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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 06.04.1940
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1940-04-06
- Erscheinungsdatum
- 06.04.1940
- Sprache
- Deutsch
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Einzelumwandlungsfällen begründete Eingabe an den Reichs minister der Finanzen und verhandelten in dieser Sache. Aus grundsätzlichen Erwägungen wurde die Anwendung der Ver günstigungen des Uinwandlungssteuerrechts abgelehnt. Wir sind nunmehr dabei, Unterlagen aus einzelnen Fällen zusammenzu stellen, in denen ein Teilerlaß im Billigkeitswege beantragt worden ist. Für die Lagerbewertung haben die vom Steuerausschuß ausgearbcitcten und von den Finanzbehörden anerkannten Richtlinien für die Lagerbewertung im Buchhandel weiterhin Gültigkeit. In letzter Zeit war zu der Frage der Bewertung feindlicher, darunter zum Teil vollkommen unerwünschter Werke und der Außenstände im feindlichen Ausland Stellung zu nehmen. Vom Rcichsministcr der Finanzen wurde mitgetcilt, daß Außenstände im feindlichen Ausland bis auf weiteres nach den allgemeinen Grundsätzen zu bewerten sind. Inzwischen haben wir uns jedoch mit dem Leipziger Obcrfinanzpräsidenten in Verbindung gesetzt, um im Verhandlungswege alle durch die Kriegsverhältnisse be dingten Einflüsse in der Bewertung zu klären. Das Pauschalvcrfahrcn der Versteuerung von Verlagsvcr- trägen ist in einer weiteren Reihe von Orten eingeführt worden und hat den Beteiligten die Abrechnungen erleichtert. Uber Einzclfragcn bei der Urkundensteuer für Verlagsverträge herrschte eine rege Auskunftstätigkcit. Über die Umsatzsteuerfreiheit für den Ausfuhrerlös wurde von uns des öfteren Auskunft erteilt, bei der immer wieder dar auf hinzuwcisen war, daß die Ausfuhr buchmäßig nachgewiesen werden muß. Die,im vorjährigen Bericht erwähnten Vorarbeiten für einen Kontcnplan für Verlagsbetriebs, sind soweit gefördert worden, daß Ende des Jahres ein verbesserter Entwurf veröffentlicht kontcnpläne werden konnte, der die auf Grund einer Borveröffentlichung ein- gcgangenen Anregungen verwertete. Mehr noch als im Sorti mentsbuchhandel zeigt die bisherige Buchführung der Vcrlags- bctriebc manche Eigenart, die die Umstellung auf das System der neuen Kontenpläne erschwert. Die Vorbereitungen darauf erweisen sich daher als besonders schwierig und umständlich und verlangen erhöhte Sorgsamkeit. Um die Umstellung zu erleich tern, werden Einführungsbroschüren sowohl für das Sortiment wie den Verlag vorbereitet. Die elftere, die Herr Kretzschmar übernommen hat, steht vor dem Abschluß. Die Verbindlichkeit der Kontenplänc zu beantragen, ist bis zum Kriegsende zurück- gestellt worden. Es ist aber erwünscht, daß alle Firmen, die dazu in der Läge sind, die Kontenpläne freiwillig bereits jetzt über nehmen. Es wird auch um Mitteilung der dabei gemachten Er fahrungen gebeten, damit sie gegebenenfalls vor der Verbind- lichcrllärnng noch verwertet werden können. Wegen mancherlei Schwierigkeiten, die sich für den buch händlerischen Verkehr ergaben, haben wir uns mit der Reichs bahn und der Reichspost in Ver bindung gesetzt. Beide sicherten zu, alles zu tun, um im Rahmen des kisenbahn, Post, Io» Möglichen die Wünsche des Buchhandels zu erfüllen, über die Aufnahme des Verkehrs mit den befreiten Ostgebieten wurde fortlaufend im Börsenblatt berichtet. ' Zur Erleichterung des Zeitungsbezugs führte die Reichspost am 1. August 1939 die Zeitungs-Drucksache ein. Als Zeitungs- Drucksache können Zeitungen und Zeitschriften jeder Art zu einer ermäßigten Gebühr versandt werden. Jedoch dürfen keinerlei Mitteilungen, Rechnungen oder Zählkarten bcigefügt werden. Dem Antrag des Börsenvcreins auf Erhöhung des Gewichts der Fcldpostpäckchcn hat das Reichspostministerium entsprochen und am I. November Fcldpostpäckchen bis l Ii§ Gewicht zu gelassen. ! Wegen Schwierigkeiten bei der Einfuhr deutscher Bücher in Jugoslawien und Rumänien wurden Verhandlungen mit den zuständigen Behörden