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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 21.11.1942
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1942-11-21
- Erscheinungsdatum
- 21.11.1942
- Sprache
- Deutsch
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- Saxonica
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1942
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Betr.: Zuteilungs verfahren (Wiederholt aus Nr. 263) In Durchführung der Bekanntmachung über das Bestell-, Liefer- und Zahlungsverfahren vom 9. Oktober 1942 (Börsenblatt Nr. 232/233 vom 15. Oktober 1942) fordere ich diejenigen Ver lage, welche sich für das Zuteilungsverfahren entschieden haben, hiermit auf, dies der Geschäftsstelle des Börsenvereins bis späte stens 25. November 1942 zu melden. Es wird sodann eine Liste dieser Verlage im Börsenblatt veröffentlicht werden. Durch diese Liste wird die unmittelbare Benachrichtigung derjenigen Vertriebsfirmen, die vom einzelnen Verleger in das Zuteilungsverfahren einbezogen werden (§ 1 Abs. 2 der Bekannt machung), nicht erseht, vielmehr besteht für den Verleger nach wie vor die Pflicht, die von ihm in das Zuteilungsverfahren ein bezogenen Vertriebsfirmen mit der vom Börsenverein heraus gegebenen Karteikarte baldmöglichst zu unterrichten. Leipzig, den 16. November 1942 Baur, Vorsteher Dresden Am Sonntag, dem 29. November, vormittags 10 Uhr, spricht im Vorführungsraum der Gaufilmstelle Sachsen der NSDAP., Dresden, Ostra-Allee 27, Professor Dr. Fritj Gerathewohl von der Universität München über buchhändlerische Verkaufsge spräche. Der Besuch der Veranstaltung ist für alle Dresdner buch- händlerischen Gehilfen und Lehrlinge Pflicht, der Besuch der Betriebsführer und leitenden Angestellten ist erwünscht. Wir weisen auf diese Veranstaltung besonders hin, falls Angehörige des Buchhandels der näheren Umgebung Dresdens an der Ver anstaltung teilnehmen wollen. Diese werden dann gebeten, dem Obmann des Dresdner Buchhandels, Franz Schneekluth i. Fa. Wilhelm Heyne Verlag, Dresden-A. 24, Reichsstraße 17, Mit teilung zu machen. Gau München-Oberbayern Um die Liste der bei der Wehrmacht befindlichen Buch händler, buchhändlerischen Angestellten und Lehrlinge ergänzen und auf dem laufenden erhalten zu können, bittet die Landes leitung München-Oberbayern um Bekanntgabe der Anschriften bzw. Feldpostnummern der Betreffenden. Gleichzeitig bittet sie auch Namen und militärischen Rang derjenigen Berufskameraden anzugeben, die für Deutschland im Kampf gefallen bzw. im Lazarett gestorben sind. Von diesen er bittet die Landesleitung, soweit möglich, ein Bild und gegebenen falls Abschrift von Briefen und Mitteilungen, aus dem die nähe ren Umstände des Todes hervorgehen. Für baldige Mitteilung wäre die Landfesleitung sehr dankbar. Gau Pommern Ich bitte mir umgehend alle aus dem Gau Pommern im Felde stehenden Berufskameraden mit genauer Anschrift spätestens bis 1. Dezember 1942 zu melden, und zwar sofort an meine Greifs- walder Anschrift: Langestraße 38. Der Landesobmann des Buchhandels W. Klein Deutsche Literaturpreise Trotjdem wir uns nun bereits im vierten Kriegsjahr befin den, hat die Verteilung der deutschen Literaturpreise kaum eine Unterbrechung erfahren. Im Gegenteil, wie aus der nachstehen den Übersicht hervorgeht, sind in den letjten Monaten neue Lite raturpreise gestiftet worden. Ein Beweis für die ungebrochene Kraft des deutschen Geisteslebens und der deutschen Kultur. Seit der lebten Zusammenstellung, die die im ersten Halbjahr 1942 zur Verteilung gelangten deutschen Literaturpreise enthält (Bör senblatt Nr. 151 vom 11. Juli 1942), sind vom Juli dieses Jahres bis heute die nachstehenden Preise verliehen bzw. neu gestiftet worden: Der Literatur preis der Hansestadt Danzig wurde am 4. Okt. 1940 aus Anlaß des fünfundsiebzigsten Geburtstages desDanziger Ehrenbürgers und Dichters Dr. Max Halbe gestiftet. Der Lite raturpreis beträgt 5000.