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Börsenblatt für den deutschen Buchhandel : 03.11.1921
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- 1921-11-03
- Erscheinungsdatum
- 03.11.1921
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257, 3. November 1921. Redaktioneller Teil. VSrsenblLtt f. r. Dtschn, vuchhLLdel- Vuchhändlerverein der Provinz Brandenburg. Auszug aus der Niederschrift über die Generalversammlung vom 23. Oktober 1921 in Brandenburg-Havel. Zu Punkt: 1 Nach Eröffnung der von 30 Kollegen besuchten Versamm lung wurde der Jahresbericht verlesen, der widerspruchs los angenommen wurde und aus dem sich ergab, daß der Verein nach Neuaufnahme von elf und Ausscheiden von zwei Mitgliedern nunmehr ein Ehrenmitglied und 79 Mitglieder zählt. Drei Aufnahmegesuche konnten nicht berücksichtigt werden, und von 18 um die Aufnahme in das Adreßbuch sich bemühenden Firmen mußten 4 zurückgewiesen werden. 2 Dem Vorstande wurde nach Bekanntgabe der Kassenverhält nisse Entlastung erteilt. 3 Nach erfolgter Neuwahl setzt sich der Vorstand im neuen Ver einsjahre, wie bereits im Bbl. Nr. 252 veröffentlicht, fol gendermaßen zusammen: Vorsitzender: Mund, Spandau. Stellvertreter: Trübe, Brandenburg. Schriftführer: Holzapfel, Brandenburg. Stellvertreter: Langewiesche, Eberswalde. Schatz meister: P e t e r s d o r f, Kottbus. Stellvertreter: Meng ler, Frankfurt (Oder). 4 Zum Vertreter des Vereins für die Wahl in den Vereins ausschuß des Börsenvereins wurde Kollege Mund, Span dau, gewählt. 5 Der Beitrag für das kommende Vereinsjahr wurde auf 50 das Eintrittsgeld ebenfalls auf 50 ^ festgesetzt; die Buße für diejenigen Kollegen, welche nicht an den vom Vorstande satzungsmäßig einberufenen Versammlungen teilnehmen, wurde auf 20 ^ erhöht, wohingegen die Teilnehmer an der selben die Reisekosten 3. Klasse aus der Vereinskasse zurück erstattet bekommen. 6 Nach einem ausführlichen Bericht über die Resultate der bisherigen Versammlungs- und Ausschußverhandlungen und den gegenwärtigen Stand der nach Ansicht der Versammlung überaus verworrenen Angelegenheit der Notstands- und Teuerungszuschläge nahm sie bei einer Stimmenthaltung einstimmig nachstehende Entschließung an: Die Generalversammlung des Buchhändlervereins der Provinz Brandenburg zu Brandenburg-Havel am 23. Ok tober 1921 schließt sich den Stuttgarter Richtlinien an und erklärt, auf Teuerungszuschläge nur dann verzichten zu können, wenn die Stuttgarter Richtlinien vom maßgeben den Verlag voll angenommen werden. Die Generalver sammlung ist aber der Ansicht, daß die Vorschläge Quelle und Genossen den wirtschaftlichen Verhältnissen mehr ent sprechen als jeder Abbau der Teuerungszuschläge. Die Versammlung unterstützt daher den Vorschlag Quelle und wünscht, daß der schönwissenschastliche Verlag sich diesem Vorschlag anschließt. Die Mitglieder verpflichten sich, sich in erster Linie für die Produktion dieser Verleger zu ver wenden. 7 In der seitens des Verlags angestrebten Änderung der Sat zungen des Börsenvercins, die dahin geht, daß für die Folge nur in Kurien abgestimmt werden soll, erblickt die Versamm lung eine große Gefahr für das Sortiment, und sie erwar tet von den Sortimenter-Mitgliedern des Satzungsände rungs-Ausschusses, daß sie energisch gegen diese Bestrebun gen Stellung nehmen. 8 Als Ort für die nächste Generalversammlung wurde Ebers walde bestimmt. Brandenburg-Havel, am 27. Oktober 1921. Fritz Holzapfel, Schriftführer. Kreis Norden in'Hamburg. Die Gewohnheit, die Hauptversammlungen des Kreises Nor den jedes zweite Jahr in seinem Vorort Hamburg abzuhalten und dazwischen abwechselnd in den verschiedenen Städten seines Gebiets, mußte durch den Krieg leider aufgegeben werden. Im Jahre 1913 haben wir Hamburger unsere auswärtigen Kollegen zuletzt bei uns gesehen. Von 1914—1916 fanden keine Hauptversammlungen statt, aber von 1917 ab durften wir uns in Altona, Lübeck, Kiel und Bremen wiederum zusammenfinden. Der für dieses Jahr schon vor Monaten gewählte Festausschuß hatte es nicht leicht, denn unsere lieben Kollegen in den eben genann ten Städten hatten sich