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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 17.05.1938
- Strukturtyp
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- 1938-05-17
- Erscheinungsdatum
- 17.05.1938
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- Deutsch
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fünfundzwanzig Zakre Veutscke öückerel - Die Entwicklung des öuckkandels im Nakmen der nationalsozialistiscken V^irtsckaftsentwicklung Nedcn auf der Kundgebung des deutschen Luctikandels im Neuen ckeater Vizepräsident der Reichsschristtumskammer W. Baur: Der Leiter des Deutschen Buchhandels und Vizepräsident der Reichsschristtumskammer Hauptamtsleiter RL. Wilhelm Baur führte u. a. nachstehendes aus. Den ersten Teil seiner An sprache über die Deutsche Bücherei werden wir im Rahmen des Berichtes über ihre Jubiläumsfeier in der nächsten Nummer veröffentlichen. Uns Nationalsozialisten, die wir im deutschen Buchhandel tätig sind, oblag nach der Machtergreifung die Durchführung unseres Parteiprogramms auf diesem Gebiet. Artikel 23 des Parteiprogramms ist dem Worte nach in erster Linie für die Presse bestimmt gewesen. Er galt aber sinngemäß genau so für unser Schrifttum, in dem sich ebenfalls der gleiche jüdische und niarxistisch-liberalistische Geist sestgefressen hatte und für deren Verleger die gleichen Grundsätze anzuwenden waren wie für die Zeitungsverlage. Die Durchführung dieses Paragraphen im Verein mit den übrigen nationalsozialistischen Grundsätzen war daher nach der Machtergreifung unsere vordringlichste Aufgabe. Heute können wir seststellen, daß alle 474 jüdischen Buchhandclsbetriebe und 186 ehemals jüdischen Leihbüchereien in Deutschland verschwun den sind und mit ihnen der ganze jüdische und marxistisch-libe rale Geist ausgerottet ist. Die Umsatzzahlen der in der Reichsschrifttumskammer zu sammengefaßten reichsdeutschen Betriebe betrugen nach den bei der Kammer 1935 abgegebenen Veranlagungen 519 Millio nen RM — und soweit ich aus Erfahrung sprechen kann, dürfte hier niemand mehr Einnahmen angegeben haben, als er wirk lich hatte —, für das Rechnungsjahr 1937 bereits 630 Mil lionen RM! Wenn ich diese Zahlen bekanntgebe, bin ich mir be wußt, daß diese Steigerungen nicht allein auf das Gewinnkonto zu verbuchen sind, denn höhere Einnahmen bedingen grundsätz lich vorher größere Ausgaben und höhere Unkosten. Ferner hatten wir 1932 einige Tausend arbeitslose Buch händler. Heute kann ich erfreulicherweise feststellen, daß wir nicht nur mehr keine arbeitslosen Buchhändler mehr haben, sondern es sogar an leistungsfähigen Kräften bis herauf in den verantwortungsvollen Stellen fehlt. Vor der Machtergreifung konnte der deutsche Schriftsteller kaum die allernotwendigsten Honorare von seinen Verlegern bekommen, weil der Buchabsatz katastrophal zurückging; heute kann der Schriftsteller wieder fast immer mit sicheren Einkünften rechnen, die ihn in die Lage versetzen, seine Ausgaben zu er füllen. Der politische Wandel in unserem Berufsstand hat auch darin seinen Ausdruck gefunden, daß bereits 1936 in seinen Reihen 4300 Parteigenossen und Parteigenossinnen tätig sind. Heute haben wir erreicht, daß jeder vierte Buchhändler Mit glied der Bewegung ist, und, wenn man die Jugend berücksich tigt, daß der Großteil durch die Schule der HI. und SA. und den übrigen Gliederungen der Bewegung geht. Diese Erziehungsarbeit, die vor einigen Jahren mit der Gründung der Reichsschule des Deutschen Buchhandels hier in Leipzig begann, hat bereits beste Erfolge gezeigt. Rund 2000 deutsche Jungbuchhändler und Jungbuchhändlerinnen haben nach ihrer regulären Lehrzeit noch einmal vier Wochen in Leip zig Gelegenheit gehabt, nicht nur die Einrichtungen des Berufs standes genauesten? iennenzulernen, sondern in die politischen Aufgaben des Buchhändlers eingewiesen zu werden. Wenn wir hoffentlich in Kürze in der Lage sind, den geplanten Neubau der Reichsschule des Deutschen Buchhandels durchzuführen, wird dies noch besser werden. Wir hoffen, die Mittel, und sei es unter Umständen auch nur aus dem Berufsstand, aufzubringen, um der Reichsschule hier in Leipzig ein eigenes zweckmäßiges Heim geben zu können. Dann wird sich das vorerst noch kleine Korps der durch die Reichsschule gehenden Jungbuchhändler bedeutend vergrößern. Insbesondere werden wir dann auch darangehen können, die Nachwuchsfrage in den Leihbüchereien grundlegend zu ändern. Gerade diesem Teil unserer Standesorganisation kommt eine besondere Aufgabe zu, denn wenn man berücksichtigt, daß allein im letzten Jahr über zehn Millionen Ausleihungen durchgeführt worden sind, so ist nicht zu bestreiten, daß die Leih büchereien neben den Volksbibliotheken und Werkbüchereien ebenfalls notwendige Stätten der politischen, kulturellen und fachlichen Ausrichtung sind. Wenn wir die in Leipzig befindlichen zentralen Ausbil dungseinrichtungen immer weiter ausbauen, so tun wir dies deshalb, weil Leipzig im neuen Reich erst recht der große zen trale Umschlagsplatz des deutschen Buches ist. Hier laufen die Fäden aller deutschsprachigen Verleger und Buchhändler nicht nur durch die Organisationen, sondern auch durch die Kommis sionäre zusammen. Der junge Buchhändler, der hier noch ab schließend Leipzig kennenlernt, wird daher nicht nur in theore Staatssekretär Hanke trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Leipzig ein. Kerner von links nach rechts: Oberbürgermeister Dönicke, General direktor der Deutschen Bücherei vr. Uhlendahl, Vizepräsident der Reichsschristtumskammer W. Baur. tischen Dingen ausgebildct, sondern sein Wissen wird vor allem durch praktischen Anschauungsunterricht erweitert. Und es wird immer unsere Aufgabe sein, dafür zu sorgen, daß Praxis, Füh rung bzw. Verwaltung in engster Weise Zusammenarbeiten. Dann wird auch der Jungbuchhandel, insbesondere wenn die Sicherstellung unseres buchhändlerischen Nachwuchses restlos ge währleistet ist, seinen politischen Beitrag dem nationalsoziali stischen Deutschland der nächsten Jahrhunderte in einer Form leisten, von der wir überzeugt sind, daß sie zur Zufriedenheit der Staatsführung ausfallen wird. Zu den nächsten Ausgaben, die sich die Reichsschrifttums kammer in bezug auf die Betreuung des Buchhandels gestellt hat, gehört neben dem weiteren Ausbau der bereits vorhan denen Bestimmungen bezüglich der Zusammenarbeit mit den Autoren auch noch die Regelung der Abgrenzung zu den soge nannten Auch-Verlegern und Auch-Buchhändlern. Wir wissen, daß in dieser Hinsicht noch manches zu schaffen ist. Diese Änderungen können aber nur Zug um Zug erfolgen, denn man darf nichts einreißen, bevor nicht etwas Besseres vorhanden ist. Ferner werden wir, nachdem sich die wirtschaft liche Lage des Reiches in den letzten Jahren gebessert hat, auch Nr. NS Dienstag, den 17. Mat ISSS SS5
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