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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 03.02.1942
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- 1942-02-03
- Erscheinungsdatum
- 03.02.1942
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Jahresverzeichnis der deutschen Hochschulschriften 1940 Zusammenfassung der in der „Deutschen Kationalbiblio- graphie‘ erschienenen Titel von Dissertationen, Habilitations schriften, Rektoratsreden und sonstigen akademischen Veröf fentlichungen. Bearb. von der Deutschen Bücherei. 56. Jahr gang. Leipzig: Verlag des Börsenvereins der Deutschen Buch händler 1941. XII, 677 S. 8°. RM 33.—. Der vorliegende Band, der fünfte in der Reihe der von der Deutschen Bücherei bearbeiteten, schließt sich in Gliede rung und äußerer Form an das bewährte Vorbild seiner Vor gänger, an. Neu hinzugetreten sind die Technische Hochschule in Wien und die Landwirtschaftliche Hochschule in Tetschen- Liebwerd. Im übrigen wirkt sich der Einfluß des Krieges natur gemäß in einem Rückgang der verzeichneten Arbeiten aus, wo bei vor allem die Habilitationsschriften der philosophischen und die Dissertationen der juristischen Fakultäten eine erheb liche Verminderung aufweisen, während auf der anderen Seite die Habilitationsschriften der Technischen Hochschulen eine be merkenswert starke Vermehrung erfahren haben. Unter den statistischen Zusammenstellungen, die dem Vor wort auch diesmal in dankenswerterweise eingefügt sind, ist — einem von bibliothekarischer Seite ausgesprochenem Wunsche nachkommend — auch die 1934 zuletzt veröffentlichte Einzel übersicht über die Gliederung der Hochschulschriften in die voll, in beschränkter Anzahl und überhaupt nicht für den Aus tausch bestimmten Arbeiten wieder aufgenommen, die wert volle Unterlagen für ein in den lebten Jahren viel behandeltes Thema enthält, die Tatsache nämlich, daß ein größerer Teil der Hochschulschriften nicht allen an deren Austausch beteilig ten Anstalten gleichmäßig zugeht. Leider ergibt die Zusammen rechnung, daß sich das Verhältnis der vollzählig in den Aus tausch gelangenden Schriften gegenüber den gar nicht oder in beschränkter Anzahl in den Austausch gegebenen noch ungün stiger gestaltet hat als im Vorjahr. Während damals 25,2% nicht allgemein zugänglich gemacht wurden, hat sich dies für das Berichtsjahr auf 30% gesteigert. Von besonderem kulturpolitischen Interesse ist die erst mals durchgeführte Zählung der Ausländer als Verfasser von Hochschulschriften und ihre Aufgliederung nach Nationen und Hochschulen. Im Jahre 1940 waren danach die Ausländer mit 181 Arbeiten = 2,6% der Gesamtzahl beteiligt, unter denen einerseits die Chinesen mit 37, auf der andern Seite die Uni versität Berlin mit 45 Arbeiten an der Spitje standen. Für den Buchhandel stellt das Jahresverzeichnis der deut schen Hochschulschriften wie immer das grundlegende Nach schlagewerk einer wissenschaftlich wichtigen Schriftengattung dar, dessen Bedeutung durch die genauen Nachweise ander weiter Veröffentlichung der Arbeiten in den Fußnoten noch er höht wird. Besondere Wichtigkeit wird es nun in den kommen den Jahren gewinnen, seit anstelle des Druckzwanges die maschinenschriftliche Veröffentlichung nachgelassen ist und die größere Zahl der Hochschulschriften also nur mehr einer be grenzten Anzahl von Bibliotheken zugehen wird. Bibl.R. Dr. Hans Ruppert Unsere deutsche Sprache Der Machtbereich der deutschen Sprache Jedermann begreift, welche Rolle je§t, da Deutschland sich anschickt, Europa unter seiner Führung zu einigen, der deutschen Sprache zukommen muß. Zahlenmäßig stand sie schon vor dem Kriege an der Spitze des Erdteils. Von der euro päischen Bevölkerung sprachen mindestens 87 Millionen Deutsch als Muttersprache, erst dann folgten die 70 Millionen Groß russen, wobei wir die 30 Millionen Ukrainer von ihnen abspal ten, und etwa 50 Millionen Englischsprechende, Französisch erst an fünfter Stelle hinter Italienisch. Will man den Machtbereich einer Sprache messen, so ist vor allem noch zu beachten, wie weit sie als Fremdsprache gelernt wird. In