in Beweisen einer wahrhaft groß artigen und freundschaftlichen Gastlichkeit derartig hervorgetan, daß die an das große Hamburg ganz naturgemäß gestellten An sprüche unserem Festausschuß zum Ansporn dienen mußten. Es darf vorweg gesagt werden, daß dieser Ausschuß unter der be währten Führung unseres Kollegen RichardFriederichsen seine Sache sehr gut gemacht hat. Es möge ferner hier ausdrücklich erklärt sein, daß dieser Bericht den geschäftlichen Teil unserer Hauptversammlung (siehe Bbl. Nr. 251) nicht unter die Lupe kritischer Erörterungen bringen, sondern nur die festlichen Ver anstaltungen behandeln soll, und zwar sws lia et stucklo, nach Möglichkeit wenigstens, wenngleich ich mir die schöne Gelegen heit nicht entgehen lassen werde, manchem Gast und Teilnehmer etwas recht Liebes zu sagen; wenn andererseits hier und da aber eine kleine Bosheit sich bemerkbar machen sollte, so hat in keinem Falle den Verfasser eine persönliche Absicht geleitet. Doch nun zur Sache! Also die Sache begann am Sonnabend, dem 24. September, und auf der gedruckten Einladung stand zu lesen: Nachmittags 3 Uhr: Vorstandssitzung im Curiohaus. Mit dieser Zeitangabe hat der Vorstand versäumt, der geleisteten Vorarbeit zu geden ken, die um 1 Uhr in Gestalt eines vorzüglich bereiteten Mittag essens begann und die teilnehmenden Mitglieder der Vorstände von Kreis Norden und des Hamburg-Altonaer Buchhändler-Ver eins derartig beschäftigte, daß die »Vorstandssitzung« erst um 314 Uhr beginnen konnte. Besondere Anerkennung erwarb sich der Vorsitzende des Hamburg-Altonaer Buchhändler-Vereins Ri chard Friederichsen durch die Spendung einer Flasche feinen Likörs, während Frau Waldemar Heldt, sowie die Gattin des Vorsitzenden des Kreises Norden, Frau Th. Weitbrecht, die An wesenden mit einer selbstgebackenen Kafseetorte erfreuten und letztere diese Überraschung durch ihr Söhnlein überreichen ließ. Die überaus gemütliche Kaffeestunde bildete ein Einschiebsel in die Vorstandssitzung, die ohne sie selbstverständlich einen weitaus nüchterneren Verlauf genommen hätte. So aber gestaltete sich die Sache recht behaglich, und als etwas verspätet unser Kollege Heinrich Boysen erschien, haben wir ihm auch unsere herz lichen Glückwünsche aussprechen können, die sich auf seinen vor 25 Jahren, am 24. September 1896, erfolgten Eintritt in das väterliche Geschäft bezogen. Der freundliche Leser dieses Be richts wird vielleicht erstaunt sein über die Fülle der nicht geschäftlichen Ereignisse während der Vorstandssitzung im Kreise Norden! Indessen, ich habe ja nicht über die letztere zu berichten, sondern darf mich auf die Bemerkung beschränken, daß wie alles im Leben, so auch diese Vorstandssitzung ein Ende nahm, wenngleich reichlich spät um 8 Uhr abends, während sich von 7 Uhr ab schon 60—70 Mitglieder in dem großen Saal des Curiohauses versammelt hatten. Falls jemand wissen möchte, was eigentlich »Curio« bedeutet, so darf daraus geantwortet wer den: Curio hat durchaus nichts mit kurios zu tun, sondern mit der Benennung des vor einigen Jahren erbauten großen Gesell schaftshauses sollte der Name eines in dunkler Vorzeit gelebten verdienstvollen Mannes der Vergessenheit entrissen werden. Im übrigen bleiben Namen wohl Sachen des Geschmacks, und möchte ich dabei der Hoffnung Ausdruck geben, daß der alte Herr Curio ein etwas freundlicheres Aussehen gehabt haben möge, als der in öder Farblosigkeit sich darbietende große Saal in seinem Ge denkhause. Nachdem der Vorsitzende des Hamburg-Altonaer Buchhändler-Vereins die Anwesenden durch herzliche Worte be grüßt und Kollege Hunke-Kiel darauf gedankt hatte, wurde das Abendessen in Angriff genommen. Suppe, Fleischgericht und eine süße Speise — alles war gut und reichlich, ebenso reichlich wie der für das Gedeck zu entrichtende Preis von 30.— .F. Doch wer wollte Wohl nörgeln über die Höhe der Preise in jetziger Zeit, die uns gelehrt hat, alles durch 10 zu dividieren! Bei Schilderung über den weiteren Verlauf des Abends kann das Bedauern nicht unterdrückt werden, daß der Festaus- 1607
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