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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 03.11.1921
- Strukturtyp
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- 1921-11-03
- Erscheinungsdatum
- 03.11.1921
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- Deutsch
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x° 257, 3. November 1921. Redaktioneller Teil. VSrsoiblatt >. d. Dtschn. Buch-ander. Koch, Reinhold, tz o f m u s i k a l i e n h a n d l u n g vorm. Karmrodt' sche M u s i k h., H a l l e. Dem Erich Mangelsdors wurde Prokura erteilt. sH. 20./X. 1921.) Kröger, Paul, Gotha. Dem Heinrich Poehler wurde Prokura erteilt. sH. 22./X. 1921.) Kun st - u. B U ch e r stu b e M ax Frt ed l an d, Er su rt, erloschen. sH. 22./X. 1921.s Nelson, Thomas, and Sons, Ltd., Leipzig u. London, erloschen. sDir.s Polytechnische Verlagsgesellschaft Max Hitten- kofer, Strelitz - Alt <Meckl.). Frau Dora Apfeld ist als Ge sellschafterin eiugetreten. sH. 22./X. 1921.s Preutz' Institut Graphik G. m. b. H., Berlin. Frl. Martha Koose ist nicht mehr Geschäftsf. Zum Geschäftsf. wurde vr. Her bert Ephraim bestellt. sH. 20./X. 1921.s Reischei, Gustav, Königsberg, veränderte sich in Gustav Reischel vorm. G. Karge Buch- u. Papierhandlung Druckerei u. Buchbinderei. sH. 22./X. 1921.s *N ekord-Verlag Krömer L Co., Lcipzig-Vo., Eltsabeth- str. 18/20. Gegr. 26./I. 1921. (W Sachs. Staatsbank, Leipzig, Grimmaischer Steinweg 12. — 67188.) Inh.: Karl Krömer u. Joseph Krömer. Prokur.: Walter Witte. Leipziger Komin.: a. Fr. Winter. sDir.s Reuther L Reichard, Berlin, ging in den Alleinbefitz des bish. Mitinh. Otto Reichard Mer. sB. 250.s ^Valentin, Walter, Leipzig, Fclixstr. 3. Reise- u. Ver- sandbh. Gegr. 4./X1. 1919. (§--»- 16687 n. 8000. — TA.: Valentin export. — G Bank f. Handel u. Industrie, Leipzig, Fil. Georgi- ring 13. — 89 103.) Prokur.: Oskar Werner n. W. Knauth. Leipziger Komm.: a. rv. Brockhaus. sDir.s *Veldens Bücherstube, Fr. M. von den, Berlin W. 10, Königin Augnstastr. 21. Sort.- u. Antiqh. Gegr. Okt. 1921. Littzow 1282. — W Deutsche Bank, Dep.-Kasse 0.) Leipziger Komm.: rv. Fleischer. sDir.s Verlag Krömer L C o., L e i p z i g - V o., wurde mit dem Rekord- Verlag, Leipzig, vereinigt. Die Firma veränderte sich in Rekord- Verlag Krömer L Co. sDir.s ^Kleine Mitteilungen. Jubiläum. — Das 100jährige Jubiläum begeht am 4. November die Firma L. Schwann, Druckerei und Verlag in Düssel dorf. Leonard Schwann, seines Zeichens ein Goldschmied, wandte sich erst in reiferem Lebensalter der edlen Buchdruckkunst zu und er richtete nach kurzer Lehrzeit am 4. November 1821 in Neuß sam Rhein) eine Buchdruckerei. Das Personal war anfangs nur klein, es bestand aus den älteren Kindern des Gründers und seinem Oheim, der als Verfasser eines kleinen Gebetbüchleins der erste Autor des Schwannschen Verlags wurde. Das Geschäft dehnte sich, wenn auch in bescheidenem Maße, aus, und Schwan» bestimmte seinen vierten Sohn Franz Schwann zu seinem Nachfolger. Dieser machte seine Lehre in der Sortimentsbuchhandlung von Renarö L Dnbyen in Köln durch und kehrte dann in das väterliche Geschäft zurück, um diesem fortan seine ganze Kraft zu widmen. Nach dem im Jahre 1867 erfolgten