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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 20.06.1914
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Band
- 1914-06-20
- Erscheinungsdatum
- 20.06.1914
- Sprache
- Deutsch
- Sammlungen
- Saxonica
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- ZeitungBörsenblatt für den deutschen Buchhandel
- Jahr1914
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^ 140, 2». Juni 1814, Redallioneller Teil, Börsenblatt f. d. Dlschn. Buchhandel. während eines Zeitraumes von mehreren Jahrhunderten an inter essanten Objekten verfolgen kann, Ihr schließen sich die Sonder räume der Fliegenden Blätter (Ölbilder von Kaspar Braun und Friedrich Schneider), der Lustigen Blätter (Zeichner- und Maleratelier), der Jugend (bemerkenswerte Originale) und des Simplicissimus (plastische Darstellung des bekannten roten Hundes) und ein Lesesaal mit großem runden Tisch und reichlicher Sitz gelegenheit an. Die Wände dieses Raumes enthalten die Aus stellungen der verschiedenen anderen illustrierten Zeitschriften, Das Vorhandensein reichlichen dekorativen Materials an Origi nalen, schwarzen und farbigen Illustrationen, broschierten Einzel- heften und Reihen von gebundenen Jahrgängen, vielfach auch ergänzt durch Plakate und andere Mittel, macht in den meisten Fällen eine schöne und eindrucksvolle Zurschaustellung möglich. Das Ganze beherrscht eine große Büste des bekannten Kladdera datsch-Kopfes und erfüllt den Raum mit behaglicher Freundlich, keil, Um ihn herum vollzieht sich, meist auf gelber Wandfläche, der Aufmarsch der illustrierten Zeitschriften: Reclams Uni versum mit den bekannten typographisch mustergültigen far bigen und schwarzen Bildern und schöner Gruppierung der ge bundenen Bände, der Kladderadatsch mit einer stattlichen Reihe gebundener Jahrgänge und der bereits genannten Büste, in einem Ecktempel mit Weißen Säulen die Vobachschcn Zeitschriften, unter der Devise »Kultur der Wohnung« in muster gültig dekorierten Schaufenstern in Weiß die Kunstzeitschristen der Verlagsanstalt Alexander Koch in Darmstadt, die illustrierten Zeitschriften des Verlags von Mich, Bong und des D euts ch en V e rl ag s h a u s e s B o n g L C o,, die Sport zeitschristen des Verlags Gustav Braun deck G, m, b. H, in Berlin, die illustrierten Familienzeitschriften der Deutschen Verlags-Anstalt, der Firmen Vel- hagen L Klastng und Daheim-Expedition, die M e g g en d o r f e r - B l ätt e r, die Zeitschriften der Verlagsanstalt Augustin L Co,, G, m, b, H, in Charlottenburg, der Union in Stuttgart, ferner die Blätter Welt und Haus, Salon-Blatt, Feier stunden (Ulrich Meyer in Berlin) usw. Unter den größeren illustrierten Zeitschriften fehlt leider die Leipziger Jllustrirte Zeitung, In der Umgebung der Ausstellung der Illustrierten Zeit schriften, in unmittelbarer Nähe der Ausstellung der Bi bliotheken, hat noch eine kleinere Anzahl beachtenswerter Verlegerstände Platz gefunden, z, B, Georgis Poly glott Verlag G, m, b, H, in Bonn (Wandfläche mit den bunten Heften der Polyglott-Kunze-Sprachführer), Ho ursch L Bechstedt in Köln (wirkungsvoll mit Vortragsbüchern deko rierte Wandfläche), die Homöopathische Centralapo- thcke, vr, Willmar Schwabe in Leipzig, der Kunst verlag F. A, C, Prestel in Frankfurt a, M, und der Leipziger Kunstsalon Windsch-Mittentzwey, Um den Rest der Aussteller aus dem Verlagsbuchhandel zu finden, ist ein Besuch der übrigen Hallen nicht zu umgehen. So begegnen wir dem Gros der pädagogischen Verleger in der Halle »Das Kind und die Schule«, wo sie zum Teil mit Hilfe von Anschauungstafeln und Lehrmitteln anderer Art recht wir kungsvolle Ausstellungsbilder zu erzielen wußten. Die Firma Ernst Wunderlich in Leipzig besitzt dort einen kleinen Sonderraum, der auf der Rückwand mit dem großen farbigen Bilde eines pflanzenden Gärtners geschmückt ist. Auch das Material zahlreicher dort vereinigter Jugendschriftenverleger übt eine schöne dekorative Wirkung aus. Unter diesen Ausstellern weiß sich die Firma Abel L Müller in Leipzig mit großem Ge schick des Plakats zu bedienen, Moritz Schauenburg in Lahr hat sein Kommersbuch in verschiedenen Einbänden in der Sonderausstellung »Der Student« aufgelegt, Erich Matthes in Leipzig seinen Wandervogel-Verlag in dem von ihm errichteten Wandervogelheim, in dem sich auch eine all gemeine Ausstellung der einschlägigen Literatur befindet. Was sonst noch an einzelnen Büchern in den Hallen »Das Haus der Frau«, »Der