dieser schulmäßigen Erlernung wetteiferte das Deutsche mit dem Englischen und Französischen. In der Anwendung als Verkehrssprache aber marschierte es schon damals an der Spitje der europäischen Sprachen. Machen wir uns auf diesem Felde zu noch größeren kommenden Aufgaben bereit! Scheinbar und anscheinend Was halten Sie von einem Manne in scheinbar guten Ver hältnissen? Würden Sie ihm Geld leihen? Die Antwort wird verschieden ausfallen. Wer richtig deutsch kann, wird sagen: Ich werd’ mich hüten, wie sollt’ ich einem Manne, der nach außen protjig und prunkend auftritt, stets gern den großen Herrn spielt, dabei aber nichts in der Kiste hat — wie sollt’ ich dem mein Geld anvertrauen? Meinen Sie, ich ließe mich durch den falschen Schein zu einer Dummheit verleiten? — Wer da gegen nicht richtig deutsch kann, nach heutiger Sprachmode das gefährliche, trügerische „scheinbar“ als ein harmloses oder gar freundlich aufmunterndes „anscheinend“ auffaßt, der wird ant worten: Warum nicht? Alle Anzeichen sprechen doch dafür, daß man diesem scheinbar gut gestellten Menschen vertrauen kann. Merke: ein Mann in scheinbar guten Verhältnissen ist in Wirklichkeit unbemittelt, der Schein trügt, wie die tägliche Er scheinung des Sonnenaufganges; denn die Sonne geht nur scheinbar auf, sie dreht sich nur scheinbar um die Erde. Ein Mann aber, der offenbar, wie man annehmen darf, wie es scheint, in guten Verhältnissen ist, der ist es anscheinend. Welch ein Unterschied, ob der Richter erklärt: „Der Ange klagte hat mit seiner Behauptung scheinbar recht“, oder: „. . . anscheinend recht!“ Dort ist er von seiner Schuld über zeugt, und es gilt nur noch, das Lügengewebe der Worte zu zer reißen; aber bei dem „er hat anscheinend recht“ ist der Richter zur entgegengesetjten Meinung gelangt, und der Angeklagte muß nur noch den letjten Beweis für die sich schon offenbarende Wahrheit bringeil. Bitte an das Sortiment Es ist je§t mehr denn je erforderlich, sich gegenseitig die Arbeit zu erleichtern. Dies geschieht aber keinesfalls dadurch, daß ein Ver langzettel mit einem Stempelabdruck versehen ist, der nur mit Mühe und durch Nachschlagen im Adreßbuch entziffert werden kann. Oft ist der Besteller aber überhaupt nicht zu ermitteln, weil der Stempel abdruck entweder verwischt oder durch zu trockenes oder zu feuchtes Stempelkissen unleserlich geworden ist. Auch das zu feste Ankleben der dünnen Verlangzettel an die Lasche des Briefumschlages ist nicht immer von Vorteil, denn dadurch werden die Zettel vielfach beim Herausnehmen zerrissen. Zum mindesten ist es sehr mühevoll und zeitraubend, diese Zettel aus der Umhüllung zu lösen, ohne sie zu beschädigen. Neuregelung der Erstattung von Unfallanzeigen in gewerblichen Betrieben Wird in einem unfallversicherungspflichtigen Betriebe ein Be schäftigter durch Betriebs- oder Wegeunfall getötet oder so verletjt, daß er stirbt oder für mehr als 3 Tage völlig oder teilweise arbeits unfähig wird, so ist eine Unfallanzeige zu erstatten (vorgeschriebene Vordrucke auf gelbem Papier sind in Papierwarengeschäften oder bei der zuständigen Berufsgenossenschaft erhältlich). Der Unfall ist der zuständigen gewerblichen Berufsgenossenschaft binnen drei Tagen anzuzeigen, nachdem der Betriebsunternehmer ihn erfahren hat. Eine besondere Ausfertigung der Unfallanzeige war bislang — in der Regel unter Beifügung einer weiteren Abschrift — an die Orts polizeibehörde zu senden. Durch Erlaß Ila 17438/41 vom 19. Dezember 1941 (Amtliche Nach richten für Reichsversicherung vom 5. Januar 1942 S. II 17) hat der Herr Reichsarbeitsminister hier eine Vereinfachung angeordnet. Da nach sind nunmehr Unfallanzeigen nur noch zu senden 1. an den zuständigen Träger der Unfallversicherung, also z. B. die gewerbliche Berufsgenossenschaft, 2. an das zuständige Gewerbeaufsichtsamt (betrifft nur gewerb liche Betriebe!). Die Unfallanzeige an die Ortspolizeibehörde des Unfallortes fällt mit sofortiger Wirkung fort. Nur noch in den Fällen, in denen der Nr. 20, Dienstag, den 3. Februar 1942 23
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