Tode des Gründers übernahm er die Wetterführung der vom Vater mit so gutem Er folge ins Leben gerufenen Unternehmungen, die er in Ge meinschaft mit dem Gründer schon mehrere Jahre geleitet hatte. Dem reichbegabten Sohne verdanken sowohl die Verlagsbuchhandlung als auch die umfangreichen technischen Betriebe einen außerordentlichen Aufschwung. Neben der Druckerei, die sich hauptsächlich dem Formulargeschäft zuwandte, entwickelte sich der Verlag nach zwei Hauptrichtungen: katholische Literatur und Schulbücher. Die Fibel von Büschcr, die Lesebücher desselben Verfassers und die Rechenbücher von Kentenich fanden weite Verbreitung. Als in der Falkschen Ara die Schwannschen Schulbücher großenteils aus den Schulen ausgeführt wurden, suchte Schwann in einem neuen Zweige der Literatur, dem juristischen, dafür Ersatz zu finden und hatte auch ans diesem Gebiete guten Erfolg, wie die große Grotefendsche Gesetz sammlung beweist. Durch weiteren Ausbau des Verlags, dem als neue Lileratur- zweige neben der Theologie und Pädagogik noch Jurisprudenz, Kunst und Musik angegliedert wurden, und durch künstlerische Ausgestal tung aller Drucksachen zählte die Firma bald zu de» angesehensten Westdeutschlands. Die stetige weitere Ausdehnung des Geschäfts machte im Jahre 1877 dessen Übersiedlung nach der nahegelegenen, in raschem Aufblühen begriffenen Stadt Düsseldorf nötig, wo ein den An sprüchen der damaligen Zeit entsprechendes Geschäftsgebäude errichtet worden war, das jedoch bereits im nächsten Jahre einem Erwetteruugs-! bau weichen mußte. Im Jahre 1888 setzte der Tod dem so vielseitigen und segens reichen Wirken Franz Schwanns ein Ziel. Da dieser ebenso wie auch seine Geschwister bis auf eine Schwester unverheiratet geblieben war, gmg die Leitung der Firma auf seine beiden Neffen Theodor und Peter Francken über. Der erstere, ein großzügiger, rastlos vorwärts strebender Geist, der seinem Onkel schon in dessen letzten Lebensjahren als rüstiger Mitarbeiter zur Seite gestanden hatte, ließ sich den wei teren Ausbau des Geschäfts sehr angelegen sein. Zunächst entstand nach seinen Plänen in den Jahren 1893/96 das jetzige umfangreiche Geschäftsgebäudc, sowie im Anschluß hieran ein Musterbetrieb im vollen Sinne des Wortes. Hierauf ging er mit aller Kraft an die Erweiterung des Buchverlags. Der theologische, pädagogische und ju ristische Verlag wurde durch wertvolle neue Werke bereichert, ebenso wurde das Gebiet der Kunstliteratur und besonders der Kirchenmusik mit Eifer weiter gepflegt. Peter Francken, der die Leitung der Druckerei übernommen hatte, rief die Abteilungen für Lithographie, Karto graphie, Steindruck und Photochemigraphie ins Leben. In Verbin dung mit angesehenen Düsseldorfer Künstlern hat er sich auch uni die Entwicklung der Plakatkunst sowie überhaupt um die Förderung neu zeitlicher Kunstbestrebungen große Verdienste erworben. In die gleiche Richtung fallen auch seine Bemühungen, die Drucksachen für Industrie und Handel, sowie für Privatbedarf künstlerisch umzugestalten. Leider starben die beiden Brüder viel zu früh: Peter im Jahre 1902 und Theodor im Jahre 1906. Da des letzteren Kinder — Peter hinter ließ nur eine Tochter — beim Tode des Vaters noch alle unmündig