge von 42 Metern waren in »Systematischer An ordnung« die Werke nach folgenden Gesichtspunkten zur Schau ge stellt: 1. Allgemeine und physikalische Chemie, 2. Anorganische Chemie, 3. Mineralogische und geologische Chemie, 4. Organische Chemie, 5. Biologische Chemie, Physiologie, Medizin, 6. Pharmazie, Des infektion, 7. Analyse, Laboratorium, 8. Angewandte Chemie, 9. Ge schichte der Chemie, 10. Kunststoffe, 11. Metallurgie, Metallverarbei tung, 12. Chemische Technik, Chemische Apparate, 13. Ingenieur- Wissenschaften, 14. Patentwesen und Gesetzes-Literatur. Dazwischen war eine Stirnwand reichlich mit Prospekten der beteiligten Verlage belegt. Besondere Plakate mit der Aufschrift »Verkauf findet hier statt« gaben der wirklich umfassenden Ausstellung das Ge präge einer großen wissenschaftlichen Buchhandlung, die von drei sach kundigen Buchhandlungsgehilsen und zwei mit Feuereifer und Interesse an ihrem Beruf hängenden Lehrlingen betreut wurde. Der Verkauf mar recht zufriedenstellend. Gefragt wurde auch öfters — nach Aussagen der Gehilfen — nach den Grenzgebieten, wie Elektrotechnik und brauchbaren Schriften und Taschenbüchern für Facharbeiter. Vermißt habe ich diesmal leider die Abteilung zur »Entwicklung der chemischen Literatur, Erstaus gaben, Seltenheiten«, die manchem Forscher und Liebhaber Anregungen geboten hätte. Neuartig und vom Publikum mit größtem Beifall ausgenommen war eine Art »Leseraum« mit Tischen und Stühlen, in dem etwa hundert wissenschaftliche Zeit schriften ausgehängt waren, die sehr fleißig gelesen wurden. Alfred Schmidt- Wiesbaden. Internationale Statistik der Geistesarbeit im Jahre 1935*) VIII (Schluß) (I—VII s. Nr. 58, 62, 109, 120, 126, 140 und 150) Vereinigte Staaten. Nach dem Niedergang von 1932 und 1933 war die literarische Produktion der Vereinigten Staaten von Nordamerika im Jahre 1934 wieder etwas gestiegen. Im Jahre 1935 hat der Fortschritt angehalten und sich sogar noch verstärkt. Nicht allein die Neuerscheinungen, sondern auch die Neuauflagen sind im Jahre 1936 in der Zunahme, und zwar letztere mehr als die ersteren. Der Gesamtgewinn beträgt 568 Einheiten, wovon 120 auf die Neuerscheinungen und 442 auf die Neuauflagen kommen. Der Erfolg der letzteren erklärt sich wahrscheinlich durch die neuen billigen Neihenwerke, worunter sich auch Klassikerausgaben befinden. Wenn man die Statistik nach Wissenschaftsgebieten be trachtet (s. S. 595), so begegnet man in sechzehn Klassen einem Fort schritt, in sieben einem Rückgang. Wie im Jahre 1934 ist Klasse 18 (Romane) wieder diejenige, deren unbedingter Fortschritt am meisten ins Auge springt (140 Einheiten). Doch ist das Anwachsen der Klassen 5 (Erziehung), 16 (Allgemeine Literatur, Essays) und 22 (Bio *) Nach »De Droit ä'^uteur«, Bern, Nr. 12, 1936. Übersetzung von Erich Koerner. graphie, Genealogie) verhältnismäßig stärker. Wir beschränken uns auf diese drei Beispiele; es gibt auch noch andere. Während des Steuerjahres 1. Juli 1935 dis 30. Juni 1936 nahm das CopyriM OMce in Washington 156 962 Eintragungen vor. Die 1933/34 eingetretene Erholung dauert fort und steigert sich sogar: Steuerjahr 1932/33 . . . 1933/34 . . . 1934/36 . . . 1936 36 . . . Eintragungen 137 424 139 047 142 031 166 962 — 14 311 -s- 1623 2 984 -1-14 931 Die folgenden Angaben haben auf einige besondere Arten von Büchern Bezug. 1. Die Hinterlegungen der amerikanischen Drucke (Bücher, Broschü ren, Flugblätter, Zeitschriften- und Zeitungsartikel) setzen -ihren Auf stieg fort: 1932/33 44 400 1933/34 43636 19:14/36 46488 1936/36 49657 — 6 644 — 764 4- 2 862 -I- 3 169 5S4 Nr. 158 Dienstag, den 13. Juli 1987
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