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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 13.08.1920
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1920-08-13
- Erscheinungsdatum
- 13.08.1920
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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Börsenblatt f. d. Dtschn. Buchhandel. Redaktioneller Teil. 180, 13. August 1920. europa (von H. Hertz b erg, I. Perthes-Gotha, und E. Schwabe, Älasing L Co., Lang-Lcipzig) sowie die Erde (I. Perthes-Gotha); auch die schwierigen Methoden der Darstellung wirtschaftsgcographischer Wandkarten wurden an Beispielen (G. Westermann. B. G. Teubner) gezeigt. Die wundervolle plastische Gebirgsdarstellung der schweize rischen Kartographie konnte an einer Wandkarte des Kantons Tessin (Kiimmcrly L Frey-Bern) bewundert werden, eine spezielle Schul wandkarte zu Schillers »Wilhelm Teil« (Morgenstern-Breslau) zeigte die Fürsorge für den Deutschunterricht. Schließlich waren noch Bei spiele von historischen Wandkarten und manche andere ausgestellt, deren Aufzählung hier zu weit führen würde. Dieser Bericht möge gleichzeitig den kartographischen Verlegern zeigen, wie notwendig es ist und wie es in ihrem eigenen Interesse liegt, wenn sie die Neuerscheinungen ihres Verlags auf schnellstem Wege an ihre eigene Bibliothek, nämlich die Deutsche Bücherei gelangen lassen. Damit ist zugleich die beste Gelegenheit gegeben, die neuen Karten der Öffentlichkeit und den Kreisen, die als Abnehmer in erster Linie in Frage kommen, bekannt zu machen. Die Kartensamm lung der Deutschen Bücherei bereitet zurzeit unter Mitwirkung eines Fachlehrers eine ähnliche Ausstellung für den Herbst vor, die beson ders auf die Bedürfnisse der Volksschulen zugeschnitten fein soll, zu der die betreffenden Lehrer seinerzeit geladen werden. Auch der Verband der Lehrmittelvcrleger wird zu einer Besichtigung gebeten werden, bei der wertvolle Anregungen für die zukünftige Gestaltung derartiger Ausstellungen gegeben werden können. vr. Hans Praesent. Meise Mteilssgen. Korrektiiriendlinge». — Für die Verkehrsfeindlichkeit der Post (s. Bbl. Nr. 17b) ein weiterer Beitrag, der sicher gleichfalls von allge meinem Interesse sein dürfte und zur Beachtung empfohlen ist: Einer meiner Auftraggeber sandte mir zu einem in Satz gegebe nen Inserat die von ihm verlangte Korrektur zurück und hatte dort neben den Korrekturen nur die zwei Worte: »Revision erdete n« handschriftlich vermerkt. Daraufhin erhob die Post 60 Pfennig Straf porto. Ich habe dies der betreffenden Berliner Firma mitgeteilt nud sie gebeten, sich dieserhalb beschwerbeführend an das dortige Postamt Berlin-Halensce zu wenden. Das ist auch geschehen. Der Bescheid lautet wörtlich: »Zum Schreiben vom 16. an die Oberpostdirektiou. Nach den Be stimmungen im § 8 der Postordnung dürfen Druckfachen-Korrekturen mit dem Vermerk »Revision erbeten« nicht als Drucksache gegen die ermäßigte Taxe befördert werden, weil der Vermerk als persönliche und eigentliche Mitteilung anznsehen ist.