waren, ruhte die schwere Last des umfangreichen Betriebs auf den Schultern der Witwe. Als zwei ihrer Söhne, der älteste, Theodor, und der jüngste, Ludwig, eben im Begriff standen, in das väterliche Ge schäft einzutreten, brach der verhängnisvolle Weltkrieg aus. Unter seinen Opfern befand sich auch das hoffnungsvolle Brüderpaar. Des halb entschloß sich der Zweitälteste der Söhne, Herr vr. H a n n s Georg Francken, der sich dem ärztlichen Berufe gewidmet hatte, diesen anfzugeben und die Leitung der Firma zu übernehmen, die er im zweiten Jahrhundert ihres ruhmreichen Bestehens weiterzuführen ge denkt im Geiste seiner Vorfahren. — Volle hundert Jahre hindurch hat sich die Jubelfirma in der Fa milie ihres Gründers erhalten, ei» gewiß nicht häufiger Fall, und sie hat sich durch den Fleiß und die Unternehmungslust ihrer Inhaber zu einer der ersten in den Reihen des Verlagsbuchhandels und des Buchdrucks emporgeschwungen. Möge ihr auch im neuen Säkulnm das Glück hold sein! Börsenblatt-Bezug 1922. — Wir weisen auch an dieser Stelle darauf hin, daß Neubestellungen bis Ende November bei der Expe dition eingegangen sein müssen, wenn pünktliche Zusendung gesichert werben soll. Die Bezugsgelder müssen bis 10. Dezember beim Kom missionär angewiesen oder direkt überwiesen worden sein. Nichtbe zahlte oder nichtangewiesene Beträge ziehen Lieferungs-Einstellung nach sich. Im Deutschen Buchgewerbehause sind gegenwärtig drei Aus stellungen zu sehen, die aus den Beständen der technischen Samm lungen des Deutschen Buchgewerbevereins stammen. Es handelt sich um die Technik der Notenherstellung (Notensatz und Notenstich), die Holzschneidekunst (Langholz und Holzstich) und um die vielseitigen Techniken der G r i f f e l kü n st e (Stich, Radierung, Schabkunst usw.s. Besonders die letztere Ausstellung dürfte weiteste Kreise, insbesondere die Kunstfreunde, interessieren; denn es sind noch niemals die außerordentlich vielgestaltigen Werdegänge der Griffelkünste in so anschaulicher Form ausgestellt worden, wie dies jetzt im Deutschen Buchgewerbehause der Fall ist. Die Werde gänge sind nicht nur in Abzügen zur Darstellung gelangt, sondern das gesamte dazugehörige Plattenmaterial ist ebenfalls mit ausgelegt. Auf vorherige Meldung hin werden seitens der Leitung der Tech nischen Sammlungen gern eingehende Führungen und Erklärungen durch die Abteilungen gegeben. Das Deutsche Buchgewcrbehaus ist geöffnet von vormittags 10 Uhr ununterbrochen bis nachmittags 4 Uhr, Sonn tags von 11—1 Uhr. Die Eintritt ist völlig kostenlos. Die Teilnehmer des von der sächsischen Regierung ins Leben ge rufenen F o r t b i l d u n g s k u r s u s für Staats- und Ge meinde-Beamte, etwa 60 Herren, statteten dieser Tage auch dem Deutschen Buchgewerbehause einen Besuch ab. Der 1. Vorsteher des Deutschen Buchgewerbevercins, Geheimrat vr. Ludwig Volk mann, empfing sie in der Gutenberg-Halle und hielt einen Vortrag über die verschiedenartigen Organisationen im Buchgewerbe. Im An schluß daran fand ein Nundgang durch das Bnchgewerbehaus statt und eine eingehende Führung durch die von den technischen Sammlungen neu eingerichteten oben erwähnten Ausstellungen. 1611
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