— RM. Im Rechtsstädtischen Rathaus wurde am 16. November durch Oberbürgermeister Lippke der Preis erstmalig an die Dichter Ottfried Graf Finckenstein für seinen Roman „Heimkehr nach Reiherberg“ bzw. „Dämmerung“ und Walter Sperling für seinen Roman „Wassernächte“ verteilt. Auf einer Kundgebung im alten Rathaus am 1. November zur Eröffnung der Kulturwoche der Stadt Dortmund gab Ober bürgermeister Dr. Banike bekannt, daß sich die Stadt entschlos sen habe, einen Kulturpreis, den Dortmunder Hansepreis, zu stiften, der alljährlich für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Dichtung, der Musik und der bildenden Künste vergeben werden soll. Erstmalig steht dieser Preis für 1943 zur Verfügung, und zwar für die Schaffung eines dramatischen Werkes oder Operntextes aus der Dortmunder Stadtgeschichte. Auch in diesem Jahre feierte die Stadt Düsseldorf den tradi tionellen „Tag der Kunststadt“, an dem während einer ganzen Festwoche eine umfassende Schau Düsseldorfer Kunst- und Kul turarbeit vermittelt wird. Die Reihe der zahlreichen Veranstal tungen wurde am 15. November mit der Verleihung des Kultur preises der Stadt Düsseldorf an den Dichter Wilhelm Schäfer und den Komponisten Hans Leonhardt eröffnet. In einem schlichten Festakt wurde in der Aula der Universi tät Bonn der diesjährige Josef-Görres-Preis der Johann-Wolf- gang-von-Goethe-Stiftung dem Nestor der rheinischen Kunst geschichte und langjährigen Provinzialkonservator der Rhein provinz, Professor Paul Clemen, verliehen. Mehr als fünfzig Jahre hat Professor Clemen dem Rheinland in der Pflege seiner Kunstdenkmäler, als Lehrer für Kunstgeschichte an der Universi tät Bonn und als Schöpfer seines Kulturhistorischen Instituts ge dient. In zahlreichen wissenschaftlichen Werken hat er die Schön heit und den künstlerischen Reichtum des Rheinlandes gewürdigt. Am Geburtstag Goethes (28. August) fand in Goethes Ge burtshaus zu Frankfurt a. M. die feierliche Übergabe des dies jährigen Frankfurter Goethe-Preises an Professor Dr. Richard Kuhn, Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für medizinische Forschung in Heidelberg statt. Professor Kuhn hat bereits mehrere Auszeichnungen für seine Arbeiten und Entdeckungen auf chemi schem Gebiet (Vitamin-Forschung und Entdeckung des Natur farbstoffes) erhalten. Von der Universität Marburg a. d. Lahn wurde für die geisteswissenschaftlichen Disziplinen ein Brüder-Grimm-Preis gestiftet, der in Gemeinschaft mit der neugegründeten Grimm- Gesellschaft in Kassel alle zwei Jahre in Höhe von 5000.— RM für besondere Leistungen auf dem Gebiete der Volkstumsfor schung verteilt wird. Der alljährlich von der Universität Königsberg verliehene Herder-Preis der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Stiftung ist für 1942 dem aus Westpreußen stammenden Dichter Ottfried Graf Finckenstein (bekannt durch seinen Roman „Die Mutter“, für den er bereits 1938 mit dem Volkspreis für deutsche Dichtung und dem Dichterpreis der Stadt Braunschweig ausgezeichnet wurde) zuerkannt worden. Der „Tag der Kunststadt Düsseldorf 1942“ wurde am 27. Ok tober mit der Verleihung der Kunstpreise der Stadt Düsseldorf im Rahmen einer feierlichen Ratsherrensi^ung eröffnet. Den Dnmermann-Literatur preis erhielt Wilhelm Schäfer. Die Universität Breslau hat den alljährlich zu vergebenden Nikolaus-Kopernikus-Preis der Johann-Wolfgang-von-Goethe- Stiftung, der für außerordentliche Leistungen auf dem Gebiet des Schrifttums, der Malerei oder der Volkstumsforschung an Per sönlichkeiten aus dem Deutschtum in der ehemaligen Republik Polen zur Verteilung gelangt, für das Jahr 1942 Viktor Kauder, 242 Nr. 265, Sonnabend, den 21. November 1942
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