« So geschehen im Zeichen des Verkehrs und in dem allgemeinen Be streben, unserem darniederliegenden Wirtschaftsleben aufzuhelfeu. Man wird sich da, wo die oben genannten Worte öfter gebraucht werden, am besten durch Anfertigung eines entsprechenden Stempels helfen. Dann ist der Kleinigkeitskrämerei der Post Genüge geleistet. Expedition des »Allgemeinen Wahlzettel für den deutschen Buch- und Musikalicuhandel«, Hierzu ist zu bemerken, daß das Postamt Berlin-Haleusee sich in einem Irrtum befindet, denn Zusätze in Korrekturbogen wie »Impri matur«, »druckfertig«, »noch eine Revision«, »noch einige Abzüge« und dergleichen stehen nach der anerkannten Auslegung der Postordnung der Beförderung der Korrekturbogen gegen die ermäßigte Taxe für Drucksachen keineswegs entgegen, weil sie als Zusätze an zusehen sind, die die Korrektur, die Form und den Druck be treffen. Dagegen gehen schriftliche Bemerkungen wie: »baldige Rück sendung erbeten«, »Korrektur recht schnell«, »Auflage 2000« und ähn liche über die nach der Postordnung bei Korrekturbogen gestatteten Änderungen und Zusätze hinaus. Red. Der Verband der Fachpresse Deutschlands beschloß in seiner letzten Vorstandssitzung, die Vorstandsmitglieder E. Grciffenhagen und Direktor Springer für die ausgeschiedcuen Vorstandsmitglieder Georg Elsner und vr. Pickardt in den Beirat II der Wirtschaftsstelle für das Deutsche Zeitungsgewerbe zu entsenden und für die sofortige Aufhebung der Bewirtschaftung des Zeitschriftenpapiers zu stimmen. Aus dem Deutschen Reichstag. - In der Sitzung vom 30. Juli lagen nicht weniger als 40 Anfragen vor. Ein großer Teil von ihnen mußte abgesctzt werden, weil die Fragesteller nicht anwesend waren, ttber die den Buchhandel iuteresi irrenden Fragen entnehmen wir dem Bericht des »Deutschen Reichsanzeigers« folgendes: Eine Anfrage Schirmer- Franken (Bayer. Vp.) bezog sich auf die Notlage des deutschen Zeitungsgewcrbes. Die Zeitungsverlegcr ständen seit langem unter dem Druck sehr hoher Papierpreisc. Viele Papierfabriken wirtschafteten, gestützt durch die amtliche Preispolitik, übermäßige Gewinne heraus. Das unerhörte Gebaren der Papier fabriken und Papiergroßhändler, die sich nicht scheuen, ihre in starken Organisationen begründete Macht in der brutalsten Weise auszunützcn, sei kaum mehr zu ertragen. Die Presse sei am Leben bedroht. Ein Regierungsvertreter erwiderte, die Papicrholzpreise seien seit dem Herbst 1919 sprunghaft auf mehr als das Zwanzigfache gestiegen. De» Anträgen auf Hcraufsctzuug der Druckpapierpreise wurde nur in soweit stattgegcben, als es auf Grund genauer Prüfungen und der amt lichen Revisionen gerechtfertigt erschien. Dadurch wurde erreicht, daß die Preise für Zcitungsöruckpapier stets viel niedriger waren, als die allgemeinen Marktpreise gleichartiger Papiersorten. Der ain Zeitungs druckpapier erzielte Fabrikationsgeivinn hat im Durchschnitt angemes sene Grenzen nicht überschritten. Teilweise wurde auch mit Verlust ge arbeitet, was sich aus der Stillegung einer Zeitungspapierfabrik er gibt. Wenn Papierfabriken außerordentliche Gewinne machten, so be ruht es darauf, daß sie ausschließlich oder vorwiegend andere Papier sorten als Zeitungspapier herstellten. Für diese Papiere besteht eine amtliche Preisbindung nicht, zumal sie teilweise mit ausländischem Brennstoff und ausländischer Zellulose arbeiten. Die große Papicr- knappheit und der zum Teil von Unberufenen betriebene Zwischenhandel Huben gerade in den anderen Papiersorten sehr preistretbend gewirkt, ohne daß die Behörden, zumal bei der raschen Steigerung der Preise, erfolgreich entgegentreten konnten. Verhandlungen der Neichsregiermig mit den Ländern über die Zurverfügungstellung von Papierholz zu er mäßigten Preisen haben leider nicht zu dem erwünschten Ergebnis ge führt. Der Entwurf