§7k^»i vwe« Stefan Ntsch, tn der Sommeschlacht gesangengenommen. vom Kriegsgericht unfchuldig zum Tode, später zu 2V Jahren Zwangsarbeit verurteilt, nach zwe. Fluchtversuchen wieder ergriffen, von. Arbeitslager ins Zwangstager wandernd, immer wieder ausbrechend und zuletzt nach iibermenfchllchcn Anstrengungen quer durchs befetzte Gebiet in die Heimat gelangend, fchrieb das Buch feiner Kriegsgefangenschaft. Lein fchlichtcr, Tatsache an Tat- fache reihender Bericht ist rin erschütterndes Dokument stillen Heldentums zwifchen den Fronten, von befonderer Aktualität in einer Zeit, da ein siegreiches Deutschland jetzt feine Gefangenen von fremder Willkür be freit. Was dem Buch dariiberhinaus den befondere» Ton und besondere Stärke verleiht, ist die strenge Wahrhaftigkeit des Bcrsafscrs. Er hätte allen Grund zur Bitterkeit — und doch, inmitten vieler düsterer Bilder steht plötzlich eine heitere Idylle. Auch die Franzosen sieht er mit ab- Wägcnder Gerechtigkeit; neben die Gestalt feines Peinigers Bousin, eines französischenBcwachungsunterofsiziers, tritt, mild und versöhnlich, Chane, der Mann mit dem weichen Herzen. Und voll überschwenglicher Dank barkeit zeichnet er das Bild feines menschenfreundlichen Verteidigers, des Monsieur Befant, der ihn dem harten Zugriff des Staatsanwalts zu cnt- reisten versuchte. Sn alle Schrecken des Erlebten, die qualvollen Tage des Wartens auf das Urteil, die bangen Minuten vor der Flucht strahlt dennoch ein versöhnliches Licht. Keiner, der dieses Buch, das an Aben teuerlichkeit alle bloße Erfindungskraft beschämt, zur Hand nimmt, wird es ohne tiefe Erschütterung lesen-ein Buch männlicher Haltung, deutschen Heldentums, das durch alle furchtbaren Erlebnisse hindurch, ungebrochen und furchtlos, den Weg zu einem neuen Leben f.nd-t. ; ! - ^