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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 05.09.1906
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1906-09-05
- Erscheinungsdatum
- 05.09.1906
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
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206, 5. September 1906. Nichtamtlicher TsL 8395 gebliebenen blauen Postkarten stellen einen Herstellungswert von rund 135000 ^ dar. Dieser Betrag ist durch den Aufdruck des zweiten Stempels verwertet worden. Der Vorrat an unbedruckten blauen Karten für die Zweipfennigkarten findet zur Herstellung von Postkarten zu Postdienstzwecken Verwendung. Die Menge des vorrätigen Papiers entspricht ungefähr dem Rest der aus gedruckten Karten. (Lpzgr. Tageblatt.) Badische Ehejubiläums - Denkmünzen. — Die Denk münzen zur Erinnerung an die goldene Hochzeit des badischen Großherzogspaars, die in den Münzstätten Karlsruhe zu 5 und zu 2 geprägt werden, sollen, wie die »Süddeutsche Reichs korrespondenz- erfährt, vom 12. September d. I. ab gegen Wert ersatz an das Publikum abgegeben werden. Mehr als ein Fünf- und ein Zweimarkstück sollen in der Regel an eine Person nicht verabfolgt werden. Die Verausgabung erfolgt in Karlsruhe durch die Landeshauptkasse, das Hauptsteueramt, das Domänenamt und die Steuereinnehmereien, in den andern Städten des Groß herzogtums durch die Finanzämter, Hauptsteuerämter, Domänen ämter, Salinenämter, in Mannheim außerdem durch das Haupt zollamt. In den Orten größern Umfangs, wo sich eine der ge nannten Bezirksfinanzkassen nicht befindet, werden die Steuer einnehmereien mit einem angemessenen Vorräte jener Münzen zur Abgabe an die Bevölkerung versehen werden. Wegen Aushändi gung der Münzen an sämtliche Beamte des Landes wurde den Kassen besondere Weisung erteilt; auch wird der Militärverwal tung ein entsprechender Betrag zur Verfügung gestellt werden. Ebenso ist den Wünschen der andern Bundesstaaten auf Über lassung von Denkmünzen entsprochen worden, soweit dies mit Rücksicht aus den eigenen Landesbedars und die Höhe der Gesamt prägung tunlich erschien. Deutsche Schulen in Livland. — Der Verwaltungsrat des Deutschen Vereins in Livland hatte um die Genehmigung folgender vier deutschen Schulen nachgesucht: 1. einer sünfklassigen Knaben-Mittelschule in Riga mit klassischem und realem Lehr programm; 2. einer vierklassigen Knaben-Mittelschule in Werro, gleichfalls mit klassischem und realem Lehrprogramm (dieser Schule soll eine drei Lehrjahre umfassende Vorbereitungsschule für Knaben und Mädchen angegliedert werden); 3. einer Knaben- Elementarschule mit vierjährigem Lehrgang für Riga; 4. einer Elementarschule mit vierjährigem Lehrgang für Knaben und Mädchen in einem der Vororte Rigas. Entsprechend einer vor hergegangenen Zusage des Lehrbezirkskurators Exzellenz Leroschin, sind, wie die Mitteilungen des Allgemeinen Deutschen Schul- veretns berichten, die eingereichten Konzessionsgesuche nebst Statuten und Lehrprogrammen dieser vier Schulen mit ganz ge ringfügigen Ergänzungen und Abänderungen genehmigt worden. Sozialdemokratisches ZeitungSwesen. — über den Stand der sozialdemokratischen Presse entnimmt die Papierzeitung dem Bericht des sozialdemokratischen Parteivorstandes folgendes: Der -Vorwärts- hat am Ende des Berichtsjahres einen Abonnentenstand von 112 000 erreicht. Er hat aus Abonnements geldern eine Einnahme von rund 900 000 ^ gehabt. Von dieser ansehnlichen Summe sind aber durch die Post nur etwa 60 000 ^ eingegangen, wodurch bewiesen wird, daß weitaus die meisten Vorwärts-Leser in Berlin und den Vororten wohnen. An An zeigengeldern hat der -Vorwärts- iiü verflossenen Geschäftsjahr etwa 833 500 ^ eingenommen. Für Redaktsurgehälter sind etwa 70 000 und an Mitarbeiterkosten aller Art etwa ebensoviel ausgegeben worden. Der Reingewinn betrug rund 140 000 — Ungünstiger hat die wissenschaftliche Wochenschrift die »Neue Zeit- abgeschnitten, die ihr Geschäftsjahr mit einem Verlust von fast 5000 abschloß, obgleich ihr Abonnentenstand von 6000 auf 7000 gewachsen ist. — Die -Gleichheit-, das Organ der Ge nossinnen, hat einen Gewinn von fast 4000 ^ gebracht; ihr Abonnentenstand ist von 28 000 auf 44 000 gestiegen. — Das sozialdemokratische Witzblatt -Der wahre Jakob« hat den an sehnlichen Gewinn von fast 44 000 abgeworfen; sein Abon nentenstand hat die Zahl von 200 000 überschritten. — Das illustrierte Wochenblatt -Die