einer Bekanntmachung, wonach die Länder eben so wie das Reich durch Leistung von Geld oder Papierholz zur Verbil ligung der Zcitungspapierc beitragen sollten, wurde vom Neichsrat abgelehnt. Seit dem 1. März werden vom Reiche zur Senkung der Druckpapierpreise monatlich 10 Millionen zur Verfügung gestellt, die vorwiegend der kleineren und mittleren Presse zugute kommen. Auch für die Zeit vom 1. Juli ab sind wieder für vier Monate insgesamt 40 Millionen im Presseetat augefordert. Die Neichsregterung wird auch weiterhin auf eine Senkung des Druckpapierpreises hinzmvirken suchen; insbesondere sollen auch die Verhandlungen mit den Ländern wegen Bereitstellung billigen Papierholzes fortgesetzt werden. Eine Ergänzungsanfrage, ob die Bilanzen der Zeitungspapier fabriken durch amtliche Revisoren nachgcprlift würden, wird dahin be antwortet, daß die Regierung bereit sei, nötigenfalls auch solche Prü fungen vornehmen zu lassen. Aus der Beantwortung anderer Anfragen geht hervor, daß über die Beteiligung des Reichs an den Kosten der K u l t u r a u f ga bcn der Länder zurzeit Verhandlungen schweben. Die dlonumonta Ksrmanias Hiotorieo (vgl. Bbl. Nr. 158), die seit mehr als einem Jahrhundert ruhmvollen Bestehens der Aufdeckung und Erforschung der Geschichte des deutschen Volkes, seiner Eigenart und Kultur dienen und die das Ansehen der deutschen Wissen schaft und Forschertätigkcit im Ausland gefördert und zugleich den deutschen Universitäten einen hervorragenden Nachwuchs geliefert haben, drohen angesichts geldlicher Schwierigkeiten der Verkümmerung anheimzufallen. Die Reichsrcgierung erkennt in vollem Maße an, daß die Fortführung des Unternehmens der dlonumsnta Oermamae llistu- riea eine in wissenschaftlicher wie in nationaler Hinsicht gebotene wich tige Aufgabe ist. Es schweben eingehende Erörterungen darüber, welche Maßnahmen angesichts der Not der deutschen Wissenschaft seitens des Reichs getroffen werden können. Durch eine auf diesem Wege der wissenschaftlichen Forschungsarbeit im allgemeinen zukommende Förde rung werden auch die Arbeiten der dkonumeuta nach bestimmter Rich tung unterstützt werden. Inwieweit daneben eine Erhöhung der im NeichshauShalt für die Nouumsiita ausgcbrachten besonderen Mittel erforderlich und möglich ist, wird gleichfalls erwogen. Jedenfalls wird die Regierung alles mögliche tun, um eine Verkümmerung des vom Freiherrn vom Stein ins Leben gerufenen Unternehmens zu verhüten. Eprechsaal. AOHne Verantwortung der Redaktion: jedoch unterliegen alle Einsendungen de« Bestimmungen über die Verwaltung -es Börsenblatts.) Fortfall des Sortimenterzuschlages. Wir empfehlen den Herren Verlegern, auf jeder einzelnen N c u i g k e i t c n - F ak t u r, die die Rabatt-Bedingung der Abbau- Verordnung des Börscnvcreius vom 17. Juli erfüllt, den Fortfall des Sortimenter-Zuschlages ausdrücklich durch Stempel oder deutlichen Aufdruck zu vermerken. Die Feststellung des Na- battsatzes während der Arbeit des Auszcichuens ist tu lebhafter Ge schäftszeit nicht durchführbar. C h a r l o tt e n b n r g. Amclang ' sche Buchhandlung. V-rantwortl. Red. i. B.' Rtchard A l b c r t I. - Verlag: D c r B ö i s e u v e r e l n der Deutschen Buchhändler zu Leipzig. TentscheS Buchhänbleihau». Druck: Ramm Seemann. Sämtlich in Leipzig. — Adresse der Redaktion und Expedition: Leipzig. Gerichtsweg 26 lBnchhandlerhaus). S64
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