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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 14.01.1930
- Strukturtyp
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- 1930-01-14
- Erscheinungsdatum
- 14.01.1930
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- Deutsch
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klrn. 146 8. mit ^bb. Im lext u. 25 l'ak. IllaxZs kros, ll.oncknn >V. I, 34 L 35, Oonckuit 8treet: Oatnloguo 532: 411 80 8. ^ ^ t'eil, ^lax, keilin XV 8, Unter den l-incken 19: Auktion 146: vidlio- ^rm 38 8. Versteigerung: 23. ckanuar 1930. 96^^12 I'nk. uuci Ivunst. Kleine Mitteilungen Die Gratisinscratc des Gutcnbcrg-Verlagcs in Hamburg durch Urteil des Reichsgerichts verboten. — Das Reichsgericht hat durch Urteil vom 8. Januar in der Klage des Buchhändler-Verbandes »Kreis Norden« gegen den Gutcnberg-Verlag dem Unterlassungs anspruch stattgcgeben. Danach ist cs dem Hamburger Unternehmen untersagt, in Zeitungsanzeigen und Rundschreiben das bisher von ihr gebrachte Gratisangcbot zu veröffentlichen. Der Wortlaut des Urtcils- tenors und die Urteilsgründe sind uns noch nicht bekannt, nach ihrem Eingang werden wir ausführlich berichten. I)r. H. Übersetzungen fördern den Verlaus der Originalwerkc. — Einem Weihnachtskatalog der bekannten New Aorker Firma »Hie Inter national llervs Oompanzk« betitelt »Deutsche Bücher. Weg weiser für Bücherfreunde 1930« gebührt besonderes Studium und Interesse nicht nur deshalb, weil er in sehr aufschlußreicher Weise den Bedarf und die Wünsche der breiteren Schichten erkennen läßt, die in den 17.8.^. Bücher in deutscher Sprache lesen, sondern auch deswegen, weil nach dem Urteil des deutschen Leiters der ausländi schen Abteilung der Firma die Herausgabe dieses umfangreichen Werbemittels erleichtert worden ist durch die verstärkte Herausgabe vou Übersetzungen deutscher Werke in den Vereinigten Staaten. Herr Arno Uebel ist der Meinung, daß das Erscheinen von Über setzungen stets den Verkauf der deutschen Originalwerke in merkbarer Weise fördert, was sicherlich darauf zurückzuführen ist, daß erst die Übertragung den breiten Kreisen Kenntnis gibt von der Existenz des betreffenden deutschen Buches und den Wunsch weckt, es im Original zu lesen. Gewiß bezieht sich das in diesem Maße nur ans das all gemeinverständliche Buch, für das man genügend große Leserkreise, in welcher Sprache es auch erscheine, voraussetzen darf. Der Vor gang aber ist doch wohl der, daß bei Veröffentlichung der amerika nischen Übersetzung und durch ihre laute Propagierung die Geister sich scheiden in solche, die wegen mangelnder Sprachkenntnis mit der Übertragung vorlieb nehmen müssen, und in solche, die, nun erst aufmerksam geworden, es sich nicht nehmen lassen, das Werk im Original kennen zu lernen. Und auch umgekehrt bezeugt der Wcihnachtskatalog der Inter national News Eonipan^, daß die in deutscher Sprache erschienene Übersetzung eines amerikanischen Werkes drüben ihren Markt hat. Der Katalog führt zwar auf nur einer Spalte Übertragungen aus dem Amerikanischen auf, die meist schon im Jahre 1928 in Deutsch land erschienen sind, — das »Wöchentliche Verzeichnis« Hütte hier mit Nutzen verwertet werden können! — allein schon dieser bescheidene Versuch zeigt, daß die Firma auf dem richtigen Wege ist, dem sehr- verschieden gearteten Bedarf einer durch stetige deutsche Einwande rung sich immerhin wandelnden Käuferschicht zu entsprechen und die Bedeutung des deutschsprachigen Buches als eines Brennspiegels der Weltliteratur hervorzuhebcn. Gerne geben wir daher auch an dieser Stelle die Bitte der New Aorker Firma bekannt, die dahin geht, es möchten ihr die Titel der in Deutschland erscheinenden Übersetzungen amerikanischer Werke sowie die amerikanischen Originaltitcl und Verlage stets laufend mitgeteilt werden, weil sie beabsichtigt, die Werbung für die Über- sctzungsliteratur systematisch auszubauen, und sie äußert bei dieser Gelegenheit den schon oft laut gewordenen Wunsch, es möchten doch stets die Originaltitcl auf der Rückseite des Titelblattes angegeben werden. Ter Katalog der International Mws Eonipanz? legt erfreuendes Zeugnis ab von der wachsenden Bedeutung des deutschen Buch-Ab satzes in den Vereinigten Staaten und von der fortschreitenden inneren Wandlung, die sich drüben inbezug auf die Einschätzung des deutschen Buches vollzieht. vr. v. L. Die literarischen Abende der Buchhandlung Jos. A. Kienrcich, Graz. — Um das Publikum dem Buche näher zu bringen, wurden schon viele Wege der Werbung eingeschlagen. Oft aber blieb der erhoffte Erfolg weit hinter den Erwartungen zurück. Wir ver suchten es nun einmal mit einer für Graz neuen