oic 6 5 8 cttic«ic cittcs Kttnoctt dieser neue Roman Max Rene Heffes erzählt die Geschichte eines Knaben. Ls ist kein Kinderbuch, sondern eine ernste, bedeutungsvolle Entwicklungsgeschichte. Die bei spielhafte geistige Lntwicklung des Knaben, die Wandlung seiner inneren Welt und seiner religiösen Vorstellungen bilden den eigentlichen Kern des Buches. Aber der Ablauf dieser Jugend enthält zugleich die ganze bunte Fülle der Wirklichkeit des jungen Lebens. Im frühen Lntwicklungsstadium Dietrichs, im kleinen Lebensraum der Zchn- bis Fünfzehnjährigen erwächst ein Schicksal und durchmißt zum erstenmal - zunächst noch unsicher und schwankend - seinen eigenen Weg; und doch besitzt schon dieses junge Leben die ganze Fülle des Daseins- Grausamkeit und Liebe, Schmerz, Seligkeit, Tod und Teufel, - ungebrochen, jung und nicht verzerrt von der späteren ,Erinnerung" des Erwachsenen. Ls ist ein Iungensleben in der ganzen Stärke und Hingebungs- krast der frühen Jugend. - Der Vater, -Offizier, pflichtbewußt, aber ein Spieler und jähzornig, findet in seinem Sohn die eigenen Schwächen, und so sind die Beziehungen zwischen beiden eigenartig wechselnd und unsicher, bis sie in einer entscheidenden Stunde, in der Dietrich im Glauben an Teufel und Dämonen den Herrn der Welt beschworen will und dabet in höchste Lebensgefahr gerät, beide zueinander finden. Dietrich aber hat eine entscheidende Wandlung seines Gottbegrtffes erfahren. In diesem Buche wird nichts theoretisch erörtert; die herrliche Besessenheit der Jugend von ihren Träumen und Abenteuern reißt uns mit und läßt uns unsere eigene Ju gend noch einmal erleben. Und doch wird uns im Rahmen dieser Kindheitsgeschichte die Lntwicklung der menschlichen Linzelseele als die Lntwicklung der Menschenseele über endlose Zeiträume gezeigt. Ls ist nicht leicht, von der Hintergründigkeit, der Tiefe und Weite des Romans einen Begriff zu geben. Rein erzählerisch ist das Buch so stark, daß man es iu einem Zuge zu Lnde lesen muß. T> WOi.f6Ntt6Kirll6ckvcki.N6.6kki.ltt W >V W D W D D Z Z U Z Z Z Z D Z Z W D Z V V W Z Z V W D Z Z V Z H V Z D V D V D Nr. 24S Sonnabend, den 28. Oktober 1S87 k>0»7