ausgenommen. Es ist zu hoffen, daß es gelingen wird, die Hemmnisse und Verteuerungen, die den, deut schen Buch aus der Zollbchandlung entstehen, zu beseitigen. Der Großteil der werberechtlichen Auskunftscrteilung betraf die Prüfung und Überwachung der entgeltlichen Wirtschafts- Werbung für andere, also der Finanzierung durch Fremdwer bung in Bücherverzeichnissen um fassenden Charakters. Von einzel- werbcrecht nen Vorgängen auf werberechtlichem Gebiet ist erwähnenswert, daß es den Bemühungen des Börsenvereins gelungen ist, vom Werberat die Genehmigung zur Angabe von Erzeugnissen und Anschriften der Herstellungsfirmen im wissenschaftlichen und Fachschrifttum zn erhalten. Danach bestehen gegen die Auffüh rung einzelner deutscher Lieferfirmen in Fußnoten für die im Text behandelten Spezialeinrichtungen, Maschinen und Prä parate keine Bedenken, sofern der wissenschaftlich-fachliche Cha rakter des in Frage stehenden Werkes einwandfrei feststeht. Die Genehmigung des Werberats wurde in Einzelsällen auf beson deren Antrag auch für die Aufnahme von Eintragungen gegen Entgelt im Bezugsquellcnverzeichnis ausfuhrfördernder Fach bücher und wissenschaftlicher Spezialmonographicn erteilt. Erwähnenswert ist die Behandlungsweise von Ausnahme anträgen auf Genehmigung von Anzeigenprciserhöhungen in Kalendern und dergl., die nach ihrer Herausnahme aus dem dafür früher zuständigen Neichsverband des Adrcß- und Anzei- genbuch-Bcrlagsgewerbes zur Zuständigkeit des Börsenvereins gehören. Die Geschäftsstelle erstattet für diese dem Werbcrat der deutschen Wirtschaft unmittelbar ein Vorgutachtcn, das dieser mit dem Ausuahmeantrag des Verlegers und seiner eignen Be gutachtung an die für den Antragsteller zuständige Preisbil- dungsstclle weiterleitet. Auf dem Gebiet der Ausfuhr waren in verstärktem Maße alle diejenigen Arbeiten und Aufgaben aufzunehmcn und durch zuführen, welche zum Aufgabenbe reich der Ausländsabteilung gchö- ilusfuhr ren: neben der allgemeinen Auskunftstätigkeit die Behandlung von Preisfragen, Werbung, Vermittlung geeigneter Mitarbeiter, Gehilfenaustausch, Anbahnung von Buchbesprechungen, Vertre tertätigkeit im Ausland und in den zurückgelchrten Gebieten usw. Eingehende Beratungen fanden über die Fragen statt, die sich aus der Entwicklung des Auslandsmarktes ergeben. Es wird hierzu auf die verschiedenen Veröffentlichungen der letzten Zeit in den Vertraulichen Mitteilungen verwiesen. Verschiedentlich sind durch die ausländischen Devisen- und Einfuhrbestimmungen erhebliche zusätzliche Belastungen für den Buchhändler und den Buchabsatz entstanden. In einigen Län dern mit keineswegs hochentwickeltem eignen Schrifttum soll dessen Förderung durch die Abwälzung von Unkosten auf die Einfuhr fremden Schrifttums erreicht werden. Die sich als recht brauchbar erwiesenen Umrechnungsschlüssel wurden deshalb im Verhandlungswege geändert, -wobei es galt, das richtige Maß zwischen den Ansprüchen der Käufer und der vermittelnden Buchhändler zu finden. Die während des Berichtsjahres durch geführte Sondervcrgünstigung für das Protektorat beweist das. Wir waren an folgenden Ausstellungen beteiligt: Wanderausstellung Ungarn, Februar—März 1839; Frühjahrsmesse Helfingfors, 25. März—2. April 1938; Internationaler Kongreß für vergleichende Pathologie in Rom, 15.-20. Mai 1939; Internationaler Neurologen-Kongrcß Kopenhagen, 21.— 26. August 1939. Auch Fragen der Einfuhr ausländischer, insbesondere ! Schweizer Verlagswerke haben uns ! in stärkerem Maße als bisher be- einfuhr schäftigt. Unsere Werbetätigkeit wird in engster Zusammenarbeit mit den zentralen Stellen der Buchwerbung, mit dem Werbe- und Beratungsamt für das deutsche Schrifttum beim Reichsministerium Werbung für Volksaüfllürung und Propaganda und dem Kuratorium für das deutsche Fachschrifttum durchgeführt. Im Frühjahr 1939 wurden ein Osterplakat und ein Schul buchplakat herausgcgeben. Im Herbst folgten zunächst ein Sol datenbuchplakat und zwei Wcihnachtsplalatc. 112
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