Kaufmann« usw, ausliegt, gehört in den besonderen Rahmen dieser Veranstaltungen, Eine Beobachtung soll hier nicht verschwiegen werden: Von der Gelegenheit, Prospekte und Kataloge auffällig zum Mitnehmen auszulegen, wird viel zu wenig Gebrauch gemacht. Der Ausstellung der Fachpresse, auf die noch zurückge kommen werden soll, mutz auch hier noch gedacht werden. Wie die ihr vorgelagerte stenographische Ausstellung die Auslagen mancher Spezialverleger enthält, so finden diejenigen Verlags- Werke, die ihre Entstehung den einzelnen Fachzeitschriften ver danken oder sich im Laufe der Zeit um sie gruppiert haben, dort ihre Unterkunft. Zum Schluß mögen noch einige plastische Darstellungen, die in diesen Rahmen gehören und im freien Gelände der Ausstellung untergebracht sind, Erwähnung finden. Da ist einmal der bereits genannte rauchende junge Arbeiter vor der Maschinenhalle II, der in sehr wirkungsvoller Weise zur Reklame für die Zeitschrift »Nach Feierabend« dient. Gleiche Zwecke erfüllen auch zwei Obelisken, die dor dem Restaurant »Zum Gutenberg« stehen und die für die Zeitschriften »Fürs Haus« und »Leipziger Hausfrau« werben sollen. Schließlich soll nicht versäumt werden, auf die allenthalben zutage tretende dekorative Benutzung der V e r l a g s si g n e t e hinzuweisen, weil dem Liebhaber kleiner Kunstwerke hier allerhand Augenweide geboten wird. In unserer einerseits von einem großen Teile seichter und wertloser Produktion über schwemmten, andrerseits überkritischen und von den verschieden sten, oft gegensätzlichen Strömungen erfüllten Zeit erscheint es notwendiger als je, die gute und künstlerische Bücherproduktion mit einem solchen Ehrenschilde oder einer Garantie-Marke zu decken. Wenn man die auf der Bugra dargebotenen Leistungen des reichsdeutschen Verlages (die der Österreicher und Schweizer sol len zum Gegenstand einer Sonderbehandlung gemacht werden) in ihrer Gesamtheit überblickt, so kann man sich dem Eindruck nicht verschließen, daß dem Laien hier ein einzigartiges, bisher nie geschautes Bild von großer Vollständigkeit dargeboten wird. Selbst das Fehlen einzelner wichtiger Grotzfirmen kann diesen Eindruck nicht beeinträchtigen, weil das Austauchen der gleichen Verlagsrichtung bei anderen Firmen Ersatz dafür zu bieten vermag. Es bleibt demnach nur noch zu hoffen, daß der Eindruck der Verlagsausstellung bei den Tausenden und Abertausenden von Besuchern ein recht nachhaltiger und für die Gesamtheit des deut schen Buchverlags fruchtbringender werde. Kleine Mitteilungen. Dingelstedt-Ehrungen, — Aus Anlaß der hundertsten Wiederkehr des Geburtstages Franz v, Dingelstedts hat die Stadt Weimar in dankbarer Erinnerung an die für das großherzogltch weimartsche Hoftheater bedeutungsvolle Tätigkeit des einstigen Generalintendanten beschloste», am Grabe des Dichters auf dem Zentralfriedhos in Wien durch Vermittlung des Burgtheaterdtrektors Thtmig einen Lorbeer kranz mit einer entsprechenden Widmung niederlegen zu lasten. Auch ist eine in der Nähe des Hoftheaters gelegene Straße der Stadt Weimar nach einstimmigem Beschluß des Gemeinderats Dingelstedt- Straße genannt worden, Drucksachen im internationalen Verkehr, — Die Erhöhung des zulässigen Gewichts der Drucksachen von zwei Kilogramm ans drei Kilogramm im internationalen Verkehr hat der Vorstand des Börsen- vereins der Deutschen Buchhändler in Leipzig beim Staatssekretär des Retchspostamts beantragt (Bbl, Nr, 26), und dieser Antrag hat bet den Handelskammern allgemeine Unterstützung gefunden, da die Gewichtserhöhung auch tm Interesse des Handels, und der Industrie liegt, z, B, bei der Versendung von Katalogen usw. Die ReichSpost- verwaltung wird den Antrag auf dem Weltpostkongreß zur Beratung stellen und seine Annahme ist wahrscheinlich, da bei einer Reihe ausländischer Postvcrwaltungen das Bedürfnis für eine Erweiterung der Gewichtsgrenze anerkannt wird, Rciscbeihilscn zum Besuche der Bugra, — Die städtischen und staatlichen Behörden haben von jeher die Bedeutung der Bugra er kannt, und die meisten größeren Städte haben daher ihren Buch- gewerblern Retsebethtlfen zum Besuche der Bugra gestiftet. Jetzt hat sich auch die Stadt Mannheim angereiht,' sie Haiden Arbeitsorgani sationen im graphischen Gewerbe einen Beitrag von 2000 gewährt, wovon die einzelnen Reisenden bis zu SS erhalten als Zuschuß zu dem Betrag, den sie sich durch die Bugra-Netsesparkasse erspart hatten, 891
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