Art der Werbung. Dank des geschäftlichen Weitblickes des Inhabers der Buchhandlung Kienreich, des Herrn Karl Schmelzer sen., der sich auch den kul turellen Aufgaben des Buchhandels nicht verschließt, wurde ein groß zügiger Umbau der Geschäftsräume vorgenommen. Dadurch war nun die Möglichkeit gegeben, mit der Veranstaltung eines literari schen Abends in den eigenen Räumen der Buchhandlung den Ver such zu machen, das Publikum auf diesem Wege in größerem Maße für das Buch zu gewinnen. Wir gingen von dem Gedanken aus, durch Vorlesen einzelner Abschnitte aus verschiedene» Werken der schönen Literatur den Lc<sehungrigen die Gelegenheit zu bieten, we nigstens einigermaßen mit den letzterschienenen Büchern bekannt zu werden und ihnen so die Möglichkeit zu geben, sich selbst über den Wert eines Buches ein Urteil zu bilden. Hat ein Teil des Buches Interesse gefunden, so wird sicher der Wunsch wach, auch das ganze Wert kennen zu lernen. Wir hatten alles gut vorbereitet und warteten mit Spannung auf den Ausgang der Sache. Im Saal (es war der Verkaufsraum, der nach Geschäftsschluß ausgeräumt und für den Vortrag herge richtet wurde) hatte sich eine stattliche Anzahl von Gästen eingefun den. Der beste Vorleser der Stadt, Herr Prof. Adolf Hainschegg hatte sich liebenswürdigerweise zum Vortrag zur Verfügung gestellt. Bei atemloser Stille las er zuerst die packende Novelle über den Ningtheater-Brand aus Hohlbaums neuestem Buch »Sänger 'und Könige«, dann einige Stellen aus Gagern »Die Straße«. Die Aus wahl war so vorzüglich getroffen, daß es dem Vortragenden ge lang, den Zuhörern einen umfassenden Gesamteindruck des Romans zu geben und sie ganz in den Bann der Geschehnisse zu ziehen. Den Abschluß bildete ein« Novelle »Stunden« aus dem Baud »Frauen lob« von Fritz Müller-Partenkirchen. In formvollendeter Weise gestaltete Herr Prof. Haischegg die Heldin dieser Erzählung, ein armes, altes Klavierfräulein, zu lebendiger Wirklichkeit. Unendlich zart und rührend in ihrer ergreifenden Naivität stand diese von Lavendelhauch fein umwobene Figur aus besserer, ruhigerer Ver gangenheit vor uns. Dieser erste literarische Abend wurde zu unser aller Freude ein voller Erfolg, der in besonderem Maße Herrn Prof. Hainschegg, dem glänzenden Sprecher, zu verdanken ist. Viel zur guten Stim mung trug auch der schön ausgestattete, anheimelnde Raum bei. Das Publikum war mitten unter den Büchern und fühlte sich dem Alltag entrückt. Begeisterte Urteile der Besucher und die Berichte der Zeitungen bestätigten uns, daß die gemeinsame Arbeit frucht baren Boden gefunden hat. Auch die Geschäftskasse kam dabei nicht zn kurz, denn erfreulicherweise wurden zu Weihnachten gerade die Bücher am meisten gekauft, aus denen vorgelesen wurde. Diesem ersten gelungenen Abend sollen natürlich weitere folgen. Eduard K. I a ck l. Saldo, Verein jüngerer Buchhändler, Hannover. — Am Freitag, dem 3. Januar, fand im Casino unsere Weihnachtsfeier nnter Teil nahme von über 80 Mitgliedern und Gästen mit ihren Damen statt. Der I. Vorsitzende Herr H. Naettig sprach die Begrüßungsworte, woran sich der Gesang der bekannten Wcihnachtsliedcr schloß. Nachher wurde fleißig getanzt. Fräulein Elsa Kothe und Herr Richard Wissiak sangen zwischendurch wieder einige sehr ansprechende Lieder und ernteten damit großen Beifall. Um 24 Uhr fand die Verlosung der uns von den deutschen Verlegern gestifteten Bücher statt, woraus Herr H. Naettig auch an diesem Abend im Namen des Vorstandes den Spendern seinen Dank aussprach. Für die »Carl Stichling-Jubi- läumsstiftung« gingen bet der Sammlung Mk. 20.— ein. — Zum Schluß wurden wir noch sehr erfreut durch die humoristischen Vor träge des Herrn Buchhändler Jördens. Allen Damen und Herren, die unseren Abend verschönen halfen, vor allen unseren Verlegern, die uns so reichlich beschenkt hatten, sei auch an dieser Stelle unser herzlichster Dank ausgesprochen. — Unsere nächsten Vorträge: am Dienstag, dem 21. Jan. spricht Herr Buchhändler OskarSch m o r l über das Thema: Wie weit kann, soll und muß der Buchhändler seinen politischen, weltanschaulichen und wirtschaftlichen Grundsätzen Einfluß auf seine geschäftliche Wirksamkeit geben?', am Dienstag, dem 25. Februar spricht Herr Vcrlagsbuchhändlcr Otto Steinbicker über »Tie Geschichte des deutschen Buchhandels«, jeweils 20Vs Uhr im Casino-Restaurant, Artilleriestraße 11. Iks. Thcatiner-Verlag A.-G. in München. — Die Aktionäre der Ge sellschaft werden zu der am Donnerstag, dem 30. Januar 1930, vormittags 11 Uhr, in den Räumen des Notariats München II, Neuhauser Straße 6 in München, stattfindcnden ordentlichen General- 51
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