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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 27.06.1908
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1908-06-27
- Erscheinungsdatum
- 27.06.1908
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- Deutsch
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7080 Börsenblatt f. b. Dlschn. vuchbaad-l Nichtamtlicher Teil. 147. 27. Juni 1908. sei, daß jedoch weitere Auflagen in der Ausstattung schlechter und fehlerhafter geworden seien. Der Herr Vortragende verkannte nicht die Schwierig keit der Herstellung dcS Satzes mathematischer Formeln zur Vervielfältigung mittels deS Buchdrucks; cS sei keine leichte Aufgabe, vollendete Sachen auSzustihren. Dazu gehörten nicht nur gutes Material, ein sachverständiger Setzer, der die Formeln korrekt absetzen könne, sondern in erster Linie ein gutes Manuskript; nach der Beschaffenheit desselben würde der Satz ausfallen. Ein solches sei vielfach für die sachgemäße typographische Ausstattung maßgebend, denn der Setzer kenne in vielen Fällen die Bedeutung der Formeln nicht, cs müsse ihm daher ein gutes Manuskript als Grundlage für seine Aibeit gegeben werden. Fiir unsachgemäße Ausführung sei vielfach der Verfasser selbst verant wortlich; dieser kenne das Wesen deS Buchdrucks nicht genügend und verstehe oft nicht, seine in typographischer Hinsicht berechtigten Wünsche zu äußern. Besonders jüngere Autoren verließen sich zu sehr auf den Drucker in der Voraussetzung, daß dieser den Satz schon richtig aussühren werde, erlebten aber oft eine Enttäuschung, sobald ein sachverständiger Gelehrter die Korrektur besorgt. Es sei empfehlenswert, das Manuskript vor Drucklegung von einem Sachverständigen durcharbeiten zu lassen; dann würde auch der Setzer zu guten Resultaten gelangen. Er selbst habe mehrere mathematische Merke herausgegeben und sei oft als technischer Korrektor für die Drucklegung solcher Werke zu Rate gezogen worden; sein Eingreifen mache sich in vieler Beziehung bemerkbar, wenn man diese Werke mit andern vergleiche. Als Mitglied der DcucklegungSkommission des .Taschenbuch« für Ingenieure» habe er für die typographische Ausstattung viele Fingerzeige gegeben und stets großen Wert auf die Schönheit der Wiedergabe mathematischer Formeln ge legt, was ihm manchmal von dem Drucker sehr Übel genommen worden sei. Ein harmonisches Zusammenarbeiten aller beteiligten Kräfte, besonders aber zwischen Druckerei und Autor, hielt Herr Geheim rat Schwarz für das gute Gelingen einer Arbeit für unerläßlich. Er selbst habe aus dem Verkehr mit dem Setzer viel gelernt und daraus praktischen Nutzen gezogen. Als Herausgeber mathema tischer Werke habe er oft die Feile zur Hand genommen und sich Buchstaben selbst zurechtgemacht, um Zusammengehöriges möglichst aneinander zu bringen. Der Vortragende vermißt bei der Drucklegung sehr oft die Mitarbeit eines Sachverständigen, der Verbeffungsoorschläge macht, das Schreiben der mathematischen Formeln, sei nicht leicht und das Manuskript bedürfe vor der Drucklegung oft noch einer genauen Durchsicht. Als mustergültig für die typographische Ausstattung mathe matischer Formeln wurde das Werk: »Formeln und Leitsätze zum Gebrauche der elliptischen Funktionen- von Weierstraß bezeichnet, das nach Angaben des Herrn Geheimrat Schwarz hergestellt wurde und neben der Schönheit der Satzanordnung große Übersichtlichkeit der Formeln zeigt. — Herr Ingenieur Lüders gab Aufklärungen über Schreib- maschtnenmanuskripte und führte viele Mängel in der Satz anordnung auf diese zurück. Die Schreibmaschine gestatte bis jetzt nur eine unvollkommene Wiedergabe der mathematischen Formeln, trotzdem würden solche in dieser Weise oft nach geahmt. Was auf der Schreibmaschine nur als Notbehelf hergestellt werden könne, erscheine dann ebenso fehlerhaft im Druck. Er verspricht sich von einer für diese Zwecke mit besonderen Typen versehenen Schreibmaschine Besserung. Es wurde jedoch darauf aufmerksam gemacht, daß derartige Manu skripte immer unvollkommen sein würden, daß sich die Autoren einer guten Handschrift bedienen mögen, denn der korrekte Ausfall ihrer Werke sei davon abhängig. B. Senf. * Bcrlegerangebot an Präsident Roosevelt. — Dem »Berliner Tageblatt- wird aus New Jork gemeldet: Präsident Roosevelt, der nach Ablauf seiner Amlsperiode einen Jagdaus flug nach Afrika unternehmen will, hat von dem Verlage eines New Aorker Wochenblattes das Angebot erhallen, eine Reihe von Berichten über seine afrikanischen Jagderlebniffe gegen ein Honorar von 100 000 Dollars zu schreiben. Auktionen von Bücher«, Lttchea, Gemä den usw. im Hotel Dronot in Paris. Februar-März 1908. (Forschung aus Nr. 146 d. Bl.) — Am Montag, 24. Februar, fand auch eine Auktion von alten Münzen und ein Verkauf von alten Werken über Dekorationskunst usw. statt, die eine nähere Besprechung geleitet und betraf die Sammlung Hauet. Hauptpreise: 1. Griechische Münzen. Eine Goldmünze, die den Kopf Alexanders des Großen darstellt, Rückseite sitzende Pallas-Athene, 100 Frcs., — Goldmünze aus der Epoche Philipps des Zweiten, Apollokopf, 90 Frcs., — Alexander der Große, Goldmünze, PallaSkopf mit Kriegshelm, Rückseite stehende Viktoria. 