Neue Welt« hat im verflossenen Jahr eine Auflage von rund 400 000 und der -Neue Welt- Kalender- in derselben Zeit eine solche von 150000 Exemplaren gehabt. — Im Aufträge des Vorstands wurden ferner in der »Vor wärts--Druckerei für Pommern 146 000, für Hessen 15 000, für Mecklenburg 98 000, für Ostpreußen 55 000, für Westpreußen 25 000 und für Posen 20 000 Agitations-Kalender hergestellt. — Die Buchhandlung des -Vorwärts« hat einen Rückgang des Warenumsatzes von 466 835 auf 440 283 ^ zu verzeichnen. Konsulatsfakturen bei Ausfuhr nach den Ver einigten Staaten von Amerika. -- Der tz 678 der Ooneular llsAuiations enthält in Satz 2 die folgende Bestimmung: »Zur Erfüllung der Gesetzesvorschrift, welche fordert, daß eine Ware fakturiert werden soll mit dem Marktwerte oder dem Großhandelspreis, zu dem sie in gewohnten Großhandelsmengen zurzeit der Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten von Amerika an den hauptsächlichsten Marktplätzen des Landes, woher sie eingeführt wird, gekauft und verkauft wird, sollen die Konsuln in allen Fällen, wo die Faktura zur konsularischen Beglau bigung in einem andern Lande vorgelegt wird als in dem jenigen, von dem die Ware unmittelbar nach den Vereinigten Staaten ausgeführt wird, den Fakturen eine Bescheinigung beifügen über die hinzukommenden Kosten der Beförderung vom Herstellungsorte nach dem Versendungsorte.« 'Es sind Zweifel darüber entstanden, welcher Marktwert zu grunde zu legen ist, wenn die Faktura zur konsularischen Be glaubigung in einem andern Lande vorgelegt wird als in dem jenigen, aus dem die Ware unmittelbar nach den Vereinigten Staaten von Amerika ausgeführt wird. Die Bestimmung ist nun von der Regierung dahin erläutert worden, daß auch in diesem Fall der Marktwert des Produktionslandes zugrunde zu legen sei. Als Beispiel wird angegeben: Wenn in Italien hergestellte Makkaroni unmittelbar von London aus nach den Vereinigten Staaten zu einer Zeit ausgeführt werden, in der der Marktpreis in London niedriger ist als in Italien, so sind sie nach dem Marktpreis des Herstellungslandes, also Italiens, zu fakturieren, obgleich er höher als der Londons ist. (Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestellten »Nachrichten für Handel und Industrie«.) Aus einer Londoner Bücher-Versteigerung. — Bet einer Bücherversteigerung in London wurden für eine kleine Broschüre Thackerays »LinZ Olluwxus-, Zwischenspiel in einem Akt, von der bisher noch niemals ein Exemplar öffentlich ver steigert worden ist, nicht weniger als 100 Pfund Sterling (2000 ^) bezahlt. Diese im Jahre 1837 gedruckte, nicht für den Buchhandel bestimmte Broschüre ist mit drei Illustrationen ge schmückt und trägt eine Widmung an Miß Cmily Parker von der Hand Thackerays. (Lpzgr. Tgbl.) L Vom norwegischen Provinzbuchhändlerverein. — Der Verein versandte kürzlich ein Rundschreiben, aus dessen Inhalt folgende Mitteilungen vielleicht Interesse haben: Bisher erfolgte nach der im Jahre 1904 getroffenen Organi sation die Einsammlung von Subskriptionen auf Lieferungswerke in Norwegen durch Kolporteure, die der Vorstand dieses Vereins anstellte. Zu diesem Zweck war von letzterem eine Einteilung des Landes in Zonen ausgearbeitet worden. Aber die von ihm angestellten Personen haben ein Betragen gezeigt, das dem Ansehen des Standes nur schaden kann. Man will deshalb nun einen andern Weg einschlagen, den der norwegische Verlegerverein (in seiner Sitzung vom 5. Juni d. I.) sowie der vereinigte Gyldendal- Cammermeyersche Verlag auch bereits gebilligt haben. Zwischen jedem Verleger und dem norwegischen Provinzbuchhändlervein wird eine Übereinkunft geschlossen. Jedes Sortimentermitglied des Vereins hat danach das Recht, selbst Kolporteure anzustellen. Sobald ein neues Subskriptionswerk angezeigt wird oder das erste Heft erschienen ist, fragt »Provinsboghondelen« (die Kom missionsanstalt in Kristiania, eine Aktiengesellschaft norwegischer Provinzbuchhändler) beim Verleger schriftlich an, ob es mit unter diese Übereinkunft fallen soll, und wird das bejaht, so macht die Anstalt den Mitgliedern des Vereins davon Mitteilung. Der Kolporteur erhält auf alle von ihm gesammelten Subskriptionen als Provision 10A des gesamten Subskriptionspreises des Werkes; die Hälfte hiervon aber (also 5 Prozent des Gesamtpreises) wird dem Sortimenter von dem betreffenden Verleger gegen Einsendung 1104*
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