165 FrcS., — Goldstück aus Karthago. 4 Delphine, Rückseite punische Legende, Pferdebüste, 110 Frcs. — 2. Römische Münzen. Julius Cäsar und Oktaoian, gekrönter Cäsarkopf, Rückseite Oktaviankopf, Goldstück, 490 Frcs., — Caligula, gekrönter Kopf, Goldstück, 123 Frcs., — Oktaoian, Goldstück, einfacher Kopf, ungekrönt, 2ö1 Frcs., — Agrippina, Rückseite gekrönter Kopf des Claudius, Goldstück, 306 Frcs., — Galba, gekrönter Kopf, Goldstück, 140 Frcs., — Kaiser Otto, ungekrönter Kopf, Rückseite Securitas, Goldstück, 275 Frcs., — Kaiser Vitellius, ge krönter Kopf, Rückseite Liberias, Goldstück. 230 Frc«.. — Vespasian, gekrönter Kopf, Rückseite stehender Vespasian, 100 Frcs., — Kaiser Titus, gekrönter Kopf, Rückseite Kuh, 141 Frcs., — Domitian, gekrönter Kopf, Rückseite Thron mit Helm, Goldstück, 97 Frcs., — derselbe Kopf, Rückseite Pallasbüste mit Helm, Goldstück, 155 Frcs., — Faustina (Mutter), Büste, Rückseite verschleierte Ceres, 140 Frcs., — Mark Aurel, gekröntes Brustbild, Rückseite stehende Felicitas, Goldstück, 103 Frcs., — Lucius Verus, ungekrönter Kopf, Rückseite sitzender Verus, Goldstück, 110 Frcs., — derselbe, gekrönt, mit Rüstung, Rückseite schreitende Victoria, 101 Frcs., — Septimius Severus, gekrönter Kopf, Rückseite Rom als Krieger, Goldstück, 211 Frcs., — gekröntes und gepanzertes Brust bild desselben, Rückseite nackter Jupiter, Goldstück, 145 Frcs., — Gordian (der Fromme .Pius«), gekröntes Brustbild, Rückseite nackter Herkules, 100 Frcs., — Tacitus, gekröntes Brustbild, Rückseite sitzendes Rom, Goldstück, 301 Frcs., — Kaiserin Eudoxia, Brust bild mit Diadem, 100 Frcs. — 3. Gallische Münzen, ^uleroi Oevowrrvi, Kopf, Rückseite Pferd, 8tg.töro, Goldstück, 100 Frcs., — Theobert I, Metz, Brustbild mit Rüstung, Rückseite Viktoria, Goldstück, 640 Frcs., — Childebert II., Büste mit Diadem, Rück seite Weltkugel, */, 8ou, Goldstück, 485 Frcs., — Stadt Tour«, St. Martinsturm, Rückseite Kreuz, Goldstück, */, 60u, 110 Frcs., — Stadt Izeures (Jndre und Loire), Büste mit Diadem, Rück seite Weltkugel mit Kreuz, 1 80u, Goldstück, 150 Frcs., — Stadt Troyes, Büste mit Diadem, Rückseite Weltkugel mit Kreuz, */, sou, Goldstück, 105 Frcs., — 3 ähnliche */, 8ou3-Stücke aus Draveil (Seine et Oise), Effonnes, Var, sowie ein viertes auS St. Etienne- de-Fursac, 102, 162, 147 und 132 Frcs., — ein anderes Gold stück, mit dem Bilde Cariberts II., Rückseite Kelch, brachte 135 Frcs. — Zwei andere Städtemünzen von Narbonne und Aire (Landes), erstere mit aufrechter Figur, letztere mit Büste und Diadem. Rückseite Kreuz, 120 und 133 Frcs. — Ein Agnel-Gold- stück, Bild Ludwigs XI., Rückseite Kreuz und ^ßveau pg.8eal, 320 Frcs., — ein Goldstück aus der Zeit Philipps III., Io üaräi, der König sitzt zwischen 2 Lilien, Rückseite Kreuz, 126 Frcs., — ein ähnliches Goldstück, »ls. Lbaige ä'or-, der König sitzt auf einem gotischen Thron, 125 Frcs., — ein goldener Parisis, König mit Szepter, 123 Frs., — ein goldener Engel (av^s ä'or), Engel, aus einem Drachen reitend, 230 Frcs., ein St. Georgs- gülden. St. Georg zu Pferde, Kreuz, Goldstück, 371 Frcs., — Leu ä'or, Anne de Bretagne, zwei Stachelschweine, Rückseite Kreuz, 100 Frcs., — ein anderer äeu ä'or, Heinrich II., mit Kreuz, 220 Frcs., ein goldener äowi-llenri, aus dem Jahre 1549, 460 Frcs., — ein doppelter Henri - ä'or, Rückseite Kreuz, aus 4 8 ge bildet, 100 Frcs., ein doppelter Louig - ä'or, eoin äs VVariv, gekrönter Kopf, Jahreszahl 1640, Rückseite ein aus 8 L ge bildetes Kreuz, 122 Frcs., — Ludwig Xlll., gekrönter Kopf, Goldstück, 102 Frcs., — denselben Preis erzielten folgende Louisd'or: Loui8 L la. ^raväo psrruyus, Jahreszahl 1683, Rück seite Kreuz, aus 8 L bestehend, — doppelter Louisd'or, gekrönter Kops, Jahreszahl 1705, Rückseite 4 Lilien, — doppelter Louisd'or sogenannter .Mrliton-, beschädigter Kopf, Jahreszahl 1724, Rück-
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